| Atomprotest zu Silvester: Initiativen demonstrieren Silvester an der Asse |
|
|
|
Du musst dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.
Im Forum diskutieren. (9 posts)
Diskutieren (9 Posts)
|
Atomprotest zu Silvester: Initiativen demonstrieren Silvester an der Asse
Jan 02 2012 17:25:32 2012-01-01 - Protest gegen Atommüllager Asse: Ein Brei aus Atommüll,
Behälterresten und Salz ---------------------------------------------------- 600 Menschen versammeln sich zu Kundgebung am Atommülllager Asse. Robin-Wood-Aktivisten erklettern Förderturm. Anwohner drängen auf schnelle Rückholung der Abfälle. Sie befürchten, dass das ehemalige Salz-Bergwerk vorher absaufen könnte. -> www.contratom.de/nachrichten/?id=39569 Quelle: www.taz.de/Protest-gegen-Atommuellager-Asse/!84751/ Und weitere Presseauswertung: 2012-01-01 - Sorge vor dauerhafter Verstrahlung in der Asse-Region ---------------------------------------------------- Eine Versammlung mit bis zu 300 Teilnehmern hatte die Bürgerinitiative "Aufpassen" bei den Behörden angemeldet. Doppelt so viele Menschen kamen am Silvesternachmittag bei Nieselregen zur Protestkundgebung am Atommülllager Asse. -> www.contratom.de/nachrichten/?id=39573 Quelle: www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2012/01/01/sorge-vor-dauerhafter-verstrahlung-in-der-asse-region-462412/ |
#6518 |
|
Atomprotest zu Silvester: Initiativen demonstrieren Silvester an der Asse
Jan 01 2012 19:19:31 Hallo liebe MitleserInnen,
Obwohl die Medien von 300-400 Menschen sprachen hat eine vertrauensvolle Person offiziell 500 Menschen gezählt und das waren sie auch, bis zu Straße runter nach Remlingen! Ich war total ergriffen von der Solidarität, unter den verschiedenen Vereinen, Bi´s, Arbeitsgemeinschaften u.s.w. Von überall aus den Braunschweiger Atommüllland waren sie gekommen! Und was ich persönlich als Top empfand, war das 4 KletterInnen von Robin Wood an den Sicherheitsleuten und Polizei vorbei, auf den Förderturm der ASSE gelangten und dort an der schiefen Ebene ein Transparent entrollten, auf den stand: "Auslaufmodel ASSE". Und anschließend zündeten sie, auch noch 4 Leuchtfackeln/ Bengalisches Feuer an und alles erstrahlte in einen Flammenmeer! Bewegend war auch der zweimalige Auftritt von Sambattac Braunschweig, die wieder mal, mit heißen Rhythmen und fantasievollen Kostümen für gute Laune und Protestantrieb sorgten. www.attac-netzwerk.de/braunschweig/sambattac/?L=2 Alles in allem, war es sehr Bewegend und Eindrucksvoll! Und auch ein deutliches Zeichen für uns und die PolitikerInnen! Wobei ich finde wir sollten nicht an einen MinisterInnen Appelieren, sondern an Frau Merkel direkt, weil nur sie ist die Verantwortliche und von daher muß es an Sie ran getragen werden! Wir gehen in den friedlichen Widerstand "X" und pASSEn "A"auf! So rollten dann auch bei einigen Valstedtern und Remlingern Tränen, als sie sich für die großartige Unterstützung bedankten. Medienecho zur Asse-Demo am 31.12.2011 www.braunschweig-spiegel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2463:silvesterabend-an-der-asse&catid=67:politik-kategorie-umwelt&Itemid=147 Die Tagesschau berichtete am 31.12.2011 um 20:00 Uhr: www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag148534_res-.html - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus der taz, 01.01.2012: Ein Brei aus Atommüll, Behälterresten und Salz 600 Menschen versammeln sich zu Kundgebung am Atommülllager Asse. Robin-Wood-Aktivisten erklettern Förderturm. Anwohner drängen auf schnelle Rückholung der Abfälle. Sie befürchten, dass das ehemalige Salz-Bergwerk vorher absaufen könnte weiter: www.taz.de/Protest-gegen-Atommuellager-Asse/!84751/ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus Freie Presse (Sachsen), 01.01.2012: Sorge vor dauerhafter Verstrahlung in der Asse-Region Anwohner und Umweltschützer befürchten ein Scheitern der Atommüll-Bergung weiter: www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Sorge-vor-dauerhafter-Verstrahlung-in-der-Asse-Region-artikel7864337.php - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus der Märkischen Oderzeitung, 31.12.2011: Robin Wood besetzt Fördergerüst über dem Asse-Schacht - Mehr als 500 Demonstranten Wolfenbüttel (dapd) Aus Protest gegen Verzögerungen bei der Bergung radioaktiver Abfälle aus dem Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel haben Umweltschützer am Samstag vorübergehend das Fördergerüst über dem Schacht des früheren Salzbergwerks besetzt. weiter: www.moz.de/nachrichten/deutschland/artikel-ansicht/dg/0/1/1002991/ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - WolfenbüttelHeute.de, 01.01.2012: Robin Wood besetzte den ASSE-Turm – 500 Teilnehmer bei Anti-Atom-Protest "Silvester am Schacht – wir lassen es krachen" lautete das Motto der Asse-Demo. "Diese Veranstaltung zeigt doch deutlich, wie die Bevölkerung in der gesamten Region zur Asse steht", sagte Udo Dettmann vom Asse-Koordinationskreis gegenüber WolfenbüttelHeute.de. weiter: wolfenbuettelheute.de/robin-wood-besetzte-den-asse-turm-500-teilnehmer-an-anti-atom-protest/ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Der Tagesspiegel, 02.01.2012: "Raus kommt es – so oder so" Am Atommüllager Asse warnen Demonstranten davor, von einer Rückholung der Fässer aus dem maroden Bergwerk abzusehen. weiter: www.tagesspiegel.de/politik/raus-kommt-es-so-oder-so/6010604.html - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - www.newsclick.de (Braunschweiger Zeitung online) 31.12.2011: 500 Atomgegner demonstrieren vor Asse Gegner des einsturzgefährdeten Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel haben am Samstag für eine Räumung des Schachts demonstriert. Zu der Kundgebung kamen nach Angaben des Mitorganisators Udo Dettmann vom Asse-Koordinationskreis rund 500 Personen. weiter: www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/15477208 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus der Braunschweiger Zeitung (Wolfenbüttel) vom 31.12.2011: Bürgerversammlung zum Thema Asse KISSENBRÜCK. Der SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel lädt gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, zu einer Bürgerversammlung ein. Sie findet am Mittwoch, 4. Januar, ab 17.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Kissenbrück an der Hauptstraße 60 statt. Diese Fragen stehen im Mittelpunkt: Wird in Asse II verzögert? Wann und wie geht es weiter? Was muss getan werden? Wer ist zuständig? - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus der Braunschweiger Zeitung (Wolfenbüttel) vom 31.12.2011: Mahnwache zu Asse II in Wolfenbüttel WOLFENBÜTTEL. Die nächste Montagsmahnwache zu Asse II findet am Montag, 2. Januar, 18 Uhr, vor dem Bankhaus Seeliger in Wolfenbüttel statt. Während der jüngsten Mahnwache sei über den aktuellen Stand um Asse II berichtet worden, dass der Druck erhöht werden müsse, damit etwas bewegt werde. Dass dies notwendig sei, belegten die Meldungen vor Weihnachten, denen zu Folge der Atommüll nicht aus dem Schacht zurückgeholt werden könne. Während der Mahnwache soll auch über die Veranstaltung der Asse-II-Begleitgruppe am 9. Januar informiert und diskutiert werden. Die Mahnwache hat sich inzwischen zu einem festen Treffpunkt entwickelt. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Aus der Braunschweiger Zeitung vom 31.12.2011: Wer führt wen an der Nase herum? "Ich denke, dass die Menschen genau wissen, wer ihnen Informationen und Bewertungen konsequent offenlegt und wer sich den Diskussionen mit ihnen stellt." Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz Der Dezember ist die Zeit der Jahresrückblicke - auch in dieser Woche ist wieder alles rund um Guttenberg und Gottschalk zu sehen gewesen, um Euro-Krise und Neonazi-Terror. Und immer wieder tauchte ein Thema auf: das Unglück von Fukushima mit seinen Auswirkungen auf die Energiepolitik. Gerade in unserer Region sind die Nachwirkungen der Atompolitik der vergangenen Jahrzehnte zu spüren. Eine Politik, die große Koalitionen ebenso zu verantworten haben wie solche unter Führung der SPD oder der CDU. Eine Politik, deren Folgen uns und viele der nachfolgenden Generationen beschäftigen werden. In dieser Woche kam wieder die Diskussion um das marode Atommülllager Asse auf. Ist der radioaktive Müll dort noch zu bergen? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, was sind die Alternativen? Fragen sind schnell gestellt, Antworten darauf selten einfach. Und die Bedenken der Bürgerinitiativen sind nach den vergangenen beiden Wochen noch nachvollziehbarer geworden. Da gab es zunächst einmal einen Vermerk der Bergbauexperten im Bundesamt für Strahlenschutz, dass die Rückholung des Mülls kaum mehr zu schaffen sei, wenn nicht schnell gehandelt werde. Wohlgemerkt: eine Expertenmeinung, kein abschließender Entscheid oder gar eine Empfehlung, die das Bundesamt allgemein gegeben hat. Trotzdem natürlich eine Nachricht, die von Belang ist und viele interessiert. Schnell meldete sich Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) zu Wort - nicht zuständig für das Bundesamt, nicht zuständig für die grundlegende Entscheidung über die Rückholung. Aber zuständig für so manche Genehmigung, die vor der Bergung des Mülls notwendig ist. Sander spricht davon, dass "uns" - wer auch immer damit gemeint sein soll - schon immer klar gewesen sei, dass "die größte Gefahr entsteht, wenn man die einzelnen Fässer rausholt". Kurz danach rudert er etwas zurück - sieht sich stattdessen vom Vermerk der Bundesamts-Experten "an der Nase herumgeführt" und betont, dass die Bergung des Atommülls aus der Asse mit jedem Jahr schwieriger werde. Der Minister kommt zu einer Erkenntnis, die jedem Laien schon seit langem klar war. Dabei wünschte man sich doch eine ganz andere Einsicht: die, dass keinerlei Zeit mehr verschwendet werden darf mit Kompetenzgerangel, mit Streit um Genehmigungen, mit gegenseitigen Vorwürfen. Und die, dass die Asse unbedingt überall zur Chefsache erklärt werden muss. Immerhin hat Sander sich, bei aller gebotenen Kritik, zumindest geäußert. Stille herrschte dagegen nicht nur in dieser Woche im Bundesumweltministerium. Stille, die leider nicht darauf schließen lässt, dass Norbert Röttgen (CDU) erkannt hat, wie wichtig das Thema Asse ist. Nicht nur in unserer Region, sondern weit darüber hinaus. Es geht einerseits um drohende Gefahren, wenn das Lager verfüllt wird, andererseits aber auch - und das ist hier nicht zu hoch gegriffen - um die Glaubwürdigkeit der Politik und um deren Verantwortung für kommende Generationen. Wenn Röttgen bisher keine Zeit für einen Termin vor Ort fand, ist das alleine noch kein Grund, an ihm zu zweifeln. Wenn andererseits aber einzig der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, sich an die Öffentlichkeit wagt und betont, dass es noch keine Absage einer Rückholung des Mülls gibt, ist das ein Zeichen für den fehlenden Mut seines Vorgesetzen. Fehlender Mut, ehrlich zu sagen, dass noch manche Untersuchung gemacht werden muss - und es noch keine Festlegung geben kann. Fehlender Mut, sich mit den Asse-Anwohnern zu unterhalten und deren Bedenken im Gespräch zu erfahren. Aber auch fehlender Mut, öffentlich zu sagen, warum Genehmigungsverfahren so lange dauern und wer für mehr Tempo sorgen kann. Röttgen und Sander werden zumindest in unserem Jahresrückblick auch 2012 eine Rolle spielen - ob eine gute, ist derzeit noch völlig offen. Die letzten Äußerungen oder eben auch Nicht-Äußerungen sprechen allerdings eher dagegen. Wir wünschen uns nicht nur von ihnen für das neue Jahr keine schnellen Antworten zur Asse, sondern eindeutige. Keine, die nur einfach sind, sondern die einfach ehrlich sind. "Es fehlt der Mut,sich mit den Asse-Anwohnern zu unterhalten und deren Bedenkenzu erfahren." Thomas Roth, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, zur Debatte um das Atommülllager Asse |
#6500 |
|
31.12. Atomproteste zu Silvester ASSE + GORLEBEN
Dec 31 2011 12:12:23 Silvesterpartys vor Atommüll-Lagern
Es war das Jahr von Fukushima, das Jahr der Abkehr vom Ausstieg aus dem Atomausstieg und das Jahr des längsten und teuersten Castor-Transports aller Zeiten. Atomkraft und Atompolitik haben 2011 eine zentrale Rolle in Politik und Gesellschaft gespielt. Im Fokus standen dabei auch die niedersächsischen Atommüll-Lager Gorleben und Asse - und das bis zum letzten Tag in diesem ausklingenden Jahr. Denn sowohl im Wendland als auch im Landkreis Wolfenbüttel rufen Bürgerinitiativen zu Silvesterpartys an den Atommüll-Standorten auf. Silvesterkundgebung an der Asse "Silvester am Schacht - wir lassen es krachen" lautet das Motto der Asse-Party, zu der mehrere Bürgerinitiativen am Sonnabendnachmittag einladen. "Direkt an der Schachtanlage wollen wir unseren Unmut über die Zeitverzögerungen bei der Vorbereitung der Rückholung zum Ausdruck bringen und in der aktuellen Diskussion Stellung beziehen", heißt es auf einer Einladung. Auch vor dem Bergwerk Asse versammeln sich Atomkraftgegner am letzten Tag des Jahres. Grund für den Unmut ist eine interne Notiz aus dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die über Weihnachten an die Öffentlichkeit gelangte. Ein Mitarbeiter hatte darin die Rückholung des Atommülls aus der Asse infrage gestellt, woraufhin auch der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) einer Bergung des Mülls plötzlich skeptisch gegenüberstand. Anwohner, Atomkraftgegner und Umweltschützer fürchten, dass eine Rückholung der Tonnen mit dem strahlenden Inhalt politisch und wirtschaftlich gar nicht gewollt ist. Die Silvester-Kundgebung soll der Forderung der Bürgerinitiativen Nachdruck verleihen, den Atommüll aus der Asse zur bergen. Widerstandsjahr endet mit Silvesterparty Im nordöstlichen Niedersachsen protestieren Atomkraftgegner am Silvesterabend vor einem weiteren Bergwerk - dem Erkundungsbergwerk in Gorleben. Mit ihrer Party wollen sie ein dauerhaftes Ende der Untersuchung des dortigen Salzstocks als Endlager einfordern. Denn auch nach dem angekündigten Neustart bei der Endlagersuche bleibt der Standort Gorleben im Rennen - und das stößt den Kritikern sauer auf. Ein "erkennbar ungeeigneter Standort" wie Gorleben müsse aufgegeben werden, sagte Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg. In Gorleben beginnt das neue Jahr gleich mit einem Neujahrsprotest. Mit ihrem Widerstand gegen den möglichen Endlagerstandort meint es die BI ernst: Und so beginnt das neue Jahr, "wie das alte endete: mit Protest", heißt es auf der Internetseite der Atomkraftgegner. Denn gleich am Neujahrstag will die BI das "Widerstandsjahr 2012" einleiten. "Wir mischen uns weiter ein, demonstrativ und argumentativ", kündigte Ehmke an. www.ndr.de/regional/niedersachsen/silvester299.html DER ANGEBOHRTE PLANET Der angebohrte Planet, Spiegel TV, 2011-09-25 Reportage über Folgen wenn bedenkenlos in der Erde gebohrt wird und dort bedenkenlos Abfälle verpresst oder gelagert werden. Die Idee klingt erst mal gut: Was uns oben stört, stopfen wir ins Innere der Erde. So will man das Treibhausgas Kohlendioxid einfach wegsperren. Doch was geschieht eigentlich, wenn man CO2 unter die Oberfläche bringt? Die Folgen können verheerend sein: Erdbeben, sinkende Städte, brennendes Leitungswasser, versalzene Felder, verdorbenes Trinkwasser. www.anti-atom-piraten.de/2011/12/freitagsfilm-der-angebohrte-planet/ Bremen: Petition gegen Atomtransporte 30. Dezember 2011 Das Land Bremen und die zuständigen Gremien werden aufgefordert, eine Sperrung der Bremischen Häfen für alle radioaktiven Stoffe, die Teil des Brennstoffkreislaufs der Atomenergie sind, vorzunehmen. Hierzu gehören alle radioaktiven Stoffe, die der Nutzung von Atomenergie dienen. Diese Petition kann noch bis zum 06. Januar gezeichnet werden. SPD und Grüne wollen den Umschlag von Brennelementen in Bremen stoppen. Doch die meisten der Urantransporte erfasst das geplante Gesetz nicht. Bernhard Stoevesandt, Initiator der Petition, fordert im taz-Interview eine grundsätzliche Sperrung des Hafens für radioaktive Stoffe, ausgenommen Material für Messtechnik oder Medizin. Die parlamentarisch geforderte Teilentwidmung der Häfen sei grundsätzlich ein guter Ansatz. Aber die meisten Transporte, die über die Häfen laufen, seien davon nicht betroffen. 2011 beispielsweise wäre durch das geplante Gesetz nicht ein einziger Transport verhindert worden. Denn laut SPD und Grüne sollen nur Kernbrennstoffe nicht mehr umgeschlagen werden dürfen, Uranhexafluorid oder sogenannte Yellowcake-Uranverbindungen sind nicht erfasst. Atomtransporte sind für den Betrieb von Atomkraftwerken unabdingbar. Die norddeutschen Häfen spielen dabei eine zentrale Rolle für den Umschlag von Stoffen des Brennstoffkreislaufs, die unter anderem auch in der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefertigungsanlage in Lingen für internationale Atomkraftwerke produziert und verarbeitet werden. Beide Anlagen bleiben auch nach dem sogenannten Atomausstieg weiter in Betrieb und haben ihre Kapazitäten sogar ausgebaut. Atomtransporte würden also auch nach 2022 stattfinden. • Mit der Petition wird die Bremer Bürgerschaft aufgefordert, die Sperrung des Hafens für alle radioaktiven Stoffe des Brennstoffkreislaufs von Atomkraftwerken zu beschließen. Anne Schierenbeck, klima- und energiepolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion in Bremen erteilt diesem Anliegen zwar wegen juristischer Schwierigkeiten eine Absage, Petitionsinitiator Stoevesandt will aber eine Signalwirkung: “In Hamburg gibt es noch keine Regelung. Wenn Bremen effektiv entwidmen würde, würde der Druck auf Hamburg sehr hoch werden.” Eines wird aber in jedem Fall bei einem Gesetz, das für Januar geplant ist, künftig nicht mehr möglich sein: Transporte mit Plutonium-Brennelementen aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Auch der Rücktransport der hochradioaktiven Glaskokillen aus Sellafield nach Gorleben, die 2014 beginnen sollen, kann dann nicht via Bremen geschehen. Die Bundesregierung hat bereits eine Klage gegen die Hafenentwidmung angedroht. Atomkraftgegner sehen ein wichtiges Signal für alle Hafenstädte: “Wenn Bremen die Sperrung des Hafens durchsetzen kann, dass ist das ein erster Teilerfolg um den weltweiten Transit von gefährlichen radioaktiven Stoffen zu stoppen. Diese Transporte sind die Archillesferse der Atomindustrie, ohne sie kann keine Industrie langfristig bestehen. Unsere Aufgabe ist, den Weiterbetrieb der Atomanlagen unmöglich zu machen, denn der Weiterbetrieb und Ausbau der Uranwirtschaft in Deutschland hat mit einem Atomausstieg nichts zu tun”, so Jan Becker von contrAtom. “Wir fordern neben der Abschaltung der Atomkraftwerke auch das Ende der Anreicherungsanlage in Gronau und dem Brennelementewerk in Lingen.” www.contratom.de/2011/12/30/bremen-petition-gegen-atomtransporte/ Zur Petition: petition.bremische-buergerschaft.de |
#6499 |
|
31.12. Atomproteste zu Silvester ASSE + GORLEBEN
Dec 30 2011 13:08:56 @ Herr Schmidt,
an welche spektakulären Aktionen haben Sie dabei gedacht? Gruß Helmhut _________ Das BfS versucht Klarstellungen zu den widersprüchlichen Äußerungen der verantwortlichen Politiker (hier Sander, McAllister, Röttgen): BfS will an Rückholung festhalten! t-online Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, will trotz anderslautender Meinungen aus seiner Behörde an der Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Atommülllager Asse festhalten. Der Schutz von Mensch und Umwelt lasse sich nach aktuellem Kenntnisstand nur erreichen, wenn der Atommüll herausgeholt werde, sagte König der "Braunschweiger Zeitung" vom Donnerstag. Es sei ein Leichtes zu beweisen, dass die Rückholung "nicht geht", sagte König. "Mein Auftrag lautet aber nachzuweisen, wie es geht", stellte er klar. "Für Irritationen hatte ein über Weihnachten bekannt gewordener kritischer Vermerk aus dem BfS gesorgt." heißt es. Dies sehe ich persönlich nicht so. Die Interpretation der beteiligten Politiker mit ihren Eigeninteressen sorgte für Irritation und Verwirrung, und das war sicher so geplant! Nicht aber der meines Erachtens der ganz normale Einwand im Laufe eines schwierigen Arbeitsprozesses auch mal an Zeitplan und Bewerkstelligung zu denken, diese nochmals zu begutachten, kurz inne zu halten und sich über das weitere Vorgehen in einer Sache gründlich Gedanken zu machen. "In dem internen Memorandum bezeichnen Bergbauexperten des Amtes eine Bergung der Abfälle als unwahrscheinlich, "wenn sich der Zeitbedarf für die Planung, Genehmigung und Realisierung der hierfür notwendigen Schritte wie bisher fortsetzt". Offiziell hatte das Amt danach erklärt, es habe sich nichts an der Einschätzung geändert, wonach die langfristige Sicherheit von Mensch und Umwelt nur durch die Rückholung gewährleistet sei." Hier wird doch bei genauem Lesen ziemlich klar, dass das Wörtchen "wenn" hierbei eine wesentliche Rolle spielt. Gibt man die Meldung aber verkürzt dann in dieser Art weiter: "In dem internen Memorandum bezeichnen Bergbauexperten des Amtes eine Bergung der Abfälle als unwahrscheinlich." und fügt noch ein absanderliches Statement, wie beispielsweise: "Minister Sander sieht Rückholung gefährdet!" dazu, entstellt sich der Inhalt dieses internen Papiers vollends. Und Röttgens Herum-Eierei macht die Sache noch schlimmer. "König sieht Nacharbeit erforderlich König sagte dazu, es sei die Pflicht seiner Mitarbeiter, ihm als Verantwortlichem alle Erkenntnisse über die Sicherheit der Grube vorzutragen. Es sei aber auch notwendig, die Ableitung von Bewertungen und Empfehlungen genau zu begründen. "Hier ist Nacharbeit notwendig unter Einbeziehung des gesamten verfügbaren Fachverstandes. Erforderliche Sicherheitsnachweise für die Asse lassen sich nicht durch noch so plausible Glaubensbekenntnisse ersetzen", sagte König. Auch Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte sich nach dem Brief des BfS zu Wort gemeldet und gesagt, er sehe kaum noch Chancen für eine Bergung der Abfälle. Am Dienstag relativierte er diese Äußerung allerdings wieder. Darauf angesprochen sagte König im Zeitungsinterview, er sei gemeinsam mit der Landesregierung der Meinung, "dass jeder über kurz oder lang Schiffbruch erleiden wird, der ohne plausible und nachvollziehbare Argumente versucht, das Verfahren in eine vorfestgelegte Richtung zu steuern." Kommunalpolitiker hatten die mehrmals eingetretenen Verzögerungen beim Anbohren der ersten Kammer mit Atommüll in der Asse kritisiert. König betonte in dem Interview: "Der schlechte Zustand des Grubengebäudes zwingt alle zu schnellen Verfahren, die selbstverständlich nicht zulasten der Sicherheit gehen dürfen. Die Sicherheitsfrage darf aber nicht zum Killerargument werden." Jetzt gehe es darum, die bisherigen Erfahrungen auszuwerten und Möglichkeiten der Beschleunigung zu identifizieren." Hier wird offensichtlich mit der allgemein eingetretenen Verunsicherung der Öffentlichkeit gespielt. Sander sollte für sein Geschwätz von gestern in Haftung genommen werden. Hier wirkt kein alter schrulliger Kauz, der kurz vor der Pensionierung steht, und den man machen lassen sollte. Hier geht's um Verantwortung für das Leben, die Gesundheit und die Sicherheit einer ganzen Region! Dass hier Herr Birkner (FDP) im Hintergrund mächtig mitmischt steht außer Frage, was auch bedeutet, dass es mit Sanders Abgang nicht aufhören wird und damit getan sein wird. Insofern wäre es schon sinnvoll für die Anti-Atom-Gruppierungen, über zukünftige Aktionen und ihre Wirksamkeit nachzudenken. Die jetzige Vernetzung der jeweiligen Gruppen zeigt, dass man hier einen starken Widerstand auf die Beine stellen könnte, wenn nicht jeder sein eigenes X, U oder A-Buchstabensüppchen kocht und nur vor der eigenen Örtlichkeit agiert. Der Protest müsste direkt vor die Nase der Politiker, direkt vor die Ministerien, so meine ich jedenfalls. Gruß Helmhut |
#6488 |
|
Aw: 31.12. Atomproteste zu Silvester ASSE + GORLEBEN
Dec 30 2011 01:16:10 Helmhut zitierte zuvor:
Die SPD in Niedersachsen fordert ein "Machtwort von Ministerpräsident David McAllister (CDU) zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung des Atommülllagers Asse. Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) schade mit seinen widersprüchlichen Aussagen dem Verfahren, sagte der atompolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse, am Mittwoch in Hannover. Das einzige Ziel Sanders sei es offenbar, zum Ende seiner Amtszeit so oft wie möglich in die Schlagzeilen zu kommen. Es sei unverantwortlich, dafür die Asse zu missbrauchen. Der Ministerpräsident schaue bei diesem Spiel tatenlos zu, kritisierte Bosse. Sander hatte am Wochenende erklärt, er sehe kaum noch Chancen für eine Bergung der Abfälle aus der Asse. Am Dienstag relativierte er diese Äußerung wieder." t-online Bosses Anmerkungen erstaunen. Er weiß doch, dass Sander seit eh und je Lachnummern abliefert und auf dem politischen Parkett nur noch als nützlicher Idiot benutzt wird, hinter dem sich die momentan politisch Verantwortlichen, Mc Allister, Röttgen und "Angie" verstecken können. Die Fäden in Sanders Ministerium werden seit Jahren von dem für Atomfragen zu-ständigen Staatssekretär Birkner gezogen. Das ist der erste politische Gegner. An diesen geht man aber nicht ran,- komisch,- und wird ihm sogar demnächst noch 100 Tage Schonzeit gewähren,- damit er sich als Umweltminister in sein Amt einarbeiten kann. Also weitere Monate ohne Fortschritt bei fälligen Entscheidungen zur Asse, mit verkleisternden Politikerreden dicht an der Lüge. Und das alles mit beginnendem und medial aufbereitetem Wahlkampfgetöse: Gabriel, Bosse, König fahren in die Asse ein. Gekleidet im grellen Weiß von Kopf bis Fuß. Schweißperlen im Gesicht: "Aufstellung bitte, meine Herren. Der Film, die Fotos müssen raus. Ist bald Redaktionsschluß. Ihre Presseerklärungen sind schon im Druck." Nicht nur Stephan Wenzel ist dann empört. Wir sind es auch und sollten ihm zurufen: Komm her, lass uns was anzetteln. Wenn Lichterkette und Atom-Treck nicht ausreichten müssen wir eben zu spektakuläreren Aktionen greifen. |
#6480 |
|
Sylvester an ASSE 16.00-18.00h Familienkundgebung
Dec 29 2011 20:50:44 Hallo liebe Mitmenschen,
wie der Eine oder die Andere schon erfahren hat, wollen sich am 31.12.2011 - Silvester - viele auf den Weg zum Asse-Schacht machen. In Braunschweig treffen sich alle, die zur Asse wollen, um 15:00 Uhr an der Brunsviga, Karlstraße 35. Wer mit dem Auto fährt und noch freie Plätze anbieten kann, möge dort ebenso hinkommen, wie alle, die gern mitfahren möchten. (Es gibt natürlich keine Gewähr auf Mitnahme.) Wir lassen es krachen! Silvester am Schacht am Samstag, 31.12.2011 von 16 bis 18 Uhr vor der Schachtanlage Asse II Denn "der Müll kommt raus - so oder so"... Programm: - Redebeiträge - Sambaattac BS - Feuertonne - Kürbissuppe - Kinderpunsch - Glühwein - und Überraschungen Mit der Silvester-Demonstration am Asse-Schacht soll der Forderung nach Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem Atommülllager Asse Nachdruck verliehen werden. Die Asse-Initiativen kritisierten ein am 22.12.2011 bekannt gewordenes Memorandum aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, in dem Bergbauexperten der Behörde die Bergung der Abfälle als unwahrscheinlich bezeichnen. Damit liefe es wieder auf eine Flutung des Bergwerkes samt Atommüll hinaus! Mehr Infos: www.asse2.de/ waagwf.wordpress.com/ www.braunschweig-online.com/bibs-forum/22-termine--veranstaltungen/6297-biss-unterschriftenlisten-gegen-ausbau-von-ez.html (unten) Gruß Sonnenschein P.S. www.atomausstieg-selber-machen.de |
#6478 |
|
31.12. Atomproteste zu Silvester ASSE + GORLEBEN
Dec 29 2011 14:39:58 Udo Dettmann vom ASSE II-Koordinationsausschuss plädiert weiter für die Rückholung - Wir wollen die Rückholung!(Videostream)
www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/atommuell181.html Kritik an unverantwortlichen Verhalten beteiligter politischer Entscheider - Bundesumweltminister Röttgen (CDU) schon lange unter Kritik "... Auch die Begleitgruppe kritisierte Röttgen: "Mit seinem Verhalten trägt er mit dazu bei, wenn Mitarbeiter eines Amtes aktiv gegen die ausgemachten und vereinbarten Ziele der Rückholung des Asse-Mülls agieren." newsclick Damit versucht sich nun Röttgens eigener Mitarbeiterstab wegen der widersprüchlichen Äußerungen zu verteidigen, die aus den Ministerien kursieren. - Verwirrung um Sanders Position: Niedersachsens Umweltminister Sander (FDP) ruderte von seinen jüngsten Äußerungen zurück: Im NDR Fernsehen wollte er am Dienstagabend die Rückholung der Fässer nicht kategorisch ausschließen. Gegenüber der "Neuen Presse" hatte Sander zuvor erklärt, eine Bergung scheine nicht mehr möglich und man müsse die Asse sicher verschließen: "Für uns war immer klar, dass die größere Gefahr entsteht, wenn man die einzelnen Fässer herausholt. Unsere Fachleute haben auch immer gesagt, dass der für die Rückholung angesetzte Zeitraum nicht realisierbar ist", wird Sander zitiert. In der Sendung Niedersachsen 18.00 sagte Sander dagegen, die Rückholung sei nach wie vor die zu prüfende Option, solange das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu keiner anderen Erkenntnis komme. Das BfS müsse entscheiden, ob es möglich ist, die Fässer rechtzeitig zu bergen. Die Frage, ob er für einen Verschluss des Atommülls in der Asse sei, verneinte Sander. Dazu kommentiert ein NDR.de-Nutzer "Asse-Anlieger" [...] Schon in den 1960ern haben unabhängige Experten und Anwohner gewarnt, dass diese Schachtanlage nicht sicher ist, Asse 1 ist 1906 abgesoffen, Asse 3 war nie im Betrieb und ist vollgelaufen, 4 km südwestlich der Asse ist die Schachtanlage Hedwigsburg (bei Neindorf) mit nem rund 100m langem Kratersee, der von einem Tagebruch im Jahre 1936 stammte. Diese Kalischacht-Anlage wurde 1921 ebenfalls wie Asse 1 wegen eines starken Wassereinbruchs aufgegeben. [...] Asse II ist ne tickende Zeitbombe und wird uns noch sehr lange beschäftigen. Jeder vernünftige Mensch hätte längst den Zustand der Fässer geprüft und mit der Rückholung zur Probe begonnen. Hier wird nur weiter Zeit geschunden. Es hat sich also nichts geändert. Ändern wird sich aber das Leben in einer radioaktiv verseuchten Umwelt auf Dauer. Eindämmungsszenarien sind dann nur noch Hoffnungsmacher. Ich würde mir sehr wünschen, dass alle Namen der Verantwortlichen in Stein gemeisselt werden, damit jeder sehen kann, wer für eine solche Zukunft verantwortlich war. Indessen fordert die WAAG Sanders Entlassung. Die SPD in Niedersachsen fordert ein "Machtwort von Ministerpräsident David McAllister (CDU) zum weiteren Vorgehen bei der Sanierung des Atommülllagers Asse. Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) schade mit seinen widersprüchlichen Aussagen dem Verfahren, sagte der atompolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse, am Mittwoch in Hannover. Das einzige Ziel Sanders sei es offenbar, zum Ende seiner Amtszeit so oft wie möglich in die Schlagzeilen zu kommen. Es sei unverantwortlich, dafür die Asse zu missbrauchen. Der Ministerpräsident schaue bei diesem Spiel tatenlos zu, kritisierte Bosse. Sander hatte am Wochenende erklärt, er sehe kaum noch Chancen für eine Bergung der Abfälle aus der Asse. Am Dienstag relativierte er diese Äußerung wieder." t-online Lancierte Aktion Diese doch überaus wichtige Meldung um die Frage der Rückholung hatte wohl nur die Braunschweiger Zeitung erreicht. Selbst Heise verlinkt lediglich auf die newsclick Mit dem Auszug aus einem internen Papier des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sorgte die Braunschweiger Zeitung jetzt für Aufregung heißt es auch auf Wendland-net Der schnelle Hinweis des BfS: "Das ist nur eine interne Stellungnahme" macht die Sache nicht weniger brisant. Bereits am Donnerstagabend versuchte ein Sprecher der Behörde zu relativieren: "Das stimme so nicht", erklärte er. "Die Behörde bleibe bei ihrer Linie, den Atommüll aus der Asse schnellstmöglich zurückzuholen. Was jetzt an die Öffentlichkeit geraten sei, so der BfS-Sprecher, sei eine interne Stellungnahme von mit Bergbaufragen befassten Fachleuten der Behörde. Sie argumentieren, dass eine Rückholung immer unwahrscheinlicher werde, wenn das jetzige Tempo beibehalten werde. Diese Stellungnahme sei dem Bundesumweltministerium zugeschickt worden." NDR Wer also hat aus dem Bundesumweltministerium gerade diese interne Stellungnahme ausgerechnet der Braunschweiger Zeitung zukommen lassen? Weshalb, wenn hieb- und stichfest, nicht an größere Medien? Sehr merkwürdig! Umweltschützer sehen im BfS-Papier eine "Attacke der Flutungs-Befürworter". In dem Papier bezeichnen Bergbau-Experten des BfS die geplante Rückholung der Abfälle als unwahrscheinlich, "wenn sich der Zeitbedarf für die Planung, Genehmigung und Realisierung der hierfür notwendigen Schritte wie bisher fortsetzt". Das heißt übertragen, dass das BfS irgendwo "Eile" geboten sieht, wenn man es erst einmal richtig liest. Vermutlich findet das BfS die Auflagen zu hoch? War ja auch die ganze Zeit über immer wieder in diversen Artikeln darüber gejammert worden, wie überaus hoch diese Auflagen angeblich seien. Ein Sprecher des BfS sagte allerdings, an der Einschätzung der Behörde, wonach die langfristige Sicherheit von Mensch und Umwelt nur durch die Rückholung gewährleistet sei, habe sich nichts geändert. Ob dem aber nun zu trauen ist, und nicht doch eine Verunsicherungsabsicht hinter dieser oft verkürzt wiedergegebenen Meldung steht, ist noch nicht klar. Verzögerungstaktik "Nach Ansicht des Asse 2-Koordinationskreises, einem Zusammenschluss örtlicher Bürgerinitiativen, arbeitet insbesondere das Bundesumweltministerium (BMU) gegen die Rückholung. "Das BMU hat die sogenannte Faktenerhebung erzwungen, das verzögert die Organisation der Rückholung um drei Jahre", sagte der Sprecher des Kreises, Andreas Riekeberg. Auch das niedersächsische Umweltministerium verzögere durch seine Genehmigungs- und Auflagenpraxis die Rückholung. "Die Flutungs-Befürworter befürchten doch letztlich die Bilder von zurückgeholtem Atommüll", sagte Riekeberg weiter. "Damit würde das Scheitern der deutschen Endlager-Strategie 'aus den Augen - aus dem Sinn' allzu offensichtlich." Ähnlich äußerte sich der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel. "Das jetzt bekannt gewordene Papier sei "der nicht unerwartete Versuch, die Rückholung zu torpedieren bevor sie überhaupt begonnen hat". Wenzel verlangte eine neue Strategie bei der Bergung der Abfälle. Die Blockaden müssten überwunden und das Tempo müsse erhöht werden, sagte er. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl erinnerte daran, dass nur die Rückholung des Asse-Mülls langfristige Sicherheit für Mensch und Umwelt biete. Die CDU hingegen kritisierte nur die Informationspolitik des BfS. Das Memorandum kursiert seit dem 14. November im Bundesamt, "aber wir erst einen Tag vor Weihnachten davon erfahren", sagte der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Martin Bäumer*. t-online Aber das Allerdreisteste: Die CDU in Niedersachsen stellt die kritische Studie des Geologen Ulrich Kleemann zum Salzstock Gorleben in Frage. "Diese sogenannte Studie reiht sich nahtlos ein in die lange Reihe pseudowissenschaftlicher Elaborate, die sich mit der Nichteignung von Gorleben als Endlager befassen", sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer*, am Mittwoch in Hannover." t-online * Ein Leserkommentar dort: "Fehlschuss? Ein CDU-Sparkassenfachwirt ist für SchlamASSEl-Wissenschaft eloquent genug, wie mir scheint. Auch die niedersächsischen Landes-Grünen halten das BfS-Papier, das die Diskussion um die gefährdete Rückholung erst wieder in Gang gesetzt hat, für gezielt lanciert. Asse: Umweltministerium hatte früher als behauptet Kenntnis von Herkunft und Belastung radioaktiver Laugen In diesem Artikel stehen schon die Tankfahrzeuge mit Salzlauge, die wenn wir nicht aufpASSEn demnächst über Braunschweigs Straßen schaukeln werden. Aus dem Artikel: "Hannover / Niedersachsen - Nach der Befragung von Jens von den Eichen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zum Asse-Skandal sieht der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Stefan Wenzel bestätigt, dass die Verantwortlichen im Niedersächsischen Umweltministerium spätestens im November 2007 Kenntnis von den übermäßig radioaktiv belasteten Laugen im Atommülllager gehabt haben müssen. „Es muss auf schärfste kritisiert werden, dass Umweltminister Sander und Staatssekretär Birkner jede politische und organisatorische Verantwortung von sich gewiesen und stattdessen den Mitarbeiter einer nachgeordneten Behörde zum Alleinschuldigen abgestempelt haben“, sagte der Grünen-Politiker in Hannover. "Wenn die Konsequenz des milliardenschweren Asse-Desasters nur eine Geldbuße über 1.000 Euro sein soll, müsste man auch ernsthaft an der Fähigkeit der Judikative zur Aufarbeitung schwerer Umweltvergehen zweifeln.“ Der als Schlüsselzeuge geltende Mitarbeiter des Landesbergamtes wurde kurz nach Bekanntwerden des Skandals mit einem Disziplinarverfahren belegt und konnte deshalb erst jetzt zu diesem Thema befragt werden. Wenzel sieht danach als erwiesen an, dass die Behauptung der Spitze des Umweltministeriums, erst am 12. Juni 2008 Kenntnis von stark radioaktiv kontaminierten Laugen erhalten zu haben, nicht zutreffen kann. „Mit der heutigen Aussage sind die Parolen von Sander und Birkner unglaubwürdig“, ..." Hannover-Zeitung Es wird Zeit, dass der Bürger das nun klarstellt! Deshalb Silvester-Demo an der ASSE und in GORLEBEN TERMINE: Silvester am Schacht am Samstag, 31.12.2011 von 16 bis 18 Uhr vor der Schachtanlage Asse II Denn "der Müll kommt raus - so oder so"... Programm: - Redebeiträge - Feuertonne - Kürbissuppe - Kinderpunsch - Glühwein - und Überraschungen 31.12. - SILVESTER-PROTEST GORLEBEN Gorleben: Protestjahr klingt aus - das neue beginnt Mit einer Silvesterparty am Endlager und einer Demo am Neujahrstag lässt die BI das Protestjahr ausklingen, um gleich darauf am Neujahrstag das Widerstandsjahr 2012 einzuleiten. Denn Gorleben steht neben der Asse für das Atommülldilemma schlechthin, so die Bürgerinitiative Umweltschutz in einer Erklärung zum Jahreswechsel. Die Havarie der beiden Endlager auf deutschen Boden, Morsleben und Asse II, die Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Bundesregierung und die Möglichkeit, den Gründen für die Wahl Gorlebens als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum vor fast 35 Jahren durch Akteneinsicht auf die Spur zu kommen, heizten den Protest an, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zum Jahreswechsel. "Am Ende hat die Nuklear- Katastrophe von Fukushima und der Massenprotest gegen die Atomkraft entscheidend zum – wenn auch nur halbherzigen – Atomausstieg beigetragen. In schwierigen Zeiten aber überdauerte der Protest wegen der Beharrlichkeit und lebendigen Protestkultur im Wendland, darauf bauen wir auch im nächsten Jahr", sagte BI-Sprecher Wolfgang. Wendland-net |
#6475 |
|
Aw: Atomprotest zu Silvester: Initiativen demonstrieren Silvester an der Asse
Dec 26 2011 21:17:32 Wem nützt dieses Christ-MASSE-Spiel?
Na, wer hätte das geahnt? Ausgerechnet Sander schlägt Versiegelung des Bergwerks vor und macht damit die vorgesehene Kampagne, das Christ-MASSE-Spiel perfekt, das uns die schwarzgelb Pseudo-Umwelt-Regierenden Sander (FDP) und Röttgen (CDU) so kurz über die Weihnachten geben. Gestern noch ein womögliches "Festhalten" an den Rückholungsplänen und heute schon "Chancen auf Rückholung fallen immer weiter" (so Sander aktuell). Aber, wie wir sehen, es gibt Akteure, die sich dieses Schauspiel nicht bieten lassen. Zu Silvester und einige Tage danach wird zu zahlreichen Aktionen aufgerufen, um dieser Regierung Beine zu machen. Auch die Pressekonferenz vor den Landtag zu positionieren ist genau der richtige Ansatz. Dort gehören die Proteste eigentlich hin, während man vor den AKW und Atommülllagern oftmals keine verantwortlichen Politiker vorfindet. Dies sind weit weg, spüren den Protest gar nicht unmittelbar. Und wenn die Presse ein wenig drüber berichtet, tut's noch weniger weh. Nicht nur sehr erfreulich, wie gut die Vernetzung dieses Mal funktioniert hat zwischen den vielen Anti-Atom-Gruppen, sondern auch derzeit dringend notwendig, wie ich meine. Eine gute Chance tu sich auf. Dazu fiel mir persönlich das Folgende auf: Meldungen nach Braunschweig lanciert Bereits kurz nach Erscheinen dieser verunsichernden Meldungen war jedem denkenden Bürger und jedem Aktiven sonnenklar, dass diese Art von Meldungen nicht nur verunsichern sollten, sondern auch völlig lanciert daherkommen. Ausgerechnet dem lokale Provinzblatt wurde die Ehre zuteil, als allererstes diese Aufsehen erregende Meldung abzudrucken und zu veröffentlichen. Wenn das kein Coup ist? Ehrlich mal, wer sollte ausgerechnet der Braunschweiger Zeitung solch' eine "Exklusiv"-Story in die Hände spielen? Ist das überhaupt jemandem aufgefallen? Selbst größere Blätter berufen sich bei Zitaten stets auf die Braunschweiger Zeitung, nirgends ein Hinweis, dass die Meldung ursprünglich auch anderen Medien zugänglich gemacht oder zugesendet wurde, zumal es sich auch noch um ein internes Papier handelt, besonders merkwürdig. Der Text selbst wird oft so zerstückelt zitiert, dass er sinnentstellend rüberkommt. Ja, was denn nun? Wollt ihr die totale Rückholung oder die komplette Versiegelung? Das riecht nach Kampagne. Also, wer hat wohl das interne Papier mit dem Thema Assemüll vorsorglich und ausgerechnet nach Braunschweig transportiert? Wem nutzt so was und warum? Wenn man sich jedoch auf das, was hier stets gebetsmühlenartig gepredigt wird beruft, fällt die Handlungsstrategie für die Atommüll- und Atomkraftgegner ganz einfach aus. Wenn es heißt, "es gebe nur noch einen Spielraum von knapp 12 Monaten, weil in der ASSE ein Einsturz drohe", dann ran an die Buletten, hier ist genug Druckmittel, die Regierung nicht nur zum wirren Handeln zu drängen, sondern zu jenem Handeln, dass angesichts eines trinkwassergefährdenden Verbuddelns da gar keine Alternative mehr steht. Der radioaktive strahlende Müll MUSS SOFORT zurückgeholt werden, ohne Wenn und Aber! Und wenn das nicht augenblicklich in Gang gesetzt wird, liebe Weihnachtsmänner und Sesselwärmer, dann gibt's vielleicht - ziemlich groß aufgezogen - ein zweites Gorlebenspektakel, nur diesmal nicht in Gorleben sondern in Hannover und Berlin und ohne, dass dazu erst Castoren rollen müssen. Dann rollen womöglich demnächst auch Positionen, also eure "Köpfe". Silvester am Schacht am Samstag, 31.12.2011 von 16 bis 18 Uhr vor der Schachtanlage Asse II Silvester/Neujahr ist daher ein guter Neustart für eine neue Protestkultur, die 2012 mit Sicherheit einige Erfolge verbuchen könnte, wenn man es klug und effizient angeht. Guten Rutsch und viel Erfolg im Neuen! Helmhut |
#6438 |
|
Aw: Atomprotest zu Silvester: Initiativen demonstrieren Silvester an der Asse
Dec 24 2011 17:40:47 Die ASSE2 Gruppe stellt dazu klar:
Silvester am Schacht am Samstag, 31.12.2011 von 16 bis 18 Uhr vor der Schachtanlage Asse II den "der Müll kommt raus - so oder so" mit - Redebeiträge - Feuertonne - Kürbissuppe - Kinderpunsch - Glühwein - und Überraschungen Anmeldung der Versammlung Erklärung zu den gegenwärtigen politischen Manövern der Befürworter der Flutung von Asse 2 (23.12.2011) Langfristige Sicherheit nur durch Bergung des Atommülls! Politische Manöver der Flutungs-Befürworter schaden den Menschen in der Region. Die Veröffentlichung des politisch motivierten Vermerks aus dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist nur eine weitere Attacke von Flutungs-Befürwortern in BfS und Bundesumweltministerium (BMU) gegen die Rückholung des Atommülls aus der Asse. Zudem ist der Vermerk vom 25.11. überholt: auf der Sitzung des Asse 2-Begleitgremiums am 2.12. hat der Präsident des BfS mitteilen lassen, dass das BfS nur das Verfahren und den Prozessablauf der Rückholung in Frage stellt, nicht jedoch das Ziel. Er hat damit bestätigt, dass die Rückholung die Schließungsmethode ist, die vom BfS weiter vorangetrieben wird, da nur durch sie eine gefährliche Kontamination der Region verhindert werden kann. Seit Anfang des Jahres 2010 arbeitet das BMU unter Norbert Röttgen gegen die Rückholung. Das BMU hat die sog. Faktenerhebung erzwungen, das verzögert die Organisation der Rückholung um drei Jahre. Das Ministerium hat nicht einmal seine Fachbehörde, das BfS, in den Stand versetzt, die Rückholung in einem vernünftig und umfassend durchgeführten Projekt zu organisieren. Minister Röttgen hat bislang weder das Bergwerk besucht noch sich zur Rückholung bekannt. Auch das niedersächsische Umweltministerium (NMU) verzögert durch seine Genehmigungs- und Auflagenpraxis die Rückholung. Die Flutungs-Befürworter befürchten doch letztlich die Bilder von zurückgeholtem Atommüll: damit würde das Scheitern der deutschen Endlager-Strategie „aus den Augen – aus dem Sinn” allzu offensichtlich. Niemand sollte im Übrigen erwarten, in der Asse noch intakte Fässer oder Einlagerungskammern vorzufinden, die Fässer waren reine Transportbehälter. Die Organisation der Rückholung muss sich schon jetzt auf einen Mix aus Atommüll, chemotoxischen Abfällen, Behälterresten und Salz einstellen. Jeder Kubikmeter geborgenen Atommülls ist ein Sicherheitsgewinn. Der Asse II-Koordinationskreis fordert: „Minister Röttgen, bekennen Sie sich zur Rückholung! Sie haben die Führungsverantwortung für die Sanierung der Asse. Nehmen Sie diese endlich wahr!“ Für Rückfragen: Andreas Riekeberg Tel.: 0170 – 11 25 764 Dipl.-Ing. Udo Dettmann Tel.: 0177- 2 00 00 86 www.asse2.de/ |
#6426 |
























