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Zur Ostumfahrung des Flughafens

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9 Jahre 9 Monate her - 9 Jahre 9 Monate her #7125 von Beyer
Aus: Hondelager Monat 1/2012 Februar 29. Jahrgang

Zur Ostumfahrung des Flughafens

Die Wichtigkeit der im Moment unrechtmäßig gesperrten Grasseler Str. als stark frequentierter Verkehrs- und Rettungsweg für uns Bürger im Nordosten der Stadt muss nicht diskutiert werden. Um so erstaunlicher ist das Verhalten der Flughafengesellschaft bei der Planung einer Ersatzstrecke, die offensichtlich darauf hofft, dass sich der Verkehr schon irgendwie zurecht „ruckelt“. Wenn uns jetzt der Erste Stadtrat Lehmann glauben machen möchte, das Aus für die Ostumfahrung käme überraschend, ist das an dem chronologischen Ablauf leicht zu widerlegen. Schon im Dezember 2009 hat die Flughafengesellschaft der Waldbesitzerin eines Teils des Querumer Forstes ihren Verzicht auf weitere Waldflächen mit der Begründung erläutert, die Ostumfahrung sei vom Tisch.

In einem Schreiben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vom 26.01.2011 wurde der Flughafengesellschaft mitgeteilt, dass aus Gründen des Naturschutzes die Ostumfahrung nicht durchsetzbar ist. Das hätte sich auch dem Juristen Lehmann erschließen müssen.

Zu diesem Zeitpunkt war die Start- und Landebahn aber noch nicht fertig. Hier wäre es spätestens geboten gewesen, sich mit der gleichen Intensität um die Klärung einer Alternative zu der nun nicht mehr machbaren Ostumfahrung zu kümmern wie um den Bau der SLB. Dieses besonders unter dem Gesichtspunkt, weil gemäß Antrag der Flughafengesellschaft die Sperrung der Grasseler Str. erst vorgenommen werden sollte, wenn die „Grasseler Str. neu“ in Betrieb genommen worden ist. Die Schaffung von Tatsachen durch die Sperrung dieser Straße ist in diesem Brief der Landesbehörde in aller Deutlichkeit gerügt worden. Bewegung in die Planung einer Umfahrung ist aber erst gekommen, als das Nds. Wirtschaftsministerium im Dezember 2011 mit der Kürzung von Fördergeldern gedroht hat. Ein Tunnel wäre als Ersatz die beste Lösung für Natur und Kosten gewesen und ist von Experten stets favorisiert worden. Bei einer Umleitungsstrecke von 3 km hätten die betroffenen Bürger im Laufe von 30 Jahren Kosten von ca. 22 Mio. € zu tragen, wenn man ca. 40 Cent/km für einen Mittelklassewagen ansetzt und liegen damit deutlich höher als die derzeit geschätzten 14 Mio. €. Mit dem Bau eines Tunnels wäre eine sinnvolle Alternative geschaffen, die auch zu einer deutlichen Entlastung der Hondelager Straße führen würde.

Horst Gasse
Letzte Änderung: 9 Jahre 9 Monate her von Beyer.

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