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Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Freitag, den 09. Dezember 2011 um 14:37 Uhr

Bürgerinitiative und Robin Wood stellen Strafanzeige

 

Schon länger deutete sich an, dass man in Thune lieber nicht so viel Transparenz wünscht.

Mit dem Stichwort ASSE-Lauge wurde vor einem halben Jahr eine größere Öffentlichkeit hellhörig, längt stehen die dort bereits üblichen Aktivitäten auf dem Buchler-Gelände im Fokus.  Es folgten Bürgerversammlungen und Gründung der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS).

Es geht um unzulässige Verstrahlung der Umgebung, es geht um Umweltkriminalität...


Die BISS gibt soeben bekannt:

Strafanzeige gegen EZN und Behörden eingereicht

Heute haben Robin Wood und die BISS Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig eingereicht. Die näheren Details findet ihr auf den Seiten von Robin Wood.

http://robinwood.de/Braunschweig-Thune.735.0.html

Die Strafanzeige beinhaltet die Themen,

  • Verdacht auf unerlaubte Freisetzung von Radioaktivität
  • Verdacht  auf fortgesetzte Grenzwertüberschreitungen
  • Verdacht auf ungenügende oder falsch ausgeführte Überwachung

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 19:12 Uhr
 
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Atommüll Zwischenlager Leese
Jan 07 2012 12:21:42
Moin Holger,

danke für die Rückmeldung. Aus Ihren Infos ergaben sich meinerseits ein paar Rückfragen.

nolten69 schrieb:
...
Unsere Aktivitäten sind aus der Montagsmahnwache in Nienburg entstanden. Wir sind seit einer Weile am Zwischenlager in Leese. Anfang September letzten Jahres haben wir dann die Besichtigung der Landessammelstelle Leese beantragt und dem nUM einen Fragenkatalog mit über 20 Fragen zu dem Lager und den 1.000 to für Tennessee übergeben. Diese „wünschten“ die Verantwortlichen nicht schriftlich zu beantworten, sondern mündlich bei der Besichtigung. Um die Besichtigung nicht zu gefährden stimmten wir vorerst zu. Die erste Besichtigung war dann am 08.12.11. Jetzt müssen verschiedene Protokolle zusammengeführt werden, neue Fragen, die aufgekommen sind formuliert werden.

Es bleibt spannend.
Holger


Wie ich sehe, seid ihr sehr aktiv und die Montagsmahnwachen in Nienburg finden nachwievor statt. Hier arbeiten wohl NABU Nienburg, BUND, die Naturfreunde Neinburg und andere sehr konzentriert zusammen, wie ich auf den jeweiligen Homepages ermitteln konnte. Oder irre ich da?

Auch von einem Anti-Atom-Bündnis habe ich gelesen. Gibt es dazu auch eine Bürgerinitiative? Wenn ja, wie nennt sich diese und hat sie ein Forum oder eine eigene Homepage?

Es wäre mitunter günstig, zwischen Leese - Braunschweig/Thune einen gewissen Informationsaustausch zu befördern, besonders die BISS (Bürgerinitiative Strahlenschutz Wenden-Thune-Harxbüttel) als auch die BIBS (Bürgerinitiativen in Braunschweig) haben ja ihrerseits schon diverses Papier gesichtet und gute Aufklärungsarbeit geleistet. Da könnte man sich ergänzen, zumal es ja um die gleiche Firma geht, die diese Materialien durch die Lande fahren möchte.

Wäre gewiss effizient.

Grüße nach Nienburg
Helmhut

_____________

Bei meiner kurzen Recherche zu Nienburg und dortigen Aktivitäten habe ich noch folgende Informationen zu Leese gefunden:

14.12.2011 "In einer Pressemeldung kritisiert Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, den Umgang mit den radioaktiven Salzwasser aus der Asse. Er sieht in dem Vorgehen der Verwaltung eine Verschleppungstaktik. Weiter fragt er, wo eigentlich die Landessammelstelle die radioaktiven Abfälle von Niedersachsen lagern würde. Er weist dabei auf das Lager in Leese bei Nienburg hin. Der Meldung beigefügt ist eine beschwichtigende Reaktion der niedersächsischen CDU ..."
Bürgerstimmen.de

1.000 Tonnen Atommüll zur Verbrennung nach Amerika

"1.000 Tonnen schwachradioakive Abfälle aus Deutschland sollen in einer amerikanischen Atommüllverbennungsanlage entsorgt werden. Das Material stammt aus dem Zwischenlager Leese im Landkreis Nienbur/Weser, die strahlende Asche muss nach Deutschland zurückgebracht werden.
Wegen Kapazitätsproblemen plant die Braunschweiger Firma Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH aus dem firmeneigenen Zwischenlager Leese rund 1.000 Tonnen schwachradioaktiven Müll in die USA exportieren, um ihn dort durch Verbrennung im Volumen zu reduzieren. ... Das Verbrennen von Atommüll ist kritisch zu betrachten, da sich Radioaktivität nicht verbrennen lässt. Die strahlenden Partikel werden – im besten Fall – in Filteranlagen aufgefangen, die wiederrum zu radioaktivem Müll werden. Auch gibt es die Gefahr, dass Partikel mit den Rauchgasen in die Umwelt gelangen. Vermutlich passiert genau das – allerdings dann maximal unterhalb der geltenden Grenzwerte...
(Primär-Quellen (Auszug): europarl.europa.eu, recyclingmagazin.de, anti-atom.de; 26.06.2011)"
taz-bewegung

Ältere Blogbeiträge und Materialien aus 2007 und 2010 über Straßentransporte von Atommüll ab Leese mit Details und beteiligten Firmen:
cl-netz.de

Loccum-Rehberg Wählerinitiative 1981
www.gruene-rehburg-loccum.de/81_09_27wahl.pdf



Hier die Infos zu den Nienburger Aktivitäten:

Weitere Montags-Mahnwachen in Nienburg
Die Mahnwachen montags 18 bis 18:30 Uhr werden fortgesetzt.
Treffpunkt ist auch im neuen Jahr jeweils Ecke Georgstraße/Lange Straße. Dieser Ort hat sich in den letzten Wochen als besser geeignet erwiesen, weil fast ohne Autolärm.

BürgerInnen gegen Atomkraft rufen weiter auf zu Mahnwachen, die den Willen der Bevölkerung zum schnellen Ausstieg aus der Atomenergie demonstrieren sollen. Die bisher immer noch nicht überzeugenden Signale der Berliner Politik machen die immer neuen 'Erinnerungen' notwendig!

Wir wollen zeigen, dass viele NienburgerInnen mit den Beschlüssen und Erklärungen aus Berlin nicht wirklich zufrieden sind. Außerdem dienen die regelmäßigen Treffen dazu, Informationen auszutauschen.
Das Misstrauen gegen die nach Herrn Röttgens Verlautbarung "weiße Landkarte" zur neuen Endlagersuche für Atommüll ist nach wie vor berechtigt:
Wenn man die im Bundeshaushalt 2012 für den weiteren Ausbau des Gorlebener Salzstocks zum Endlager vorgesehenen 73 Millionen Euro vergleicht mit den 3 Millionen Euro für Suche nach anderen Standorten, dann muss man extrem gutgläubig sein, um an die ergebnisoffene Suche zu glauben.

TERMINE:
Mo, 09.01.2012, 17:30
Kreisgruppentreffen
Sa, 21.01.2012, 05:45
Demonstration „Wir haben es satt!“
(Berlin)

Flyer
nabu-nienburg.de/upload/bilder/MontagsMahnwacheNI.pdf

Halbjahrsprogramm 1/2012 fertig
Das Halbjahrsprogramm 1/2012 kann im Umweltzentrum und in weiteren Verteilstellen (z.B. Stadtkontor, Mittelwesertouristik, Bioladen etc) abgeholt werden. (Quelle: www.bund-nienburg.de/)

Videos + Fotos
bei Blaue Brücke
 

Wow, die Foto- und Videobeiträge (darunter auch ein Anti-Atom-Beitrag) sind ja allererste Sahne. Wer ist da so überaus gekonnt tätig? Jemand, der gute Filmaufnahmen machen kann täte auch hier in Braunschweig ganz gut, meine ich. Vielleicht könnte sich ja auch hier eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen BIBS und den Nienburger Bürgerinitiativen ergeben?
#6582
Aw: Atommüll Zwischenlager Leese + Beddingen
Jan 06 2012 21:11:52
Hallo Sonnenschein, hallo Hemhut,

vielen Dank für euer herzliches Willkommen.
Als erstes zu Sonnenscheins letzter Frage. Ich weiß sicher nichts mehr, was ihr wisst, zumindest nix über Braunschweig. „+Beddingen“ kommt in die Überschrift, da ich auf den Tread #6407 von Helmhut geantwortet habe, da ist +Beddingen schon enthalten und hat sicher nix mit Zwischenlager zu tun.

Unsere Aktivitäten sind aus der Montagsmahnwache in Nienburg entstanden. Wir sind seit einer Weile am Zwischenlager in Leese. Anfang September letzten Jahres haben wir dann die Besichtigung der Landessammelstelle Leese beantragt und dem nUM einen Fragenkatalog mit über 20 Fragen zu dem Lager und den 1.000 to für Tennessee übergeben. Diese „wünschten“ die Verantwortlichen nicht schriftlich zu beantworten, sondern mündlich bei der Besichtigung. Um die Besichtigung nicht zu gefährden stimmten wir vorerst zu. Die erste Besichtigung war dann am 08.12.11. Jetzt müssen verschiedene Protokolle zusammengeführt werden, neue Fragen, die aufgekommen sind formuliert werden.

Es bleibt spannend.
Holger
#6581
Atommüll Zwischenlager Leese
Jan 06 2012 11:05:21
Hallo Holger,

auch von mir ein herzliches Willkommen in diesen Forum.

Und wie du vielleicht schon mitbekommen hast, finde ich Vernetzung wichtig.

Wenn du also in einer BI oder ähnliches bist und du vielleicht mal Kontakt zu der Biss o.ä. herstellen willst, scheue dich nicht mich u.a. persönlich hier anzuschreiben.
"Private Nachrichten" und "Sonnenschein" einfügen.

Oder schreib doch mal, was bei Euch so ab geht!
Ich bin schon total gespannt auf deinen Kommentar!

Und wenn Ihr/Du mal für eine Aktion Unterstützung braucht, ich bin dafür bekannt, das ich auch gerne Reise...

Die "Sabattac- Braunschweig" eine Politische Sambaband, sind für dieses Thema auch schnell zu begeistern...
www.taz.de/Protest-gegen-Atommuellager-Asse/!84751/

Spielanfragen zu mir oder zu den auf der sambattac Internetseite angegebenen Personen:
www.attac-netzwerk.de/braunschweig/sambattac/?L=2

Eine Frage habe ich auch noch:
mir ist neu das wie oben, im Thema angegeben, in Beddingen auch ein Zwischenlager ist!
In Beddingen soll doch, nach meinen Kenntnis, der Umschlagsbahnhof für den Atommüll sein?
braunschweig-online.com/bibs-forum/28-umwelt-und-naturschutz/5291-2014-8-atommuell-zuege-woechentl-durch-bsland.html


Was weißt du was wir nicht Wissen?

Lieben und aktivistischen Gruß Sonnenschein
#6566
Aw: Atommüll Zwischenlager Leese + Beddingen
Jan 05 2012 22:54:19
nolten69 schrieb:
Hallo,
kurz zu Leese:
die Abklingabfälle aus dem Harke-Artikel sind tatsächlich nur zu einem geringen Teil vor Ort, keine 20 Stück Übersseecontainer (ich habe leider versäumt sie genau zu zählen).

Tatsächlich ist Leese zum 15.11.2011 mit 12.845 200 Ltr-Fässern und 13 Konradcontainer vom genehmigten Volumen zu fast 100 % ausgelastet. Die eingelagerte Gesamtaktivität beträgt zum 15.11.2011 9,98E+14 Bq und ist somit noch weit unter der genehmigten Aktivität.

Hieraus resultieren die Transporte z.B. nach Tennessee, aber auch nach Belgien zur Verbrennung.
Durch die Verbrennung wird das Volumen auf ca 1 Prozent reduziert, die Aktivität bleibt aber. Schon ist Platz für neuen Mist in Leese geschaffen.

Über die im Harke-Artike beschriebene Offenheit kann man nur lachen. Kein Schild auf der Firmentafel im Eingang des „Bio-Energie-Park Oehmer Feld, keine Warnschilder am Zaun.
wie ist das eigentlich bei euch, gibt es da Schilder, die auf Radioaktivität hinweisen? Außer euren eigenen natürlich.

Es grüßt aus Nienburg/Weser
Holger


Hallo Holger,
herzlich willkommen im Forum.
Vielen Dank für den Austausch dieser wichtigen Infos, die so aktuell und so ortsnah kommen.

Am Zaun der Firma Eckert & Ziegler (EZAG) kann man zwar konservendosengroße Altdosimeter ausmachen (gemessen wird ja offiziell vom Firmeneigner) und auch ein normales Warnschild "Unbefugten ist das Betreten des Betriebsgeländes streng verboten!", aber Radioaktivitätszeichen konnte ich bislang dort nicht am Zaun oder Eingangsbereich ausmachen.

Ob mit dem "streng verboten"-Schild die "strengen Sicherheitsvorkehrungen" gemeint sind, die man angeblich bei radioaktiven Stoffen anwendet, die auf dem Firmengelände lagern?


Screenshot Beitrag vom 16.12.2011 - Dosimeter


Screenshot Beitrag vom 16.12.2011 - Warnschild

Im Filmbeitrag von 17.30 Sat1-Regional ist das Schild kurz im Bild.


Frohes Neues auch und
schöne Grüße nach Nienburg
Helmhut
#6563
Aw: Atommüll Zwischenlager Leese + Beddingen
Jan 05 2012 16:32:21
Hallo,
kurz zu Leese:
die Abklingabfälle aus dem Harke-Artikel sind tatsächlich nur zu einem geringen Teil vor Ort, keine 20 Stück Übersseecontainer (ich habe leider versäumt sie genau zu zählen).

Tatsächlich ist Leese zum 15.11.2011 mit 12.845 200 Ltr-Fässern und 13 Konradcontainer vom genehmigten Volumen zu fast 100 % ausgelastet. Die eingelagerte Gesamtaktivität beträgt zum 15.11.2011 9,98E+14 Bq und ist somit noch weit unter der genehmigten Aktivität.

Hieraus resultieren die Transporte z.B. nach Tennessee, aber auch nach Belgien zur Verbrennung.
Durch die Verbrennung wird das Volumen auf ca 1 Prozent reduziert, die Aktivität bleibt aber. Schon ist Platz für neuen Mist in Leese geschaffen.

Über die im Harke-Artike beschriebene Offenheit kann man nur lachen. Kein Schild auf der Firmentafel im Eingang des „Bio-Energie-Park Oehmer Feld, keine Warnschilder am Zaun.
wie ist das eigentlich bei euch, gibt es da Schilder, die auf Radioaktivität hinweisen? Außer euren eigenen natürlich.

Es grüßt aus Nienburg/Weser
Holger
#6559
Aw: Atommüll als Hightec und Umweltschutz verkauft
Jan 05 2012 11:11:50
Die IHK ergreift Partei für Eckert und Ziegler(!) und behauptet auch
gleich, dass die komplette
Braunschweiger Firmenlandschaft von einer Entscheidung gegen eine
Erweiterung von Eckert&Ziegler
negativ betroffen sei.

Schaut euch den Brief der IHK und den Kommentar auf
www.braunschweig-biss.de/?p=1227 an.


Dies habe ich getan, und bei aller Kritik gegen die Machenschaften der genannten drei Firmen zitiere ich hier das Original:

Hier: Zukunft der Unternehmen
- Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH
- GE Healthcare Buchler GmbH & Co KG sowie
- Buchler GmbH

Sehr geehrter Herr Rosenbaum,
in oben bezeichneter Angelegenheit ist die lndustrie- und Handelskammer Braunschweig in großer Sorge um den
Fortbestand der oben genannten [Hervorheb. red.] Unternehmen. [Anmerkung: das wären drei!]

Diese sind aufgrund der Nutzung der Gebäudeteile auf den Grundstücken Harxbütteler Straße 3 bzw. Gieselweg 1, aufgrund von Vermietungen auf diesem Gelände sowie auch mit Blick auf
eine gemeinsame Energieversorgung betriebswirtschaftIich verflochten. Eventuelle vorrangig gegen das Unternehmen Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH gerichtete Entscheidungen der Stadt Braunschweig haben damit Auswirkungen auch auf die beiden
anderen genannten Unternehmen
. ...

Da es sich bei den drei genannten Unternehmen und insbesondere auch bei der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH um
Hightec-Betriebe handelt, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen, sind fortlaufende Veränderungen an den Produktionsanlagen unerlässlich, die nicht nur unter betriebswirtschaftlichem Aspekt umgesetzt
werden, sondern häufig auch einen Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes leisten. ln der aktuellen öffentlichen
Diskussion um die beabsichtigten lnvestitionen der Firma Ecked & Ziegler Nuclitec GmbH wurden von dritter Seite
Sachargumente vorgetragen, die nicht zwlngend nachvollziehbar sind und nach hiesiger Auffassung die aktuelle Rechtslage nicht ausreichend beachten.

www.braunschweig-biss.de/wp-content/uploads/2012_1_03_EckertIHK.pdf

Demzufolge stimmt erst einmal, dass sich die IHK hier für ein PRO eines beabsichtigten Erweiterungsbaus der Firma Eckert &
Ziegler ausspricht, also schon deren Partei ergreift, aber eine
Behauptung, dass die komplette Braunschweiger
Firmenlandschaft von einer Entscheidung gegen Erweiterung von
Eckert & Ziegler negativ betroffen sei, kann ich nicht finden.

Da im Schreiben ohnehin schon von "nicht nachvollziehbaren Sachargumenten" von dritter Seite die Rede ist, die quasi versucht, gegen besorgte Familien, Eltern, Bürger und Bürgerinnen, die BI Strahlenschutz als auch gegen die BIBS zu schießen, halte ich eine korrektes Zitieren um so mehr für erforderlich.

Aber dass die IHK hier Einflussnahme versucht, ist klar aber inicht so verwunderlich, weshalb ausgerechnet aus den Reihen der IHK eine Befürwortung des Bauprojektes der Firma zu erwarten war.

Das regionale Wirtschaftsparlament, in dem 72 Unternehmen der Braunschweiger Region vertreten sind, wählte darüber hinaus Thomas Walther Buchler zum Ehrenmitglied der Vollversammlung und würdigte damit ihre langjährigen Verdienste in verschiedenen Ehrenämtern der IHK wie dem Haushaltsausschuss und der Rechnungsprüfung.
www.braunschweig.ihk.de/pressearchiv/2006/?viewMeldung=meldung_1138030330.28

Siehe auch Buchler-Chronik, aus der Verflechtungen der Firmen Eckert & Ziegler (EZAG/Nuclitec) und Buchler hervorgehen.

Buchler hat demzufolge sicherlich noch einen gewissen Einfluss innerhalb der IHK, deren Fürsprache für die drei Firmen auf dem Buchler-Gelände am Gieselweg daher nicht frei von einem gewissen Geschmäckle daher kommt. Kann es sein, dass gerade hier die IHK befangen und deshalb für besorgte Familien, Bürger und Bürgerinnen nicht der beste Ratgeber ist?

Auch das Herr Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Bernd Meier* hier das Betriebswirtschaftliche und Marketing so in den Vordergrund rückt, verwundert nicht weiter. Ein Fachmann für Strahlenschutz ist er deswegen keineswegs. Aber er begrüßt ja glücklicherweise ein Expertenteam zum nahenden Hearing!

*Kurzbiographie TU

So schlägt der Kaufmann und Betriebswirtschaftler als Experte, Herrn Professor Dr. Edmund Brandt vor, den Leiter des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie
Verwaltungswissenschaften der TU Braunschweig, was ihn auch nicht unbedingt als Experte für Strahlung und Strahlungsgefährdung ausweist. Schließlich soll es ja um etwaige oder mögliche Strahlungswerte und Gesundheitsgefährdung gehen, die dann vom Gelände der Firmen ausgehen können.

Herr Professor Brandt ist zwar unter anderem Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Unabhängigen lnstituts für Umweltfragen, die wirklich bürgernahe Projekte durchführt, aber er sitzt auch als Beisitzer in diversen anderen teilweise gesponsorten Instituten wie zum Beispiel im Beirat der Gesellschaft für Energie und Ökologie GmbH (GEO) und auch im Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Natürlich spielt die Wirtschaftsförderung in diesen Instituten eine gewisse Rolle, ist also nicht unbedingt objektiv oder zugunsten der Bevölkerung angelegt.

Edmund Brandt ist dazu noch "deutscher Rechtswissenschaftler, Politologe und Verwaltungswissenschaftler. 1996 war er mal Inhaber des Lehrstuhls Umweltrecht.
Aktuell ist er jedoch Inhaber des Lehrstuhls Staats- und Verwaltungsrecht sowie Verwaltungswissenschaften an der Technischen Universität Braunschweig und Leiter des dortigen Instituts für Rechtswissenschaften." Brandt gab zudem "Studium der Umweltwissenschaften. Springer-Verlag heraus. (Quelle: Wikipedia)

Was also befähigt ihn genau? Dass er im Beirat sitzt wohl eher nicht. Oder vielleicht seine gegenwärtige wissenschaftliche Arbeit, die bestimmt wird durch die Beschäftigung mit Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Entsorgung atomarer Abfälle, der Rohstoffwirtschaft sowie des Spannungsverhältnisses von Energie- und Naturschutzrecht.

Also ich bin mir jedenfalls nicht mehr sicher, ob er neutral genug wäre und das gesundheitliche Interesse der besorgten Bürgerschaft genügend im Fokus hätte.

Aber gut, er wird sicher nur einer der anwesenden "Experten" sein. Hauptsache, dass auch jemand da ist, der Strahlenwerte und damit verbundene gesundheitliche Gefahren sachlich und richtig einzuordnen weiß.

Da schreibt der IHK-Chef Dr. Meier:
"Aus hiesiger Sicht müssen sowohl Moderator als auch
Veranstaltungsort der hohen Bedeuiung des Expertenhearings gerecht werden." Mir persönlich wäre an einem Expertenhearing eben das Hören von Experten vorrangiger.

Bürgerinitiative und Bürgerschaft auf gleicher Augenhöhe behandeln

"Das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig (GAA-BS) hat hat auf Nachfrage der BISS bei Eckert & Ziegler die Offenlegung des radioaktiven Inventars beantragt und die Antwort erhalten, dass eine Auflistung dieser Materialien Betriebsgeheimnis sei. Daraufhin bat man GAA-seitig bei EZN um eine konkrete Begründung für das Verschweigen, denn nicht alles falle automatisch unter den Begriff "Betriebsgeheimnis".
Der Vorgang gewinnt nämlich nicht zuletzt dadurch an Brisanz, dass die BISS für eine möglichst akkurate Gefahrenabschätzung durch Experten, die für das Hearing unerlässlich ist, diese Informationen benötigt. Die Frage drängt sich auf, ob hier auf Zeit gespielt wird, weil möglicherweise Stoffe und / oder Stoffmengen genannt würden, bei denen klar ist, dass sie nennenswerte Gefahren bergen. Falls nicht, ist schleierhaft, wieso das GAA nicht nach bislang zwei (!) unzureichenden Begründungen endlich auf einer Herausgabe beharrt, sondern Eckert & Ziegler eine Frist gesetzt hat, die in ein paar Tagen abläuft. Mal sehen, ob wir dann etwas erfahren."
www.braunschweig-biss.de/


Eine wirklich problemorientierte Auseinandersetzung wäre hier nicht nur wünschenswert, sondern am Ende auch erfolgreicher, als besorgte Menschen insgesamt als unqualifiziert abzukanzeln. Da müssten alle miteinander auf Augenhöhe debattieren, ihre zentralen Positionen erläutern, aber im Verlauf der Diskussion am Ende die rationalen Kerne ihrer Argumente herausstellen können. Auf deren Basis könnte Wege erkennbar werden, Blockaden zu übewinden, ohne Dissens völlig aufgeben zu müssen.

Bürgerschaft ist kompromissbereit, jetzt wäre Firma am Zug

Soweit mir bekannt, ist die Bürgerschaft kompromissbereiter als hier vorgegeben wird seitens der lokalen politischen Akteure oder der IHK, die Bürger sind sehr interessiert an einer Rückholung der Assefässer, einer Entfernung der Lauge aus dem Bergwerk und deren Bearbeitung. Letzteres sollte jedoch weder in Siedlungen noch in Nähe einer Schule oder gar eines Kindergartens erfolgen, selbst wenn das den einen oder anderen wirtschaftlichen Nachteil für die weltweit agierenden Hitec-Unternehmen brächte.

Weshalb sind dabei weltweit agierende Hitec-Unternehmen so unflexibel, dass sie radioaktives Material nur in Nähe einer Siedlung durchführen können. Wer global agiert, hat viele Standorte und müsste darum gerade auch flexibel mehrere Standpunkte vertreten können.

Gruß
Helmhut
#6554
Atommüll als Hightec und Umweltschutz verkauft
Jan 04 2012 10:14:34
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat den Rathaus-Fraktionen zum Jahreswechsel geschrieben. Während Eckert&Ziegler ganz offen sogar im Bauantrag für die Betriebserweiterung in Thune mit Atommüll-Geschäften protzt, kommt die IHK in ihrem Brief eher auf leisen Sohlen daher, man mache sich Sorgen um den Fortbestand der drei Unternehmen Buchler, GE Healthcare und Eckert&Ziegler Nuclitec.
Kein Wort liest man im ganzen Brief von der vorgesehenen Errichtung eines Aufarbeitungszentrums für weltweiten Atommüll, sondern stattdessen Behauptung von Hightec-Unternehmungen im internationalen Wettbewerb und sogar Umweltschutz:

Da es sich bei den drei genannten
Unternehmen und insbesondere auch bei der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH um
Hightec-Betriebe handelt, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen, sind fortlaufende Veränderungen an den Produktionsanlagen unerlässlich, die nicht nur unter betriebswirtschaftlichem Aspekt umgesetzt werden, sondern häufig auch einen Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes leisten
(IHK-Brief vom 30.12.2011 an die Ratsfraktionen)


Offensichtlich kennt die IHK den Bauantrag von Eckert&Ziegler nicht, deswegen sei das hier noch einmal zitiert:

Rosenbaum schrieb:
Um etwas Licht in die (wohl beabsichtigte) Verwirrtaktik von Herrn Eckert zu bringen, sehe man sich doch mal den eingereichten Bauantrag an.

Weder Herr Eckert noch eine der bislang in Thune ansässige Firma hat den Bauantrag gestellt, sondern eine ganz neue Firma, die erst kürzlich am 19.8.2011 unter dem Namen
Eckert&Ziegler Umweltdienste GmbH in Berlin-Charlottenburg ins Handelsregister eingetragen wurde (HRB 136114B).

Der Bauantrag für Flurstück 226, Flur 2 in Thune.

Antragsteller: Eckert&Ziegler Umweltdienste GmbH, 13125 Berlin, Rober-Rössle Str.10,

Architekt: Ottinger&Möhlendick, BS, Kaffeetwete.

Antrag vom 18.11.2011 (Eingangsstempel bei der Stadt vom 22.11.2011) gemäß Nds. Bauordnung § 75 bzw. 75 a auf Grundlage des TH 18 v. 31.1.2078 und Baunutzungsverordnung von 1968.
In der Anlage "Art der baulichen Nutzung" kennen diese (uralt)-Papiere nur Schallpegel-Begrenzungen, Ausschluss von Verbrauchermärkten, zugelassen ist aber Wohnnutzung für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal sowie Firmeninhaber.

[Es hat keine Beteiligung von Nachbarn gegeben. (Es gibt aber wohl einen schon umfangreichen Schriftverkehr mit Einwendern, den ich aber erst Anfang der Woche zur Einsicht bekomme, P.R.) ]

Vollständigkeit: es fehlen noch Lageplan, Wärmebedarfsberechnung und gutachterliche Stellungnahme zum Brandschutz ...soll alles noch nachgereicht werden.


Baubeschreibung: (Auszüge)
Neubau von Gebäude zur Durchführung von Messung, Konditionierung und sicheren Verpackung schwach radioaktiver Abfälle.
...Baulichkeiten sollen "für radioaktive Abfälle zur späteren Einlagerung in Schacht Konrad errichtet werden, der ab 2014 als Endlager zur Verfügung stehen wird."

Abmessungen 62,7 x 28,6 Meter, mit 110 qm Kellergeschoß, Baustandort hinter GE Healthcare
im 1. OG befinden sich Büroräume, Pausenraum, Teeküche, Sanitärräume un Umkleide für 20 MitarbeiterInnen (16 männlich, 4 weiblich).

Betriebsbeschreibung: Es geht um die Bearbeitung von Abfallgebinden mit schwach radioaktiven Abfällen und Verpackung in die sog. Konrad-Container.
Das umfasst die Messung, Sortierung, Trocknung und Verpackung der Materialien. Es ist Ein-Schicht-Betrieb vorgesehen zwischen 6:00 und 20:00.

Immissionen: Es ist ein 25 Meter hoher Abluftschornstein vorgesehen.
Die Abluftverunreinigung wird beschränkt gemäß noch separat zu beantragender Strahlenschutzgenehmigung.
Luftfilterklasse H14

Betriebsabfälle: Büroabfälle, Prozessabfälle gemäß noch separat zu beantragender StrSchGenehmigung;
Abfallentsorgung: über Hausmüllabfuhr und gemäß noch separat zu beantragender StrSchGenehmigung;
Abwässer: Art und Menge gem. noch zu beantragender StrSchGenehmigung:

Sonstige Gesundheitsgefahren und Unfallgefahren: Ionisierende Strahlung, für den Umgang wird eine gesonderte Genehmigung nach StrahlenSchutz Verordnung beantragt.

Auf den beigefügten Bauzeichnungen und Übersichtsplänen ist die Anlieferung über das alte EZAG/Buchler Grundstück mit einer inneren Parallelstr. bis zur neuen Betriebshalle dargestellt.
#6530
Aw: Atommüll Zwischenlager Leese + Beddingen
Dec 21 2011 10:00:01
X-mas

Sonnenschein schrieb:
Nur mal so kurz reingeworfen:
wustet Ihr, das in Leese bis ca. 1945, unter anderen auch Giftgas produziert worden ist?

Mein Tip für die Menschen in/um Leese gründet doch mal eine
sog. Bürgerinitiative(BI).
Falls Ihr wissen wollt, auf welchen Altlasten Ihr lebt?
Falls es welche gibt...lächel schief...


Soweit bekannt, haben die Leeser Bürger sich offenbar schon gewehrt gegen dieses Atommüll-Zwischenlager der Firma Eckert und Ziegler (ehemals Lager der Firma Buchler) in ihrer Gemeinde, aber wohl zu spät, wie man erkennt. Das hat dort bereits eine gewisse Tradition.

RWG Leese duldet keinen Asse-Atommüll
Entwarnung?: Bundesamt für Strahlenschutz lehnt Auslagerung nach Braunschweig ab


Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisen „Agil“ Leese haben sich festgelegt: Sie lassen nur Lastwa gen in ihr Gewerbegebiet „Oehmer Feld“, die keinen Asse-Atommüll transportieren.

Leese (re). „Wir riskieren keine 90 Jahre aufgebautes Vertrauen“, machte Britta Ronnenberg klar: Atommüll aus dem skandalumwitterten Salzstock Asse bei Wolfenbüttel werden Aufsichtsrat und Vorstand der Raiffeisen „Agil“ in Leese auf ihrem Gewerbegebiet „Oehmer Feld“ nicht dulden. Darauf haben sich die Führungsgremien verständigt, nachdem „Agil“-Geschäftsführerin Britta Ronnen berg den tatsächlichen Umfang der Pläne der börsennotierten Firma Eckert &  Ziegler AG (Ezag /  Berlin) erfahren hatte. Auch der Gemeinderat sagt ..."

www.dieharke.de/content/artikel.php?a=12064

Laut Auskunft des Landtages in seiner Antwort an die Grünen-Abgeordnete (s.o.) ist jedoch davon die Rede, dass sich bereits 5 Konrad-Container auf dem Gelände in Leese befinden.

Braunschweig - Beddingen

Gut, dass hier mal wieder erneut auf Braunschweig- Beddingen hingewiesen wird. Durch die Präsenz der Firma in Thune scheinen einige Braunschweiger Bürger immer noch zu denken, dass "ihr" Stadtteil (außerhalb Wenden-Thune) ja nicht betroffen sei. Dies ist ein Trugschluss, wenn Beddingen zum Verladebahnhof der Konrad-Castoren sein wird und danach die Behälter auf Lkw durch Braunschweig und das Umland hin zu Schacht Konrad transportiert werden soll.

braunschweig-online.com/bibs-forum/28-umwelt-und-naturschutz/5291-2014-8-atommuell-zuege-woechentl-durch-bsland.html

Braunschweig - Waggum

Die Bürger in Waggum haben das schon erkannt und auch Bezug auf die Schule (Lessinggymnasium Wenden) genommen, die von vielen Kindern und Jugendlichen aus ganz Braunschweig besucht wird und praktisch gegenüber des Eckert und Ziegler-Gelände liegt. Also ganz in der Nähe.
www.waggum.info/

Wir haben ein Problem

Wir haben offenbar ein Problem in Braunschweig mit dem Zeug und vor allem auch mit dem Schlüsse ziehen. Das Zeug sieht man nicht, schmeckt man nicht, riecht man nicht, klar. Aber zu denken, dass das tatsächliche und mögliche Übel sich allein auf Wenden-Thune-Harxbüttel und die dortige Bürgerinitiative beschränkt, ist doch .... beschränkt, im wahrsten Sinne des Wortes!

Igitt, kein schönes Thema zu Weihnachten, ich weiß!
Selbstkritik, ebenfalls igitt. Hören wir hier nicht so gerne!
Allerdings so viel strahlende Geschenke an Weihnachten, die wir unseren Kindern hinterlassen werden, wenn wir hier nur zugucken, sind nicht nur gefährlich sondern einfach ungesund für uns alle. Leese sollte uns allen ein Fingerzeig sein, wie es dann aussehen wird, so nahe am stattgegebenen Atommüll-Zwischenlager leben zu müssen, weil man sich zuvor nicht energischer dagegen gewehrt hat.

Also wäre gerade die besinnliche Weihnachszeit mal Anlass, drüber nachzudenken, ob wir als Braunschweiger hier nicht mehr tun können - unseren Kindern und Enkeln zuliebe.

Grüße zum Fest
Helmhut
#6407
Atommüll Zwischenlager Leese
Dec 20 2011 18:29:44
Nur mal so kurz reingeworfen:
wustet Ihr, das in Leese bis ca. 1945, unter anderen auch Giftgas produziert worden ist?
aus:
www.relikte.com/leese/index.htm

Mein Tip für die Menschen in/um Leese gründet doch mal eine
sog. Bürgerinitiative(BI).
Falls Ihr wissen wollt, auf welchen Altlasten Ihr lebt?
Falls es welche gibt...lächel schief...
Und findet Ihr es nicht auch ein wenig merkwürdig das jeder Besucher dort ein Dosimeter tragen muß und es Stellen in der FA. gibt an der Schwangere Frauen nicht hin sollten?

Und wenn ich gerade dabei bin.
Wie sieht es mit Euch lieben Menschen in Braunschweig- Beddingen aus?
braunschweig-online.com/bibs-forum/28-umwelt-und-naturschutz/5291-2014-8-atommuell-zuege-woechentl-durch-bsland.html

Schöne X-mas!

Und ansonsten:
www.atomausstieg-selber-machen.de
nicht produzierter Atommüll können sie, erst gar nicht versuchen, bei uns
in BS-Thune, das Volumen des Atommülls zu verkleinern.
In BS-Beddingen umzuladen,
in Leese zwischen zu lagern
und in den Schacht Konrad einzulagern.

www.braunschweig-biss.de
(Volumenverkleinerung des Atommülls)

und auch die Braunschweig-Waggumer BI beschäftigt sich mit den Thema!
www.waggum.info/

www.ag-schacht-konrad.de
(die ag verbindet-vernetzt alle Atommüllstandorte hier, deshalb einfach mal auf die Internetseite schauen!)

und auch die ASSE ist nach wie vor ein Gau!
www.asse2.de/
und wenn die Verzögerungstaktik funktioniert und die ASSE einstürzt, habe wir auch hier in BS den Super Gau!
cms.ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=593&Itemid=74

Liebe Grüße aus den Atommüll- Bermuda- Dreieck Braunschweiger Land.
Euer Sonnenschein
#6406
Eckert&Ziegler - Zwischenlager LEESE
Dec 20 2011 12:53:37
Erst vorgestern gab es Hinweise, dass Umweltschützer das Zwischenlager der Firma Eckert & Ziegler in Leese besichtigt haben. Dazu war zwar im hiesigen Lokalblatt nichts zu finden, dafür aber bei meiner Recherche in der Nienburger Zeitung "Die Harke".

Helmhut schrieb:

„Kein Problem, Offenheit zu zeigen“
Aus "Die Harke" - Nienburger Zeitung vom 14.12.2011 Ausgabe Nr. 292

Atomkraft-Gegner besichtigen das Lager für radioaktive Abfälle in Leese

Leese (m­g). Strenge Si­cher­heits­be­stim­mun­gen gel­ten in dem von der Braun­schwei­ger Firma Eckert & Zieg­ler Nucli­tec be­trie­be­nen La­ger für ra­dio­ak­ti­ven Müll in Lee­se: Wenn es für In­ter­es­sierte geöff­net wird, muss je­der Be­su­cher sei­nen Per­so­nal­aus­weis vor­zei­gen und sich in eine Liste ein­tra­gen. Pro Gruppe muss we­nigs­tens ein Be­su­cher ein Do­si­me­ter bei sich tra­gen, mit dem die Strah­len­do­sis ge­mes­sen wird. Vor be­stimm­ten Hal­len wer­den Frauen im ge­bär­fähi­gen Al­ter ge­warnt, sich den dort ge­la­ger­ten Fäs­sern zu nähern.

„Es gibt hier nichts zu verbergen..."
www.dieharke.de/content/artikel.php?a=22249

Man könnte glatt vermuten, Herr Eckert liest in diesem Forum mit. Erst kürzlich regte ich an, in der Sache "Eckert & Ziegler - Atommüllverarbeitungszentrum" nicht nur BS-Thune zu betrachten, sondern auch einmal die Bürger in Leese aufzusuchen und über das bereits dort bestehende Atommüllzwischenlager der EZAG zu sprechen. Am Tag darauf gab es dann die obige vorsorgliche Pressemeldung in der "Harke", wo die Firma allen Le(e)sern versichert, dass alles sicher sei und man nichts zu verbergen habe. ...


Ein aufmerksamer Leser hat mir nun den vollständigen Artikel vom 14.12. zukommen lassen, und ja, es interessiert mich und hoffentlich die Bürger und auch die tatkräftige Bürgerinitiative für Strahlenschutz (BISS):



Derzeit befinden sich also in Leese 12.845 Fässer. Die sind stahlummantelt und mit Beton ausgegossen und es soll auch ein "Programm" geben, rostende Fässer zu begutachten und zu "sanieren"! All dies kennen wir aus der desaströsen Firmenphilosophie der Firma Buchler.

Dazu hier eine Kurzchronologie der Ereignisse in Braunschweig.

Die im Artikel genannten und teilweise abgebildeten Mengen an gesammelten Altlasten und radioaktiven Abfällen zeigen deutlich, dass das Sammellager mit den angegebenen Kapazitäten nahezu völlig ausgelastet ist. Besorgnis ist demzufolge angebracht. "1.000 Tonnen" davon sollen direkt vom Zwischenlager Leese in die USA zur Verbrennung gehen. Also auch hier reichlich kontaminierte Gewinnmasse für das Unternehmen. Kein Wunder, dass sich Eckert und Ziegler diesen schwunghaften Atommüllhandel nicht entgehen lassen möchte. Aber auch kein Wunder, dass man da die besorgten Bürger und Initiativen verunglimpfen und ihre Besorgnis mal wieder als übertrieben hinstellen möchte.

Nochmals meinen ausdrücklichen Dank an den Leser für die Übermittlung der Lektüre.

Grüße
Helmhut
#6403
Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler - NEWS
Dec 19 2011 11:11:36
AufpASSEn!


Screenshot: Schild für Unbefugte am Zaun der EZAG in BS-Thune

Die BISS (Bürgerinitiative für StrahlenSchutz Wenden-Thune-Harxbüttel) macht darauf aufmerksam, dass der Rat der Stadt beschlossen hat, dass ein Aufstellungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung in Wenden/Thune erstellen soll.

BISS: "Dieser wird erst rechtskräftig, sobald der Aufstellungssbeschluss öffentlich gemacht wird.

Normalerweise in der Zeitung......

Bitte.... Wichtig!

Schaut in die Zeitung, auch wenn's schwer fällt, und meldet euch bei der Stadtverwaltung, wenn ihr keinen Aufstellungsbeschluss bis Montag in der Zeitung findet. (enthält einen Plan des Geländes)

Erklärt der Stadtverwaltung, dass weitere Verzögerungen von den Anwohnern nicht hingenommen werden..."
www.braunschweig-biss.de/


Gruß
Helmhut
#6395
Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler - NEWS
Dec 17 2011 14:07:11
Sat1 Regional 17.30
Sendung vom 16.12.2011

Wer die gestrige Sendung nicht mitverfolgen konnte, kann das hier nachholen.


www.hannover.1730sat1.de/freitag.html


„Kein Problem, Offenheit zu zeigen“
Aus "Die Harke" - Nienburger Zeitung vom 14.12.2011 Ausgabe Nr. 292

Atomkraft-Gegner besichtigen das Lager für radioaktive Abfälle in Leese

Leese (m­g). Strenge Si­cher­heits­be­stim­mun­gen gel­ten in dem von der Braun­schwei­ger Firma Eckert & Zieg­ler Nucli­tec be­trie­be­nen La­ger für ra­dio­ak­ti­ven Müll in Lee­se: Wenn es für In­ter­es­sierte geöff­net wird, muss je­der Be­su­cher sei­nen Per­so­nal­aus­weis vor­zei­gen und sich in eine Liste ein­tra­gen. Pro Gruppe muss we­nigs­tens ein Be­su­cher ein Do­si­me­ter bei sich tra­gen, mit dem die Strah­len­do­sis ge­mes­sen wird. Vor be­stimm­ten Hal­len wer­den Frauen im ge­bär­fähi­gen Al­ter ge­warnt, sich den dort ge­la­ger­ten Fäs­sern zu nähern.

„Es gibt hier nichts zu verbergen..."
www.dieharke.de/content/artikel.php?a=22249

Man könnte glatt vermuten, Herr Eckert liest in diesem Forum mit. Erst kürzlich regte ich an, in der Sache "Eckert & Ziegler - Atommüllverarbeitungszentrum" nicht nur BS-Thune zu betrachten, sondern auch einmal die Bürger in Leese aufzusuchen und über das bereits dort bestehende Atommüllzwischenlager der EZAG zu sprechen. Am Tag darauf gab es dann die obige vorsorgliche Pressemeldung in der "Harke", wo die Firma allen Le(e)sern versichert, dass alles sicher sei und man nichts zu verbergen habe.


AufpASSEn!

Die BISS (Bürgerinitiative für StrahlenSchutz Wenden-Thune-Harxbüttel) macht darauf aufmerksam, dass der Rat der Stadt beschlossen hat, dass ein Aufstellungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung in Wenden/Thune erstellen soll.

BISS: "Dieser wird erst rechtskräftig, sobald der Aufstellungssbeschluss öffentlich gemacht wird.

Normalerweise in der Zeitung......

Bitte.... Wichtig!

Schaut in die Zeitung, auch wenn's schwer fällt, und meldet euch bei der Stadtverwaltung, wenn ihr keinen Aufstellungsbeschluss bis Montag in der Zeitung findet. (enthält einen Plan des Geländes)

Erklärt der Stadtverwaltung, dass weitere Verzögerungen von den Anwohnern nicht hingenommen werden..."
www.braunschweig-biss.de/

Diese so wichtige Nachricht erhielten bislang leider nur Verteiler-Eingeweihte des BISS-Emailverkehrs
Dachte bei mir, im Sinne einer effizienteren Vernetzung, dass dabei auch alle Forenleser hier fleißig die Augen aufhalten könnten und darüber Bescheid wissen sollten. Deshalb hier die Veröffentlichung, die Bitte um Mithilfe und die Hinweise, um was es geht.


Gruß
Helmhut
#6386
Aw: Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler
Dec 13 2011 11:56:59
Eckert & Ziegler - keine Entscheidung über Veränderungssperre

Übrigens: Meiner Auffassung nach darf Eckert & Ziegler "mit Atommüll" protzen, solange die Firma lustig ist. Mit was sie aber nicht protzen darf und kann, ist mit Erfahrungen und Knowhow, wie man radioaktiver Asselauge in Braunschweig umzugehen hat.

BZ-Redakteur Jörn Stachura (newsclick) versucht offenbar, was er nur kann.

Er fasst ein bis dato recht heißes Eisen an, das in unserer Stadt schon lange debattiert, von den meisten Fraktionen jedoch bislang ignoriert wurde. Immerhin! Man muss ja schon froh sein, über Braunschweigs Atommüll-Zwischenlager nicht nur aus der überregionalen Presse zu erfahren, sondern auch nun im lokalen Blatt.
Stachura schreibt von "überraschender Wende" in der Diskussion über die Zukunft von Eckert & Ziegler in Thune, die "aber keine Kehrtwende sei", wie er betont.

Die Grünen sorgten für "Überraschung". Diese zogen, weil unklar war, ob in einer Sitzung über Bebauungsplan und Veränderungssperre beschlossen werden darf, ihren Antrag zurück. Darum keine Abstimmung über die Veränderungssperre. Begründung: Die Grünen wollen auf Nummer sicher gehen und sich "juristisch auf keinen Fall angreifbar machen." Das ist erst einmal löblich. Beratung ist richtig und wichtig und tut Not, wie wir ja anderen - rein wegen formaler Fehler - gescheiterter Anträge oft nachverfolgen können.

"Abgestimmt über Eckert & Ziegler werde nämlich doch", so heißt es dann beruhigend. Der nächste Antrag soll überarbeitet werden und sieht weiterhin vor, dass für das Industriegebiet in Thune neue Bebauungspläne aufgestellt werden." Ziel sei es: "Da das Industriegebiet zu nahe an einem Wohngebiet liegt, sollen sich dort in Zukunft nur Betriebe ansiedeln dürfen, die dem Rechnung tragen und verträglich sind."
In der Zwischenzeit soll es auch eine weitere und erneute "öffentliche Anhörung" geben, in der Eckert & Ziegler, d.h. ihr Firmenchef Dr. Eckert erneut seine Pressewirksamkeit unter Beweis stellen und Anwohner beziehungsweise die Bürger "überzeugen muss", wie es heißt, "dass die Erweiterungspläne zu einer Verbesserung der Situation führen."

Natürlich werden Erweiterungspläne zur Verbesserung der Situation führen, so oder so. Entweder erweitert die Firmen ihren Firmenbau so, dass die Lauge früher oder später dann doch nach Braunschweig transportiert werden kann und dort ein reichliches Zwischenlager findet, oder das neue Gebäude wird für die bisherige Medizintechnik-Produktion erweitert und mit mehr Sicherheitstechnik, besseren und technisch moderneren Filteranlagen versehen etc., dass es für uns alle gesünder und weniger belastend sein wird. Letzteres wäre nicht nur zu wünschen, sondern auch zu kontrollieren. Und zwar nicht von der Firma selbst.

"Anders, als bislang angenommen, muss sich die Stadtverwaltung vor eventuellen Schadensersatz-Forderungen nicht fürchten." meinte Herlitschke, deshalb habe man Zeit, auch wenn Frau Stadtbaurätin Maren Sommer hier schon Bedingungen genannt hatte, die andeuteten, dass wenn die Firma bereits "vorher" einen Bauantrag gestellt habe, eine Veränderungssperre nicht möglich wäre. Hat sie aber wohl nicht vollständig getan; der Antrag der Firma - unvollständig! Wenn ich mich an die Pläne des letzten skizzierten Schriftstücks erinnere, scheint mir das schlüssig. Da hatte es wohl jemand eilig?

Der Bauantrag müsste jedoch "entscheidungsreif" sein, ist es aber nicht. Um vor Überraschungen sicher zu sein, soll zudem beschlossen werden, den Bauantrag von Eckert & Ziegler bis zu zwölf Monate nicht zu bearbeiten, heißt es nun. Ein juristisches Geplänkel, wohl wahr! Wenn uns solche Finten am Ende vor Asselauge, -fässern, Zwischenlagern und radioaktiver Strahlengefährdung bewahren, dann sage ich nur: armes Deutschland!

Chancen für das Anliegen der Bürger

Auf ihrer Homepage veröffentlichten Braunschweigs Grüne:

"Umweltministerium verweigert Abnahme radioaktiver Asse-Laugen
Umweltausschuss will weitere Unterrichtung

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat scharfe Kritik am Niedersächsischen Umweltministerium und dessen Umgang mit radioaktiven Laugen aus der Asse geübt. "Seit vielen Monaten verweigert das Ministerium eine sachgerechte Abnahme und Entsorgung von 80 Kubikmetern kontaminierter Laugen und fordert stattdessen eine Behandlung im Bergwerk", sagte der Grünen-Politiker heute (Montag) in Hannover. "Damit werden die Arbeiten zur Faktenerhebung und zur Vorbereitung der Rückholung massiv behindert." Zudem seien weitere zeitraubende Genehmigungen für die Konditionierungsanlage unter Tage erforderlich.
Wenzel: "Laugen dieser Art waren vor drei Jahren der Auslöser des Asse-Skandals. Es ist nicht mehr vermittelbar, dass das Umweltministerium innerhalb von drei Jahren nicht in der Lage war, eine ordnungsgemäße Annahme in der Landessammelstelle sicherzustellen." Bislang sei die Landessammelstelle nur bereit fünf Kubikmeter Lauge pro Jahr abzunehmen.
Es sei "sehr undurchsichtig" wo radioaktives Material aus Niedersachsen eingelagert werde, sagte der Grünen-Politiker. "Das Land ist verpflichtet, eine Landessammelstelle zu betreiben. Zu diesem Zweck wurde ein Rahmenvertrag mit der Gesellschaft für Nuklearservice abgeschlossen. Offiziell ist die Landessammelstelle des Landes Niedersachsen in Jülich. Tatsächlich lagerten aber auch Landessammelstellen-Abfälle in Leese im Landkreis Nienburg, sagte Wenzel. Auch hierzu gebe es viele offene Fragen..."

Fraktion Grüne Niedersachsen

Mögliche Chance für die Bürgerinteressen?
Diesen Umstand der Verzögerung könnte man auch erst einmal als positiv werten - zumindest für Braunschweig. Es könnte zur Vermutung führen, dass vielleicht nicht nur die Stadtverwaltung sondern auch das Umweltministerium zwar erst auf EZAG gesetzt hat, was die zügige Bearbeitung der ASSE-Lauge anbetrifft, möglicherweise aber hat man weniger mit dem zunehmenden starken Bürgerinteresse gerechnet, welches sich dann auch noch tatkräftig in eine Bürgerinitiative organisiert. Auch Dr. Andreas Eckert hat gewiss durch seine etwas ungeschickte Pressemitteilungen ein wenig zu mehr Mirakel und Intransparenz mit beigetragen und das Misstrauen weiterer Bürger als auch das des Umweltministeriums geweckt. Daraufhin hat sich das Umweltministerium vom Standort Braunschweig als mögliche Bearbeitungsstätte und damit auch vom vorgesehenen Betreiber EZAG Braunschweig distanziert. Die kurze, für alle überraschende Mitteilung aus dem Ministerium: "Braunschweig sei als Standort nicht geeignet." könnte ein deutlicher Hinweis sein.

Auf was wird gewartet?

Dass die radioaktive gefährliche Lauge aus der ASSE beräumt beziehungsweise einer Bearbeitung zugeführt werden muss, ist dabei unumstritten allen klar. Auch wenn dies von EZAG-Firmenchef anfangs so hingestellt wurde, als seien die Bürger, die Initiative und die BiBS gegen eine Bearbeitung. Im Gegenteil, es ging lediglich darum, dass für viele Bürger die Bearbeitung im nahen Siedlungsgebiet (Stadtgebiet Braunschweig) nicht als geeignet betrachtet wurde.

Dass sich nun bis zum endgültigen Entscheid eine Art "Laugenstau" entwickelt, ist naheliegend. Aber der kleine Nebensatz im obigen Artikel: "... und (Umweltministerium) fordert stattdessen eine Behandlung im Bergwerk"könnte mitunter andeuten, dass das, was die Bürger und die Bürgerinitiative bereits seit Beginn der Debatte vorschlagen, möglicherweise realisiert werden und eine Bearbeitung im Bergwerk stattfinden könnte.

Die Lauge nach Leese zu schaffen bietet hier wohl auch keine rechte Lösung; denn auch dort protestieren die Bürger bereits seit längerem gegen die "Konrad-Castoren", die dort jetzt schon lagern. Dazu ist es auch interessant zu wissen, wer das Lager in Leese betreibt?
Es wird uns wenig überraschen!

Wenn das Vermutete sich als zutreffend abzeichnen sollte, könnte sich daraus für die engagierten Bürger und Bürgerinnen in der Initiative StahlenSchutz eine Strategie für ihr weiteres Vorgehen eröffnen. Vielleicht besucht man ja auch mal die Leute in Leese?


Gruß
Helmhut

P.S: Comment zur Berichterstattung

Der Artikel lässt den dem Thema doch sehr zugeneigten Leser und Verfolger diverser Nachrichten im Vorfeld der Thematik "ASSE-Lauge in BS-Thune?" nun doch ein wenig erstaunen. Wer hätte gedacht, dass sich nun - pardauz - und so plötzlich nun doch gerade die Braunschweiger Grünen dem ureigensten Thema widmen wollen? Jeder weiß, wie lange es da doch ein paar Anlaufschwierigkeiten gab. Es fällt auf, wie wenig hier die Bürger und Bürgerinnen, die BISS oder gar die BiBS Erwähnung findet, aber das gehört zum normalen Stil der newsclick.
Offenbar, und es muss ja so sein, haben nun doch viele grüne Politiker mit der BISS oder ROBIN WOOD kooperiert, so dass die Fraktion der Grünen jetzt alle Bürger, die sich von einer Asselaugenverarbeitung in Braunschweig bedroht sehen, im Rat vertreten. Gut so, egal wer die Fahne trägt, Zusammenhalt und Ziel ist hier (lebens)wichtig, deshalb meines Erachtens mal wieder "ein erster richtiger grüner Schritt in die richtige Richtung".
#6353
Aw: Eckert&Ziegler protzt ganz offen mit Atommüll
Dec 13 2011 09:25:21
Um etwas Licht in die (wohl beabsichtigte) Verwirrtaktik von Herrn Eckert zu bringen, sehe man sich doch mal den eingereichten Bauantrag an.

Weder Herr Eckert noch eine der bislang in Thune ansässige Firma hat den Bauantrag gestellt, sondern eine ganz neue Firma, die erst kürzlich am 19.8.2011 unter dem Namen
Eckert&Ziegler Umweltdienste GmbH in Berlin-Charlottenburg ins Handelsregister eingetragen wurde (HRB 136114B).

Der Bauantrag für Flurstück 226, Flur 2 in Thune.

Antragsteller: Eckert&Ziegler Umweltdienste GmbH, 13125 Berlin, Rober-Rössle Str.10,

Architekt: Ottinger&Möhlendick, BS, Kaffeetwete.

Antrag vom 18.11.2011 (Eingangsstempel bei der Stadt vom 22.11.2011) gemäß Nds. Bauordnung § 75 bzw. 75 a auf Grundlage des TH 18 v. 31.1.2078 und Baunutzungsverordnung von 1968.
In der Anlage "Art der baulichen Nutzung" kennen diese (uralt)-Papiere nur Schallpegel-Begrenzungen, Ausschluss von Verbrauchermärkten, zugelassen ist aber Wohnnutzung für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal sowie Firmeninhaber.

[Es hat keine Beteiligung von Nachbarn gegeben. (Es gibt aber wohl einen schon umfangreichen Schriftverkehr mit Einwendern, den ich aber erst Anfang der Woche zur Einsicht bekomme, P.R.) ]

Vollständigkeit: es fehlen noch Lageplan, Wärmebedarfsberechnung und gutachterliche Stellungnahme zum Brandschutz ...soll alles noch nachgereicht werden.


Baubeschreibung: (Auszüge)
Neubau von Gebäude zur Durchführung von Messung, Konditionierung und sicheren Verpackung schwach radioaktiver Abfälle.
...Baulichkeiten sollen "für radioaktive Abfälle zur späteren Einlagerung in Schacht Konrad errichtet werden, der ab 2014 als Endlager zur Verfügung stehen wird."

Abmessungen 62,7 x 28,6 Meter, mit 110 qm Kellergeschoß, Baustandort hinter GE Healthcare
im 1. OG befinden sich Büroräume, Pausenraum, Teeküche, Sanitärräume un Umkleide für 20 MitarbeiterInnen (16 männlich, 4 weiblich).

Betriebsbeschreibung: Es geht um die Bearbeitung von Abfallgebinden mit schwach radioaktiven Abfällen und Verpackung in die sog. Konrad-Container.
Das umfasst die Messung, Sortierung, Trocknung und Verpackung der Materialien. Es ist Ein-Schicht-Betrieb vorgesehen zwischen 6:00 und 20:00.

Immissionen: Es ist ein 25 Meter hoher Abluftschornstein vorgesehen.
Die Abluftverunreinigung wird beschränkt gemäß noch separat zu beantragender Strahlenschutzgenehmigung.
Luftfilterklasse H14

Betriebsabfälle: Büroabfälle, Prozessabfälle gemäß noch separat zu beantragender StrSchGenehmigung;
Abfallentsorgung: über Hausmüllabfuhr und gemäß noch separat zu beantragender StrSchGenehmigung;
Abwässer: Art und Menge gem. noch zu beantragender StrSchGenehmigung:

Sonstige Gesundheitsgefahren und Unfallgefahren: Ionisierende Strahlung, für den Umgang wird eine gesonderte Genehmigung nach StrahlenSchutz Verordnung beantragt.

Auf den beigefügten Bauzeichnungen und Übersichtsplänen ist die Anlieferung über das alte EZAG/Buchler Grundstück mit einer inneren Parallelstr. bis zur neuen Betriebshalle dargestellt.
#6345
Aw: Eckert&Ziegler protzt ganz offen mit Atommüll
Dec 12 2011 22:58:38
Habe gerade eine nette Abhandlung zu dem heutigen Artikel auf www.waggum.info gefunden.
(Startbild sagt alles)

Der Text ist unter www.waggum.info/mitglieder/index.php?topic=303.0
zu lesen...

Hoffe das der Rat die Veränderungssperre verhängt... der Oberbürgermeister hat das ja auch schon mal gemacht...
#6343
Eckert&Ziegler protzt ganz offen mit Atommüll
Dec 12 2011 10:21:53
Und wieder protzt EZAG für einen Börsendienst ganz offen mit strahlenden Geschäftsaussichten und vor allem, man habe bereits alle nötigen Genehmigungen und Lizenzen für den Umgang mit Atommüll in der Tasche:
"Radioaktiver Müll als möglicher Gewinntreiber...

Radioaktive Strahlen als Geschäftsgrundlage

...Ein Überraschungsfaktor ist das Segment „Entsorgung“. Eckert & Ziegler bietet seinen Kunden als Serviceleistung schon seit vielen Jahren die Entsorgung der schwach radioaktiven Abfälle an.

Daher besitzt das Unternehmen alle Lizenzen, Genehmigungen und auch eine langjährige Erfahrung.

Die Politik hat aus dieser Nische plötzlich ein milliardenschweres Geschäftsfeld gemacht.

Zum einen soll der in Asse gelagerte Müll sicherer als bisher entsorgt werden. Zum anderen sorgt der erzwungene Atomausstieg dafür, dass plötzlich Spezialisten für radioaktiven Müll gesucht werden. Wie oben beschrieben: Eckert & Ziegler besitzt die Genehmigungen und die Erfahrung...."
www.gevestor.de/details/eckert-ziegler-die-aktie-des-tages-506313.html
#6341
Aw: Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler
Dec 11 2011 13:29:10
Anzeige gegen Eckert & Ziegler

Jörn Stachura berichtet nun auch in der newsclick zum Thema.

"Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat bestätigt, dass sie ein Verfahren eingeleitet hat, um den Vorwurf zu überprüfen, die radioaktiven Strahlungswerte in Thune seien zu hoch.

Anzeige hatten Robin Wood und drei Vertreter der Bürgerinitiative Strahlenschutz (Biss) erstattet. Das erklärte Oberstaatsanwalt Joachim Geyer. Die Vorwürfe richten sich gegen Eckert & Ziegler sowie drei weitere auf dem Gelände benachbarten Betriebe. [Hervorhebung red.]

Außerdem gegen die prüfenden Institutionen – das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, das vorgesetzte Gewerbeaufsichtsamt Hannover sowie die ausführende Behörde, das Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz..."

Den Unternehmen wird folgendes vorgeworfen:

- Freisetzen ionisierender Strahlen,

- unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie
Fälschung technischer Aufzeichnungen.

Informationen aus erster Hand: www.braunschweig-biss.de/
#6327
Aw: Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler
Dec 10 2011 14:15:06
Umweltschützer befürchten zu hohe Strahlenwerte in Braunschweig
09.12.2011, 15:11 Uhr | dapd

"Umweltschützer vermuten in Braunschweig eine höhere Belastung von Anwohnern mit Radioaktivität als am Zwischenlager Gorleben. Zwei Firmen sollen die zulässigen Strahlenwerte über Jahre hinweg "massiv" überschritten haben, wie die Umweltorganisation Robin Wood und die örtliche Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) am Freitag gemeinsam mitteilten. Die Organisationen erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Das Umweltministerium dementierte die Vorwürfe.

Der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Joachim Geyer bestätigte den Eingang der Strafanzeige auf dapd-Anfrage. Das 14-seitige Papier mit zehn Anlagen werde am Montag durch den zuständigen Dezernenten der Spezialabteilung Umwelt geprüft. "Weil eine Strafanzeige vorliegt, müssen wir ein Verfahren einleiten", sagte Geyer.

Den Angaben der Umweltschützer zufolge überschreiten die Firmen Eckert & Ziegler Strahlentechnik sowie GE Healthcare die zulässigen Grenzwerte. Die Strafanzeige richte sich auch gegen das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, das als zuständige Behörde den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Umgebungsüberwachung beauftragt habe. [Hervorhebung red.]...
(url.dapd.de/7FHKCI)"

t-online

Bemerkenswert, der Comment von EZAG.
Fast schon anzüglich mal wieder das mehr oder weniger gekonnte autodidaktisch erlernte Presseauftreten von Andreas Eckert!
Als hätten besorgte Bürger und eine Homepage der BI eine Imagepolitur und Positiv-Werbung gerade so überaus dringend nötig wie der etwas holprgig wirkende Selfmade-Mann Andreas Eckert und das Aktienunternehmen.

Gruß
Helmhut
#6322
Aw: Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler
Dec 09 2011 17:17:54
Auch die Braunschweiger Zeitung berichtet jetzt schon auf ihrem newsticker:


Anzeige gegen Eckert & Ziegler

Von Jörn Stachura

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat bestätigt, dass sie ein Verfahren eingeleitet hat, um den Vorwurf zu überprüfen, die radioaktiven Strahlungswerte in Thune seien zu hoch.

Anzeige hatten Robin Wood und drei Vertreter der Bürgerinitiative Strahlenschutz (Biss) erstattet. Das erklärte Oberstaatsanwalt Joachim Geyer. Die Vorwürfe richten sich gegen Eckert & Ziegler sowie drei weitere auf dem Gelände benachbarten Betriebe. Außerdem gegen die prüfenden Institutionen – das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, das vorgesetzte Gewerbeaufsichtsamt Hannover sowie die ausführende Behörde, das Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

In der 14-seitigen Anzeige, der zehn Anlagen beigefügt sind, werden drei Vorwürfe erhoben:

Freisetzen ionisierender Strahlen,

unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie

Fälschung technischer Aufzeichnungen.

Oberstaatsanwalt Geyer kündigte an, dass die Spezialabteilung Umwelt der Staatsanwaltschaft Braunschweig prüfen werde, ob ein Anfangsverdacht bestehe und Ermittlungen eingeleitet werden müssten.
...
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/15367425
#6312
Aw: Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler
Dec 09 2011 14:36:26
Bereits in der BIBS-Zeitung "Unser-Braunschweig" Nr.5 von Aug./Sept.2011 auf S.2 ist im Artikel "Wird am eigenen ehemaligen Buchler-Atommüll verdient" nachzulesen, dass es Umwelt-kriminell schon bei der Vorläuferfirma Buchler zugegangen ist:

Der Spiegel hatte in seiner Ausgabe Nr. 2/2010 über die expandierenden Geschäfte mit atomaren Stoffen berichtet und dabei eine direkte Verbindung und Betriebs-Nachfolge zu Amersham Buchler gesehen; Amersham Buchler sei in den 70er Jahren für die Lieferung von 1833 Fässern mit teils hochradioaktiven Flüssigkeiten u.a. in die ASSE verantwortlich:

"Zwei Jahrzehnte interessierte sich niemand für die unverfänglich als "Papier" und "Geräte" deklarierte Ladung.

Doch im Jahr 2000 tropfte strahlende Flüssigkeit heraus. Rost hatte das Blech von innen zerfressen, dabei wären flüssige Abfälle in der Asse gar nicht erlaubt gewesen.

Als Mitarbeiter die Fässer öffneten, erlebten sie eine Überraschung: 35 der Gebinde waren unauffällig von innen mit Blei ausgekleidet worden. In einem Fass lag laut der zuständigen Behörde ein Ampulle mit Cäsium 137. Die gemessene Strahlung übertraf den zulässigen Wert um das 3000fache."(Spiegel 2/2010).

Dazu stellte der Geschäftsführer der Eckert&Ziegler Nuclitec im Spiegel 8/2010 klar:

"Weder die Nuclitec selbst (die heute als Eckert&Ziegler Nuclitec firmiert) noch eine andere zur Eckert&Ziegler Gruppe gehörende Gesellschaft war an der bis 1978 praktizierten Einlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in die Schachtanlage Asse II beteiligt. Die 1998 gegründete Nuclitec ist mit dem für die Einlagerung verantwortlichen Unternehmen Amersham Buchler weder identisch, noch ist sie deren Rechtsnachfolgerin oder sonst wie gesellschaftsrechtlich mit ihr verbunden.

Nuclitec ist nur Mieter auf dem Betriebsgrundstück der Amersham Buchler und hat von dieser 1998 Vermögenswerte eines Geschäftsbereiches übernommen. Braunschweig, Dr. Andreas Eckert, Geschäftsführer Eckert &Ziegler Nuclitec." (Spiegel, 8/2010)
#6311