Heute ziehen Rathaus und hiesige Zeitung nach.
Sie waren offensichtlich auch erst durch Bericht in der Immobilienzeitung auf den schon im letzten Jahr abgewickelten Verkauf der Schloss-Arkaden aufmerksam geworden.
Nun wird das ganze schön geredet - wie bei diesem wichtigsten Projekt der Hoffmannschen Zehn-Jahres Bilanz so üblich:
Credit Suisse, so die Stadt, habe sie vom Verkauf der Schloss-Arkaden ... unterrichtet. "Grundsätzlich begrüßt die Verwaltung den Wechsel, weil der neue Eigentümer wie die Braunschweigische Landessparkasse zur S-Finanzgruppe und damit gewissermaßen zur kommunalen Familie gehört."
(BZ vom 26.1.2011 Seite 15)
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/13600232
In Wirklichkeit hatte man im Rathaus schnell noch gestern nachmittag - als die Veröffentlichung in der Immobilienzeitung längst in alle Welt bekannt war und sogar schon Okerwelle berichtete - den Verwaltungsausschuss per mail mit drei Sätzen "informiert".
Kein Wort nun auch über die grundsätzliche Aufstellung der Credit Suisse in Braunschweig, über die Geschäftsniederlassung im ehemals kommunalen Gebäude am Steintorwall (ehem. "Die Brücke") und die vielfältigen Förderungen für die Credit Suisse durch die Stadt Braunschweig.
Dafür nur schnell hingeworfen:
"Der Verwaltungsausschuss wird sich mit dem Verkauf beschäftigen."
Deutlicher konnte der arrogante Umgang des Bankhauses mit seinem Braunschweiger Geschäftspartner wohl nicht dokumentiert werden.
Bereits im letzten Sommer war die Stadt auch erst nachträglich von der Razzia gegen CS informiert worden, selbst die Staatsanwaltschaft Braunschweig war von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nicht eingeweiht worden. Offensichtlich traute man dem Braunschweiger Klüngel nicht.