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Expertenhearing am 25.1.2012 zur beantragten Erweiterung des Atommüllzentrum in BS-Wenden/Thune PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Freitag, den 06. Januar 2012 um 13:39 Uhr

Demonstration vor dem Atombetrieb auf dem Buchler Gewerbegrundstück in Braunschweig-Thune

 

Der entscheidende Satz der städtischen Mitteilung lautet:


"Die Stadt Braunschweig hat daher die Entscheidung über den Bauantrag mit Bescheid vom 05.01.2012 für ein Jahr ausgesetzt."

 

Damit haben Rat und Bürgerschaften nun ein Jahr Zeit, in einem neuen Planverfahren für den Bereich des bisherigen Gewerbegebietes Thune/Wenden festzulegen, was sie dort in Zukunft an Gewerbe, Wohngebiet oder sonstiger Nutzung haben möchten und was nicht.


Die Arbeit der Bürgerinitiativen und vor allem der BI Strahlenschutz (BISS) ist damit einen wesentlichen Schritt auf ihrem Weg, kein Atommüllzentrum im Braunschweiger Wohngebiet von Thune zu dulden, vorangekommen.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. Januar 2012 um 12:29 Uhr
 
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Im Forum diskutieren. (73 posts)
Diskutieren (73 Posts)
Thomas Buchler will "richtigstellen"
Mar 13 2012 22:23:57
Auf der letzten Ratssitzung habe ich ein paar mal zu Hr. Buchler gesehen.
Ich glaube der führt was im Schilde und das ist bestimmt nichts nettes.
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen miterleben zu können, wie aus einen nett anzusehenden älteren Herren, ab einer Stelle bei der letzten Ratssitzung, ein Mann wurde vor den man sich in acht nehmen sollte.
D.h. er fing irgendwann während der Ratssitung an zu lächeln, aber dieses war nicht nett- eher Haifischart gewinnend.
Ich glaube das Hr. Buchler da war, ist die Ansage das Hr. Eckert jetzt aktiv unterstützt von Hr. Buchler wird.

Wie man ja auch gesehen hat das sie den Grünen Vorsitzenden eine Woche lang vor der Ratssitzung, täglich angerufen haben und das Hr. Buchler, Ihn auch noch persönlich aufgesucht hat....
#7234
Thomas Buchler will "richtigstellen"
Mar 12 2012 14:09:58
Thomas Buchler aus der besagten Nuklear-Firmen Dynastie möchte eine Ratsmitschrift über meinen Redebeitrag in der letzten Ratssitzung.

Er gegründet dies wie folgt,

Herr Rosenbaum habe in seinem Redebeitrag darauf hingewiesen, dass "Buchler" kriminell radioaktiven Abfall in der ASSE eingelagert habe. Er (Thomas Buchler) könnne sich auch erinnern, gehört zu haben, dass die Dekontamination der alten Buchler-Liegenschaft an der Frankfurter Straße zu Lasten der Steuerzahler erfolgt sei.

Beides sei unwahr, würden aber jetzt immer häufiger laut geäußert, so z.B. im Internet und den Seiten von BIBS und BISS.
Da er (Thomas Buchler) sich irgendwann gezwungen sehen würde, darauf zu reagieren, müsse er nun Beweise sammeln.


Worum es geht, war z.B. in der Bürgerinitiativen Zeitung "Unser-Braunschweig" Nr. 5 zitiert worden:

in der BIBS-Zeitung "Unser-Braunschweig" Nr.5 von Aug./Sept.2011 auf S.2 ist im Artikel "Wird am eigenen ehemaligen Buchler-Atommüll verdient" nachzulesen, dass es Umwelt-kriminell schon bei der Vorläuferfirma Buchler zugegangen ist:

Der Spiegel hatte in seiner Ausgabe Nr. 2/2010 über die expandierenden Geschäfte mit atomaren Stoffen berichtet und dabei eine direkte Verbindung und Betriebs-Nachfolge zu Amersham Buchler gesehen; Amersham Buchler sei in den 70er Jahren für die Lieferung von 1833 Fässern mit teils hochradioaktiven Flüssigkeiten u.a. in die ASSE verantwortlich:

"Zwei Jahrzehnte interessierte sich niemand für die unverfänglich als "Papier" und "Geräte" deklarierte Ladung.

Doch im Jahr 2000 tropfte strahlende Flüssigkeit heraus. Rost hatte das Blech von innen zerfressen, dabei wären flüssige Abfälle in der Asse gar nicht erlaubt gewesen.

Als Mitarbeiter die Fässer öffneten, erlebten sie eine Überraschung: 35 der Gebinde waren unauffällig von innen mit Blei ausgekleidet worden. In einem Fass lag laut der zuständigen Behörde ein Ampulle mit Cäsium 137. Die gemessene Strahlung übertraf den zulässigen Wert um das 3000fache."(Spiegel 2/2010).

Dazu stellte der Geschäftsführer der Eckert&Ziegler Nuclitec im Spiegel 8/2010 klar:

"Weder die Nuclitec selbst (die heute als Eckert&Ziegler Nuclitec firmiert) noch eine andere zur Eckert&Ziegler Gruppe gehörende Gesellschaft war an der bis 1978 praktizierten Einlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in die Schachtanlage Asse II beteiligt. Die 1998 gegründete Nuclitec ist mit dem für die Einlagerung verantwortlichen Unternehmen Amersham Buchler weder identisch, noch ist sie deren Rechtsnachfolgerin oder sonst wie gesellschaftsrechtlich mit ihr verbunden.

Nuclitec ist nur Mieter auf dem Betriebsgrundstück der Amersham Buchler und hat von dieser 1998 Vermögenswerte eines Geschäftsbereiches übernommen. Braunschweig, Dr. Andreas Eckert, Geschäftsführer Eckert &Ziegler Nuclitec." (Spiegel, 8/2010)
#7225
NDR1, Bericht am 8.3. um 20.05h
Mar 05 2012 21:54:33
Hans-Jürgen Otte ein Moderator von NDR 1, ist einfach Spitze!
Mit Ironie, Humor und Witz wurde das schwierige Thema E+Z gut aufbereitet in den vollen Vereinsheim getragen.
Und verkam trotzdem nicht zu einer "Schlamschlacht"!

Zu der aber auch die "Gegenspieler" fehlten, weil Hr. Eckert und auch das GAA mal wieder durch Abweseheit glänzten.
Dafür wurden den Anwesenden, Antworten auf Band aufgenommen eingespielt, zu den der gesamte Saal herzlich lachte.

Zu Hören ist der gesamte Bericht am Donnerstag, 8.3. um 20.05h auf NDR1.
#7177
5.3. NDR kommt: Heute! Sportheim Wenden
Mar 05 2012 13:10:51
Der Anti-Atom-verteiler BS versendete folgende mail.
Darin wird klar, das Menschen aus den ganzen Braunschweiger Atommüll Bermuda Dreieck Willkommen sind.
Also let´s dance...

am Montag, dem 5.3.2012 zeichnet der NDR die Hörfunk-Sendung "Jetzt reicht's: Streit um Nuklearanlage in Braunschweig" im Rahmen einer öffentlichen Diskussion in BS-Wenden auf.

Montag, 5.3.2012
18:00 - 19:00 Uhr
Sportheim Wenden, Hauptstraße 46b, Braunschweig-Wenden

Der Moderator, Herr Otte, wünscht sich eine rege Bürgerbeteiligung. Alle sind daher herzlich eingeladen, am kommenden Montag an der Veranstaltung teizunehmen.
Das Motto der Sendereihe:
"Die Sendereihe Jetzt reicht's! bietet all jenen ein Forum, die Behörden, Institutionen oder Unternehmen ihre Meinung sagen wollen, und zwar ungefiltert, direkt am Ort des Geschehens. Selbstverständlich geht es fair zu: Beide Seiten kommen zu Wort. Argumente sind angesagt, aber auch Emotionen sind erlaubt.

Link auf die Ankündigung zum 5.3.:
www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts1005.html

Text:
Streit um Nuklearanlage in Braunschweig

Lange haben die Bewohner des Braunschweiger Stadtteils Thune hingenommen, in unmittelbarer Nachbarschaft einer kerntechnischen Anlage zu leben. Seitdem aber das marode Atommüllager Asse ins Spiel kommt, auch durch Äußerungen des Firmenchefs, ist es aus mit der Ruhe. Soll hier unter der Hand eine hochgefährliche Anlage zur Decontamination radioaktiver Stoffe entstehen, fragen sich viele. Sie wollen demnächst mit einer Lichterkette vor allem gegen die geplante Erweiterung der Firma Eckert und Ziegler/Nuclitec protestieren.
Drehscheibe des Entsorgungsgewerbes?

Rund 60 Meter lang, 30 Meter breit und 13 Meter hoch soll die Halle werden, in der die Kritiker den ersten Schritt sehen, die Produktionsabläufe weit über die bisher zugelassene Radioaktivität zu steigern. Letzten Endes, um aus einem Unternehmen der Radiopharmazie und der Messgeräteherstellung eine Drehscheibe des Entsorgungsgewerbes für ganz Deutschland zu machen. Denn ganz in der Nähe befindet sich das einzige in Deutschland zugelassene Endlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe, der Schacht Konrad. Vom maroden Atommüllager Asse ganz zu schweigen, dessen Rückstände vielleicht auch bald zur Entsorgung anstehen. Eckert und Ziegler/Nuclitec dagegen spricht von fälliger Modernisierung der Produktion. An der Verarbeitung ausschließlich schwach radioaktiver Stoffe werde sich nichts ändern. Eine Erhöhung der zugelassenen Radioaktivität werde nicht angestrebt.
Diskussion am Montag, 5.3.
Die öffentliche Diskussion findet am Montag, 5.3. ab 18 Uhr im Sportheim Wenden, Hauptstraße 46b, in Braunschweig statt. Gäste sind Dr. Thomas Huk von der Bürgerinitiative Strahlenschutz,BISS, und der Vorsitzende des Planungsausschusses im Braunschweiger Rat, Holger Herlitschke

#7173
NDR kommt: Montag 5.3. Sportheim Wenden!
Mar 03 2012 17:27:19
Der NDR kommt: Montag, 5.3., Sportheim Wenden
Am 05.03 wird von 18:00-19:00 die Hörfunk-Sendung "Jetzt reicht`s: Streit um die Atommüll-Entsorgung in Braunschweig-Thune“ aufgezeichnet.

Der Moderator, Herr Otte, wünscht sich eine rege Bürgerbeteiligung.
Sie/Ihr seid daher herzlich eingeladen am kommenden Montag an der Radioaufzeichnung mitzuwirken.
Das Motto der Sendereihe:
"Die Sendereihe Jetzt reicht's"
bietet all jenen ein Forum, die Behörden, Institutionen oder Unternehmen ihre Meinung sagen wollen, und zwar ungefiltert, direkt am Ort des Geschehens.
Selbstverständlich geht es fair zu: beide Seiten kommen zu Wort..."
mehr dazu auf:www.braunschweig-biss.de/?p=2473


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#7169
Rat beschließt Veränderungssperre!
Feb 28 2012 21:56:13
Hallo Liebe MitleserInnen,

Etwa gegen 13.30 Uhr ging die Ratssitzung weiter, auf deren Tagesortnung der Beschluss für die Veränderungssperre war!

Der NDR 3 war anwesend und drehte vor Ort.
Und machten ein kurzes Interview mit einer Anti-Atom Aktivistin und Mitglied der BISS. Sie wurde gefragt wie sie die Sachlage jetzt einschätzt und ihr Statement war, das die richtige Arbeit jetzt anfangen kann, nämlich die Frage was für Inventar lagert in Thune, was jetzt schon doppelt so hoch strahlt wie jedes AKW hier in Deutschland. Und was hat Hr. Eckert mit dieser Firmenerweiterung vor !

Interessant auch das ein Schreiben von der Belegschaft von Eckert und Ziegler diesen morgen. Das als e-Paper an alle Fraktionen gesendet wurde und dieses wurde von Ratsherr Fritz Bosse (CDU) ausgedruckt und an jede Fraktion noch schnell weitergereicht.
Siehe dazu: www.braunschweig-biss.de/?p=2428

Was Menschlich bemerkenswert war, das sich einige CDU Politiker den Fraktionsdruck nicht beugten und für eine Veränderungssperre aussprachen!
Besonders hervorzuheben ist die Rede dazu von Ratsherr Peter Edelmann (CDU), der Jahrzehnte lang Bereitschafts- Polizist in Gorleben war und über die Jahre den veränderten Anweisungen von den sog. Wissenschaftlern befolgte.
Die Bereitschaftspolizisten wurde am Anfang, neben den Zwischenlager in Gorleben, in eine Kaserne untergebracht.
Beim nächsten Castor Einsatz sagten dann die sog. Experten, das man nicht zu nahen an den Castor gehen sollte.
Und schlussendlich bekam Ratsherr Peter Edelmann (CDU) der als Einsatzleiter auf einen Castor Transport fungierte, die Anweisung von den Wissenschaftlern, das er schwangere Polizistinnen vom Castor entfernen sollte.
Dieses veränderte seine Sichtweise auf die Dinge ! Meinen aufrichtigen Dank, für diese wahren Worte!

Beeindruckend anderer Art war, das süffisante und zufriedene Lächeln von Hr. Buchler, der auch anwesend war. Ab einen bestimmten Punkt der Ratssitzung, wurde aus den netten älteren Mann, ein Mann vor den man sich in "acht" nehmen sollte! Dieses lächeln, war kein nettes Lächeln!
Dieses lächeln war der Mann, der verstrahlte und chemisch verseuchten Boden in der Frankfurterstr. zurückgelassen hatte!
Dieses Haifisch artige Lachen, verriet nichts Gutes, ist die angesetzte Veränderungssperre im nach hinein ein geschickter Schachzug für Hr. Eckert und Hr. Buchler- aber wofür ?

Krass auch, das der Fraktionsvorsitzende der Grünen massiv von Hr. Eckert und Hr. Buchler (letztere machte sogar persönlich seine Aufwartung) zu einer Verneinung der Veränderungssperre gedrängt wurde!
Das dieser zum Schluß einen BISS Mitarbeiter fragte, ob es schlimm für diese wäre, wenn sie dieser nicht zustimmen würde!
Was ist das für ein Wespennest in den wir dort getreten sind?
Es bleibt spannend!
Und wie immer glänzte OB Hoffmann, durch Abwesenheit.
War aber auch nicht anders zu erwarten. Sonst hätte er ca. 35 BürgerInnen sehen müssen die mit Nachdruck friedlich, für Ihre Rechte kämpfen!
Es ist ein weiterer Schritt, in die richtige Richtung - aber noch lange nicht das Ende.
Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an!

Siehe dazu:
www.braunschweig-spiegel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2623:ratssitzung-am-28februar-2912-&catid=64:politik-kategorie-politik-allgemein&Itemid=150

www.braunschweig-biss.de/?p=2452#more-2452

Gruß Sonnenschein
#7137
Stadt hat Bauantrag für Atommüllzentrum in Thune für ein Jahr ausgesetzt
Feb 19 2012 15:49:59
@ Olli (letzter Kommentar) und andere,

Soweit wie ich weiß wurde von Seitens der BISS mal der Versuch unternommen,
Auf den Betriebsrat von E+Z zuzugehen.

Was allerdings draus geworden ist kann ich nicht sagen.

In der Presse allerdings stellen sich Angestellte von E+Z hinter Ihren Chef.
Ich weiß leider nicht mehr wann, aber in der NB war ein Leserbrief von einen Firmenmitarbeiter, der ganz deutlich dieses sagte.
Ansonsten halten diese es wahrscheinlich so, wie die Polizisten, die den Castor begleiten, diese sind doch auch zufrieden damit das sie Dosimeter tragen und das der Einsatzleiter Ihnen sagt wie lange es O.K. ist.
Dort ist die Welt auch noch in Ordnung!
Und die anderen sind die bösen Aktivisten, die dafür Verantwortlich sind das mann arbeiten muß.
(Ich allerdings könnte mir schöneres Vorstellen, als Tagelang in der VOKÜ bei +4 Grad Kartoffeln zu schälen)
Auch wenn die Umweltorganisation Greenpeace eigene Messungen macht und diese an die Polizei weiter gibt, mit den Appell sich doch nicht für fehlgeleitete Energiepolitik verheizten zu lASSEn.

Aber der Mensch sieht nur das was er sehen will und diese Menschen möchten Ihren Chef glauben.
„Und der Glaube versetzt, bekanntlich Berg“.
#7093
Aw: Stadt hat Bauantrag für Atommüllzentrum in Thune für ein Jahr ausgesetzt
Feb 19 2012 01:49:42
Herr Eckert hat ja auf der Veranstaltung in der Stadthalle mehrfach ausgeführt, dass die schokoladentafelschweren medizinischen Strahler in einem Tresor lagern, der auch Artilleriebeschuss standhält. Es handelt sich dabei um Sonden zur Bestrahlung von Gebärmutterhalskrebs die eine extrem hohe Aktivität haben. Das sind in der Regel Alpha Strahler mit einer extremen Zerfallsrate (daher auch die Kurzlebigkeit) aber einer sehr geringen Reichweite. Würde ja auch wenig Sinn machen wenn ich einen Tumor im Gebärmutterhals bestrahlen will, das angrenzende Zimmer in 5m Entfernung mit zu bestrahlen.
Was unmittelbar zu der Veranstaltung in der Stadthalle zurückführt.
Diese so hochaktiven Strahler im Tresor mit einer Reichweite von 5-30cm sorgen definitiv nicht für eine Grenzwertüberschreitung am Zaun der Firma.
Auf dem Gelände müssen noch ganz andere Sachen lagern, die auch durch Wände noch derartige Messwerte in 5m oder noch sehr viel mehr Meter Abstand erzeugen können.
Das können eigentlich nur Gamma Strahler z.B. wie die auf der Veranstaltung erwähnte Caesium Box sein. Nach einiger Rumdruckserei wurde ja gesagt, es gibt da so eine Box und man wartet auf den Sachverständigen der entscheidet, wie diese Caesium Box entsorgt werden kann. (schon komisch als Kompetenzzentrum auf einen Sachverständigen zu warten…)
Und hier schließt sich der Kreis ein zweitesmal… Caesium 137 ist ein künstliches Radionuklid, kommt in den medizinischen Anwendungen nicht vor. de.wikipedia.org/wiki/Radionuklid
Hat also nichts mit der Tafelschokolade im Tresor und der sicherlich nötigen Medizintechnik zu tun. Es gibt also eine zweite Schiene auf der die Firma fährt und die sicherlich noch lukrativer ist als der Tresor voller Sonden.
Nebenbei muss dieser lukrative NebenmedizinJob auch schon ein paar Tage älter sein…den wie kämen sonst wohl die hohen Strahlungswerte außerhalb des Geländes zustande.
Und hier setzt jetzt mein Kritikpunkt an, den ich derzeit in der ganzen Diskussion völlig vermisse und dass geht insbesondere gegen das Gewerbeaufsichtsamt. Eigentlich müsste doch jeder Mitarbeiter ständig ein Dosimeter tragen…. Wenn ich außerhalb des Geländes der Firma schon eine permanente Grenzwertüberschreitung habe, kann doch (und hier folgen wir einfach dem Strahlensatz) innerhalb des Kontrollbereichs der Firma kaum ein geringerer Wert vorliegen. Damit sind die Mitarbeiter permanent einer ständig erhöhten Belastung durch Strahlen (Neutronen Strahlen nicht berücksichtigt, da die Quelle nicht bekannt ist) ausgesetzt. Ich hoffe Herr Eckert als Interessenvertreter seiner Aktionäre weiß, was er seinen Angestellten in Thune aufbürdet.....
#7088
Aw: Piraten finden Hochbrisantes zu EZAG
Feb 18 2012 22:42:51
Kann mir mal eine/r Erklären, warum die Firma Eckert und Ziegler den hochradioaktiven Müll, in die U.S.A. verschifft hat?

Normalerweise wird doch deutscher Atommüll in einer der sogenannten Wiederaufbereitungsanlagen gekarrt.
Wo das gewonne Plutonium so verunreinigt ist das es wieder End-gelagert werden muß. Also eine geplante Verzögerung/ Zwischenlager, um zu vertuschen das es kein sog. End-lager gibt.

Was machen die so besonderes in Los Alamos U.S.A.?

Und krass das die das dürfen, was immer jetzt als Antwort kommt!

Weil es muß so lukrativ für E+Z sein, das sie die evtl. hohen Transportkosten auf sich nehmen, damit das was da immer geschied, gemacht werden kann.

Weil mir wurde gesagt, den Müll bekommen wir auf jedenfall wieder!

Und dann muß der Müll, nochmal über den Atlantik verschifft werden?

In New Mexica ist doch auch Hurricane Gebiet- oder nicht?

"Krass" scheint sich so langsamm zu meinen am häufigst benutzten Wort zu entwickeln!

Aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
Na, denn werde ich wohl mal morgen den Teufel scheuchen!
braunschweig-online.com/bibs-forum/29-bildung/6969-schoduvel-karneval-in-braunschweig.html?limit=6&start=6

Ich wünsche Euch ein erholsammes und friedliches Wochenende
Sonnenschein

P.S.: machen und weitersagen:
www.atomausstieg-selber-machen.de


#7084
Piraten finden Hochbrisantes zu EZAG
Feb 18 2012 18:38:15
Hallo Liebe MitleserInnen,
auf der Internetseite der BISS schrieb anni den Sachverhalt mal ins Deutsche - so dass auch ich die Fakten deuten kann!
Einfach Krass!
Und das sind die Fakten die hochgekommen sind.
Ich frage mich, was da noch hochkommt, wenn der saubere Hr.Dr. Eckert, die Inventarliste auf den Tisch packen muß!
www.braunschweig-biss.de/

EZN verschickt offenbar hochradioaktives Material
Im August 2010 hat die Firma Eckert & Ziegler hochradioaktive Plutonium-Beryllium-Quellen (vgl. hierzu und zum gesamten Vorgang www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/SAND-Dateien/Atomtransporte_international_2010.htm) über die Bremerhavener Stromkaje in die USA verschifft. Die Drucksache 17/1486 "Atomtransporte durch das Land Bremen" des Bremer Senats bestätigt einen Transport.

In besagtem Dokument heißt es u.a., es seien 1088,50 kg "RADIOAKTIVE STOFFE, TYP A- Versandstück, IN BESONDERER FORM" [Großschreibung original] aus der "Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Gieselweg 1, 38110 Braunschweig" verschifft worden, und zwar am 10.08.2010. Hier ist kaum eine Verwechslung mit Transporten aus dem Zwischenlager in Leese möglich; das Material muss also in Thune gelagert worden sein. Und es handelt sich nicht um die von Herrn Eckert so anschaulich betonten Mengen im Grammbereich - hier ist die Rede von über einer Tonne! Selbst wenn man das geschätzte Gewicht der notwendigen Abschirmung davon abzieht, bleiben 860 Gramm hochradioaktiven Materials übrig, was deutlich mehr als Herrn Eckerts berühmte Tafel Schokolade ausmacht.

Das Ganze ist höchstwahrscheinlich im Zusammenhang zu sehen mit einer Transportgenehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz über maximal 48 Plutonium-Beryllium-Quellen, die EZN am 02.08.2010, befristet bis zum 31.12.10, erteilt wurde. Der entsprechende Transport erfolgte offenbar laut BfS am 10.08.2010, ebenso wie der von der Bremer Bürgerschaft genannte Transport (vgl. www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/SAND-Dateien/Atomtransporte_international_2010.htm).
#7083
Aw: Piraten finden Hochbrisantes zu EZAG
Feb 18 2012 16:07:30
Es ist schon ein starkes Stück, was nun erst nach dem Hearing vom 25.1.2012 so alles häppchenweise herauskommt.

Haben die Behördenvertreter wirklich vom Umgang EZAG´s auch mit Kernbrennstoffen nichts gewußt?
Sie hätten doch widersprechen müssen, als die Firmenvertreter versicherten, nichts, aber auch gar nichts mit Kernbrennstoffen jemals in Braunschweig zu tun gehabt zu haben.

Dann erscheinen:
- erst die hochstrahlende Cäsium-Box ("sicher verpackt" auf dem Firmengelände gelagert, so der GAA-Vertreter),

- dann drei hochverstrahlte Strontium-Boxen samt Schleusen (wohl auch "sicher verpackt" auf dem Firmengelände),

- jetzt die Nachricht, dass von dort in Thune im August 2010 rund 1 Tonne "Plutonium-Beryllium-Quellen" vom Firmengelände im Gieselweg nach Bremerhaven und dann per Schiff in die USA verbracht worden sind.

Was lagerte bzw. lagert da noch mitten im Thuner Wohngebiet, fragt man nun erst recht.

Noch immer verweigert die Fa. die Offenlegung des Inventarverzeichnisses, sie wissen wohl, warum...
#7082
Piraten finden Hochbrisantes zu EZAG
Feb 17 2012 22:57:45
Hochbrisante Nachrichten, die über die mailingliste der Piraten öffentlich gemacht wird:

... folgendes gefunden:

www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/SAND-Dateien/Atomtransporte_international_2010.htm
> Über Bremerhaven wurden mit der 'Atlantic Osprey' am 10.08.10 nachweislich auch hochradioaktive
> "Plutonium-Beryllium-Quellen" aus Braunschweig und aus der Schweiz in die USA transportiert
> Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte nach Liste der Transportgenehmigungen (Stand vom 25.10.10)
> am 02.08.10 einen Antrag der NCS (NUCLEAR CARGO + SERVICE GmbH) für einen Transport von
> "max. 48 Plutonium-Beryllium-Quellen" aus der "Eckert & Ziegler Nuclitec" in "Braunschweig" nach dem
> "Los Alamos National Laboratory" in "Los Alamos/USA" genehmigt (Genehmigungs-Nummer: 7080).
> Diese bis zum 31.12.10 befristete Transportgenehmigung umfaßte demnach Straßentransport, Umschlag
> und Seetransport. - Der Transport erfolgte nach den Angaben des BfS am 10.08.10.
> Nach Angaben des Bremer Senats in der Drucksache 17/1486 "Atomtransporte durch das Land Bremen"
> vom 19.10.10 wurden am 10.08.10 mit der 'Atlantic Osprey' 1088,50 kg "RADIOAKTIVE STOFFE, TYP A- Versandstück,
> IN BESONDERER FORM" aus der "Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Gieselweg 1, 38110 Braunschweig" über Bremerhaven
> (Anlieferung per Lkw, Umschlagort: Stromkaje) in den Hafen von Charleston in den USA transportiert. Die
> radioaktive Fracht ging demnach von dort aus weiter zum "US-Department of Energy, Los Alamos National
> Laboratory, Bikini Atoll Road SM 30, NM 87545".

Hier die besagte Drucksache aus Bremen:
www.bremische-buergerschaft.de/fileadmin/volltext.php?area=&np=&navi=informationsdienste5&buergerschaftart=1&dn=D17L1486.DAT&lp=17&format=pdf&edatum=2010-10-19
> 10.08.2010 Atlantic Osprey INS Export Stromkaje LKW Schiff 1.1-7080
> 1.088,50 RADIOAKTIVE STOFFE, TYP A- Versandstück, IN BESONDERER FORM III Gelb AF
> Braunschweig Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Gieselweg 1, 38110 Braunschweig Charleston US-Department of Energy, Los Alamos National Laboratory, Bikini Atoll Road SM 30, NM 87545

de.wikipedia.org/wiki/Neutronenquelle sagt dazu:
> Eine Mischung aus einem Alphastrahler und einem Material, das einen großen Wirkungsquerschnitt für die (?,n)-Kernreaktion hat,
> stellt eine Neutronenquelle dar; das Energiespektrum der frei werdenden Neutronen liegt im MeV-Bereich und hängt im Einzelnen von
> den verwendeten Nukliden ab. Gebräuchlich sind Gemische aus Radium, Polonium, Plutonium oder Americium mit Beryllium.
> Einige Gramm des Gemisches befinden sich in einem dicht verschlossenen Metallgehäuse. Der Austritt der Alphateilchen selbst
> wird durch das Gehäuse verhindert, jedoch geben die Quellen neben den Neutronen unvermeidlich auch Gammastrahlung ab.

> Solche Quellen wurden vor allem in der Anfangsphase der Kernphysik für Experimente benutzt. Man verwendet sie nach wie vor
> beispielsweise zur Prüfung und Kalibrierung von Neutronendetektoren, zur Aktivierung mit Neutronen, in Kernwaffen sowie in
> Kernreaktoren, um auch bei abgeschaltetem (unterkritischem) Reaktor einen messbaren Neutronenfluss zu erzeugen.

Das sieht für mich irgendwie nicht so richtig nach Medizinprodukten aus...
#7079
Die BISS bittet um aktive Mithilfe
Feb 05 2012 20:36:36
Liebe Mitmenschen,
wenn Ihr gerne hier in Braunschweiger Land wohnt, ist jetzt die Zeit gekommen um vom Sofa aufzustehen.
Nicht im Fernsehen spielt das echte Leben, sondern draußen vor der Haustür!
Jetzt ist die Zeit gekommen, aktiv an einer Zukunft für Brauschweig mitzuarbeiten:


Die BISS schrieb folgendes:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) Wenden-Thune-Harxbüttel lädt herzlich zum nächsten Treffen ein!

Donnerstag, 9. Februar 2012, 19:00 Uhr
Gemeinschaftshaus Wenden
Veltenhöfer Str. 3 (über der Post), BS­-Wenden

Themen:

* Kurzberichte, Verschiedenes
-Strahlungsinventar (neuer Zwischenstand)
-Strafanzeige (Sammeln weiterer Informationen für die Staatsanwaltschaft)
-Remlinger Erklärung unterzeichnen?
www.asse2.de/download/flyer-remlinger-erklaerung.pdf


* Ratssitzung am 28.2.2012
-Veränderungssperre steht auf der Tagesordnung
-Kommunikation mit Ratsmitgliedern
-eigene Vorplanungen der BISS zum neuen Bebauungsplan

* Krebsfälle und fehlende Mädchengeburten
-Erhebung von Daten einfordern?

* Vorbereitung Lichterkette 2012 (siehe auch www.lichterkette2012.de )


* Planungen für die nächste Informationsveranstaltung der BISS

* kurz: Vorstellung und Besprechung eines Logos für den Standort



Mit freundlichen Grüßen,
BISS Wenden-Thune-Harxbüttel


#6980
Aw: Die BISS informiert...
Feb 05 2012 20:02:06
Zu den vielen guten Beispielen, von ausgewogenen Artikeln gehört auf jeden Fall, der Artikel von Marion Korth, NB, 1.2.2009, Lokales,leider wurde er auf: S.20 gestellt!

Ich finde sie hat sich wirklich in Ihren Artikel Gedanken gemacht, wie sie ausgewogene Berichterstattung darstellen kann!

Bitte lest selbst:

www.neue-braunschweiger.de/Aufarbeitung_von_Atommuell/

(ich werds aber nicht lauter beschreien,ich kann noch nicht darauf Vertrauen, das wirklich objektiver guter Journalismus in BS möglich sein sollte!)

Gruß Sonnenschein
#6979
Die BISS informiert...
Feb 05 2012 11:03:38
Vorab noch folgende Meldung dazu.

Im NDR berichtet man über Königs Ansinnen.

BfS-Chef legt sich mit Asse-Nachbarstädten an

"Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, greift die Nachbarstädte des einsturzgefährdeten Atommüllagers Asse an. Von Braunschweig und Salzgitter forderte König mehr Solidarität, was die Aufnahme und und Aufbereitung der strahlenden Abfälle aus dem maroden Bergwerk anbelange, wie er im Info-Magazin "Asse Einblicke" erklärte, aus dem die "Braunschweiger Zeitung" zitiert. Das BfS ist mit der sicheren Schließung des Bergwerks beauftragt.

Video



Braunschweig weigert sich, Lauge aufzubereiten

König kritisierte, dass die Stadt Braunschweig einem dort angesiedelten Spezialunternehmen verbietet, belastete Lauge aus der Asse aufzuarbeiten. ...

Zudem rügt König den Widerstand der Stadt Salzgitter, rückgeholte Abfälle aus der Asse eines Tages im Endlager Schacht Konrad einzulagern. Die Probleme mit der Asse seien nicht von den Menschen in Wolfenbüttel verursacht worden und könnten dort nicht allein gelöst werden, verkündete König.

Klare Gründe für die Weigerungen

Die Gescholtenen reagierten zum Teil überrascht: Die Salzgitteraner haben nie ein atomares Endlager gewollt und wollen deshalb auch den Müll aus der Asse nicht, sagte Salzgitters Stadtsprecher Norbert Uhde. Heike Wiegel von der Bürgerinitiative "aufpASSEn" betonte, Schacht Konrad sei für den Asse-Müll gar nicht genehmigt.

Und von der Bürgerinititaive Strahlenschutz in Braunschweig heißt es, Atommüll könne keinesfalls in der Nähe eines Wohngebietes und einer Schule verarbeitet werden.

Die Stadt Braunschweig lehnte eine Stellungnahme zu Königs Vorwurf ab."
NDR

BISS
Stellungnahme zum Solidaritäts-Appell Herrn Königs
Veröffentlicht am 4. Februar 2012 von annie

"Herr König fordert zu Recht, dass die Menschen im Kreis Wolfenbüttel mit dem Asse-Problem nicht allein gelassen werden dürfen. Allerdings müssen bei den anstehenden Problemen - sowohl bei der Aufarbeitung der Asse-Lauge als auch der Rückholung der 126000 radioaktiven Müll-Fässer - in erster Linie Sachargumente zählen.

Für die Bearbeitung der Lauge als auch des radioaktiven Mülls in Braunschweig-Thune durch Eckert&Ziegler spricht nur ein Argument: die enorm hohe Umgangsgenehmigung, die eine Bearbeitung von Asse-Lauge und Asse-Müll wahrscheinlich zulassen würde! [Hervorheb. red.]

Dagegen stehen jedoch gewichtige Sachargumente: Zum einen die direkte Nachbarschaft zur Wohnsiedlung und den beiden Schulen! Zum anderen die scheinbar schon derzeit vorhandenen Probleme im Umgang mit radioaktiven Stoffen: Die Strahlenwerte am Zaun liegen schon seit Jahren deutlich über denen von Atomkraftwerken und Zwischenlagern, wie z.B. Krümmel, Stade, Biblis und Gorleben!

Es geht hier also nicht darum, dass wir keine Solidarität leisten wollen. Das müssen wir auch schon aus eigenem Interesse: Die Asse ist nicht weit und eine radioaktive Belastung des Grundwassers könnte schließlich auch uns treffen. Es geht vielmehr darum, dass der Standort in Thune für die Bearbeitung radioaktiver Abfälle am denkbar ungeeignetsten ist.
Aus diesem Grund fordern wir auch eine Änderung des Bebauungsplans, die den Umgang mit radioaktiven Abfällen im Wohngebiet und neben Schulen unterbindet. Alles andere wäre ein Skandal!
Dr. Thomas Huk
im Namen der BISS"
www.braunschweig-biss.de/

Auszüge zur Auswertung des Hearings durch Robin Wood und BISS
Veröffentlicht am 4. Februar 2012 von annie

"...Nicht jeder fühlte sich nach dem Hearing informierter als zuvor; deshalb hoffen wir, einige Missverständnisse im Folgenden ausräumen zu können...

- Landesgesundheitsamt - bislang keinerlei nachweisbare gesundheitliche Folgen im untersuchten Bereich!

- BISS: Mikrokrebsregister (straßengenau statt kommunenbezogen) brachte belastbare Ergebnisse. Dieses Register ist aber beileibe nicht vollständig!

- Bauantragsstatus zeigt einen klaren Bezug zu Atommüll und der Verbringung desselben in Schacht Konrad. Dort wird sogar 2014 als Eröffnungsdatum für Schacht Konrad benannt; dieses Datum ist mittlerweile schon wieder obsolet.
Arbeitsplätze - laut Umweltbericht 2010 der Firma Eckert & Ziegler Nuclitec entfallen auf Braunschweig rund 130 Mitarbeiter, einschließlich der Angestellten im Bereich Umweltdienste. Vergleichen können Sie die Zahlen unter nachfolgenden

Links:
www.ezag.com/de/startseite/investoren/kennzahlen.html
www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/pdf/Umweltbericht_2010.pdf


Radioaktivität - Beim Hearing ging es um den Hallenneubau für Atommüll, nicht um die jetzige medizinische Produktion. Grenzwertüberschreitungen könnten mit Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen auf dem bestehenden Gebiet und mit einer freiwilligen Einschränkung des Grenzwertes auf 0,1 mSv/a (unterhalb Gorlebens, denn das liegt nicht im Wohngebiet) relativ leicht aus dem Weg geräumt werden. Das wäre auch im Sinne der jetzigen Mitarbeiter.

Selbst Radioaktivität in Gramm statt in Aktivitäten - selbst wenige Gramm können relevante Wirkungen erzielen. „Gramm“ ist nicht gleichzusetzen mit „harmlose Menge“!

-30 Jahre Halbwertzeiten - Eckert & Ziegler arbeitet unter anderem mit Cäsium 137. Cs-137 hat eine Halbwertzeit von gut 30 Jahren.

-Terrorangriffe/Unfallgefahr - Cäsium (z.B. durch einem Terrorangriff oder einem Flugzeugabsturz mit feiner Zerstäubung des Cäsiums und anschließender Verteilung durch die Thermik eines nachfolgenden Großbrandes) über einen Bereich von z.B. 100 km² verteilen (Annahme: Windstille oder schwacher Wind und Nieselregen, dadurch bedingte Auswaschung), so wären 3 Gramm feinst verteiltes Cs-137 genug, um in diesen 100 km² auf viele Jahrzehnte einen ähnlichen Effekt zu verursachen wie die Katastrophe von Tschernobyl in den am stärksten betroffenen Gebieten Deutschlands. Allerdings wäre zu erwarten, dass die Verteilung nicht gleichmäßig ausfiele, womit lokal erheblich höhere Kontaminationen auftreten würden.

-Tschernobyl-Vergleich: Die gesamte bei der Katastrophe von Tschernobyl freisesetzte Cs-137-Aktivität lag laut www.oecd-nea.org/rp/chernobyl/c02.html bei ca. 85 PBq, entsprechend etwa 25,8 Kg. Es braucht keine Mengen im Tonnenbereich, um ein hohes Risiko für die Bevölkerung darzustellen. Einige Gramm genügen!
Laut Herr Dr. Eckert: Alle relevanten radioaktiven Stoffe im Umfang nur eines Schuhkartons, in verschraubten dickwandigen Stahlkapseln (zur Abschirmung), Stoffe im Tresor, der nur durch Artilleriegeschoss aufgebrochen werde könne, Stoffentnahme nur gelegentlich.

Frage der BISS: Wie kommt es dann zu den hohen Strahlenwerten am Zaun, und dies sogar bei Normalbetrieb der Anlagen ? (Aktuell mit über 100 Castoren vergleichbar und über denen von Atomkraftwerken.)

Werden uns hier Aktivitäten unterschlagen?
Oder muss der Tresor besser abgeschirmt werden?
Welche Strahlenwerte oder was soll der in westlicher Richtung am Zaun aufgestellte Container abschirmen?

-Umgangsgenehmigung - wird nicht einmal zu 5 % ausgeschöpft. Das bedeutet: Die Firma könnte bereits nach heutiger Genehmigungslage, völlig ohne Erweiterung der Umgangsgenehmigung, legal mit dem 20fachen der Radioaktivität arbeiten wie bisher!

- Umgebungsüberwachung - wird seit Jahren darauf beschränkt, dass an zwei Stellen jeweils zweimal pro Jahr jeweils eine Bodenprobe und eine Bewuchsprobe entnommen wird und die Werte mit denen eines – unserer Ansicht nach ungeeigneten - Referenzpunktes verglichen werden.

- Strafantrag - BISS geht weiterhin davon aus, dass Eckert & Ziegler sowie die weiteren auf dem Gelände ansässigen Unternehmen gemeinschaftlich in strafrechtlich relevantem Ausmaß gegen die Strahlenschutzverordnung verstoßen hat, indem Grenzwerte kontinuierlich und über Jahre hinaus in hohem Maße überschritten wurden. Anwendung der 2000-Stunden-Regelung (und damit der faktischen Erhöhung des Grenzwertes um den Faktor 4,38). Damit läge die Direktstrahlung in Thune dauerhaft um ein Vielfaches über den Direktsrahlungsdosen von Gorleben und sämtlichen deutschen Atomkraftwerken und dies in einem Wohngebiet mit einem großen Schulzentrum.
An der tatsächlichen Strahlenbelastung der Bevölkerung und der Schulen würde sich durch diese formale Absenkung der am Zaun gemessenen Grenzwerte praktisch nichts (allenfalls durch die räumliche Umlagerung minimal) etwas ändern.

Zuverlässigkeit der Firma: Herr Dr. Eckert hat nachweislich auf dem Hearing, in verschiedenen Zeitungsinterviews sowie gegenüber der Stadt wiederholt entweder direkt und in grobem Maße die Unwahrheit gesagt oder zumindest durch die Art der Formulierung einen absehbar falschen Eindruck erweckt. ...
Wir halten es daher für zweifelhaft, dass das Unternehmen unter der Leitung Herrn Eckerts die notwendige Zuverlässigkeit zur Führung eines Nuklearbetriebes aufweist.
Solidarität? - sicher, als gemeinsame Suche nach dem wenigstgefährdenden Ort definiert statt als Aufnahme der Lauge im Wohngebiet, also erneuter vermeidbarer Gefährdung .
Robin Wood und BISS"
www.braunschweig-biss.de/?p=1983#more-1983

Nachtrag zum Hearing: In eigener Sache
Veröffentlicht am 3. Februar 2012 von annie
Zu den Unterstellungen Herrn Dr. Eckerts gegenüber der BISS und insbesondere Robin Wood nehmen wir, die Betroffenen, wie folgt Stellung:.."
www.braunschweig-biss.de/?p=1973#more-1973
#6973
Eckert & Ziegler: Bau der Halle nur ein Teilaspekt - was dann?
Feb 04 2012 11:12:46
Leserbriefe in nB vom 01.02.2012, S.2:

Angabe der Masse reicht nicht aus

Ein Leser macht sich Sorgen über die Pläne der Firma und kritisiert vor allem den Vergleich von Radioaktivität mit einer Tafel Schokolade:

"Schokolade und Radioaktivität - Bei einer Anhörung am 25. Januar wollte Dr. Andreas Eckert die Unschädlichkeit der in seiner Firma vorhandenen radioaktiven Stoffe anhand der Masse einer Tafel Schokolade verdeutlichen (circa 100 Gramm).

Laut Bundesamt für Strahlenschutz reichten nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl lediglich weniger als ein Gramm Iod-131 und etwa 230 Gramm Cäsium-137 aus, um weite Teile der Bundesrepublik Deutschland radioaktiv zu belasten. Nur Bruchteile eines Gramms des in Kernkraftwerken entstehenden Plutoniums reichen aus, um mit hoher Wahrscheinlichkeit Krebs zu erzeugen.

Die Angabe der Masse daher nur Sinn, wenn gleichzeitig die Anzahl der radioaktiven Zerfälle pro Sekunde und Gramm, sowie die Art der Nuklide genannt wird."

________


Bau einer neuen Halle ist nur ein Teilaspekt

Zum Artikel "Viele Fragen, aber keine Lösung (nB vom 29. Januar) und die Anhörung der Braunschweiger Firma Eckert & Ziegler schreibt ein Leser:

"In Ihrem Artikel vom Expertenhearing über die Firma Eckert & Ziegler schreiben Sie, dass es um den Bau einer Halle auf dem Gelände in Thune geht.

Das ist aber nur ein Teilaspekt und der Beginn des Problems, das wir Anlieger sehen. Denn was soll geschehen, wenn die Halle erstellt ist?

Hier glauben wir den Ausführungen von Herrn Dr. Eckert nicht, der immer nur davon spricht, der bestehende Geschäftsbetrieb soll modernisiert werden.

Wir gehen eher davon aus, dass es der erste Schritt für die neue Firma Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH ist, die dann ganz groß in das Geschäft mit der Entsorgung atomarer Altlasten einsteigt.

Vorgestellt hat Herr Dr. Eckert dieses ja im November 2011 in der "Präsentation Eigenkapitalforum 2011"*.

Hier sind besonders die Seiten 32 bis 34 interessant, denn da wird die Katze aus dem Sack gelassen. Die von Herrn Dr. Eckert immer in den Vordergrund gestellten medizinischen Leistungen spielen in der neuen Firma gar keine Rolle mehr. Der Anteil beträgt weniger als 0,5 Prozent am Gesamtvolumen.

Bei allen Auftritten vermeidet Herr Dr. Eckert über die Firma Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH zu sprechen. Er spricht immer nur über Eckert & Ziegler Nuclitec AG.

Diese zwei Firmen müssen sehr differenziert betrachtet werden, damit verstanden wird, warum wir Anlieger so große Befürchtungen haben, dass hier bei uns im Norden die "Drehscheibe für Atommüll" entsteht."

_______________________
* hier die Eckert & Ziegler-Präsentation (PDF)

Ein Ausschnitt der Seite 34:

#6966
Solidarität!
Feb 03 2012 21:45:05
Braunschweig will die radioaktive Lauge aus der Asse nicht in der Stadt aufbereiten...Wolfram König, Chef des Bundesamtes für Strahlenschutz, stört sich an dieser Einstellung. Er fordert Solidarität.

König äußert sich im Info-Magazin "Asse Einblicke", das morgen erscheint. Auszüge aus dem Interview liegen unserer Zeitung bereits vor. "In direkter Nachbarschaft zu Braunschweig existiert mit der Asse ein großes Umweltproblem mit Auswirkungen, die in letzter Konsequenz auch Folgen für die Region haben könnten. Dennoch lehnt Braunschweig es ab, die Laugen aus der Asse dort behandeln zu lassen."

König spielt darauf an, dass die Entsorgungstochter des Braunschweiger Unternehmens Eckert und Ziegler auf öffentlichen und politischen Druck hin in Braunschweig-Thune keine radioaktive Lauge aus dem maroden Endlager im Kreis Wolfenbüttel aufarbeitet. Dazu hatte eine Unternehmenssprecherin vor Monaten schon erklärt: Das Kernproblem bestehe in der politischen Auffassung, "dass man den Bürgern nirgendwo zumuten könne, eine Aufarbeitung der eigentlich harmlosen Lauge hinzunehmen".

Quelle: ....
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/15642351

Bin d´accord mit Herrn König!

Wo ist das Problem, die schwachradioaktive Lauge aufzuarbeiten?
Wir erinnern uns:

#6965
BfS-Chef Wolfram König beklagt sich über SZ + BS
Feb 03 2012 20:05:30
Meine Güte, da wird es jetzt schon richtig schwierig unsere Atom Hot Spots, Kommentar mäßig auseinander zu halten.

Fast hätte ich das folgendes unter Lichterkette gestellt

Hätte auch gepasst, wie ich finde: zeigt die Lichterkette das wir solidarisch Miteinander arbeiten und das wir Bürger nur das Beste für uns wollen!

BfS-Chef Wolfram König beklagt sich über die Nachbarstädte der Asse. "Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, greift die Nachbarstädte des einsturzgefährdeten Atommüllagers Asse an. Von Braunschweig und Salzgitter forderte König mehr Solidarität, was die Aufnahme und..."
Bitte zum weitersehen:

www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/asse827.html

"Klare Gründe für die Weigerungen


Die Gescholtenen reagierten zum Teil überrascht: Die Salzgitteraner haben nie ein atomares Endlager gewollt und wollen deshalb auch den Müll aus der Asse nicht, sagte Salzgitters Stadtsprecher Norbert Uhde.

Heike Wiegel von der Bürgerinitiative "aufpASSEn" betonte, Schacht Konrad sei für den Asse-Müll gar nicht genehmigt.

Und von der Bürgerinititaive Strahlenschutz in Braunschweig heißt es, Atommüll könne keinesfalls in der Nähe eines Wohngebietes und einer Schule verarbeitet werden.

Die Stadt Braunschweig lehnte eine Stellungnahme zu Königs Vorwurf ab."


Dann zum Schluß des kurzen Berichtes, wird der A2K angerufen und das BfS versucht, jeden weiteren Kommentar zu der Äußerung von König zu Unterbinden!
(Der Text steht unter den Bericht von NDR)

War das schon immer so?
Oder denken die wir Bürger werden solche Sachen, nicht mitbekommen?
Was ist der Sinn?

www.lichterkette2012.de/

braunschweig-online.com/bibs-forum/22-termine--veranstaltungen/6610-lichterkette2012-fukuschima1-bundregio.html


Gruß Sonnenschein
#6963
Aw: EZAG sucht 4 Leute, die was abkönnen...
Feb 03 2012 16:17:54
bruno schrieb:
Schon gesehen?

man sucht vier Leute befristet auf 1 Jahr für die Aufgaben:

www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/career/career/Mitarbeiter_Umweltdienste_EXTERN.pdf


Sehr vorsichtig ist man geworden, zumindest bei der Bindung an Mitarbeiter.

Aber die Anleger scheinen auch etwas scheu, Abwärtstrend bei der Aktie immer noch intakt:

www.wallstreet-online.de/diskussion/588718-3001-3010/v-v-v-eckert-ziegler-v-v-v-der-naechste-100-er
#6958
EZAG sucht 4 Leute, die was abkönnen...
Feb 03 2012 15:12:50
Schon gesehen?

Eckert& Ziegler Nuclitec GmbH hat eine Stellenausschreibung auf die Homepage gesetzt:

man sucht vier Leute befristet auf 1 Jahr für die Aufgaben:

-Konditionierung von radioaktiven Stoffen
-Bearbeitung von eingehenden radioaktiven Reststoffen
-Lagerung von radioaktiven Reststoffen...

und da steht auch, was die Leute abkönnen sollten:

-Bereitschaft zum Umgang mit radioaktiven Stoffen
-körperlich belastar.

alles zu finden unter
www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/career/career/Mitarbeiter_Umweltdienste_EXTERN.pdf
#6957
Aw: Kernbrennstoffe auch für Thune bereits genehmigt
Feb 01 2012 23:07:17
C_Mann schrieb:
Rosenbaum zitierte
Das MU (Nds.Umweltministerium) hat weiterhin eine Genehmigung gemäß § 9 AtG zur Bearbeitung, Verarbeitung und sonstigen Verwendung von Kernbrennstoffen außerhalb genehmiungspflichtiger Anlagen erteilt
(Hervorhebung von C.M.)...


-seit längerem klar ist, dass die Ortsdosisleistung an der Betriebsgrenze des Thuner Geländes die von Gorleben um ein mehrfaches übersteigt?
(vor allem an dem Messpunkt am westlichen Grenzzaun, der sich nicht, wie von eckert behauptet in 3m Entfernung zur Halle, sondern im Abstand von ca.20m befindet, so dass die Grössenordnung sich mit anderen Anlagen durchaus vergleichen lässt)

- eine Umgangsgenehmigung mit plutoniumhaltigem Müll in den Vorbereitungen zur Genehmigung der geplanten Betriebserweiterung erneut vom Gewerbeaufsichsamt bestätigt wurde? Plutonium kommt ausserhalb von abgebrannten Kernbrennelementen praktisch nirgends vor.
(Wenn Plutonium anders definiert ist, liegt das an einer entsprechenden Verdünnung)


Eben! Ganz genau! Das ist nämlich eigentlich das Üb(e)liche und oft auch einzige, Strahlung zu minimieren. Meist wird das Zeug deshalb in Ozeanen "entsorgt", wo es zwar viele Fische und Kleinstlebewesen verstrahlt, aber durch die Größe der Meere die Strahlung sozusagen "verdünnt" wird. Macht Japan übrigens gerade bei Fukushima!

- das Vorhandensein von Tritium in erheblichem Maße, insbesondere bei Bewuchsproben von 2003 (s.S.37) festgestellt wurde (als ein ziemlich eindeutiger Indikator für den Umgang mit Kernbrennmaterial)?
...
- letztlich auch eine hohe Intensität von Neutronenstrahlung auf das Vorhandensein von Kernbrennstoffen hinweist?


Unerträgliche Lügerei

Danke C.M. für diese aufschlussreichen Hinweise.
Das kann ruhig groß rauskommen!
Diese unerträgliche Lügerei, Verdrehen des Thema auf "harmlose Medizintechnik, die man ja seit Jahren dort betreibe" und Weglassen der längst den Aktionären angepriesenen schwunghaften Atommüll-Handel - Herr Eckert hat seine Ehrbarkeit verspielt.

... - Wenn bei den genannten Bewuchsproben für die
spezifische Aktivität (in Bq) von Tritium vom NLWKN merkwürdigerweise ein Grenzwert(3000Bq/kg) angegeben wurde, der dem Belastungswert entspricht, ab dem verstrahlter Boden saniert werden muss (siehe BZ zum ehemaligen Buchler-Gelände) wurde?


Haben wir etwa nichts gelernt?

An die Buchler-Verseuchung können sich einige gewiss noch gut erinnern und wie das damals lief. Und die Firma, mit der wir es jetzt zu tun haben, steht nicht nur auf dem (neuen) Buchler-Gelände, sondern man kennt sich gegenseitig und gewisse Arbeitsbereiche zwischen Health-Care und Medizintechnik dürften ebenfalls miteinander zu tun haben, was ja offen erkennbar ist.

Siehe auch:
> BUCHLER-CHRONIK

Immerhin funktioniert die Pressearbeit von BISS und BIBS hervorragend. Großes Lob meinerseits!

Gerade erhalten ziemlich viele Haushalte in Braunschweig flächendeckende Richtigstellung in der Sache Eckert & Ziegler "Umweltdienste" Geselllschaft mit beschränkter Haftung (!). Ob da Herrn Eckerts "Pressepeinlichkeiten" ähnlich viele erreichen werden, glaub' ich da eher nicht.

Umweltdienste GMBH!
Fällt da was auf? Ich meine, nicht nur das Eti-Nett "Umwelt" und "Dienst", sondern die Rechtsform des "neuen" Unternehmens?

Die neue Braunschweiger Zeitung vom 1. Februar 2012, (Online-Titel/ Prinversion S. 20) berichtet:
„Aufarbeitung von Atommüll“
Pläne der Firma Eckert & Ziegler machen Anwohner misstrauisch – Bibs verweist auf Bauantrag

Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Februar 2012
Von Marion Korth


Braunschweig. Die Befürchtungen der Anwohner bleiben, daran hat auch das große Expertenhearing aus Anlass der Baupläne des Unternehmens Eckert & Ziegler in Thune (die nB berichtete) nichts geändert.

Die Hallenerweiterung ist das eine, aber was geschieht danach?

„Wir glauben den Ausführungen von Herrn Dr. Eckert nicht, der immer nur davon spricht, der bestehende Geschäftsbetrieb soll modernisiert werden“, sagt Rolf Wernicke. Er wohnt seit 1948 in der benachbarten Siedlung.

Seine Befürchtung und auch die der anderen Kritiker: Dass es in Zukunft in Thune nicht mehr nur um medizinische Produkte gehen soll. Wernicke hält es nicht für Zufall, dass Dr. Eckert immer nur über die Eckert & Ziegler Nuclitec AG, nicht aber über die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH spricht. Letztere wird in dem Bauantrag für die neue Halle genannt.


Als Hinweis darauf, was eigentlich das Ziel des Unternehmens ist, verweist die Bibs auf eine Präsentation vor dem Eigenkapitalforum in Frankfurt. Aus dem gehe hervor, dass es sich bei den Plänen für den Neubau eindeutig um eine Erweiterung handelt, mit dem das „Marktvolumen von bis zu 50 000 Konradcontainern“ ausgeschöpft werden solle. [Hervorheb. red.] Die Bibs sieht diese Aussagen durch den Text des Bauantrags für die neue Halle bestätigt..."
www.neue-braunschweiger.de/Aufarbeitung_von_Atommuell/

Es braucht gar kein Rätseln mehr, was da vorgeht oder demnächst vorgehen soll. Dass Eckert hier die bisherige Medizintechnik in den Vordergrund rückt, sein eigenes Aktionärs-Kapital-Schaubild nebst ergänzenden Gewinnaussichten hinterm Berg hält ist sogar höchst verdächtig!

Abendgruß
Helmhut
#6943
Aw: Kernbrennstoffe auch für Thune bereits genehmigt
Feb 01 2012 17:41:28
Rosenbaum zitierte in Bezug auf E&Z
Das MU (Nds.Umweltministerium) hat weiterhin eine Genehmigung gemäß § 9 AtG zur Bearbeitung, Verarbeitung und sonstigen Verwendung von Kernbrennstoffen außerhalb genehmiungspflichtiger Anlagen erteilt (Hervorhebung von C.M.).


Kernbrennstoffe...!

Wundert das wirklich noch jemanden?


wo doch...


-seit längerem klar ist, dass die Ortsdosisleistung an der Betriebsgrenze des Thuner Geländes die von Gorleben um ein mehrfaches übersteigt?
(vor allem an dem Messpunkt am westlichen Grenzzaun, der sich nicht, wie von Eckert behauptet, in 3m Entfernung zur Halle, sondern im Abstand von ca.20m befindet, so dass diese Grössenordnung des Abstandes zum Messpunkt sich durchaus mit anderen Anlagen vergleichen lässt)

- eine Umgangsgenehmigung mit plutoniumhaltigem Müll in den Vorbereitungen zur Genehmigung der geplanten Betriebserweiterung erneut vom Gewerbeaufsichsamt bestätigt wurde?
Plutonium kommt ausserhalb von abgebrannten Kernbrennelementen praktisch nirgends vor.
(Wenn Plutonium anders als "Kernbrennstoff" definiert werden darf, liegt das i.d.R. lediglich an einer entsprechenden Verdünnung)

- das Vorhandensein von Tritium in erheblichem Maße, das insbesondere bei Bewuchsproben von 2003 (s.S.37) festgestellt wurde? (als ein ziemlich eindeutiger Indikator für den Umgang mit Kernbrennmaterial)

- Wenn bei den genannten Bewuchsproben für die
spezifische Aktivität (in Bq) von Tritium vom NLWKN merkwürdigerweise ein Grenzwert(3000Bq/kg) angegeben wurde, der dem Belastungswert entspricht, ab dem verstrahlter Boden saniert werden muss (siehe BZ zum ehemaligen Buchler-Gelände)?

- letztlich auch eine hohe Intensität von Neutronenstrahlung auf das Vorhandensein von Kernbrennstoffen hinweist?


C.M.
#6939
Kernbrennstoffe auch für Thune bereits genehmigt
Feb 01 2012 16:04:07
Und das ist längst nicht alles bzgl. Umgangsgenehmigung mit Kernbrennstoffen:

Das MU (Nds.Umweltministerium) hat weiterhin eine Genehmigung gemäß § 9 AtG zur Bearbeitung, Verarbeitung und sonstigen Verwendung von Kernbrennstoffen außerhalb genehmiungspflichtiger Anlagen erteilt.

www.perli.de/images/drucksachen/klanfraggenehmigungeckertuziegler.pdf
#6938
Aw: Stadt hat Bauantrag für Atommüllzentrum in Thune für ein Jahr ausgesetzt
Feb 01 2012 15:43:33
Das Wulffsche Gesetzt schein extrem um sich zugreifen, lügen was das Zeug hält!
#6937
Wie weiter mit Atommüllzentrum in Thune
Feb 01 2012 15:28:21
Zunächst sind die weggelassenen Infos hervorzuheben. So hatte der Stadtvertreter Hornung bei der Vorstellung des Bau-Antrages vergessen, was Eckert&Ziegler im Bauantrag reingeschrieben haben: "... zur Aufarbeitung schwachradioaktiver Abfälle zur späteren Einlagerung in Schacht Konrad, welcher als Endlager am 2014 zur Verfügung stehen wird".

Weiterhin sei der Verharmlosung durch die Firmenvertreter auf dem Hearing mit folgender Info aus der Nieders. Landesregierung entgegengetreten:

Die Fa. Eckert&Ziegler hat für den Produktionsstandort Thune eine Genehmigung gemäß § 7 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zum Umgang mit radioaktiven Stoffen. Diese Genehmigung beinhaltet auch den Umgang mit Kernbrennstoffen gemäß § 3, Abs.2 Atomgesetz (AtG).

(Quelle: www.perli.de/images/drucksachen/klanfraggenehmigungeckertuziegler.pdf


Von wegen, man habe schon von Gesetzes wegen nichts mit Kernbrennstoffen zu tun.
#6936
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