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VW präsentiert Ein-Liter-Auto - mal wieder!

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11 Jahre 8 Monate her #4083 von Helmhut
VW präsentiert das Ein-Liter-Auto - mal wieder!

Braunschweig/Wolfsburg (dpo) - Da soll noch mal einer sagen, die deutsche Automobilindustrie habe den Anschluss an Verbraucherwünsche und eine notwendige ökologische Entwicklung verpennt. Gerade unsere Region scheint mit VW da wieder zum Vorreiter zu werden.

Vor 18 Jahren schon (!) hatte der damalige VW-Chef Ferdinand Piech angekündigt: „Nach dem Drei-Liter-Auto kommt das Ein-Liter-Auto“. 2002 wurde dann stolz das Ein-Liter-Auto der Öffentlichkeit präsentiert – aber kaufen konnte man es leider immer noch nicht. Angeblich hat es sich nicht vermarkten lassen. Dann präsentierte man - genau so stolz - den Lupo, das Drei-Liter-Auto. Aber auch die Produktion des Drei-Liter-Autos „Lupo“ wurde vor einigen Jahren wieder eingestellt.

Spritsparende VWs mit Null-Verbrauch

Und weil diese beiden Glanzleistungen spritsparender Automobiltechnik von deutschen Ingenieuren so exorbitant und einzigartig sind oder waren, wurden die beiden Schmuckstücke so konserviert, dass sie die staunende Runde von Öko-Automobilfans und umweltbewussten Bürgern bis heute bewundern dürfen. Beide Spar-Autos stehen heute im Museum in Wolfsburg, was dem Klima und auch der Umwelt besonders hilft, da die beiden Pro(mo)totypen damit nahezu Null-Verbrauch und Null-Emission vorweisen können.
Wenn das nicht die absolute Superlative ist.


VW-Produkte mit Null-Emission und Null-Verbrauch

Nun möchte der VW-Konzern erneut seine Vorreiterschaft in der Produktion weiterer spritsparender Modelle unter Beweis stellen und lässt sich einem Artikel der Braunschweiger Zeitung schon mal im Voraus dafür feiern.

300 glückliche Verbraucher ab 2013

Ab 2013 soll laut Konzern zufolge der neue, ein Liter Sprit verbrauchende XL1 sogar in Serie gehen. Doch wer nachfrägt, erfährt, dass pro Jahr erst einmal nur 300 Stück gebaut werden sollen. Wen dieses eher dürftige Kontingent verunsichern mag, der bedenke doch, so ein Konzernsprecher, dass mit solchen Strategien VW schon seit Jahren deutliche Erfolge in der Vorreiterschaft der Produktankündigungen auf dem umwelttechnischen Automobilsektor verbuchen konnte. Man deute damit deutlich an, dass man ja gewillt sei, der erste grüne Autobauer weltweit zu werden. Der Weg dahin und der Wille zähle schließlich ebenso.
 
Es zählt der Wille und der Weg

20 Jahre Ankündigungen – wenn das nicht allein schon eine deutliche Willenserklärung und ein beträchtlicher Erfolg schlechthin ist. Wer hierbei Öko-Schnickschnack und grüne Propaganda unterstelle, vergesse, dass alle technischen Entwicklungen einst als reine Visionen und auf dem Papier begonnen hätten. Und die Potenz solcher Visionen solle auch in der Entwicklung der Automobilproduktion nicht unterschätzt werden.

VW habe überhaupt keine Erkenntnis-Probleme, nur mit der Umsetzung müsse sich der Verbraucher noch etwas gedulden.

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11 Jahre 2 Monate her #4886 von Helmhut
Blech-Käfer mit dem scheidenden FDP-Minister bewerben?

Ob das ein guter Start wird? Der hatte doch bereits mit seinem Guido-Mobil alle Lacher auf seiner Seite. Die Mexikaner wissen das offenbar noch nicht,denen kann man Guido als Werbeträger noch gut verkaufen. Aber den hiesigen Kunden? Ich weiß ja nicht.


(Screenshot: Wolfsburger Allgemeine )


Auch sonst gaukelt man den Verbrauchern eines vor:[/size]

Spritschlucker grün lackiert


Schon Realsatire!
"Sie wollen ein Auto kaufen? Und es soll besonders ökologisch sein? Dann käme für Sie vielleicht ein Porsche Cayenne in Frage: 2,3 Tonnen schwer, CO2-Ausstoß 193 g/km, 8,2 Liter Diesel auf 100 km.

Dieser Geländewagen erhält gemäß der neuen PKW-Kennzeichnung auf einer Skala von A+ bis G die grüne „B“-Note.

Wenn Sie meinen, mit einem kleinen Toyota Aygo, Verbrauch: 4,5 Liter Benzin, CO2-Ausstoß: 106 g/km, einen besseren Beitrag für die Umwelt zu leisten haben Sie zwar recht. In der neuen Klassifizierung schneidet der aber mit der Note „D“ deutlich schlechter ab.



In unserer Pressemitteilung nehmen wir Stellung zu der neuen PKW-Effizienzkennzeichnung, die deutlich die Handschrift der Autoindustrie trägt..."

umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung-spritschlucker-grun-lackiert-899.html

Gruß
Helmhut

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10 Jahre 11 Monate her #5768 von Helmhut
VW bricht alleRekorde!

VW ist Sponsor auf vielen Bereichen . Nicht nur im Absatz seiner Produkte bringt sich VW weltweit nach vorne. Auch bei der Lohnbildung bringt sich VW besonders ein, setzt Mindeststandards und bricht alle Rekorde .

[url=http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Wolfsburg/Volkswagen/VW-Mitarbeiter-pflanzten-Erlen
]VW ist umweltbewusst[/url].
Aktion 60.000 : 100
Derzeit lässt VW Mitarbeiter extra abstellen, die dann in ihrer Freizeit Bäume pflanzen.
„Unsere Aktion zeigt ebenso wie der Umweltpreis, dass der Umweltschutz bei Volkswagen fest verankert ist. Wir wollen alle Mitarbeiter motivieren, sich an ihrem Arbeitsplatz mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Die besten Projekte werden wir auch in Zukunft mit dem Internen Umweltpreis auszeichnen“, so Damme.

Na dann, mal los. 100 Erlen stehen ja schon, bleiben noch etwa 59.800 andere Bäume, die noch zu pflanzen wären, um das VW-Umweltbewusstsein in Querum wieder auszugleichen.


Frohes Schaffen
Helmhut

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9 Jahre 8 Monate her - 9 Jahre 8 Monate her #8594 von Ulenspiegel
VW-Betriebsratschef m"eckert"* über Grüne in Niedersachsen

Wir erinnern uns: Wenzel hatte erklärt, die Grünen wollten nach der gewonnenen Landtagswahl als Regierungspartei Einfluss auf Personalpolitik und Entwicklungen bei der Produktentwicklung hin zu umweltfreundlicheren Modellen beim Volkswagen-Konzern nehmen.

Der "Wirtschaftswoche" hatte er gesagt: "Ich würde mich freuen, wenn bei Volkswagen Frauen in Führungspositionen besonders gefördert werden und dabei auch im Aufsichtsrat Gleichberechtigung einkehrt." Osterloh erinnerte daran, dass bei VW schon lange "spezielle Karriereprogramme für Frauen" üblich seien. Fein, das wäre ja mal geklärt!

Der Betriebsrat des Autobauers Volkswagen ist "erzürnt über Äußerungen des niedersächsischen Grünen-Spitzenkandidaten Stefan Wenzel.
"Er hat mit einer gesunden Portion Halbwissen etwas erzählt", sagte VW-Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh am Donnerstag in Wolfsburg".

;) Und Osterloh kontert offenbar mit gleicher Münze zurück.

Osterloh sagte, "die niedersächsischen Grünen hätten bisher nie das Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern gesucht".

NEIN, sowas!

Frage: Weshalb auch, die waren ja bisher weder im Aufsichtsrat noch an der Regierung. Aber jetzt, in Regierungsverantwortung und da Klimaschutz als auch Energeifragen zu den Hauptressorts der Grünen gehören, ist es doch nachvollziehbar, oder?

Und richtig ist doch auch, dass das Land Niedersachsen rund ein Fünftel der VW-Anteile hält, VW auch ein "VW-Gesetz" (Sonderrechte) gegenüber der Konkurrenten eingeräumt und bisher immer zwei Regierungsmitglieder in den Aufsichtsrat entsendet hat.

Osterloh: "Es gilt als sicher, dass der designierte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in das Gremium einzieht. Unklar ist, ob erstmals auch ein Grünen-Politiker in den VW-Aufsichtsrat geht. Wenzel selbst wird als Kandidat für das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gehandelt".

Eben! Und was unklar ist, sollte man erst mal voll kritisch kommentieren.
Frage: Meint man etwa, mit der SPD weniger Frauenquote oder umweltfreundlichere Produktpolitik machen zu können?

B) Die SPD wird sich gewiss mächtig über die Aussage Osterlohs freuen, dass man sie für nachsichtiger und sogar entgegenkommender hält, was eine Befürwortung vom Erhalt des Status quo in den männlichen Chefetagen oder gar die Zurückhaltung umweltfreundlicher Modellpolitik betrifft, oder?

:unsure: Man meint sich nur schwach zu erinnern, dass auch SPD für mehr Frauen in den Chefetagen war und auch für Energiewende und mehr E-Mobilität in unserer Region sowie für mehr Klimaschutz. Aber ich will mich da nicht festlegen.

Und dann am Ende muss selbst Osterloh nach seinem Vorgepoltere zur Frage eines Grünen-Politikers als VW-Aufsichtsrat nüchtern feststellen:

"Wenn die Parteien das beschließen, dann ist das so. Wir akzeptieren jeden, der kommt."

Fein, das ist doch mal sowas von souverän für ein Unternehmen mit Anteilen aus einem demokratisch geregeltem Volkseigentum!

Da jedoch SPD und Grüne in Niedersachsen erst bis zum 10. Februar ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen haben, kann man natürlich jetzt schon gegen ein etwaig eintreffendes Aufsichtsratsmitglied (vom Volk beauftragter Vertreter) schießen, aber ob das Vollwissen ist und nicht auch ein wenig Halbwissen, steht dahin.

Aber es war ja Osterloh, der uns da sein Wissen mitteilt und der ist ja Betriebsrat, nicht VW-Chef. Er spricht ja eigentlich für Belegschaft und für uns als Niedersachsen, die ja immerhin noch mit 5 % Anteilseigner am Unternehmen sind.

meint
Ulensp!egel

_______________________________

* eckern = eine Unterart des aus dem Tierreich übertragenen umgangssprachlich verwendeten Begriffes "meckern" im Hinblick des Äußerns von kritischen Bemerkungen.
Unter eckern versteht man eine herablassende, selbstgefällige Bemerkung (rhetorische Sprachfigur), die besonders in gewissen Thuner Chefetagen gepflegt wird, wenn man mit Bevölkerung und Bütteln zu reden glaubt.
Offenbar hält diese rhetorische Sprachfigur mehr und mehr Einzug in die Chefetagen anderer Konzerne.
Letzte Änderung: 9 Jahre 8 Monate her von Ulenspiegel.

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