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Filmtip: "Wild Plants" im Roten Saal- Schlossmall

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5 Jahre 4 Wochen her - 5 Jahre 4 Wochen her #11380 von Nachtschatten
Do. 24.11. Dokufilm im Roten Saal , 19:30 Uhr.

"Wild Plants"
DE/CH/US 2016, 108 min, DCP, O/d
Regie: Nicolas Humbert
Mitw.: Milo Yellowhair, Kinga Osz, Andrew Kemp, Mitglieder von «Les Jardins de Cocagne», Maurice Maggi u.a.

«Wild» sind die Pflanzen, die Nicolas Humbert («Step Across the Border») in seinem neuen Dokumentarfilm präsentiert, eigentlich nur in dem Sinne, dass sie auch an ungewöhnlichen Orten wachsen.

«Wild» sind die Menschen, leidenschaftliche Gärtner und Gärtnerinnen, die sie gepflanzt haben und die hier im Zentrum stehen.
Sie haben sich von der Konsumgesellschaft ab- und sich ganz der Arbeit mit der Erde, dem Aussäen, Pflanzen, Hegen und Ernten, zugewandt.
In einer Zeit, da «Urban Gardening» ein Trend geworden ist, zeigt «Wild Plants» Menschen, die teils schon seit vielen Jahren ein neues Zusammenleben mit Pflanzen erschaffen haben: Milo Yellowhair, ein indigener Aktivist aus den USA, der sich alte, vergessene Anbauweisen und kultische Verwendung von Pflanzen zum Lebensinhalt machte; das Aussteigerpaar Kinga Osz und Andrew Kemp, das sich in den Ruinen der einstigen Industriemetropole Detroit einrichtete und Urban Gardening ganz zur Selbstversorgung betreibt; ein Genfer Gartenkollektiv namens «Les Jardins de Cocagne», das mit neuen Wegen beim Gemüseanbau Erfolg hat; Maurice Maggi, der bekannte Zürcher «Guerilla-Gärtner», der vor vielen Jahren begann, nachts in der ganzen Stadt an Strassenrändern und in Betonritzen Samen von Malven und anderen Blumen auszusäen, und der damit den urbanen Raum nachhaltig prägte.

Sie alle sprühen vor Optimismus und beweisen in einem Film voller poetischer Kraft, dass es in einer Zeit voller Zerstörungsszenarien auch ganz anders geht.


«Nicolas Humbert hat schon oft Musiker gefilmt und nähert sich auch den Personen in ‹Wild Plants›, als ob sie Künstler wären.

(…) Doch Humbert konzentriert sich auf ihr Empfinden, nicht auf ihre Biographie. (…) Wir finden in diesem Film eine Militanz für das Schöne. Eine wirkliche Freiheit für den Zuschauer, ein Vertrauen in die eigene Ästhetik, Sensibilität und Intelligenz der Protagonisten. (…) Die tiefgreifende Zerstörung unseres Planeten durch uns Menschen scheint in diesem Film schon Vergangenheit zu sein.

Seine Protagonisten sind Pioniere neuen Lebens.»

Pascaline Sordet, Cinébulletin




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Letzte Änderung: 5 Jahre 4 Wochen her von Nachtschatten.

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