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Der Kampf um den Waldboden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Sonntag, den 09. Mai 2010 um 21:31 Uhr

Wald sind nicht nur die Bäume, sondern vor allem ist Wald auch und in erster Linie der Waldboden, der das Leben beinhaltet, aus dem neues Leben - hier sehr schön erkennbar - bereits üppig sprießt.


Begehung der offenen und ungesicherten

"Baustelle" am 9.5.2010

 

Entgegen den rechtlich bindenden Auflagen zum Schutz dieses Waldbodens und der Tierwelt agieren nun Rechtsbrecher auf dieser Fläche, die im Interessengeflecht von VW sowie der Helfershelfer in den Rathäusern Wolfsburgs und vor allem Braunschweigs anzusiedeln sind.


Das Armselige bei der Geschichte: kein Verantwortlicher gibt sich offen zu erkennen.


Da wird die Braunschweiger Zeitung (Ralf-Herbert Meyer) vorgeschickt, um am letzten Donnerstag, dem 6.Mai 2010, die "Baustelle" zu küren und ein simples, unauthorisiertes Schildchen zum Bauschild zu betiteln. Die Verantwortlichen für die Gesetzesverstöße sowohl gegen simpelstes Baurecht, vor allem aber gegen Naturschutzrecht werden aber nicht genannt.

Die Öffentlichkeit soll an despotisches Vergehen der OB´rigkeit gewöhnt werden  -  so die subtile Botschaft.

 

Bloß, die Öffentlichkeit spielt längst nicht mehr mit: dafür sorgen die Aktiven und Engagierten, die heute zum 123. Mal die "Baustelle" in Augenschein nahmen und Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen auf den Weg brachten.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. Mai 2010 um 21:55 Uhr
 
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Diskutieren (5 Posts)
Aw: Der Kampf um den Waldboden
May 11 2010 17:30:57
In der Tat tischt uns hier der Vasall der Flughafengesellschaft bei der Braunschweiger Zeitung eine neue Lehre auf.

Einerseits irrt sich der Duden, Wikipedia, das OVG Lüneburg, das BVG Leipzig und jeder normaldenkende Mensch denn seit Jahrhunderten grassiert in Europa die irrige Auffassung beim Fällen fällt der Baum um, beim Roden reißt man die Wurzel raus.

Jeder Praktikant eines Praktikanten eines Waldarbeiters wußte das... bisher!!!

Doch nun dank der Niedersächsischen Landesbehörde für Strassenbau und Verkehr, die der Flughafengesellschaft einen Freifällschein ausstellt, welche ihr Leibeigener sofort zu Papier bringt wissen wir... wir alle lagen falsch.

Schon bald wird der neue Warnruf der Holzfäller durch den Wald erschallen : "Wurzel fällt....!!!"
#1995
Aw: Der Kampf um den Waldboden
May 11 2010 13:43:51
Die Dehnung der Begriffe ist einfach unfassbar, wie die Vorgänge selbst:

    Als im Januar die Abholzung begann und das fehlen eines Bauzaunes bemängelt wurde, machte man nur Waldarbeiten und Fällungen. Da ja nicht gerodet wurde, musste auch keine Baustelle ausgewiesen werden.


    Als die noch ausstehenden weiteren Abholzungen im kommenden Herbst seitens der Bi angesprochen wurden, sollten das seitens der Flughafengesellschaft nur Kappungen sein. Gegendastellungen wurden angemahnt! Die Braunschweiger Zeitung kam dann selbst mit den Begriffen ins schleudern, als sie beim Niedermachen des Kompromissvorschlages (2100m) auch von weiteren Fällungen berichtete.


    Nun lernen wir, dass aktuell nicht gerodet wird, sondern nur gefällt. So steht es ja auch am provisorischen Wildzaun.


Am Ende sind jedoch 30ha Wald vernichtet und es ist niemals gerodet worden.

Weitere 25ha werden im Herbst gekappt , gefällt oder was auch immer.


Man kann ja über die Sache am sich verschiedene Meinungen haben, die Beugung der Begriffe wie es gerade passt lässt einen den Glauben an unserer rechtsstaatliches System komplett verlieren.
#1990
Aw: Kampf um den Waldboden: Fällen oder Roden
May 11 2010 12:34:19
Der Begriff "Rodung" ist eindeutig definiert wie verschiedene Begriffsdefinitionen belegen wie z.B.

Bei der Rodung (von „roden, „reuten“) werden Gehölze, also Bäume und Sträucher, mitsamt ihrer Wurzeln dauerhaft entfernt. ...
de.wikipedia.org/wiki/Rodung

ro•den; rodete, hat gerodet; [Vt/i] (etwas) roden Bäume mit den Wurzeln entfernen, damit man etwas anderes pflanzen od. Häuser bauen kann <Bäume, ein Gelände, einen Wald roden>
|| hierzu Ro•dung die
TheFreeDictionary.com Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache. © 2009 Farlex, Inc. and partners.

Hier gibt es keinen Interpretationsspielraum, auch wenn die Planfeststellungsbehörde sich offensichtlich nicht zu schade ist, sich vor den Karren der Flughafengesellschaft spannen zu lassen.

Darüber hinaus dürfte jedem, der nur ein mg Hirn im Kopf hat klar sein, dass eine Rodung in der Brut- und Setzzeit zu erheblichen Verlusten bei Vögeln, Kleinsäugern, Amphibien und anderen Kleintieren führt, so dass es sich von selbst verbietet.

Ich bin gespannt, welche beschämenden Blößen sich die Betreiber der Startbahnverlängerung und die (auch) für den Schutz der Natur und Umwelt zuständigen Behörden als "Hilfstruppen" noch geben werden.
#1989
Kampf um den Waldboden: Fällen oder Roden
May 11 2010 11:08:45
Ob das nun eine übergeordnete Dienststelle ist, weiß ich nicht, aber heute wird das Thema in der Braunschweiger Zeitung kurz beleuchtet:

Formulierungsfehler sorgt am Flughafen für Ärger
...

Die Flughafengesellschaft wehrt sich gegen den Vorwurf, die gegenwärtig laufenden Wurzelrodung östlich der Grasseler Straße im Zuge der Startbahnverlängerung sei rechtswidrig.
In der Stellungnahme der Gesellschaft heißt es auf ...
"Mit den im Planfeststellungsbeschluss erwähnten Rodungen von Gehölzen ist das Fällen der Bäume gemeint, nicht die Stukenrodung, die jetzt begonnen hat.
Das hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in einem Schreiben auf Anfrage der Flughafengesellschaft bestätigt..."

(leider nicht auf newsclick, aber in der BZ vom 11.5.2010 Seite 22)
#1988
Aw: Der Kampf um den Waldboden
May 10 2010 17:32:05
Hallo!

Wäre es denn nicht möglich, über das Umweltministerium in Hannover "Hilfe" zu erlangen?

Wenn es hier in Braunschweig schon keine ZUSTÄNDIGE Stelle gibt, die die rechtswidrigen Machenschaften -wie Rodung in der Brut- und Setzzeit etc.- im Querumer Forst unterbindet, muss eben eine übergeordnete Dienststelle informiert werden.

Grüße
Sonnenputz
#1986