| EZAG möchte Thune zum Zentrum der Atommüll Entsorgung ausbauen |
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| Geschrieben von: Rosenbaum |
| Donnerstag, den 24. November 2011 um 11:15 Uhr |
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Die Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger haben sich leider bestätigt: es geht in Thune nicht mehr nur um ein paar Kubikmeter ASSE-Lauge, sondern um eine massive Ausweitung der Entsorgung von Atommüll generell, wie z.B. aus dem Abbau von Atomkraftwerken. Ein Riesen-Markt für Atommüll-Entsorgung lockt, aber es geht eben nur in Thune .... Warum ausgerechnet in Thune ?
Weil man nur für den Standort Thune über weitreichende (Ver)Strahlungsgenehmigungen verfügt, die bislang nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft werden. Diesen Schatz möchte man bei EZAG in Thune nun heben, so bestätigte - nach Vorabmeldung hier im Forum - nun auch offiziell das Rathaus: Damit hat das Katz- und Mausspiel ein Ende. Allen Braunschweigern dürfte nun klar werden, worum es geht: Braunschweig wird nicht nur mit ASSE, Konrad, Morsleben bis Gorleben von Atommüll- Zwischen- und Endlagern eingekreist, sondern soll so ein Ding nun auch noch mitten rein ausgebaut bekommen. Es war höchste Zeit, dass wesentliche Dinge dieses Coups der Firmen am Thuner Kanal noch vor der Kommunalwahl aufgedeckt werden konnten. Es führte zur Abwahl der Atomindustrie-freundlichen Bezirksbürgermeisterin Mundlos (CDU). Seit Dienstag ticken nun auch die Uhren im neuen Bezirksrat Wenden/Thune/Harxbüttel anders: der neue Bezirksbürgermeister ist der Schulleiter Kroll (SPD), sein Stellvertreter Schröter ist Grüner. Die Anträge der neu in den Bezirksrat gewählten Ortsrätin Astrid Buchholtz von den Bürgerinitiativen zur Verhinderung eines Atommüll-Zentrums wurden angenommen. Als nächstes befassen sich die Ratsgremien der Stadt mit dem Fall; am 30.11.2011 im Planungs- und Umweltausschuss und am 13.12.2011 tagt der Rat der Stadt. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. November 2011 um 12:15 Uhr |
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Im Forum diskutieren. (19 posts)
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Aw: Börsengeflüster zu Eckert&Ziegler
Dec 20 2011 13:00:20 klartext schrieb:
klartext schrieb: Die Vorgänge in Thune finden auch außerhalb Braunschweigs so manchen Zuschauer. Im Börsenforum von www.wallstreet-online.de macht man sich Gedanken ... Syrtakihans schrieb am 16.12.11 15:43:12 Beitrag Nr.2987 Bewertung: 2 x Antwort Zitat Ich gehe davon aus, dass die Klage gegen E&Z rein politisch motiviert ist. Mir erscheint es wie an den Haaren herbeigezogen, dass an dem Standort Thune, wo seit Jahrzehnten mit schwachradioaktiven Stoffen umgegangen wird just zu dem Zeitpunkt, an dem ein Bauantrag eingereicht wurde, nun plötzlich ionisierende Strahlen freigesetzt worden sein soll, unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen stattgefunden haben soll usw. [...] www.wallstreet-online.de/diskussion/588718-2981-2990/v-v-v-eckert-ziegler-v-v-v-der-naechste-100-er[/size] Syrtakihans weiß offenbar nicht sonderlich Bescheid über das bereits langjährige Agieren von Medizintechnik-Branchen (Buchler), die sehr frühe Besorgnis der Bürger (seit 1967!) und die Hinterlassenschaften dieser Firmen. Siehe dazu die Chronik Gruß Helmhut |
#6404 |
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Aw: Börsengeflüster zu Eckert&Ziegler
Dec 19 2011 16:17:55 klartext schrieb:
Die Vorgänge in Thune finden auch außerhalb Braunschweigs so manchen Zuschauer. Im Börsenforum von www.wallstreet-online.de macht man sich Gedanken Antwort Zitat Antwort auf Beitrag Nr.: 42.482.171 von chaba64 am 14.12.11 20:16:30 Ja der heutige Tag sieht für mich auch wie der Beginn eines größeren Kursrutsches aus. Es werden neben dem geplatzten Assetraum sicherlich auch noch größere Forderungsausfälle kommen. Der Vorstand hat ja schon angekündigt, dass dies kommen könnte. Der Newsflow wird eher negativ sein. www.wallstreet-online.de/diskussion/588718-2981-2990/v-v-v-eckert-ziegler-v-v-v-der-naechste-100-er[/quote] Während die Aktie von EZAG durchaus etwas angeschlagen reagiert, setzt man im online-Forum von Wallstreet-online weiter auf die Ausbaupläne: Syrtakihans schrieb am 16.12.11 15:43:12 Beitrag Nr.2987 Bewertung: 2 x Antwort Zitat Ich gehe davon aus, dass die Klage gegen E&Z rein politisch motiviert ist. Mir erscheint es wie an den Haaren herbeigezogen, dass an dem Standort Thune, wo seit Jahrzehnten mit schwachradioaktiven Stoffen umgegangen wird just zu dem Zeitpunkt, an dem ein Bauantrag eingereicht wurde, nun plötzlich ionisierende Strahlen freigesetzt worden sein soll, unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen stattgefunden haben soll usw. [...] www.wallstreet-online.de/diskussion/588718-2981-2990/v-v-v-eckert-ziegler-v-v-v-der-naechste-100-er[/size] |
#6396 |
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21.12. TREFFEN DER BISS & INFOS
Dec 15 2011 10:39:54 BISS informiert:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) Wenden-Thune-Harxbüttel lädt herzlich zum nächsten Treffen ein! Mittwoch, 21. Dezember 2011, 19:00 Uhr Gemeinschaftshaus Wenden Veltenhöfer Str. 3 (über der Post), BS-Wenden Themen: * Berichte: Einreichen der Strafanzeige, Ratssitzung 13.12.2011 (Pressestimmen dazu siehe unten*) * Vorbereitung auf das "Hearing" zu Eckert & Ziegler Ende Januar / Anfang Februar * Vorbereitung auf die nächste Ratssitzung am 28. Februar 2012 * Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Fortsetzung der Unterschriftensammlung?) * Krebsregister Mit freundlichen Grüßen, BISS Wenden-Thune-Harxbüttel *) Pressestimmen zur Ratssitzung und zum Thema Eckert & Ziegler: In der Ratssitzung wurde auf folgende Firmenpräsentation aus dem November 2011 eingegangen, in der u.a. die Umweltdienstleistungen von Eckert & Ziegler auf dem Wachstumsmarkt für Abfallkonditionierung darstellt werden: www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/pdf/presentations/EZAG_EKF_FFM_NOV_2011_final_Kompatibilitaetsmodus.pdf (ab Seite 31) Ein ähnliches Dokument in deutscher Srache liegt unter www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/pdf/presentations/EZAG_HV_Mai_2011.pdf (ab Seite 26) Die Neue Braunschweiger hat einen Artikel zur Ratssitzung online veröffentlicht: www.neue-braunschweiger.de/Stadion_Umbau_wird_erweitert/ Die gesamte Print-Ausgabe gibt es als PDF-Datei (Seite 1 + 11) www.neue-braunschweiger.de/images/ausgabenarchiv/2011/nB20111214.pdf (16 MB) Die Braunschweiger Zeitung schreibt unter der Überschrift "Besorgte Eltern und Kinder protestierten im Rathaus". Der Artikel liegt im Anhang. Die Online-Version ist etwas kürzer: www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/15393247 DAPD: "Ausbau von Nuklearfirma in Braunschweig soll erörtert werden" aktuell.meinestadt.de/braunschweig/2011/12/14/ausbau-von-nuklearfirma-in-braunschweig-soll-eroertert-werden/ NDR 1 Niedersachsen: "Stadtrat stoppt Ausbau von Nuklearfirma" www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/asse769.html Radio Okerwelle berichtet zum Thema Eckert & Ziegler unter www.okerwelle.de/cms/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=678&cHash=74e752388492aefbc369b4f500c11353 Ein Interview mit Udo Sorgatz von Robin Wood ist online (noch) in der "Hörbar" verfügbar: www.okerwelle.de/cms/index.php?id=54 Die Audio-Datei kann auch direkt heruntergeladen werden unter: www.okerwelle.de/downloads/audio/hoerbar/Robin%20Wood.opc (auf Endung .mp3 umbenennen) Die BIBS und die Piraten haben jeweils eigene Protokolle der Ratssitzung ins Internet gestellt: www.bibs-fraktion.de/index.php?id=299 (ab TOP 7) www.piratenpartei-braunschweig.de/2011/12/ratssitzung-13-12-2011/ (ab 17:25 Uhr) Auf der Homepage der BISS gibt es eine kurze Zusammenfassung: www.braunschweig-biss.de/?p=905 Ergänzend: Auch t-online berichtet... regionales.t-online.de/ausbau-von-nuklearfirma-in-braunschweig-soll-eroertert-werden/id_52387126/index |
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Börsengeflüster zu Eckert&Ziegler
Dec 15 2011 09:55:55 Die Vorgänge in Thune finden auch außerhalb Braunschweigs so manchen Zuschauer.
Im Börsenforum von www.wallstreet-online.de macht man sich Gedanken AA-BS schrieb am 10.12.11 20:17:36 Beitrag Nr.2981 (42.464.500) Zitat Antwort auf Beitrag Nr.: 42.312.894 von LeoF am 07.11.11 15:15:41 Habt wohl noch nicht mitbekommen, dass es nicht nur mit dem Geschäft um den ASSE-Müll hakt. Seht mal hier: "Strafanzeige gegen Eckert&Ziegler", (geht auch bereits durch die Presse) www.braunschweig-online.com War die Begründung für die Kapitalerhöhung bei EZAG nicht der Einstieg in das Entsorgungsgeschäft? Straßenkoeter schrieb am 11.12.11 01:31:49 Beitrag Nr.2982 (42.464.817) Antwort Zitat So schlimm, wie bei Envio wird es schon nicht werden. AA-BS schrieb am 14.12.11 01:14:02 Beitrag Nr.2983 (42.476.808) Antwort Zitat da ist es ja nun wohl essig mit den strahlenden Aussichten in Braunschweig - siehe newsclick der Braunschweiger Zeitung von der Ratssitzung von Dienstag, 13.12.2011. Demnach möchte man in Braunschweig den Einstieg ins lukrative Entsorgungsgeschäft mit Atommüll nicht haben: www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/15393247 chaba64 schrieb am 14.12.11 20:16:30 Beitrag Nr.2984 (42.482.171) Antwort Zitat Wie auch immer, irgendwas ist hier nicht sauber. Ich warte an der Seitenlinie mal ab. Vermutlich stehe ich hier nicht ganz allein. Straßenkoeter schrieb am 14.12.11 21:28:57 Beitrag Nr.2985 (42.482.601) Antwort Zitat Antwort auf Beitrag Nr.: 42.482.171 von chaba64 am 14.12.11 20:16:30Ja der heutige Tag sieht für mich auch wie der Beginn eines größeren Kursrutsches aus. Es werden neben dem geplatzten Assetraum sicherlich auch noch größere Forderungsausfälle kommen. Der Vorstand hat ja schon angekündigt, dass dies kommen könnte. Der Newsflow wird eher negativ sein. www.wallstreet-online.de/diskussion/588718-2981-2990/v-v-v-eckert-ziegler-v-v-v-der-naechste-100-er |
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Aw: EZAG möchte Thune zum Zentrum der Atommüll Entsorgung ausbauen
Dec 14 2011 18:22:53 Mir fällt als Unbedarfter nur auf das die Verniedlichung im Namen Umwelthilfe sehr grotesk wirkt und auch das der Architekt Öttinger mit seinen Promi-/Politklüngel involviert ist!
Schande über diesen lachhaften Versuch die Bürger hier täuschen zu wollen! P.S. Gute Arbeit Peter, weiter so... |
#6364 |
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Aw: EZAG möchte Thune zum Zentrum der Atommüll Entsorgung ausbauen
Dec 14 2011 16:15:32 Hier kommt nun die von mir in der Ratssitzung genannte pdf Datei von Eckert&Ziegler.
Eckert&Ziegler offenbart sich da im Anlegerforum vor wenigen Tagen ganz offen zu geplanten strahlenden Geschäftaussichten mit Atommüll. Auf den Seiten 32 bis 34 der folgenden pdf-Datei wird sowohl die Option einer Einlagerung in Schacht Konrad auf Seite 32 dargestellt, also auch das Wachstumspotential zu 58% aus "Kernkraftwerken", 35% aus "Rückbau von Forschungsreaktoren" sowie 4,5% "Kerntechnische Industrie" beworben: www.ezag.com/fileadmin/ezag/user-uploads/pdf/presentations/EZAG_EKF_FFM_NOV_2011_final_Kompatibilitaetsmodus.pdf Diese Geschäftsverlagerung bildet sich dann 1:1 im Bauantrag der frisch gegründeten Eckert&Ziegler Umweltdienste GmbH vom 18.11.2011 für die Betriebserweiterung in Thune ab. In seinem Brief an der Rat der Stadt vom Juni 2010 hatte der Konzernchef Andreas Eckert noch etwas ganz anderes versprochen, nämlich, dass keine problembehafteten Abfälle weder aus der ASSE noch aus anderen kerntechnischen Anlagen für die Thuner Geschäftsaktivitäten vorgesehen seien. Das ist nun der klare Wortbruch und deswegen war die gestrige Beschlussfassung des Rates und Klarstellung, keinerlei Abfallwirtschaft in Thune zuzulassen, überfällig. |
#6363 |
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EZAG möchte Thune zum Zentrum der Atommüll Entsorgung ausbauen
Dec 14 2011 13:12:09 Braunschweiger Firma will Asse-Lauge säubern
von Imke Caselli, NDR 1 Niedersachsen 126.000 Fässer mit Atommüll lagern in der maroden Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. (Archivbild) Die Firma Eckert & Ziegler kümmert sich in Braunschweig um Strahlen- und Medizintechnik - und um die Entsorgung von radioaktiven Abfällen. ... Das schreibt man ohne Unterscheidung. "Kümmert sich um die Entsorgung von radioaktiven Abfällen..." - EZAG! Na "kümmern" ist hier wohl nicht das richtige Wort. EZAG würde gerne die Entsorgung (möglichst aller) radioaktiven Abfälle übernehmen. Was wäre das für ein Geschäft?! Dagegen steht jedoch offensichtlich der Wille der Anwohner in Braunschweig-Thune und auch mittlerweile vieler Bürger, die zwar weiter weg wohnen, sich jedoch ebenfalls von Strahlung gefährdet sehen. Aber der NDR gibt sich auch kritisch: “Vor sieben Wochen verkündete das Unternehmen stolz, man sei in der Lage, die radioaktiven Rückstände aus der Asse-Lauge zu entfernen. Doch ob sich die Firma in Zukunft tatsächlich um den Müll aus dem maroden Atommülllager kümmern wird, ist unklar. Eins steht fest: Es gibt Erweiterungspläne für den Firmensitz in Braunschweig. Die Anwohner machen sich große Sorgen. Jetzt hat die Angelegenheit auch die Ratspolitiker auf den Plan gerufen. Im Rat der Stadt soll am Dienstagabend darüber abgestimmt werden, die Bau-Pläne zu stoppen... Firma droht mit Schadensersatzforderungen Der Vorstandsvorsitzende von Eckert & Ziegler, Andreas Eckert, appelliert an die Ratspolitiker, keine voreiligen Beschlüsse zu treffen. Er droht der Stadt mit Schadensersatzforderungen. Die Stadtverwaltung wies die Ratsmitglieder inzwischen in einer Mitteilung darauf hin, dass die geplanten Beschlüsse ein erhebliches Risiko bedeuten würden. Wie die Abstimmung am Dienstagabend ausgeht, lässt sich noch nicht abschätzen. www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/asse769.html Dazu gibt es eine Bildergalerie: Bilderunterschriften: Das ist das Firmengebäude der Firma Eckert & Ziegler, Experte in Strahlen- und Medizintechnik in Braunschweig. Hier will man die verstrahlte Salzlauge aus der Asse entsorgen. Anwohner und Politiker haben Angst vor erhöhter Strahlung. Als die Firma vor Kurzem ankündigte, sie könne möglicherweise die verstrahlte Salzlauge aus der Asse ohne radioaktive Rückstände entschärfen, wurden erste Tests noch vom Umweltministerium unterstützt. Jedoch sehen Anwohner und Politiker das kritisch und auch das Umweltministerium schließt eine weitere Beauftragung der Firma nach den Tests aufgrund des weiterhin bestehenden Risikos aus - die Erweiterungspläne der Firma stehen aber schon: Mitten im Wohngebiet soll gebaut werden. Die Anwohner des Ortes Thune bei Braunschweig fürchten, dass der Atommüll aus der Asse jetzt bei ihnen gelagert werden soll. Der Stadtrat stimmt nun darüber ab, ob die Baupläne von Eckert & Ziegler verfolgt werden dürfen. Das Firmengelände liegt direkt in einem Wohngebiet - und der Bauantrag wirft einige Fragen auf. Auch die Frage nach der Finanzierung dieses Unternehmens ist nicht geklärt. Will die Firma nur das große Geld machen? Oder will die Firma das Entsorgungsproblem in der Asse tatsächlich lösen? Ergebnisse in der Ratssitzung am 13.12.2011 aus den Protokollen der BiBS und der PIRATENPARTEI: 18:10 Es geht weiter; Rat hat einstimmig entgegen GO beschlossen, TO-Punkte 42.4 – 42.6 (Eckert & Ziegler) vorzuziehen. Kurze Abwesenheit meinerseits. 18:20 Peter Rosenbaum (BIBS): Aus Präsentation von E&Z geht hervor, dass es nicht mehr um Medizintechnik geht, sondern um Atommüllentsorgung; dort ist auch von Schacht Konrad als Entlager die Rede. Einwurf Grziwa: Bitte, für das Protokoll die genaue Quelle zu nennen; Internet sei etwas zu ungenau. Peter Rosenbaum (BIBS): Ist auch nicht mehr die gleiche Firma, sondern neue GmbH mit maximaler Haftung von 25.000 Euro. 18:35 Holger Herlitschke (Grüne): längerer Teil zu formalen Dingen der Beschlussfassung … Wir sind dafür, ein Experten-Hearing zu veranstalten (z.B. zu Grenzwerten, Art der Entsorgung etc.) 18:37 Reinhard Manlik (CDU): Experten-Hearing ist wichtig, um alle Fragen auch öffentlich zu klären; gegen Aufstellungsbeschluss, da dies einem Hearing vorgreift -> falsches Signal. … 18:45 Peter Rosenbaum (BIBS): Eckert & Ziegler hat 2010 in einem Brief ausgeschlossen, Atommüll aus der Asse zu verarbeiten; Bebauungsplan ist 40 Jahre alt, enthält keinerlei Regelungen zu Emissionen (abgesehen von Schalldruck); daher der Weg Bebauungsplan begonnen werden; es besteht Handlungsdruck, da der Bauantrag auch kurzfristig vervollständigt werden kann; 18:47 Reinhard Manlik (CDU): keine Beschlussfassung bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen; Risiko von Schadensersatzforderungen; sachlich bleiben; glaubt nicht, dass E&Z innerhalb eines Monats alle Unterlagen nachreichen kann. 18:50 Manfred Pesditschek (SPD): Wir werden dem Antrag der BIBS-Fraktion [zur Beschlusskompetenz] sicherheitshalber zustimmen, damit wir nichts falsch machen. 18:52 Holger Herlitschke (Grüne) [an Manlik]: Falsches Signal wurde von Herrn Eckert ausgesandt, da Bauantrag aus dem Nichts heraus gestellt wurde und nicht die Politik getragen wurde; wir möchten verhindern, dass Bauantrag beschlussreif wird, bevor Rat handeln kann. 18:54 Abstimmungen Änderungsantrag CDU: abgelehnt Änderungsantrag SPD: Ziffer 1 (Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan): angenommen, Ziffer 2 (Verwaltung bereitet Veränderungssperre für nächste Ratssitzung vor): einstimmig angenommen, Ziffer 3 (Expertenhearing wird angesetzt): einstimmig angenommen, Ziffer 4 (Rat zieht ausdrücklich Beschlusskompetenz an sich): angenommen. Protokoll der PIRATENPARTEI Eckert & Ziegler TOP 42.4 - 42.6 Nicole Palm trägt zuerst den Änderungsantrag der SPD vor. Mit dem Aufstellungsbeschluss wolle man Zeit gewinnen, so Palm, denn es stehe zu befürchten, dass die Firma den Atommüll nach Braunschweig holen wolle. Der Bauantrag sei bisher leider noch "wenig aussagekräftig". Zur nächsten Ratssitzung solle die Verwaltung eine Veränderungssperre vorbereiten, zudem wolle die SPD ein Expertenhearing. BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum verweist auf die Seiten 32-34 in der jüngsten Präsentation von Eckert&Ziegler. Da könne man sehen, was die Firma plane. Holger Herlitschke weist darauf hin, dass das Expertenhearing wichtig sei, um für die Bürger Aufklärung zu leisten. Das habe Geschftsführer Eckert bisher versäumt. Bei dem Hearing könne er sich öffentlich erklären. Die Grünen würden den Antrag der SPD unterstützen, die Grünen-Anträge würden zurück gezogen. Ein Hearing wolle auch die CDU, stellt dann Manlik für dei CDU klar, man sei aber gegen den Aufstellungsbeschluss. Er verlangt getrennte Abstimmung der Punkte des SPD-Antrags. "Die Linke wird dem Antrag der SPD auch zustimmen", erklärt danach Gisela Ohnesorge. Auch sie spricht für das Expertenhearing aus. Peter Rosenbaum erinnert an die Auflagen, die noch aus den siebziger Jahren stammen und bis heute im Bebauungsplan stehen. Das stamme noch aus der Zeit als man sich "Aktentaschen über den Kopf gehalten habe, um sich vor Strahlen zu schützen." Auch die BIBS werde alle Anträge zugunsten des SPD-Antrages zurück ziehen, bis auf die Ziffer 1. Manfred Pesditschek erklärt, er werde die Ziffer 1 des BIBS-Antrages sicherheitshalber mit beschließen. Abstimmung über Änderungsantrag der CDU --> mehrheitlich abglehnt Punktweise Abstimmung über den SPD-Änderungsantrag Ziffer 1 --> mehrheitlich angenommen Ziffer 2 --> einstimmig beschlossen Ziffer 3 --> einstimmig beschlossen Ziffer 4 (Ziffer 1 des BIBS-Antrages) --> mehrheitlich angenommen ... BIBS-Anträge Wiederaufnahme der Planverfahren WE 60 und TH 21 Bauvorhaben der Firma Eckert & Ziegler Nuclitec Wiederaufnahme der Planverfahren WE 60 und TH 21 - Antrag der SPD Wiederaufnahme der Planverfahren WE 60 und TH 21 - Antrag der Grünen Mitteilung der Verwaltung Protokoll der BIBS Auch in nachfolgenden Bürgerfragestunde war das Thema "Atommüll in Braunschweig" von Interesse: Bürgerfrage von Herrn Eberhard Fischer zum Thema Eckert&Ziegler. Welche Maßnahmen können getroffen werden, um die Risiken durch den Flugverkehr und -tests des nahen Flughafens zu minimieren? Antwort durch Lehmann (Verwaltung): Stadt kann keine Maßnahmen treffen; zuständig ist Bund.
Bürgerfrage von Herrn Peter Meier zum Thema Dekontaminations-Behälter zu einer Ausschreibung einer mobilen Dekontimationsanlage für bis zu 50 Menschen; warum schreibt die Stadt dieses aus? Antwort Verwaltung Lehmann: Letzte Überprüfung des Feuerwehreinsatzplans 2009 ergab Defizite im ABC-Bereich, daher erfolgten Investitionen in diesem Bereich.
Ralf Beyer; Frage zu Einwohnerfragen; § 62 NKomVG vs. Geschäftsordnung der Stadt (§ 26); steht § 14 GO entgegen, wonach die Ratssitzung für die Einwohnerfragestunde unterbrochen wird; wie kann diese Diskrepanz geheilt werden? Antwort Verwaltung Lehmann: Gesetzliche Regelung in NKomVG ist eine KANN-Regelung, daher ist die Behandlung nicht verpflichtend während der Ratssitzung.
Rückfrage Ralf Beyer: Der Hauptverwaltungsbeamte ist bei Einwohnerfragestunden selten zugegen. Antwort Verwaltung Lehmann: Der Hauptverwaltungsbeamte, also der Oberbürgermeister, ist nicht zur Anwesenheit verpflichtet, da er sich durch Dezernenten und Beamte auf Zeit vertreten lassen kann.
Protokoll der PIRATENPARTEI Es wird also ein Hearing geben und dann bleibt zu hoffen, dass hier die Strahlungswerte nicht wieder schön gerechnet werden. Eine gute juristische Beratung wäre ebenfalls zu raten und hier haben die Braunschweiger Grünen endlich auch einen Antrag gestellt, erfreulicherweise! Siehe dazu auch: www.braunschweig-online.com/bibs-forum/48-artikel-der-startseite/6310-strafanzeige-gegen-eckertaziegler.html?limit=6&start=6#6353 Viel Erfolg wünscht Helmhut |
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Aw: EZAG möchte Thune zum Zentrum der Atommüll Entsorgung ausbauen
Dec 03 2011 21:46:46 Mehrheit gegen Erweiterung des Braunschweiger Atommüll-Entsorgers Eckert & Ziegler
Planungsausschuss votiert für Veränderungssperre "Eine so genannte Veränderungssperre soll dafür sorgen, dass die Erweiterungspläne des Braunschweiger Atommüll-Entsorgers Eckert & Ziegler gestoppt werden. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion ist im Planungausschuss des Stadtrates mehrheitlich angenommen worden. Ziel der Veränderungssperre sei es, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, mit dem die Verarbeitung von Atomabfällen in Wohngebieten verhindert werde, sagte der Ausschussvorsitzende und Grünen-Fraktionschef Holger Herlitschke. Anwohner in der Umgebung des Unternehmens im Braunschweiger Stadtteil Thune befürchten eine erhöhte Strahlenbelastung, nachdem bekannt geworden war, dass Eckert & Ziegler mit der Entsorgung von Laugen aus dem Atommüll-Lager Asse beauftragt werden könnten. Über die Veränderungssperre soll der Rat in seiner nächsten Sitzung am 13. Dezember beschließen. Laut Stadtbaurätin Maren Sommer bestehen allerdings Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer solchen Sperre, da der Bauantrag von Eckert & Ziegler bereits vorliegt." www.okerwelle.de/cms/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=652&cHash=ce6f382e93ed3940a0cbd10cbea0695d Was dies für Folgen haben kann für die Demokratie in Braunschweig, ist noch nicht raus, liebe CDU! Wozu denn überhaupt noch wählen? - werden sich einige dann fragen. Also, wenn es die findigen Juristen der Stadtverwaltung und samt und sonders jene Parteien und Politiker, die das fragwürdige und gefahrenbergende Geschäftsmodell Eckert und Zieglers als auch die Lagerung von Strontium90 überhaupt erst möglich gemacht haben (Veränderungssperre aufgehoben haben!), nicht schaffen sollten, die Bearbeitung radioaktiver Materialien in nächster Nähe von Siedlungen, Schule und Kindergarten zu untersagen, wird das mit Sicherheit politische und persönliche Folgen für die Unverantwortlichen haben. Gruß Helmhut |
#6240 |
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Mundlos beantragte direkte Autobahnzufahrt
Dec 02 2011 14:17:33 Sehr erstaunlich im Zeitungsinterview mit dem Firmenchef von Ecert&Ziegler war der dort geforderte direkte Autobahnanschluß.
Direkter Autobahnanschluß? Frau Mundlos beantragte auch den doch bereits... ...für Thune, wie sie ihren CDU-Antrag im Bezirksrat am 22.11.2011 begründete. Sie vermied allerdings den Zusatz "für Eckert&Ziegler´s große Atommüll-Anlieferungen". Stattdessen redete sie über Bedürfnisse z.B. einer neuen Feuerwehr... Nun erfährt man vom Firmenchef höchstpersönlich, für wen die zusätzliche Autobahnabfahrt gebraucht würde. |
#6224 |
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6.12.TREFFEN BISS Bürgerinitiative Strahlenschutz
Dec 02 2011 09:12:19 Die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) Wenden-Thune-Harxbüttel lädt aufgrund aktueller Dringlichkeit zum Treffen bereits in der nächsten Woche herzlich ein!
Dienstag, 6. Dezember 2011, 19:00 Uhr Gemeinschaftshaus Wenden Veltenhöfer Str. 3 (über der Post), BS-Wenden Themen: - Kurzberichte (Planungsausschuss, Gespräche mit Ratsfraktionen) -aktueller Stand: Bauantrag / mögliche Veränderungssperre - Öffentlichkeitsarbeit (Unterschriftenlisten, Pressegespräche) - Vorbereitungen zur Ratssitzung am 13.12. (Flugblatt mit Aufruf u. Informationen) - Neue Erkenntnisse aus den Jahresberichten 2005-2007 (siehe Links auf PDF-Dateien unten) - Arbeitsgruppen Inzwischen wurden der BISS weitere Jahresberichte zur Strahlungsüberwachung des Firmenkomplexes durch das Gewerberaufsichtsamt in elektronischer Form ausgehändigt. Die Jahresberichte von 2005 - 2009 sind unter folgenden Links abzurufen: www.braunschweig-biss.de/2011_land_NLWKN_01-09/NLWKN-EZN-GEH-Messungen05.pdf www.braunschweig-biss.de/2011_land_NLWKN_01-09/NLWKN-EZN-GEH-Messungen06.pdf www.braunschweig-biss.de/2011_land_NLWKN_01-09/NLWKN-EZN-GEH-Messungen07.pdf www.braunschweig-biss.de/2011_land_NLWKN_01-09/JB_Nuclitec_Ge_2008.pdf www.braunschweig-biss.de/2011_land_NLWKN_01-09/JB_Nuclitec_GE_2009.pdf (die älteren Berichte beziehen sich auf die Vorläuferfirmen von Eckert & Ziegler) Auf der letzten Sitzung hat die BISS die Unterschriftenlisten fertiggestellt. Diese stehen zum Download auf der Internetseite der Bürgerinitiative unter www.braunschweig-biss.de Diese können ausgedruckt, verteilt und unterschrieben werden. Wichtig beim Unterschriftensammeln: - Die Diskussion mit den Unterschreibenden, damit immer mehr Bescheid wissen. - Der Hinweis auf den Email-Verteiler, oder die Homepage www.braunschweig-biss.de - Der Hinweis, dass Spenden nötig sind (an Robin Wood mit dem Vermerk BISS, an die BIBS mit anschließender Mail an Peter Rosenbaum oder die BIBS Fraktion, oder in die Spendendose bei unseren Treffen) Kontakt: 0174-3208582 |
#6216 |
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Eckert wehrt sich gegen drohende Sperre
Dec 01 2011 21:33:55 Für Eckert&Ziegler steht zuviel auf dem Spiel, als dass an Einlenken gedacht werden darf.
Datum: 1. Dezember 2011 20:00:02 MEZ Eckert & Ziegler will an Anhörung teilnehmen Großansicht Der Streit um die Erweiterung von Eckert & Ziegler nimmt an Schärfe zu. Der Rat soll am 13. Dezember eine Veränderungssperre verhängen. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender von Eckert & Ziegler, kündigte im Interview mit Redakteur Jörn Stachura an, an einer Anhörung zu den Erweiterungsplänen von Eckert & Ziegler teilnehmen zu wollen. Herr Eckert, warum sind die erlaubten Grenzwerte von Eckert & Ziegler so außerordentlich hoch? Sie sind gar nicht hoch. Unsere Kritiker vergleichen Äpfel mit Birnen. Wir dürfen zwar hohe Aktivitäten handhaben, aber die Strahlung, die nach der Abschirmung übrig bleibt, ist genauso niedrig wie überall. Unter realistischen Annahmen darf bei uns am Zaun ein campierender Passant nur eine genauso niedrige Jahresdosis wie an anderen Anlagen erhalten, nämlich ein Millisievert. Unsere Jahreswerte liegen weit darunter, seit Dekaden. Wenn nicht zur Ausweitung des Geschäftsfeldes der atomaren Altlastensanierung, wozu dann erweitert sich Eckert & Ziegler? Wir erweitern keine Kapazitäten, es geht um mehr Sicherheit. Natürlich brummt durch den Atomausstieg das Geschäft mit der Sanierung von Standorten, aber das passiert vor Ort und nicht in Thune. Eine seltene Ausnahme bildet die berüchtigte Asse-Lauge. Hier will das Bundesamt für Strahlenschutz leider partout keine Sanierung vor Ort erlauben. Die Lauge ist aber auch harmlos genug, so dass man eine Aufarbeitung an anderer Stelle vertreten könnte. Die Stadtverwaltung soll eine öffentliche Diskussion zu möglichen Risiken einer Erweiterung von Eckert & Ziegler organisieren. Würden Sie daran teilnehmen? Selbstverständlich. Wir haben einen Katalog von Fragen der Bürgerinitiative Strahlenschutz beantwortet. Anscheinend aber noch nicht alle. Falsche Vorstellungen werden wir ausräumen. Sofern es nicht um Polemik geht, haben wir keinerlei Sorgen. Donnerstag, 01.12.2011 |
#6213 |
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Aw: Rats-Ausschuß fordert Sperre für EZAG
Nov 30 2011 18:51:27 Was ist denn plötzlich hier los, man mag es kaum glauben, aber erst einmal natürlich, tolle neue Nachricht.
Wieso hat ausgerechnet die CDU da noch Beratungsbedarf? Wenn man die Meldungen hier seit Monaten so verfolgt hat, hat sich doch niemand mehr als die CDU mit der Firmenleitung von Eckert u.Ziegler beraten. Der Planungsausschuß hat aber doch nur empfehlende Kompetenz, oder? Theoretisch könnte also trotzdem noch die Betriebserweiterung von der städtischen Bauverwaltung genehmigt werden, was wir mal alle nicht hoffen wollen. |
#6200 |
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Rats-Ausschuß fordert Sperre für EZAG
Nov 30 2011 18:32:13 Die neue Ratsmehrheit kommt scheinbar richtig in Fahrt:
Am Mittwoch 30.11.2011 beschließt am späten Nachmittag der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Braunschweig mit großer Mehrheit die Veränderungssperre für das Industriegebiet am Hafen von Wenden und Thune mit dem erklärten Ziel, den dort drohenden Ausbau zum überregionalen Zentrum zur Atommüll-Entsorgung in letzter Minute zu stoppen. CDU-Ausschussmitglied Wendt versuchte noch mit einem Antrag auf "Beratungsbedarf" den Beschluß zu verhindern und Zeit zu schinden, aber die Fraktionen von SPD, Grünen, Piraten und BIBS ließen das nicht zu und es wurde abgestimmt. Nur Wendt stimmte dann gegen den Antrag von Bürgerinitiativen und Grünen, zwei CDU-Mitglieder enthielten sich. Wiedereintritt Braunschweigs bei AG Schacht Konrad und Beitritt zum ASSE-Koordinationskreis Bereits zuvor war zum Thema "Atomausstieg" auf Antrag der BIBS der Wiedereintritt Braunschweigs in die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad sowie Beitritt des Unterstützerkreises der ASSE-Koordination bei CDU-Stimmenthaltung glatt durchgelaufen. |
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Aw: EZAG - Landtagsanfragen von SPD u.Grünen
Nov 29 2011 11:45:39 C_Mann schrieb:
EZAG - ist mehr als eine kommunale Angelegenheit ! Die gerade von der BISS neu erstellte, übersichtliche und gut verständliche Zusammenfassung der Faktenlage zur EZAG in Thune führte zu ersten Reaktionen in der niedersächsischen Landespolitik. Aus dem Wahlkeisbüro der Braun-schweiger Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Heinen-Kljajic erreichte uns diese Stellungnahme: Pressemitteilung vom 25.11.2011 Grüne fordern Korrektur der Strahlenschutzgenehmigungen für Eckert & Ziegler „Strahlenwerte wie bei einem Atomkraftwerk nicht hinnehmbar“ Die sofortige Korrektur der der Firma Eckert & Ziegler erteilten strahlenschutzrechtlichen Genehmigung fordert die Braunschweiger Grünen-Landtagsabgeordnete Gabriele Heinen-Kljajic. Sie sieht nicht nur die Stadt, sondern vor allem auch das Land Niedersachsen als Genehmigungsbehörde in der Verantwortung. „Nach den Grenzwerten der zuletzt 2005 unter der schwarz-gelben Landesregierung erteilten Genehmigung könnte Eckert & Ziegler in Thune ein Atomkraftwerk betreiben. Solch hohe Strahlenwerte in einem Wohngebiet zu genehmigen, war unverantwortlich. Umweltminister Sander ist jetzt in der Pflicht zu prüfen, wie auf schnellstem Wege die Genehmigung den Anforderungen an ein Wohngebiet angepasst werden kann“, fordert Gabriele Heinen-Kljajic. Fraglich sei, so Heinen-Kljajic, warum bei der Berechnung der Strahlendosis durch Direktstrahlung am Zaun der Anlage von einer Aufenthaltsdauer einer Person der allgemeinen Bevölkerung von nur 2.000 Stunden ausgegangen werde, während üblicherweise im Strahlenschutz ein Daueraufenthalt, also 8.700 Stunden pro Jahr angenommen würden. herausgegeben vom Wahlkreisbüro Dr. Gabriele Heinen-Kljajic Umweltinstitut München glaubt nicht an die Rechtmässigkeit der 2000-h-Regel: Ein Gespräch mit Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München ergab eine weitere Überraschung: Sie vertat die Auffassung, ein gesetzlich festgelegter Grenzwert könne nicht einfach durch eine (Strahlenschutz-)Verordnung relativiert, und damit faktisch aufgehoben werden ! C.M. Auch die SPD-Landtagsabgeordneten der Region Tanke und Bachmann sind aktiv geworden mit einer kleinen Anfrage: Niedersächsischer Landtag - 16. Wahlperiode Drucksache 16/0000 Abgeordnete Detlef Tanke, Klaus-Peter Bachmann(SPD) 16.11.2011 Kleine Anfrage zur mündlichen Beantwortung gemäß § 47 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Landtages Dekontamination der ASSE-II-Lauge Durch Unterrichtung der Stadt Braunschweig vom 27.10.2011 sowie einem Bericht der Braunschweiger Zeitung vom gleichen Tag wurden politische Gremien in der Stadt Braunschweig sowie die Öffentlichkeit darüber unterrichtet, dass die Firma Eckert & Ziegler Nuclitec (EZN) am Standort Thune (Braunschweig-Nord) an einem Vorversuch zur Dekontamination der ASSE-II-Lauge teilgenommen hat. Der Standort der EZN in Thune liegt inmitten eines Wohngebietes. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz stellt in einer Mitteilung vom 27.10.2011 fest, dass eine Beauftragung der Firma Eckert & Ziegler Nuclitec zur Behandlung weiterer ASSE-II-Laugen am Standort Braunschweig ausgeschlossen wird, weil die Voraussetzungen hierfür vor Ort nicht gegeben sind. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung: 1) Warum wurde die Firma Eckert & Ziegler Nuclitec (EZN) für den Vorversuch ausgewählt, wenn doch die Voraussetzungen für die Behandlung der ASSE-II-Lauge vor Ort nicht gegeben sind und welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein, um die ASSE-II-Lauge bei EZN in Thune zu dekontaminieren und erfüllt evtl. ein anderer Standort von EZN die Voraussetzungen? 2) Welche Stellen wurden vorab über den Vorversuch bei EZN in Thune informiert, wann sind die Informationen darüber an welche Stelle erfolgt und bestand jemals eine Gefährdung der Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner am Standort, wenn nein, wie wurde der mögliche Schadstoffausstoß während des Versuchs überwacht und geprüft? 3) An welchen weiteren Standorten in Niedersachsen und bundesweit wurden solche Vorversuche vorgenommen, wie sind die Ergebnisse an welchen Standorten und wo präferiert die niedersächsische Landessammelstelle die Dekontamination der gesamten ASSE-II-Lauge? gez. Detlef Tanke Klaus-Peter Bachmann f.d.R. Dr. Cornelius Schley Fraktionsgeschäftsführer |
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Krebsmortalität in Thune
Nov 27 2011 22:57:52 Zitat
aus der ausführlichen Fassung der Faktenzusammenstellung auf braunschweig-biss.de/Oeffentlichkeit Es besteht ein Anfangsverdacht für eine dreifach über dem Normalen liegende Krebsmortalität im Umfeld des Betriebes in den letzten 10 Jahren Die zugrunde liegenden Zahlen der Krebstoten wurden durch Anwohner in Thune mit detaillierten Angaben zu Person, Krankheit, Wohnsitz zusammengetragen. Viele mögen sich fragen: Was heisst schon dreifach erhöht...? Heisst das nicht etwa soviel wie "ein paar mehr als der Durchschitt?" Nein, das wäre völlig verfehlt. Die zu erwartende Todesrate durch Krebs läge bei ca. 12 Personen von etwas mehr als 400 Bewohnern. Tatsächlich sind es 35 in dem abgegrenzten kartierten Bereich innerhalb von 10 Jahren. Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich, nehmen wir mal an, bei 75 Jahren. 7,5 mal 35 Tote wären auf die Dauer eines Menschenlebens zu erwarten - wenn es bei der Rate bleibt. Damit kann das Wahrscheinlichkeitsverhältnis ermessen werden, mit dem es im Laufe des Lebens einen Bewohner des Thuner Ortskerns trifft. Das sind ungefähr 262 von 400. Sind knapp zwei Drittel C.M. |
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EZAG - Betroffene verlangen Anhörung
Nov 27 2011 13:49:02 Es wäre sehr hilfreich, wenn möglichst viele Bürger im Umfeld von EZN schriftlich beim Referat für Bauordnung bekunden, dass sie sich als Nachbarn einer stark ausgeweiteten, atommüllverarbeitenden Industrie als Betroffene betrachteten.
Betroffene können verlangen, vor einer Baugenehmigung angehört zu werden. (Achtung: die Zeit drängt!!!) Ein Verweis auf die Kinderkrebs-Studie (KIK-Studie))kann eine Grundlage des Nachweises der Betroffenheit auch für in einigen Kilometern Entfernung wohnende Bürger sein. Die Genemigungsbehörde muss sich mit den Einwendungen auseinander setzten! Diese Einwendungen gehören zu den wenigen Möglichkeiten, dem Einfluss der Stadt BS im Genehmigungsverfahren die von uns gewollte Richtung vorzugeben , und zwar bevor die "staatliche Gewerbeaufsicht" das Genehmigungsverfahren allein bestimmt ! Zur Formulierung persönlicher Begründungen steht auf der BISS-homepage umfangreiches, gut recherchiertes und belegbares Material zur Verfügung. Optimal wäre, wenn die Anhörung der persönlich Betroffenen noch vor Ende der Vorprüfung des Bauantrags (Vollständigkeit etc.) beim Referat Bauordnung, langer Hof 8, 38100 Braunschweig verlangt wird. Der optimale Zeitrahmen für das Verlangen einer Anhörung dürfte sich bei nur noch max. 2 Wochen bewegen, genaueres wird noch bekanntgegeben. Eile ist jedenfalls angebracht. C.M. |
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EZAG - Thema auch auf facebook
Nov 25 2011 18:05:10 Wenn ich das richtig verstehe, mobilisiert ein Ex-CDU-Bezirksratskandidat auf facebook gegen Eckert&Ziegler´s Atommüllpläne in Wenden/Thune:
Dominik Kolla Eckert & Ziegler stellt einen Bauantrag. Ladet auch eure Freunde ein! Mehrere Atomunfälle wie in Tschernobyl, Fukushima usw. haben gezeigt, dass Atomenergie nicht sicher ist. Auch hier vor Ort haben wir nun Atommüll zur Aufbereitung. Die Politiker sagen uns schon lange nicht mehr die Wahrheit! Lasst es uns selbst in die Hand nehmen, und uns nicht mehr einen aufdrücken lassen von Politikern, die keine Ahnung haben und nur alles verharmlosen! www.facebook.com/edjbs#!/groups/290602000979931/ Auf facebook dann als Adresse Kein Atommüll in Wenden/Thune, kein Eckert & Ziegler eingeben. Sehr gute Arbeit der biss ! |
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EZAG - Thema mit bundesweiter Bedeutung
Nov 25 2011 15:27:30 EZAG - ist mehr als
eine kommunale Angelegenheit ! Die gerade von der BISS neu erstellte, übersichtliche und gut verständliche Zusammenfassung der Faktenlage zur EZAG in Thune führte zu ersten Reaktionen in der niedersächsischen Landespolitik. Aus dem Wahlkeisbüro der Braun-schweiger Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Heinen-Kljajic erreichte uns diese Stellungnahme: Pressemitteilung vom 25.11.2011 Grüne fordern Korrektur der Strahlenschutzgenehmigungen für Eckert & Ziegler „Strahlenwerte wie bei einem Atomkraftwerk nicht hinnehmbar“ Die sofortige Korrektur der der Firma Eckert & Ziegler erteilten strahlenschutzrechtlichen Genehmigung fordert die Braunschweiger Grünen-Landtagsabgeordnete Gabriele Heinen-Kljajic. Sie sieht nicht nur die Stadt, sondern vor allem auch das Land Niedersachsen als Genehmigungsbehörde in der Verantwortung. „Nach den Grenzwerten der zuletzt 2005 unter der schwarz-gelben Landesregierung erteilten Genehmigung könnte Eckert & Ziegler in Thune ein Atomkraftwerk betreiben. Solch hohe Strahlenwerte in einem Wohngebiet zu genehmigen, war unverantwortlich. Umweltminister Sander ist jetzt in der Pflicht zu prüfen, wie auf schnellstem Wege die Genehmigung den Anforderungen an ein Wohngebiet angepasst werden kann“, fordert Gabriele Heinen-Kljajic. Fraglich sei, so Heinen-Kljajic, warum bei der Berechnung der Strahlendosis durch Direktstrahlung am Zaun der Anlage von einer Aufenthaltsdauer einer Person der allgemeinen Bevölkerung von nur 2.000 Stunden ausgegangen werde, während üblicherweise im Strahlenschutz ein Daueraufenthalt, also 8.700 Stunden pro Jahr angenommen würden. herausgegeben vom Wahlkreisbüro Dr. Gabriele Heinen-Kljajic Umweltinstitut München glaubt nicht an die Rechtmässigkeit der 2000-h-Regel: Ein Gespräch mit Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München ergab eine weitere Überraschung: Sie vertat die Auffassung, ein gesetzlich festgelegter Grenzwert könne nicht einfach durch eine (Strahlenschutz-)Verordnung relativiert, und damit faktisch aufgehoben werden ! C.M. |
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Bürgerprotest gegen EZAG
Nov 24 2011 21:51:14 Weiterer Artikel zu EZAG
Wie geht es weiter mit Eckert & Ziegler? ... ... dem Planungsausschuss [liegt] ein Antrag vor, dem Unternehmen die Genehmigung zu verweigern. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Biss, die Bürgerinitative Strahlenschutz aus dem Norden der Stadt. Seit Wochen sprechen die Mitglieder bei den Fraktionen im Bezirk und im Rat vor. "Damit unsere Bedenken Gehör finden. Wir sind in tiefer Sorge", so Thomas Huk, der in Thune Nachbar von Eckert & Ziegler ist. Er und Mitstreiter tragen Akten zusammen, sichten sie und versuchen sich ein eigenes Bild davon zu machen, ob ein Erweiterung von Eckert & Ziegler Risiken bergen könnte. Peter Meyer, ebenfalls Anwohner, sagt: "Wir sind nirgends willkommen, wenn wir unser Recht wahrnehmen und um Akteneinsicht bitten. Es ist, als laufe man gegen weiche Wände." Was sie in den jährlichen Prüfberichten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz fanden, habe sie gleichwohl alarmiert, sagt Huk: "Die Experten haben eine Direktstrahlung feststellen, die sechsmal höher ist als am Zaun vor Gorleben. Gorleben liegt im Wald, Eckert & Ziegler in einem Wohngebiet. Warum ist das in Thune legal?" Warum, so Huk weiter, "darf in Thune die Strahlung legal 15 Mal höher liegen als in Gorleben? Sogar höher, als an Atomkraftwerken?" Dabei kommt die sogenannte Kikk-Studie ins Spiel, von der das Bundesamt für Strahlenschutz sagt: "Aus der Studie selbst ergibt sich ein signifikant erhöhtes Krebs- und Leukämierisiko für unter fünfjährige Kinder, je näher sie am Kernkraftwerk wohnen." Die Biss befürchte, so Meyer: "Wenn der Ausbau von Eckert & Ziegler genehmigt wird, erhöht sich auch die Strahlung." Grund: "Die Umgangsgenehmigung von Eckert & Ziegler mit radioaktiven Stoffen ist erst zu 4,5 Prozent ausgeschöpft. Dort ist also legal noch 20 Mal mehr möglich als heute." Doch das dürfe in Thune nicht geschehen, sagt Huk: "Eckert & Ziegler arbeitet im Wohngebiet, umgeben von Schulen und mit einem Flughafen in unmittelbarer Nähe – unglücklicher kann ein Standort der Atomindustrie nicht liegen." ... www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/15268325 |
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