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Aus der Rubrik "Betreutes Denken"

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9 Jahre 9 Monate her #8799 von Ulenspiegel
Kinder, schafft doch mal was Neues!

Gestern, am 13. hat das Städtische Museum seinen Beitrag zum diesjährigen 1913-Adelshochzeitsevent abgeliefert. Der saloppe Titel auf der Künstler-Homepage von Susanna Pütters (Sopran) und Henryk Böhm (Bariton):
" Kinder schafft Neues ", der offizielle Titel lautete hingegen " Liederabend zum Todestag Wagners ".
Das klingt konservativer. Wird oft mit seriöser verwechselt.

Der Initiator war der "Richard-Wagner-Verband Braunschweig e.V.".
Gerne hätte man mehr gewusst über den Verein, aber man macht auch hier offenbar was Neues. Die Homepage dieses Vereins funktioniert nicht.
www.rwv-braunschweig.de/Joomla/

Der Verein fördert angeblich die "kritische" Auseinandersetzung mit Wagners Werken, unterhält gute Beziehungen zu Bayreuth, zur TU Braunschweig (Musikschüler/Stipendiaten) und zum gleichnamigen Verband in Leipzig. Der Vorsitzende des RWV-Braunschweig ist Andreas Berger .

Der Abend aber sollte dann doch lieber an den 200. Todestag Wagners (* 22.05.1813 in Leipzig, † 13.02.1883 in Venedig ) erinnern. Hier schlug's echt 13. Wie sollte man Wagner mit Vicky Lou und der Hochzeit von 1913 zusammen bringen? Wagner hat ja eigentlich nichts mit Braunschweig oder dem Hochzeitsevent 1913 zu tun. Hmmh, schwere Aufgabe, die aber glänzend gemeistert wurde von den Meistersängern.

:silly: So bastelte man aus dem Geburtsjahr 1813 und dem 13. Tage im Februar (dem Todesdatum) schnell einen Anlass zusammen, um den Liederabend ins Konzept "1913" der StadtOBeren einzupassen. Tolle Leistung, darauf muss man echt mal kommen!

Allerdings - und das kann ja jeder halten, wie er lustig ist, bei so einem Pseudo-Anlass, muss man auch hinsichtlich Wagner nicht so eng ansThema halten, gespielt wurden daher auch "Lieder von heute".
B) Werke von Beethoven, Spohr, Strauss, Hans Sommer, Schönberg, Trojahn und Rihm sind heute ja irgendwie oder vielleicht oder gewiss doch ziemlich oder nicht up to date!...

rätselt

Ulensp?egel

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9 Jahre 9 Monate her - 9 Jahre 9 Monate her #8819 von Ulenspiegel
;) Ach ja, ER wieder!

"OB: Steuerzahlerkritik* ernstnehmen"
Dies lässt der Stadtchef auf seiner Presseseite verkünden
(* er meint natürlich nur den selbsternannten "Bund", der sich Bund der Steuerzahler nennt).

Als "unangemessen" und "für die Stadt eher peinlich" hat uns aller OB die Entgegnungen der „bunten Ratsmehrheit“ auf Kritik des Bundes der Steuerzahler an den Beschlüssen des Finanzausschusses bezeichnet.

Hoffmann:

„Der Bund der Steuerzahler ist ohne Zweifel eine angesehene und überaus fachkompetente Organisation, die mit ihrer Kritik und ihren Ratschlägen schon oft der Politik in Bund, Ländern und Gemeinden den rechten Weg beim sparsamen Umgang mit Steuergeldern – und darum geht es ihm – gezeigt hat... an einer grundsätzlichen Kompetenz und Unabhängigkeit der Organisation zweifelt eigentlich niemand.“


;) So, so!

Über die grundsätzliche Kompetenz und Unabhängigkeit des Bundes der "Steuerzahler"
Hoffmann kann entweder kein wikipedia oder Internet oder er möchte alte Kameraden nicht beschädigen, die ihm hier ja offenbar die rechte Hilfe leisten.

Die Gründer waren schon tolle Hechte, vielleicht sogar auch mehr oder weniger Steuerzahlende. Z.B.

Günter Schmölders wurde 1932 Nachfolger des Finanzwissenschaftlers Prof. Dr. Karl Bräuer auf einer Professorenstelle der Universität Breslau und war ab 1933 Mitglied der NSDAP. Karl Bräuer selbst war neben seiner Tätigkeit als Finanzwissenschaftler von 1935 bis 1945 Mitglied der NSDAP (Nr. 3.436.154) und Untersturmführer der SS (Nr. 124.599) sowie Schulungsleiter für Rasse- und Siedlungsfragen im SS-Rasse- und Siedlungshauptamt und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg einer der Hauptinitatoren des Bundes der Steuerzahler.

Der Anspruch des Bundes der Steuerzahler, die Interessen aller Steuerzahler zu vertreten, wird von dem Politologen und SPD-Mitglied Peter Lösche als „Teil einer PR-Strategie“ kritisiert.
Der Bund sei beim Deutschen Bundestag in der Lobbyliste registriert. Von der Mitgliederzusammensetzung seien im Bund vor allem mittelständische Unternehmer und Freiberufler vertreten; von der programmatischen Ausrichtung her konvergiere er mit der FDP..."


B) Alles klar? Wie wir wissen, haben sich damals nicht nur in der Union, sondern auch in der FDP gehörig viele Ex-NSDAP-Größen assimiliert. Ähnlich wie unser OB, der ging in die CDU.

"Auch in einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung wird dargelegt, dass der BdSt kein repräsentatives Abbild der steuerzahlenden Bevölkerung darstellt. Die Mitgliederstruktur wirke sich auf die politischen Forderungen des Steuerzahlerbundes aus: schlanker Staat und niedrige Steuersätze.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Erkenntnissen, die eine Studie für das Ressort Jugendarbeit und -politik im Vorstand der IG Metall bereits ein halbes Jahr vorher gewonnen hatte.

Wolfgang Lieb (SPD) bezeichnet die Studien des BdSt als "sozialstaatsfeindlich", Kai Eicker-Wolf und Patrick Schreiner werfen dem Bund vor mit dem Namen "Etikettenschwindel" zu betreiben, Karl Weiss warf in der Berliner Umschau dem Bund im April 2010 Manipulation von Statistiken vor.
Peter Lösche kritisiert auch eine Kooperation mit der Hamburg-Mannheimer Versicherung sowie die Höhe der Gehälter des ehemaligen Präsidenten Karl Heinz Däke: Durch Aufsplitterung in drei verschiedene Gehälter (als Präsident des Bundesverbandes, als Präsident des Karl-Bräuer-Instituts und als Vorstandsmitglied des Bundes der Steuerzahler in NRW) verschleiere Däke sein Gesamteinkommen in Höhe von 187 000 Euro..."

de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_Steuerzahler_(Deutschland) ]

Wie sich der Bund der Steuerzahler vor den Karren eines Versicherungskonzerns spannen lässt kann man hier lesen:
www.zeit.de/1997/25/Misstrauen_ist_gut

Huch, wie kommt's? Offenbar sind nicht alle der Ansicht eines merkwürdigen Braunschweiger Oberbürgermeisters. Noch ein böser "bunter Haufen" da draußen, der immer dagegen ist.

Zurück zu Hoffmann.
Natürlich kommt der CDU-Parteiler und Ex-NPDler hier nicht umhin, SPD, Grüne, BIBS, Linke und Piraten schnell noch "ein schlechtes Gewissen, wie bei einem ertappten Sünder" drauf zu packen. Da hat er es denen aber gezeigt, diesem "bunten" demokratisch gewählten Haufen seiner Braunschweiger Bürger. Toll!

Zu lesen gibt es das auch hier >
meinestadt.de

;) Darunter steht vorsorglich:

Dieser Beitrag wird bei uns automatisch über die angegebene Quelle eingebunden und daher nicht von uns redaktionell geprüft. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für solche Inhalte Dritter, für die wir lediglich die Abspielfläche bereit stellen, nicht haften.


Was rügt eigentlich dieser Bund?

... Für bedenklich hält die Organisation auch den „kostspieligen Weiterbetrieb“ des Freibades in Waggum. ...
Erklärungen, die sich fast lesen wie bestellt.

verrät uns die Braunschweiger Zeitung - und die scheint selbst kritisch und unsicher, ob diese Meldung nicht "bestellt" wurde, damit der OB seine Pläne leichter durchsetzen kann. Aber ob man sich dazu so eine mysteriöse Vereinigung selbsternannter Experten und Lobbyisten bestellt? Na ja, er wird vermutlich alt, der Hoffmann.

Und ausgerechnet die Waggumer mit dem Freibad aufs Korn zu nehmen, ob das so klug ist, wenn man gerade Millionen für eine überkommene Adelshochzeit ausrichtet?

Was sagt die "Bunte Ratsmehrheit" dazu?

So antwortet dann der "Bunte Haufen der Ratsmehrheit" auch prompt und die BrZ lässt auch sie zu Wort kommen diesmal:

Pesditschek (SPD):

„Die damalige schwarz-gelbe Ratsmehrheit hat unmittelbar vor der Kommunalwahl 2011 Wahlgeschenke verteilt, die den Haushalt mit mehr als 5,7 Millionen Euro belasten, und das jährlich wiederkehrend. Damals wäre eine Stellungnahme des Steuerzahlerbundes sinnvoll gewesen. Das offensichtlich bestellte Schreiben zeugt wieder einmal  von einer profunden Unkenntnis des Bundes der Steuerzahler über die tatsächlichen Rahmenbedingungen des Braunschweiger Haushalts. Das zeigt sich unter anderem daran, dass immer noch der Verkauf von Vermögenswerten durch Schwarz-Gelb in Höhe von 620 Millionen Euro als Konsolidierungspolitik bezeichnet wird, obwohl  dadurch nur ein Schuldenabbau von 360 Millionen Euro erreicht wurde.“


Holger Herlitschke (Grüne):

„ ... Jahrelang hat er (der Bund der Steuerzahler) das

Verscherbeln der Braunschweiger Versorgungs-AG

und den Verlust der Einnahmen aus deren Gewinnen als solide Haushaltspolitik interpretiert. ...Kein Wort von ihm war zu hören bei dem Verzicht auf

fünf Millionen Euro jährlich durch Abschaffung der Kindergartenbeiträge

als Wahlkampfschlager der CDU, kein Wort zur Ausgabe von Millionenbeträgen für Sportanlagen kurz vor der Kommunalwahl 2011, aber jetzt taucht er plötzlich auf der Seite der CDU-Fraktion aus der Versenkung auf.“


Und in einer gesonderten Presseerklärung im braunschweig-spiegel sagt Herlitschke:

"Seine (Bund der Steuerzahler) Ahnungslosigkeit zeigt sich auch in seiner Darstellung, wenn er z. B. von 7.000 Menschen, die das Freibad in Waggum nutzen, ausgeht und dabei die verkauften Eintrittskarten mit Personen gleichsetzt. Die vergleichsweise bescheidene Summe, die der Betrieb des Freibads kostet, nun aufzugreifen, die Summen für Projekte wie "Braunschweig 1913" oder den Stadionausbau aber unerwähnt zu lassen, zeigt die politische Einäugigkeit des Bundes. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie in Volkmarode ist im Haushaltsplan überhaupt nicht enthalten, also scheint es doch nur um eine einseitige politische Parteinahme zu gehen. Da es keine neuen Informationen in der Stellungnahme von Herrn Zentgraf gibt, gibt es insofern auch nichts Neues zu kommentieren."



Der Braunschweiger Schulden-Deckel auf Hoffmanns haushalterische Leistungen

Peter Rosenbaum (BIBS).

„Nicht etwa der Weiterbetrieb des Bades in Waggum oder Pläne zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes gefährden die Stadtfinanzen, sondern vielmehr das geheime Schuldenmachen mit Privatisierungsmodellen bei der Abwasser-Privatisierung oder dem sogenannten Schul-PPP (Public-Private-Partnership). Die Privatisierung hat die Stadt seit 2001 Vermögensverluste in Höhe von rund einer Milliarde Euro gekostet, leider unbemerkt vom Bund der Steuerzahler.“


Udo Sommerfeld (Linke):

„Wenn es dem Bund der Steuerzahler tatsächlich um die Steuerzahler ginge, müsste er mit den Beschlüssen der neuen offenen Mehrheit im Rat sehr zufrieden sein. Denn diese neue Mehrheit hat nicht nur den Haushaltsausgleich im Blick, sondern achtet auch darauf, dass die Steuerzahler Braunschweigs für ihre Steuern etwas zurück erhalten. Überdies scheinen die vorliegenden Bewertungen eher ideologisch geprägt zu sein, als dass sie den Realitäten der tatsächlichen Haushaltssituation in Braunschweig entsprechen.“


Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann (Piraten): „Dass der Braunschweiger Haushaltsplan ausgeglichen ist, beruht seit der Privatisierung auf Buchhaltungstricks: Dass der Bund der Steuerzahler jetzt nur den neuen (und platteren) Buchhaltungstrick bemängelt, kann ich nicht nachvollziehen, denn um den zu erkennen, braucht es keine Fachkompetenz. Dass das Prinzip des SPD-Antrags (nach dem Motto „Die Zukunft gefällt mir nicht, ich mache mir einen neuen Kaffeesatz.) das Problem grundsätzlich falsch angeht, ist hoffentlich jedem offensichtlich. Allerdings ist die Vorhersagekraft der Verwaltungsschätzung der Steuereinnahmen so gering, dass die beantragten Abweichungen völlig im Bereich der üblichen Fehler liegen.“

:unsure: Offenbar fällt es dem OBmann im Rathausturme schwer, die demokratisch gewählten Mehrheiten zu akzeptieren, aber die Schützenhilfe, die er sich da gesucht hat, die wirkt eher kontraproduktiv für Braunschweigs OB ...

meint
Ulensp!egel
Letzte Änderung: 9 Jahre 9 Monate her von Ulenspiegel.

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9 Jahre 9 Monate her - 9 Jahre 9 Monate her #8919 von Ulenspiegel
Der Braunschweiger "Lübke" ... Oder Piraten entern Kompetenz ...

Oberbürgermeister Hoffmann wurde in einer Ratssitzung (19.02.2013) von dem jungen Piraten Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann gefragt, ob er da richtig gehört hätte und gewisse Unterlagen der Stadtverwaltung bisher nicht digital sondern nur analog dokumentiert wurden?

Darauf Hoffmann sinngemäß: Wie? - Keine Ahnung! Aber das mit den Annalen ist völlig in Ordnung und gelogen wurde bisher immer ganz gut ohne Dialog!

Kompetent gekontert,
muss man ihm lassen...

findet

Ulensp!egel
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9 Jahre 9 Monate her - 9 Jahre 9 Monate her #8935 von Ulenspiegel
Wie sich vielleicht der ein oder andere noch erinnert, OB Hoffmann wünscht mehr Videokameraüberwachung für Schlossarkaden und Großkaufhäuser in Braunschweig und ... wer weiß für was noch?



Die Überwachung von Schloss- und Burgplatz zur Abwehr von diffusen Gefahren, die ja überall zu lauern scheinen, wirkte wohl nicht nur auf uns, die Bürger etwas sonderlich, sondern auch auf die lokalen Polizeikräfte in Braunschweig.

Die Polizei erwies sich Freund und Helfer der Bevölkerung, hat sich wohl ebenfalls dem "Verein für betreutes Denken" angeschlossen und wandte sich gegen diese merkwürdigen OBservierungswünsche aus dem Braunschweiger Rathaus.

Polizei: NEIN zu mehr Überwachung per Kamera

Polizeipräsident Harry Döring nimmt dazu Stellung in der nB vom 20.02.2013 (Seite 6):
"Aus polizeilicher Sicht wird es keine weiteren Anlagen geben. Die Zahlen - weniger Straftaten, Rückgang der Gewalt-, Raub und Rohheitsdelikte, vor allem schwere und gefährliche Körperverletzung - (Dazu hatte man parallel die Kriminalitätsstatistik vorgelegt) - würden keine neuen Anlagen rechtfertigen.

In Braunschweig gäbe es 4 Anlagen, die jährlich neu bewertet würden in Bezug auf ihre Erforderlichkeit. Zurzeit gäbe es keine Hinweise darauf, Anlagen abzuschalten oder zu erweitern...

Es sei nicht wichtig, eine Videoanlage zu haben, sondern den Notruf 110 anzurufen. Fast jeder trägt ein Handy bei sich."

Tja, der Herr Hoffmann, da steht er nun mit seiner OBservierungs-Idee irgendwie ziemlich einsam da. Möglicherweise kann man ihn trösten und ihm eine eigens für ihn beschaffte Videokamera samt Hausnotruf auf seine Amtstoilette installieren... aber, mal ehrlich, wer will sich das schon ansehen?


fragt
Ulensp B) egel
Letzte Änderung: 9 Jahre 9 Monate her von Ulenspiegel.

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9 Jahre 8 Monate her - 9 Jahre 8 Monate her #9014 von Rosenbaum
Hört, hört! Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht nun in seiner Zeitung "Der Steuerzahler" März 2013 eine bemerkenswerte Auswertung zu PPP:

"PPP.-Vorhaben dienen vornehmlich als Umgehungsinstrument der Schuldenregeln. Zugleich konnte im Durchschnitt kein belastbarer Kostenvorteil von PPP ermittelt werden, sondern eher das Gegenteil."
(S.74 der März-Ausgabe)
www.steuerzahler.de/Aktuelle-Ausgabe/1782b682/index.html


Jaja,...

Das Schönrechnen von Projekten gehört zum Alltagshandwerk von Politikern. Auch die häufig bejubelten Öffentlich-Privaten-Partnerschaften gehören dazu. Aber gerade diese sind oft kompliziert, risikoreich, intransparent und am Ende teurer als gedacht.

(ebd.)



Noch nicht mal drei Wochen ist es her, da ließ sich Herr Zentgraf aus Hannover vom Bund der Steuerzahler vor den Karren von Hoffmann spannen.

In Erinnerung ist auch noch sein denkwürdiger Auftritt in der Brunsviga, als er das Abwassergeschäft mit Veolia schönredete. Nur gut 7 Jahre später kommt die Ernüchterung und späte Erkenntnis.
Letzte Änderung: 9 Jahre 8 Monate her von Rosenbaum.

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9 Jahre 6 Monate her #9109 von Nachtschatten
Über den Infoverteiler von "Gemeingut in Bürgerhand e.V." kam folgene Mail:
ich verlinke hier nur den Artikel, wo es direkt um Braunschweig geht.
Wenn jemand die anderen Links haben möchte, kann er sich unter der unten angegeben Adresse melden und um die Bitte um Aufnahme in den Infomailverteiler und gerade diese mail, bitten.

Liebe Freundinnen und Freunde von GiB,

Anfang des Jahres gab es regelrechte Welle kritischer Berichterstattung zu PPP.
Mit einem Schlag wurden in wenigen Wochen sage und schreibe ca. vier Millionen* LeserInnen und ZuschauerInnen über Public-Private-Partnership informiert.
Das brachte uns auf die Idee, einen regelmäßigen Infobrief mit ausgewählten Artikeln und Beiträgen zu PPP und Privatisierung zu starten, um euch auf dem Laufenden zu halten.

Im heutigen Versuchsballon lest ihr:

eine Presseschau und andere Beiträge der letzten zwei Monate,Informationen zu laufenden Petitionen mit Bezug zu Privatisierung oder Rekommunalisierung und die wichtigsten Termine.

Interessante Lektüre wünscht euch
Laura Valentukeviciute für das GiB-Team

Einige der meist gelesenen und gesehenen Beiträge am Jahresanfang:

taz (53.000 LeserInnen): „Die Zustimmung bröckelt“ von Kai Schlieter am 16. Januar,

Tagesspiegel (116.000): „Sabotage an der Schuldenbremse“ von Harald Schumann und "Frankfurts Blamage" von Elisa Simantke vom 14. Januar,

Brigitte (577.000): "Die Stunde der Frauen" von Sonja Niemann in der Druckausgabe Nr. 8/2013,

Autobild (758.000): "Ausverkauf der Autobahnen" von Benjamin Gehrs am 28. März,

Frontal21 / ZDF (2,5 Mio.): „Privatisierung von Autobahnen“ von Andreas Halbach und Steffen Judzikowski am 19. Februar.



Artikel und Beiträge



Allgemeine Kritik

04.04.2013, ARD Panorama
"Privatisierung: Die zweifelhafte Rolle der Gutachter"

16.04.2013, vorwärts"Kein Ausverkauf!"

17.04.2013, GiB-Blogbeitrag"PPP-Blase wird 2014 platzen"

22.04.2013, Neues Deutschland
„Lukrativ statt öffentlich“

26.04.2013, taz, "Rathaus muss Auskunft geben"


29.04.2013,GiB Blogbeitrag"ÖPP in der Bundestagsdebatte am 25.04.2013"

13.05.2013, GiB-Blogbeitrag "Privatisierung bedeutet Umverteilung von unten nach oben"

Wasser

18.04.2013, merkur-online.de
„Privates Wasser? - Nein, danke!“

03.05.2013, GiB-Blogbeitrag"Erste Europäische BürgerInneninitiative erfolgreich!"

03.05.2012, Correos de las Americas (auf deutsch) "Wasser-Alternativen"

08.05.2013, GiB-Blogbeitrag / Video "Rekommunalisierung: Unser Wasser zurück in die öffentliche Hand!"

10.05.2013, Süddeutsche Zeitung
„Undurchsichtige Verträge, hohe Preise, mangelnde Kontrolle“

17.05.2013, taz
„Berlin kann alles haben“

Gesundheit

04.04.2013, Nachdenkseiten „Chinesische Pflegekräfte – das böse Spiel mit dem Fachkräftemangel“

28.04.2013, Deutschlandfunk
„Manuskript: Gesundheit, ein Gewinn“

Verkehr

11.04.2013, ARD Monitor
„Autobahnen auf Pump“

18.04.2013, GiB-Blogbeitrag "Warum die Teil-Ausschreibung der S-Bahn Berlin die Probleme verschlimmert"

30.04.2013, VerkehrsRundschau
„Hofreiter kritisiert ÖPP“

05.05.2013, Weser Kurier
„Kontroverse um Autobahnausbau“

Hochbau

17.04.2013, RP Online „Opposition warnt vor Investor“

19.04.2013, Welt Online "Kulturstreit im Rat“

05.05.2013, taz
„Hochtief hat die Hosen voll“

18.04.2013, Uetersener Nachrichten
„Bruchlandung bei Vorzeigeprojekt“

22.04.2013, attac Saar
„Attac Saar warnt vor 'ApoCalypso 2' in Homburg“

13.05.2013, Tagesspiegel
„Aus für Weiterbildungsuni von FU und Klett“


Laufende Petitionen


„Neue Energie für Berlin“ - das Volksbegehren für die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung. Bis zum 10. Juni haben alle BerlinerInnen die Möglichkeit, dem Wattenfall-Konzern den Stecker zu ziehen.

"Einführung eines Privatisierungsreferendums im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge“ - die Petition von Mehr Demokratie Berlin/Brandenburg kann noch bis zum 16. Juni unterzeichnet werden.

„Ja! Zur Privatisierungsbremse“ - mit dem Bürgerbegehren in Leipzig soll erreicht werden, dass öffentliche Güter der Stadt nicht privatisiert werden. Die Organisatoren attac Leipzig, Mehr Demokratie e.V., ver.di Leipzig u.a. wollen bis Ende Mai 25.000 Unterschriften erreicht haben!

„Wasser ist ein Menschenrecht“ - die Europäische BürgerInneninitiative ist bereits erfolgreich, aber noch bis Ende Oktober 2013 kann unterzeichnet werden – zwei Millionen Unterschriften sind eben besser als 1 Million!


Termine

Vom 24. bis zum 26. Mai findet an der TU Berlin der Kongress Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit statt. GiB wird hier mit folgenden Veranstaltungen präsent sein:
- Privatisierungen drücken der Demokratie die Luft ab. Über das Verhältnis von Politik und Profit (25. Mai 11:30, Raum MA 551)
- Wege aus der Privatisierungsfalle (26. Mai 11:00, Raum MA 551)

30. Mai 19:00, attac Treff, Grünberger Str. 24, 10243 Berlin
Informations- und Mobilisierungsabend für das Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“

11. Juni 10:00, DGB-Bundesvorstand, Saal 4, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Umdenken Gegenlenken – Aktiver Staat am Beispiel der Wohnungsfrage

14. Juni 10:00, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Tagung: Subsidiarität als Zukunftsmodell

22. Juni, Haus der Gewerkschaften, Schützenhaus 14, Dresden
Konferenz: Durch Bürgerbeteiligung die kommunale Demokratie von unten beleben

22. Juni 11:00, Wintergarten der Ratsfraktion DIE LINKE, Gravelottestr. 28, Duisburg-Hochfeld
Ohne Fahrschein in Bahn und Bus

29. Juni - 6. Juli, KulturNaturHof, Bechstadt
Commons-Sommerschule 2013

24. - 27. Juli, Bergedorf bei Hamburg attac Sommerakademie

25. - 29. Juli, Stuttgart 3. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte

13. Sepember, Evangelische Akademie Loccum, 31547 Rehburg-Loccum
Bürgerbeteiligung in der Kommune auf dem Weg zur Selbstverständlichkeit

Ideen und Anmerkungen für den Infobrief bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!




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