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Das Geheimnis der seltenen Larve am Flughafen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf Beyer   
Montag, den 31. Mai 2010 um 17:35 Uhr

Sherlock

Quelle: http://cologneweb.de/Holmes/holmes.gif

 

Die Braunschweiger Zeitung titelte am 29.5.2010: "Stadt überprüft Herkunft der seltenen Larve am Flughafen". Was dann folgte, war wieder einmal ein Meisterwerk journalistischer Sorgfalt. Kenner der Situation wissen, dass mehr als eine Larve gefunden wurde. Sie vermuten daher die Absicht, bereits im Titel des Artikels die Angelegenheit verharmlosend herabzustufen.


Die Tatsache des Larvenfunds am 17.5.2010 ist seit dem 20.5.2010 im Internet öffentlich bekannt. Immerhin brauchte die Zeitung dann volle 9 Tage, um über den Vorgang zu berichten.

Andererseits habe die Stadt Braunschweig eine Anfrage erst nach mehreren Stunden Wartezeit beantwortet - unerhört bei einem doch so ergebenen und von der Stadt bevorzugten Presseorgan! Fraktionen im Rat der Stadt Braunschweig würden allerdings eine Wartezeit von einigen Stunden liebend gern in Kauf nehmen. Statt dessen müssen sie zum Teil mehrere Wochen auf eine Antwort der Verwaltung warten, obwohl sie Auftraggeber der Verwaltung sind und diese von den Bürgerinnen und Bürgern teuer bezahlt werden muss.

"Erste Anzeigen gegen Unbefugte auf der Rodungsfläche im Querumer Forst" lautet dann der Untertitel des betreffenden Artikels, vermutlich, um der eher nüchtern wirkenden Sache doch ein wenig Würze zu verleihen. Dabei hatte die Flughafengesellschaft lediglich von der Absicht gesprochen "Angesichts der fortwährenden Zerstörungen des Bauzauns und von Schlössern im Bereich der Rodungsfläche erstattet die Flughafengesellschaft Braunschweig/Wolfsburg gegen jede auf dem Gelände angetroffene Person Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung."

Und dann wird es hinsichtlich der Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung so richtig spannend: "So auch in einem Fall, bei dem der Polizei ein USB-Stick, der auf dem Gelände gefunden wurde, zur Identifizierung der eingedrungenen Person übergeben wurde." In der Tat waren ab 18.5.2010 Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde und deren Beauftragte zur Begutachtung der Situation einfach durch das offene Rolltor auf das Gelände gegangen. Der angekündigte Schuss mit dem USB-Stick könnte danach durchaus als sensationell aufgebauschte Luftnummer nach hinten losgehen.


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Mai 2010 um 17:58 Uhr
 
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Aw: Das Geheimnis der seltenen Larve am Flughafen
Aug 02 2010 14:26:20
Vielleicht mal ein Auszug dazu aus der NDS Verfassung,der lautet:

Durch Gesetz vom 21. November 1997 wurden an dieser Stelle mit Wirkung vom 6. Dezember 1997 folgender Artikel eingefügt:
"Artikel 6b. Tierschutz. Tiere werden als Lebewesen geachtet und geschützt."

Ob das in Braunschweig noch zutrifft?

#2694
Aw: Das Geheimnis der seltenen Larve gelüftet
Jul 27 2010 14:09:48
Rosenbaum schrieb:




Dazu muss nach Auffassung der anwesenden Fachgutachter auch das Umfeld in die Betrachtung einbezogen werden. Der optimale Zeitraum für die Untersuchung auf Kotpillen ist November bis März.
Gemäß § 17 BNatSChG ist für die Erteilung derartiger Ausnahmen bzw. Auflagen die Planfeststellungsbehörde zuständig."
(Quelle: Eremitenakte der Unteren Naturschutzbehörde)


...wie goil is das denn, jetzt kackt der Eremit nur von November bis März?

Na dann kann man ja im Oktober wieder fällen damit da im November nicht gesucht werden kann......
#2657
Das Geheimnis der seltenen Larve gelüftet
Jul 27 2010 13:38:25
Das Geheimnis konnte infolge Akteneinsicht gelüftet werden.

Aufgrund einer Akteneinsicht gemäß Europarecht am Montag sind nun die Behördenvorgänge mitsamt Gutachten zum Eremitenfund öffentlich.

Wer das braucht, bitte melden.

Neben der gutachterlichen Stellungnahme und Beschreibung zum Eremitenfund selbst ist dort die wesentliche Botschaft in einer aktuellen Protokoll-Notiz des Planungs- u. Umweltamtes vom 13.Juli 2010 folgende Aussage:


"Eine Beeinträchtigung des Vorkommens des Eremiten durch den Ausbau des Flughafens auch durch die noch anstehenden Fällungen und Rückschnitte für die Hindernisfreiheit ist gemäß § 34 BNatSchG auszuschließen bzw. bei Zulässigkeit einer Ausnahme davon angemessen zu kompensieren.

Dazu muss nach Auffassung der anwesenden Fachgutachter auch das Umfeld in die Betrachtung einbezogen werden. Der optimale Zeitraum für die Untersuchung auf Kotpillen ist November bis März.
Gemäß § 17 BNatSChG ist für die Erteilung derartiger Ausnahmen bzw. Auflagen die Planfeststellungsbehörde zuständig."
(Quelle: Eremitenakte der Unteren Naturschutzbehörde)


Man verfolgt also mit Absegung vom Umweltamt und unter ausdrücklicher Bestätigung von LaReg, sowie beider Gutachter Dr. Theunert und Schmidt die weitere Abholzung der nach Hondelage gelegenen Waldgebiete trotz der Eremitenfunde weiter.

Die Öffentlichkeit muß also weiter wachsam bleiben, wenn die nächste Abholz-Runde ab Oktober verhindert werden soll. Es geht dann bei den oben im Zitat angesprochenen "Hindernisfreiheit" um die Abholzung des Waldgebietes bis Hondelage und bei den genannten "Rückschnitten" um Holzungen nördlich und südlich der bereits bestehenden Rodungsfläche, im ganzen wären das nochmals rund 50-60.000 Bäume.
#2656
Aw: Das Geheimnis der seltenen Larve am Flughafen
Jul 05 2010 11:37:47
klaus_marwede schrieb:
Hallo,

ich interpretiere das noch ganz anders: Der CDU-Mann weiß also dass es dort einen Eremiten gibt!! Und schreibt das auch auf seiner Webseite.

MEHR braucht er doch gar nicht um gegen den weiteren Ausbau Amok zu laufen ... Wald oder Baum ist dem Artenschutzrecht nämlich nach meiner Kenntnis völlig egal ...

VG Klaus M.


Das ist genau richtig. Der CDU-Mann Hinrichts bestätigt auf seiner Homepage das Eremitenvorkommen an der Stelle, möchte aber den Lebensraum nun möglichst auf einen einzigen Baum beschränkt sehen.

Halten wir ihm zugute, daß er nur irgendwie das Ausbauprojekt retten will, Naturschutz, Artenschutz und alles andere ist ihm offensichtlich egal.
Und der Mann ist in der CDU-Fraktion für die Umwelt zuständig
#2552
Aw: Das Geheimnis der seltenen Larve am Flughafen
Jul 05 2010 11:22:36
Hallo,

ich interpretiere das noch ganz anders: Der CDU-Mann weiß also dass es dort einen Eremiten gibt!! Und schreibt das auch auf seiner Webseite.

MEHR braucht er doch gar nicht um gegen den weiteren Ausbau Amok zu laufen ... Wald oder Baum ist dem Artenschutzrecht nämlich nach meiner Kenntnis völlig egal ...

VG Klaus M.
#2551
Aw: seltene Larve..: Antwort an Klaus Knodt
Jul 02 2010 13:00:12
Da kann man in der Tat mal drüber Nachdenken...
bisweilen sollte man die Möglichkeit nutzen einen Kommentar zu dem Schreiben zu verfassen...
#2537
Aw: seltene Larve..: Antwort an Klaus Knodt
Jul 02 2010 09:38:22
Rosenbaum schrieb:

Wieso wissen dann die gewählten Rats- und Bezirksratsmitglieder sehr wenig, um nicht zu sagen fast nichts von dem, was den Gesamtplan der beabsichtigten Flughafenerweiterung ausmacht, nichts von der dann zu erwartenden "Hinterhoflage" Waggums, nichts von den Frachtflugplänen der mächtigen Wolfsburger Gesellschafter der Flughafengesellschaft - von den Naturschutzfragen mal ganz abgesehen?

Setzt Demokratie nicht auch ein gewisses Maß an Informiertheit der Volksvertreter voraus?

Ein Beispiel, wie ahnungslos die Ratspolitiker sind, liefert aktuell der CDU-Mann Björn Hinrichts.
Er bemängelt auf seiner Homepage den Begriff "Eremitenwald", man könne höchstens von einem Eremitenbaum sprechen.
www.bjoernhinrichs.de/2010/06/es-gibt-keinen-eremiten-wald.html

Dagegen wurde doch bereits darauf hingewiesen, dass der Gutachter Theunert in seinem Gutachten über das Waldgebiet Sickbruch im Jahre 2004 ausgeführt hat:

„Für das Untersuchungsgebiet kann ein Vorkommen des Eremiten keinesfalls ausgeschlossen werden!“ (S.82)
www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1557:150610-die-suche-nach-dem-eremiten&catid=1:news&Itemid=47


Schlimm wird es für die ahnungslosen Regierten, wenn die zur Abstimmung berechtigten Volksvertreter selbst auch ahnungslos und zusätzlich auch noch ignorant sind.
#2534
Wohnen in Waggum und Demokratie
Jul 01 2010 20:20:01
Wohnen mitten in der Natur

Umgeben von Wäldern, Wiesen und Feldern

Waggum liegt in landschaftlich reizvoller Lage im Nordosten Braunschweigs. Am nördlichen Ortsrand der Gemeinde Waggum wurde ein neues Baugebiet erschlossen.
Das attraktive Gelände liegt nördlich der Rabenrodestraße. Zwei ringförmige Erschließungsstraßen teilen das Wohgebiet in zwei annähernd gleich große Bauabschnitte, die durch Geh- und Radwege verbunden sind. So wird Durchgangsverkehr vermieden. Das sorgt für Ruhe und kommt der Sicherheit der Kinder zugute.
Mit dem Bebauungsplan wird der Bau von etwa 60 Wohneinheiten in Form von freistehenden Einfamilien- und Doppelhäusern ermöglicht, die harmonisch in die umgebende malerische Landschaft eingebettet werden. Die Grundstücke sind zwischen 500 und 800 Quadratmeter groß.

Außerhalb der dicht besiedelten Stadtgebiete zeichnet sich dieses idyllische, an der Beberbachaue liegende Baugebiet durch den hohen Freizeit- und Erholungswert aus. Umgeben von Wäldern, Wiesen und Feldern laden die zahlreichen Rad- und Wanderwege zu ausgedehnten Spaziergängen, Wanderungen und Radtouren oder zum Joggen ein.

gefunden auf:

www.braunschweig.de/leben/stadtplanung_bauen/wohnbaugebiete/bauland/rabenrodestrasse_nord.html

Mit diesem Artikel hat seinerzeit die Stadt das Neubaugebiet umworben.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
#2532
Aw: seltene Larve..: Antwort an Klaus Knodt
Jul 01 2010 15:53:12
Nach RTL-Fernsehen nähert sich nun auch der braunschweig-report vom 30.06.2010 der Dynamik des Eremiten-Fundes im Querumer Wald und Redakteur Klaus Knodt fragt am Ende seines Kommentars in Richtung der Bürgerinitiativen:

Wäre es nicht ehrlicher, zu sagen: Wir sind gegen den Flughafen, wurden aber leider demokratisch überstimmt?

Herr Knodt, die demokratische Abstimmung basiert in einer offenen Bürgergesellschaft doch auf dem demokratischen Diskurs, oder ?

Wieso wissen dann die gewählten Rats- und Bezirksratsmitglieder sehr wenig, um nicht zu sagen fast nichts von dem, was den Gesamtplan der beabsichtigten Flughafenerweiterung ausmacht, nichts von der dann zu erwartenden "Hinterhoflage" Waggums, nichts von den Frachtflugplänen der mächtigen Wolfsburger Gesellschafter der Flughafengesellschaft - von den Naturschutzfragen mal ganz abgesehen?

Warum konnte denn ein Redakteur der Braunschweiger Zeitung noch 2003 von einer kleinen Handvoll Eingeweihter schreiben, die allein wüßten, was da im Enstehen ist?

Selbst in der sonst eher als Rathauspostille bekannten Braunschweiger Zeitung schreibt Ihr Redakteurskollege Fiene inzwischen (sieben Jahre später) von "verhasstem Flughafenausbau" und bemängelt: "Vertrauensbildung geht anders".

Wenn Sie also von "demokratisch abgestimmt" oder sogar "demokratisch überstimmt" schreiben, dann können Sie ja wohl kaum die Öffentlichkeit damit meinen, die Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt, die nicht nur völlig übergangen, sondern vor allem bis vor kurzem recht ahnungslos gehalten worden sind - demokratischer Diskurs geht anders!

Dieser Umstand hat sich in den letzten Wochen und Monaten geändert.
Deswegen demonstrieren seit inzwischen 180 Tagen Leute nicht nur vor VW, vor Parteihäusern, vor dem Umweltamt, sondern vor allem im Wald; und von diesem Wald steht bekanntlich(?) noch rd. 80%, genügend Lebensraum für die vielen Tierarten, die übrigens seinerzeit auch eine Ratsmehrheit einfach "demokratisch weggestimmt" sehen wollte.
#2531
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 26 2010 09:58:10
Die Auflage zu steigern ist sicherlich im Sinne der Redakteure... aber mal ehrlich... wieviele Braunschweiger werden sich wohl morgens die Wolfsburger Ausgabe besorgen ???
Wie soll das den Umsatz steigern ?
Ich bin mir fast sicher die meisten Abo-Inhaber wissen gar nicht das es eine Wolfsburger Ausgabe gibt... Eremit VW Nachhaltigkeit Flughafen gelbe Westen
Eremit, Osmoderma eremita, gelb, Weste, Nachhaltigkeit, Biodiversität, VW, DLR, Aerodata, Atra, Ausbau, Flughafen, Natur, zerstör, ausbau, gegner
#2496
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 26 2010 06:35:28
Olly schrieb:
Da scheint es tatsächlich im selben Haus riesige Unterschiede in der Art der Berichterstattung zu geben... merkwürdig das der Leitung des Hauses diese Inkonsistenz nicht auffällt.
Wahrscheinlich gab es bisher noch nicht soviele gebietsübergreifende Themen wie z.B. den Flughafen mit mit den beiden Städten und VW als Anteilseignern, die Problematik um den Querumer Forst mit den Eremiten, die weltweiten Umweltschutzbemühungen und die Nachhaltigkeits Projekte.


Ist ja wirklich allerliebst naiv, zu denken, diese Art Berichterstattung entginge der Chefredaktion, weil die Themen so vielfältig wären.

Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer und die BZ erwartet mehr Leser, so das Rezept!

Bei einem so wirtschaftlich orientierten Unternehmen wie diesem Verlag geht es doch nicht um Konsistenz und Wahrheitstreue, wie man schon lange hat feststellen können.

Da geht es um breitere Leserschichten, um breitere Werbezielgruppen. Je mehr Leser, desto besser fürs Geschäft und den Absatz. Die Zeitungen krebsen derzeit ohnehin am Rande der Existenz, weil ihnen Online-Attraktionen und Internet-News das Wasser abgraben.

Da geht's drum, sich irgendwie über Wasser zu halten. Aber da man gerade in konservativen Pressekreisen versäumt hat, mit den modernen Medien Schritt zu halten, versucht man es nun erneut mit bewährten alten Methoden. Man schreibt eben über alles in jeder beliebigen Meinungscouleur, dann findet jeder Leser eben im Blatt einen passenden Artikel für sich.

So einfach ist das.
Mit Blödheit oder Unaufmerksamkeit, dass das die Chefredaktion nicht bemerkt, hat das wenig zu tun. Vielmehr die Frage erlaubt, weshalb man solche unterschiedlichen Aussagen in einem Blatt versammelt findet? Antwort dazu; Es bindet und findet mehr Leser.

So wie jetzt geschehen, Artikel wird verbreitet, bestaunt und von allen gelesen, die bisher die BZ nicht mehr gelesen haben wegen einseitiger Berichterstattung.

Frau Mundvoll
#2492
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 25 2010 23:08:50
Da scheint es tatsächlich im selben Haus riesige Unterschiede in der Art der Berichterstattung zu geben... merkwürdig das der Leitung des Hauses diese Inkonsistenz nicht auffällt.
Wahrscheinlich gab es bisher noch nicht soviele gebietsübergreifende Themen wie z.B. den Flughafen mit mit den beiden Städten und VW als Anteilseignern, die Problematik um den Querumer Forst mit den Eremiten, die weltweiten Umweltschutzbemühungen und die Nachhaltigkeits Projekte.
Eremit, Osmoderma eremita, gelb, Weste, Nachhaltigkeit, Biodiversität, VW, DLR, Aerodata, Atra, Ausbau, Flughafen, Natur, zerstör, ausbau, gegner
#2489
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 25 2010 20:37:50
So schön kann eine ausgewogene Berichterstattung sein
#2488
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 25 2010 10:31:42
... das ist ja mal was ganz anderes aus dem Braunschweiger Zeitungs-Verlag...

Na, dann lasst uns mal VW und die Wolfsburger Öffentlichkeit nicht enttäuschen.

Bis dann um 14 Uhr vor der Wache Ost in Wolfsburg, Berliner Ring.



Wolfsburg erwartet die BI aus BS
> www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12489086
#2485
Aw: Das Geheimnis der seltenen Larve am Flughafen
Jun 24 2010 22:56:35
Ich schließe mich "Holzbock" an ... jede Weiterverbreitung (auch scherzhaft) des Verdachts der Manipulation des Larvenfundes ist kontraproduktiv... das betrifft auch die Verlinkung der Artikel die auf eine solche Manipulation ausgerichtet sind.

Im übrigen habe ich das Gefühl, daß sich gerade der Wind etwas dreht..... und einige Leute bereits jetzt schon blinzeln.

Warten wir noch ein paar Tage ab... vielleicht braut sich ja da am Presse- und am EU- Himmel noch ein etwas stärkeres Lüftchen zusammen.
Andererseits "Augen zu und durch" ist der Braunschweiger OBrigkeit ja nicht fremd....
Eremit, Osmoderma eremita, gelb, Weste, Nachhaltigkeit, Biodiversität, VW, DLR, Aerodata, Atra, Ausbau, Flughafen, Natur, zerstör, ausbau, gegner
#2482
Aw: Wolfsburg erwartet BS-Umweltschützer
Jun 24 2010 21:33:30
Was für ein Artikel, und das in den Wolfsburger Nachrichten, also der Wolfsburger Regionalausgabe der Braunschweiger Zeitung

VW soll den Eremiten schützenUmweltschützer aus Braunschweig nehmen Konzern in die Pflicht – Heute Aktion am Tor Ost...


Jetzt ist es an den Aktiven und Umweltschützern, Freitag um 14 Uhr VW öffentlich in die Pflicht zu nehmen.
Vielleicht kommen ja auch einige Wolfsburger noch dazu
#2481
Umweltschützer nehmen Konzern in in die Pflicht
Jun 24 2010 20:14:17
Wenn mehr Presse so ausgewogen berichten würde wie die Wolfsburger Nachrichten. Die Aktivisten aus Braunschweig werden für Freitag schon erwartet, dass ist doch schön!

Daniel
#2480
Aw: Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 16:21:49
Hallo Klaus,
habe die durchaus scherzhaft gemeinte Mitteilung von Dir genau verstanden.
Und genau da haben wir wieder ein Problem. Die Kürzel der sonstigen Internetcommunity haben Braunschweigs User noch nicht überall erreicht, sonst hätte Holzbock gewiss nicht so geantwortet. *ggg*

Smile nutzen, wäre unverfänglicher.

Unbestritten aber dennoch, dass viele infolge der medialen Verarbeitung jetzt trotzdem "glauben", die Larven wären dorthin verbracht worden. Bewiesen ist bisher gar nichts, solange das nicht erwiesen, gilt immer noch die Unschuldsvermutung und dieser folge ich als Demokrat.

Grüße Helmhut
#2479
Aw: Ein Schreiben genügte! ?
Jun 24 2010 16:16:15
Zur Frage von Helmhut, ob das Schreiben denn nun schon zum Stillstand auf der Rodungsfläche geführt hat, nur soviel:

Gestern wurde beobachtet, daß entgegen der behördlichen Selbstbeauflagung die Wurzelstrünke doch herausgerissen und gerüttelt worden sind, anstatt erst die umlliegende Erde vorsichtig abzugraben und zu festgelegten Sammelplätzen zu bringen.

Dafür zeichnet nun nicht mehr die untere Naturschutzbehörde verantwortlich, sondern der Stadtbaurat Zwafelink höchstpersönlich.
Ob sich die Leiterin der hiesigen Umweltbehörde verweigert hat, weiß ich nicht und könnte nur spekulieren.

Jedenfalls wurde dieses Vergehen gegen die Festlegungen im festgelegten Sperrgebiet von mir angezeigt. Heute war nun merkwürdige Ruhe auf der Fläche.

Was die Ursache dafür ist, ob die alte Sperrgebieteverordnung zum schutz des "wertvollen" Eremitenwaldbodens doch noch gilt, die Staatsanwaltschaft eingeschritten ist oder gar schon die Europäische Kommission (was ich eher noch nicht annehme)... kann ich nicht sagen.

Was ich weiß ist, daß nur die tägliche Präsenz von "Waggeren" oder meinethalben politisch Klardenkenden aus anderen Stadtteilen zu der jetzt interessanten Gemengelage geführt haben.

Viele sehr gute und kluge Schreiben füllen derweil auch bereits aus der Vergangenheit viele Aktenschränke und Keller in hiesigen Amtsstuben, bei den Behörden und den Gerichten; Papier ist eben nur Papier, wenn nicht Menschen mit diesem Wissen umgehen und es verbreiten.
#2478
Aw: Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 15:58:22
Hallo,

bevor ich hier falsch verstanden werde:

*ggg* = *gelesen-gelacht-gelöscht*

LG Klaus
#2475
Aw: Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 15:40:58
Holzbock schrieb:
klaus_marwede schrieb:

PS: Ich fände viel interessanter wer den Eremiten da hin getragen hat ... derjenige hat doch mal wirklich etwas sinnvolles beigetragen *ggg*


Siehst Du Klaus, genau durch solche Sätze festigt man die Meinung der gemeinden Leserschaft, hier sei nachgeholfen worden.
Natürich wissen Du und wir, das dem nicht so ist.
Hilfreich sind solche Bemerkungen in meinen Augen daher nicht. Auch dies ist wie in der Werbung, wenn man es lange genug liest oder hört, prägt sich dieser Unsinn doch ein.


Seht ihr, das kommt beim Bürger draußen oftmals an.
Vor allem, wenn man selbst noch Spiegel-Artikel, die das Thema auch noch mal wiederholen, hier im Forum wiederholt einstellt.

Und solche anderen Ansichten immer weg zu diskutieren, als gebe es sie nicht, sich gegeneinander selbst loben über das "waggere" Engagement hilft da mitunter recht wenig, auch wenn es löblich ist, wenn der Bürger draußen von anderen Dingen überzeugt wird und am Ende vielleicht auch ist.

Dagegen ist ein klärender Brief an die EU doch effektiv und öffentlich gut gelaufen. Sind denn jetzt deswegen die Arbeiten dort im Wald eingestellt oder noch nicht?

Grüße
Helmhut
#2473
Aw: Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 12:24:15
klaus_marwede schrieb:

PS: Ich fände viel interessanter wer den Eremiten da hin getragen hat ... derjenige hat doch mal wirklich etwas sinnvolles beigetragen *ggg*


Siehst Du Klaus, genau durch solche Sätze festigt man die Meinung der gemeinden Leserschaft, hier sei nachgeholfen worden.
Natürich wissen Du und wir, das dem nicht so ist.
Hilfreich sind solche Bemerkungen in meinen Augen daher nicht. Auch dies ist wie in der Werbung, wenn man es lange genug liest oder hört, prägt sich dieser Unsinn doch ein.

Lass uns mal noch ein paar Tage warten, dann werden wir aus dem TV die tatsächlichen Vorgänge seinerzeit im Querumer Forst erfahren.

Was mich mehr umtreibt, ob nun endlich einmal etwas mit Druck der EU passiert, oder wieder alles irgendwie weggedrückt wird.
So langsam habe ich leider den Glauben an Demokratie und Gerechtigkeit in diesem Land verloren.
#2472
Aw: Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 12:13:09
Hallo

ich finde insgesamt schon super, dass Europa von mehreren Seiten angegangen wurde. Ich bin ja den Fragen der EU-Förderung auch sowohl in Hannover als auch in Brüssel als auch bei KfW in Bonn und Berlin nachgegangen - und mein Eindruck ist, dass es dort genauso ist wie bei Staatsanwaltschaft, Polizei und anderen, - und dass ich dort Leute vorgefunden habe, die z.B. schon vor mir die Beschwerdestelle der Ratskommission angetriggert hatten, hat ja auch zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt.

Die Aufmerksamkeit entsteht durch die Masse und deren Kontinuität - ähnlich wie in der Werbung.

Ich glaube es spielt keine Geige ob der Einzelne etwas mehr oder etwas weniger beigetragen hat.

Viele Grüße
Klaus

PS: Ich fände viel interessanter wer den Eremiten da hin getragen hat ... derjenige hat doch mal wirklich etwas sinnvolles beigetragen *ggg*
#2471
Aw: Ein Schreiben genügte! ?
Jun 24 2010 12:06:27
"Ein Schreiben allein genügte!"
...könnte natürlich mißverstanden werden.

Dieses Schreiben mit Einschaltung der EU konnte natürlich erst nach dem Eremitenfund also nach rd. 150 Waldspaziergängen und vielen Gesprächen und gegenseitiger Aufklärungsarbeit und Schärfung des Umweltbewußtseins geschrieben werden.

Dieses Verdienst gebührt den -zig Aktiven und Engagierten aus der Waggumer Initiative und den Naturschützern.

Deswegen meine kleine Korrektur, wenn...
Frau Mundvoll schrieb:
Wir sind doch hoffentlich keine Mädchen und Masochisten hier in Braunschweig, die lieber viele Worte machen und die effektivsten Mittel vernachlässigen sollten, oder?

Grüße und Dank an den unbekannten, gescheiten Bürger oder die kluge Bürgerin, die der EU diese Sache steckte.

Frau Mundvoll


...Grüße und Dank an dieser Stelle an die vielen Engagierten,
die täglich an den Waldspaziergängen teilnehmen,

sich gegenseitig über so lange Zeit immer wieder Mut gemacht haben,

sich zusammen über die unsäglichen Zeitungsberichte geärgert haben,

gemeinsam die Feste vorbereitet haben mit Eiswagen, Kaffekochen und Kuchenbacken,

die die unzähligen Flugzettel, transparente gemalt, geschrieben, gedruckt haben, Geld gespendet
und auch noch das Material verteilt haben,
die Leserbriefe geschrieben haben (auch wenn sie nicht abgedruckt wurden),
die auf wöchentlichen Versammlungen gemeinsam beraten haben,
die sich nicht auf den Waggumer Wald beschränkt haben, sondern maßgeblich die Querinformationen zum Ostermarsch und zu 1. Mai beigesteuert haben,

die mit eigenem Wagen und TeilnehmerInnen am Faschingsumzug in der Innenstadt und beim Waggum Volksfest teilgenommen haben,
die die Proteste:
vor Ämtern und Parteizentralen,
vor dem DLR,
und diverse Male vor VW organisiert haben,

die mit immer wacheren Augen die geschundenen Waldflächen nach Leben abgesucht haben ...
... und schließlich am 17 Mai 2010 die Eremitenlarven gefunden haben,
und schließlich - und da gebe ich Frau Mundvoll recht - die die Anzeigen und Briefe an die verschiedenen Behörden verfasst haben.

#2470
Ein Schreiben genügte!
Jun 24 2010 09:32:08
Aus dem Artikel der BZ:
"... Die Ausdehnung möglicher Konsequenzen übersteigt die Spannweite der besonders geschützten Käferart um ein Vielfaches: Sollte die EU-Kommission zum Schluss gelangen, der Flughafenausbau berühre tatsächlich europäisches Umweltrecht, könnte Brüssel die Suche eines geschützten Lebensraums für die Käfer anordnen, ebenso aber auch ein Bußgeld oder gar einen Baustopp. Tätig geworden ist Brüssel aufgrund einer schriftlichen Beschwerde...."

Wieso Druck auf die Oberen?
Vielleicht zu viel der Vorfreude?
Ist denn bis zur Klärung ein Baustopp erteilt?
Oder gehen indessen die Arbeiten dort weiter?

Hier deutet sich doch bereits wieder an, wie man unter Politikern damit umzugehen pflegt.
Neben dem erhofften Baustopp werden doch auch weitaus verträglichere Alternativen für VW, Stadtverwaltung und Flughafengesellschaft erwähnt: Suche eines geschützten Lebensraumes!
Ein kleines Bußgeld und die Suche nach einem geeigneten Käferlebensraum würde auch noch zu verschmerzen sein für die Umweltsünder. Der Bau aber würde dann unverzüglich weitergehen.
Schon ist das Problem vom grünen Tisch.

Allerdings ist es schon beachtlich, dass es mal wieder ein einzelner Briefeschreiber nach all dem Lamentieren von vielen Aufgebrachten mit ganz einfachen Mitteln geschafft hat, hier die Aufmerksamkeit einer EU-Kommission zu erregen und den ganzen Tatbestand einer höhergeordneten Stelle zu vermitteln, die unseren hiesigen Unrat ein wenig davon abhalten wird, hier die Sache nicht wieder "unter sich" zu regeln, wie bereits viel zu oft bewiesen.

Die richtigen Mittel wirken mehr als tausend aufgeregte Worte. Wir sind doch hoffentlich keine Mädchen und Masochisten hier in Braunschweig, die lieber viele Worte machen und die effektivsten Mittel vernachlässigen sollten, oder?

Grüße und Dank an den unbekannten, gescheiten Bürger oder die kluge Bürgerin, die der EU diese Sache steckte.

Frau Mundvoll
#2467
Es gibt zu viele Kommentare, um sie hier aufzulisten. Bitte schau ins Forum, um die ganze Diskussion zu sehen.