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BZ befördert Legendenbildung zur angeblichen Kompetenz von Eckert & Ziegler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Montag, den 06. Februar 2012 um 11:40 Uhr

Schriftverkehr beweist: Unter-Tage-Behandlung war gefordert

 

Kann es denn sein, dass der Chefredakteur Maus einfach nur selbst einem Schaumschläger

aufgesessen ist ?

In seinem BZ-Kommentar vom Samstag, dem 4. Februar 2011 verbreitet er

"Die angefallene Lauge muss weg. Ein erprobtes technisches Verfahren in 
einer genehmigten Anlage gibt es offenbar bisher nur in Braunschweig.
Ein Neubau bei der Asse wäre nur mit großem Zeitverzug möglich."
(BZ vom 4.2.2011, Seite 4)


Sollte Herr Maus denn übersehen haben, dass das "erprobte technische
Verfahren" eben nicht in Thune vorhanden ist ?

Dafür hatte man doch die Sub-Firma Alliance-Gamma mit Personal und
Apparatur
aus Moskau geholt. Schon vergessen ?


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Februar 2012 um 22:04 Uhr
 
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Diskutieren (15 Posts)
Aw: BZ befördert Legendenbildung zur angeblichen Kompetenz von Eckert & Ziegler
Feb 12 2012 10:34:39
10. Februar 2012
Verwaltung legt Beratungsunterlagen für mögliche Veränderungssperre vor

"Braunschweig. Der Rat der Stadt Braunschweig hatte am 13. Dezember die Verwaltung mit der Vorbereitung einer Veränderungssperre für den Bereich des Bebauungsplans Gieselweg/Harxbütteler Straße in Thune beauftragt. Hintergrund ist ein Bauantrag der dort ansässigen Firma Eckert und Ziegler. Dem Auftrag folgend legt die Verwaltung jetzt zur kommenden Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 15. Februar eine entsprechende Vorlage mit dem Entwurf einer Satzung für eine Veränderungssperre vor, die jedoch keinen eigenen Beschlussvorschlag der Verwaltung enthält. In der Vorlage sind die Gründe ausgeführt, warum die Verwaltung den Gremien den Erlass einer Veränderungssperre selbst nicht vorschlagen kann (Anlage s. u., Vorlage 14952/12)."
presse-service

Der Bundestag hat über die Stilllegung des Atommülllagers Asse beraten. Es herrscht Einigkeit unter den Parteien. Doch ein schnelles Handeln ist nicht in Sicht.

Video


NDR

Wen's interessiert - nix Neues außer Schönreden...
Stefan Birkner (FDP): Bundestagsrede zur Schachtanlage Asse II
- aus dem Plenarprotokoll - 


www.umwelt.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=2147&article_id=103051&_psmand=10

Ach ja, apopros "Altlasten" - Das Land Niedersachsen will die Kommunen bei der Altlastenbearbeitung unterstützen. Es stellt dazu nach Angaben vom Mittwoch in Hannover in den kommenden vier Jahren 10 Millionen Euro bereit. Bislang seien die Arbeiten oft daran gescheitert, dass Geld für die vorgeschriebenen Voruntersuchungen fehlte. Mit der jetzt erlassenen Förderrichtlinie «Altlasten-Gewässerschutz» will das Umweltministerium diesen Mangel beheben. Für eine sogenannte orientierende Untersuchung werden künftig bis zu 75 Prozent der Kosten übernommen. Erforderlich ist dafür lediglich ein Verdacht, wonach auch das Grundwasser gefährdet sein könnte. Nach Angaben des Ministeriums ist diese Voraussetzung in den meisten Fällen erfüllt." (dpa-Meldung vom 08.02.2012)

Achtung! Aktion „Atomkraft in Polen verhindern!“ verlängert
"Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Ende 2011 hatte das Umweltinstitut zur Aktion „Atomkraft in Polen verhindern!“ aufgerufen. Insgesamt 50.000 Menschen verschickten Stellungnahmen an die polnische Regierung, um sich gegen deren geplantes Atomenergieprogramm auszusprechen. 

Nun wurde im Nachtrag noch ein weiterer möglicher AKW-Standort ausgewählt.

Alle drei potenziellen Standorte verstärken die Befürchtungen, dass Deutschland von den Auswirkungen radioaktiver Freisetzungen betroffen sein kann. Sie liegen nur zwischen 100 und maximal 300 km von der deutschen Grenze entfernt. Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass Radioaktivität auch in deutlich weiteren Entfernungen zu starken radioaktiven Verseuchungen von Böden, Nahrungsmitteln und in der Folge von Menschen führen kann.

Statt den teuren und gefährlichen Pfad der Atomenergie einzuschlagen, sollte Polen die Chance nutzen, sofort ein nachhaltiges Energieprogramm aufzulegen und den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. 



Bis zum 27. Februar 2012 sind wieder Stellungnahmen zum polnischen Atomprogramm möglich. Wir haben den Brief so formuliert, dass Sie auch teilnehmen können, wenn Sie bereits eine Stellungnahme abgegeben haben.

Zur Online-Aktion > umweltinstitut.org/akw-polen


Aktion: "Mütter gegen Atomkraft" 




Am Samstag, 11. Februar 2012, sammelte die Umweltorganisation "Mütter gegen Atomkraft e.V." Unterschriften für die weltweite Petition "Sayonara Nukes". Von 14 bis 18 Uhr erinnern sie in Höhe der Neuhauser Straße 8 bei der Michaelskirche in der Fußgängerzone in München daran, dass sich am 11. März die Atomkatastrophe von Fukushima jährt. ...
www.muettergegenatomkraft.de/

Wäre das nicht auch eine Möglichkeit, sich im Hinblick auf Braunschweig-Thune zu präsentieren? Schließlich soll die Bearbeitung des Atommülls in Nähe von Schulen und damit in Nähe unserer Kinder stattfinden.


Gruß
Helmhut

__________

TERMINE:
11.3. - Lichterkette 2012
Braunschweig - Wolfenbüttel - ASSE - Schacht Konrad ...
www.lichterkette2012.de

11.3.- Demo: Fukushima - Gundremmingen - Abschalten vor dem GAU!
11. März 2012, ab 13 Uhr,
AKW Gundremmingen




Zum Gedenken an die noch immer anhaltende Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima findet am ersten Jahrestag eine Demonstration zum AKW Gundremmingen statt. Das Umweltinstitut unterstützt die Aktion und ist mit einem eigenen Infostand dabei.
RWE und EON arbeiten daran, das AKW Gundremmingen sogar über 2021 hinaus zu betreiben. Die Veranstalter fordern deshalb, Gundremmingen sowie alle AKW schnellstmöglich, bis spätestens Ende 2012 abzuschalten, eine transparente und demokratisch gestaltete Endlagersuche, eine risikogerechte Haftpflichtversicherung für AKW und die entschiedene Förderung von Energie-Effizienz und -Einsparung sowie 50 Prozent erneuerbare Energien in Deutschland.

Sagen auch Sie JA zur Energiewende und demonstrieren Sie mit! Infos zu Anfahrt und Sammelplätzen finden Sie auf www.atommuell-lager.de
#7051
Aw: Asselauge: Alternativen zu E&Z unerwünscht?
Feb 09 2012 19:26:43
Die gesamte Sanierung der Asse wird derzeit von Herrn König alternativlos mit einer Auftragsvergabe an E&Z verbunden.

So wird an Assoziationen gestrickt, die oberflächlichen Lesern aufs neue die bekannte Eckert´sche Leier nahebringen: E&Z sei der Retter in der Not.
(Zu seinem eigenen, nicht zu überschätzenden Vorteil hat sich Eckert beim Hearing den oft gehörten Satz verkniffen:
"Wir sind die Guten!")

König folgt der Linie des niedersächsischen Umweltministeriums, das 2008 dem Gewerbeaufsichtsamt in Braunschweig den Fall Eckert und Ziegler aus der Hand nahm, um unbefristet (an der überprüfenden Behörde vorbei) die E&Z-Umgangsgenehmigung auf das ca. 300-fache des derzeit bekannten strahlenden ASSE-Inventars zu erhöhen.

Dies hatte den Charakter einer umweltpolitischen Weichenstellung.
In Unterlagen der Braunschweiger Stadtverwaltung vom letzten Jahr wird ganz offen darüber sinniert, dass man E&Z die Geschäfte mit Milliardenumsätzen in Thune ermöglichen solle.

Alternativen zum Atommüll im Wohngebiet Thune waren bei den Lobbyisten in den Verwaltungen seitdem nicht gefragt.

Dem beugt sich aktuell auch Herr König.
Wo sich dennoch Alternativen zeigten,
wurden sie konterkariert.

Die Zwischenlagerung ist nie wirklich diskutiert worden.
Kaum vorstellbar, dass das Volumen von ca.
2 Eurocontainern nicht auf dem Gelände des AsseII-Schachts untergebracht werden kann, wo schon jetzt grosse Mengen von Containern mit weniger belasteter Lauge herumstehen.
Die Radioaktivität des Beta-Strahlers Cs reicht nicht weit und ist einfach abschirmbar.

Die Bedenken gegen die Laugenverarbeitung unter Tage sind weder technischer noch "räumlicher" Natur.
3x3 Meter reichen laut Ausschreibung für die Filtrieranordnung.
Nicht umsonst war erst mal diese Variante in der Ausschreibung vorgesehen

Allein die strengen Vorschriften in der Asse, die mittlerweile komplett dem Atomrecht unterstellt ist, verhinderten,
dass Personen mit schwer überprüfbarer Qualifikation kurzfristig dort eingesetzt werden.

Das ist auf dem Firmengelände in Thune anders.
Als klar war, dass die russische Subfirma nicht in die Asse reindarf,
wurde als nächstes vom NMU die Verarbeitung der kompletten 80cbm in Thune vorgesehen.

Die Logik dieser Aktion ist doch die:
Man geht dorthin, wo die Standards niedrig genug sind.

Und genau gegen diese Logik wehren sich die Thuner.
Sie haben klar gesehen, dass dies schon die Probe aufs Exempel gewesen wäre.
Der Einstieg ins grosse Geschäft mit Hilfe der nur an diesem Standort inflationär niedrigen Strahlenschutzbestimmungen.

Es wurde vielüber die von E&Z in Anspruch genommene 2000-Stunden Aufenthaltsbegrenzung in der Nähe des Firmengeländes gesprochen...
Fakt ist: E&Z ist in Deutschland die einzige kerntechnische Anlage, die, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, auf diese 2000-Stunden-Regel angewiesen ist.

Faktisch werden aber die zulässigen Dosisleistungen mit Hilfe dieser Regel um den Faktor 4,38 erhöht.

Die Thuner erleben täglich, dass auf ihre Kosten beim Strahlenschutz getrickst und fragwürdige Messmethoden angewandt werden.

Bevor diese Unregelmässigkeiten aufgeklärt sind, will man von Seiten des BfS den Thunern nun schon die nächste Last aufbürden, und fordert das noch dreist als Solidarität ein:
Da frage ich mich schon mit wes Geistes Kind wir es hier zu tun haben...



Bevor ich es vergesse, noch ein Vergleich:
Die Urananreicherungsanlage in Gronau (die mitten im Wald liegt) produziert Kernbrennstoff für 10% aller AKWs weltweit.
Sie besitzt als maximale Ortsdosisleistung für Personen aus der Bevölkerung den zweithöchsten
Wert aller kerntechnischen Anlagen in Deutschland.

Den höchsten Wert hat E&Z.
E&Z übertrifft die genehmigten (und nicht immer ausgeschöpften) Werte der Gronauer Anlage (behördlich dokumentiert) sehr deutlich!


C.M.
#7032
Aw: Asselauge: Wo sind die Lösungen und Alternativen?
Feb 09 2012 14:10:24
Dann beauftragt doch E&Z die Lauge mit Hilfe seines russischen Sub-Unternehmers aufzubereiten!

Ich glaube, dass andere Gründe dagegen sprechen, um in naher Zukunft die Lauge in der ASSE zu behandeln.

Räumliche Gründe: die Asse bietet eben momentan nicht die erforderliche Arbeitsumgebung, um Umwelt und Mitarbeiter bei der Behandlung der Lauge vernünftig abzuschirmen

Auch hier muss die verstrahlte Restmenge transportiert werden.
Schacht Konrad steht als Lagerstätte nicht oder noch nicht zur Verfügung, so dass das gleiche Risiko beim Transport andere Städte und Gemeinden betreffen würde.

Also wäre die Behandlung in Thune eine mögliche Alternative. Selbstverständlich unter Ausschöpfung aller möglichen Sicherheitsmaßnahmen beim Transport und bei der Behandlung.


Es handelt sich bei der Behandlung der Lauge nicht um einen Dauerzustand. Ich bin der Meinung, man könnte diesen Kompromiss den Bürgern in Thune zumuten!

Eine weitere Alternative wäre zum Beispiel, die Lauge unbehandelt zwischenzulagern! Aber wo? Auch hier sind wieder die gleichen Probleme. Oder lasst doch die Lauge dort, wo Sie ist und wartet auf ein Wunder!
Wie will man überhaupt nur ein Fass aus der Asse bergen, wenn schon die Behandlung der Lauge so ein Problem darstellt?
#7030
Aw: Asselauge: Wo sind die Lösungen und Alternativen?
Feb 09 2012 13:07:19
Du kennst doch die Lösung, ASSE-Lauge kann problemlos gefiltert werden...steht doch sogar in der Pressemeldung des Ministeriums nach Abschluß der 100 Liter-Versuchsfilterung (steht sogar auch auf der Homepage von Eckert&Ziegler)...

... nur eben nicht machbar von Eckert& Ziegler, sondern von der anderen Firma.

Die braucht nur beauftragt werden.

Also schreib Briefe an Herrn König vom BfS und ans Ministerium, erinnere sie an ihre eignen Erkenntnisse ... die BI macht das schon lange.
#7029
Asselauge: Wo sind die Lösungen und Alternativen?
Feb 09 2012 11:51:47
Mich interessieren echte Lösungen und Alternativen! Was wird nun mit der Asselauge?

Gibt es konkrete Planungen für die nahe Zukunft?

Wer könnte die Entsorgung übernehmen?
#7028
Wieso Thune? Weshalb nicht in der ASSE?
Feb 09 2012 11:13:00
Also, so wie ich das verstehe, hat demzufolge Eckert & Ziegler gar nicht das Knowhow, die Lauge allein und eigenständig zu bearbeiten, sondern braucht dazu die russische Firma, die Expertise und Erfahrungen vorzuweisen haben, was Eckert offenbar noch fehlt.

Warum nicht gleich in Russland?

Die russische Firma aber wird wohl aufgrund von irgendwelchen Geheimhaltungsauflagen in der ASSE selbst nicht zugelassen und deshalb wird Eckert nicht in der ASSE mit dem russischen Expertenteam sein Ding durchziehen können. Hier liegt die Krux also bei den Behörden. Alternative wäre, die Sache gleich von den russischen Experten in Russland machen zu lassen, was aber auch bedeuten würde, dass lange Transportwege vonnöten sind und die dortige Bevölkerung belastet würde.

Daher hat Eckert wohl entschieden, die Bearbeitung der radioaktiven Laugen lieber auf dem eigenen Betriebsgelände zu betreiben - natürlich zusammen mit dem russischen Expertenteam (ohne, dass es ja offenbar erstmal kein Geschäft geben kann). Die Genehmigungen dazu hat ja Eckert bereits.

Weshalb so viel Geheimniskrämerei?

Ohne die russischen Experten läuft nichts, und deshalb auch keine Verarbeitung in der ASSE. Hier liegt die Krux. Weshalb ist so viel "Geheimhaltung" vor den ausgewiesenen russichen Experten eigentlich notwendig? Was hat man eigentlich dort noch zu verbergen? Wesentliches Knowhow kann es ja eigentlich nicht mehr sein.

Wäre doch angeraten und dringend geboten, dass man sich gegenseitig informieren würde, erfahren macht, um evt. weltweit das Atommüll-Problem zu lösen. Und dass man es nicht so macht, wie das marode deutsche Vorbild "ASSE-Endlager" ja deutlich zeigt, dürfte weltweit bekannt sein. Davon kann keiner lernen, auch die Russen nicht!

@ Rosenbaum,
nochmals erinnernd an meine Frage, wieviel Gewerbesteuer denn mit dem gefährlichen Vorhaben von Eckert reinkommt? Und ob sich die Gefährdung damit in Thune lohnt?

Gruß
Helmhut
#7027
Aw: Alternativen aufzeigen!
Feb 09 2012 10:50:46
Castor schrieb:

Was ist die Alternative zu Thune? Gibt es Info dazu, dass es technisch möglich ist, die Lauge direkt am Asseschacht oder Untertage zu behandeln?

Wie soll das konkret gemacht werden?


Wieso denn "Thune"?

Die Lösung des Problems erfolgte nicht "in Thune", sondern in der mobilen Apparatur von Alliance Gamma mit deren Patent (Ionentauschverfahren), mit deren Personal und deren Gerätschaften.

Der sog. Abgrenzungsvertrag zwischen der Fa. Eckert&Ziegler (die den Auftrag hatten, ihn aber nicht allein erfüllen konnte) und der Sub-Fachfirma Alliance Gamma (die nicht beauftragt waren, von deren Einschaltung wohl auch niemand wissen sollte) erlaubte keinen offiziellen Einsatz der Moskauer am und im ASSE-Schacht.

Im Vermerk des Gewerbeaufsichtsamtes GAA vom 20.7.2011 heißt es dazu:
Zwischen der Fa. Eckert&Ziegler und der Fa. Alliance Gamma aus Moskau ist ein Abgrenzungsvertrag (siehe Anlage) geschlossen worden, um das Arbeiten im Kontrollbereich zu ermöglichen...

Wenn Herr Eckert von Eckert&Ziegler so offen, problemlösend und freundlich ist, dann möchte er doch bitte z.B. den "Abgrenzungsvertrag" mit Alliance Gamma auf den Tisch legen. Da könnte dann was von Konkurrenzschutz drinstehen oder Schweigeklausel über die GEschäftsbeziehungen untereinander, jedenfalls war es nicht Herr Eckert, der die Info über die Moskauer Hilfe rausgebracht hat.
#7026
Alternativen aufzeigen!
Feb 09 2012 10:36:52
Rosenbaum schrieb:
....
Die sollte doch mit seinem fachlichen Einverständnis gar nicht in Thune, sondern problemlos im ASSE-Schacht unter Tage filtriert werden, wie ein Brief des Umweltministeriums vom 22. März 2011 Auskunft gibt. Da steht:

Da Versuch im Betrieb von Eckert&Ziegler Nuclitec (EZN) in Braunschweig mit ASSE-Lauge als problematisch angesehen werden, wurden hier Alternativen gesucht.
Herr Bluth hat dazu am Freitag, 18.3.11, anläßlich des Besuches des Ministerpräsidenten auf der ASSE mit Herrn König über die Entsorgung gesprochen.
Danach gäbe es gegen untertägige Versuche zur Entfernung von Cs-137 aus der Lauge und spätere Bearbeitung der gesamten Lauge aus dem Sumpf keine Einwände.
(email vom Ministerium an das BfS vom 22.02.2011)



Was ist die Alternative zu Thune? Gibt es Info dazu, dass es technisch möglich ist, die Lauge direkt am Asseschacht oder Untertage zu behandeln?

Wie soll das konkret gemacht werden?
#7024
König vom BfS treibt schäbiges Spielchen...
Feb 09 2012 10:13:02
Auch Herr König (BfS) treibt ein Spielchen (von wegen Solidarität der Braunschweiger, nicht die ASSE-Lauge in Thune haben zu wollen)...
Die sollte doch mit seinem fachlichen Einverständnis gar nicht in Thune, sondern problemlos im ASSE-Schacht unter Tage filtriert werden, wie ein Brief des Umweltministeriums vom 22. März 2011 Auskunft gibt. Da steht:

Da Versuch im Betrieb von Eckert&Ziegler Nuclitec (EZN) in Braunschweig mit ASSE-Lauge als problematisch angesehen werden, wurden hier Alternativen gesucht.
Herr Bluth hat dazu am Freitag, 18.3.11, anläßlich des Besuches des Ministerpräsidenten auf der ASSE mit Herrn König über die Entsorgung gesprochen.
Danach gäbe es gegen untertägige Versuche zur Entfernung von Cs-137 aus der Lauge und spätere Bearbeitung der gesamten Lauge aus dem Sumpf keine Einwände.
(email vom Ministerium an das BfS vom 22.02.2011)


Wieso tut Herr König nun so, als ob es nur in BS-Thune gehe und das ganze eine Frage der "Solidarität" mit den ASSE-Anwohnern sei, die ASSE-Lauge in Thune zu bearbeiten?

Von der mangelnden Kompetenz (Stichwort: Alliance Gamma) mal ganz zu schweigen.
#7023
9.2. BISS-TREFFEN zum Thema "Asselauge in BS-Thune"
Feb 08 2012 11:28:10
Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) Wenden-Thune-Harxbüttel lädt herzlich zum
nächsten Treffen ein!
 
Donnerstag, 9. Februar 2012, 19:00 Uhr
Gemeinschaftshaus Wenden
Veltenhöfer Str. 3 (über der Post), BS­-Wenden

 
Themen:
 
* Kurzberichte, Verschiedenes
   -Strahlungsinventar (neuer Zwischenstand)
   -Strafanzeige (Sammeln weiterer Informationen für die Staatsanwaltschaft)
   -Remlinger Erklärung unterzeichnen?
    www.asse2.de/download/flyer-remlinger-erklaerung.pdf
 

* Ratssitzung am 28.2.2012
   -Veränderungssperre steht auf der Tagesordnung
   -Kommunikation mit Ratsmitgliedern
   -eigene Vorplanungen der BISS zum neuen Bebauungsplan

* Krebsfälle und fehlende Mädchengeburten
    -Erhebung von Daten einfordern?

* Vorbereitung Lichterkette 2012 (siehe auch www.lichterkette2012.de )


* Planungen für die nächste Informationsveranstaltung der BISS

* kurz: Vorstellung und Besprechung eines Logos für den Standort


 
Mit freundlichen Grüßen,
BISS Wenden-Thune-Harxbüttel
 
#7017
Aw: E-mail zum Nachlesen
Feb 07 2012 16:43:44
Castor schrieb:


Könnte man bitte die gesamte E-mail veröffentlichen, nicht nur einige Sätze?


Vielleicht warst Du ja auf der Bürgerversammlung am 6.9.2011 in Wenden anwesend?
Da wurde die komplette Mappe an alle verteilt und da ist auch dieser Brief vom Umweltministerium an das BfS.

Grundsätzlich kannst Du aber auch noch die weiteren Briefe und Vermerke selbst auch beim Umweltministerium Akten-einsichten. Einfach Antrag stellen nach Umweltinformationsfreiheitsgesetz.
#7008
E-mail zum Nachlesen
Feb 07 2012 13:56:09
Rosenbaum schrieb:

Im vorstehend als Faksimile dargestellten Brief vom 22. März2011 steht:

Da Versuch im Betrieb von Eckert&Ziegler Nuclitec (EZN) in Braunschweig mit ASSE-Lauge als problematisch angesehen werden, wurden hier Alternativen gesucht.
Herr Bluth hat dazu am Freitag, 18.3.11, anläßlich des Besuches des Ministerpräsidenten auf der ASSE mit Herrn König über die Entsorgung gesprochen.
Danach gäbe es gegen untertägige Versuche zur Entfernung von Cs-137 aus der Lauge und spätere Bearbeitung der gesamten Lauge aus dem Sumpf keine Einwände.
(email vom Ministerium an das BfS vom 22.02.2011)


Könnte man bitte die gesamte E-mail veröffentlichen, nicht nur einige Sätze?
#7005
Aw: BZ befördert Legendenbildung zur angeblichen Kompetenz von Eckert & Ziegler
Feb 07 2012 10:31:50
Im "Wolfenbütteler Schaufenster" vom 05.02.2011 (Seite 8) wurde ein Gespräch mit BfS-Präsident König veröffentlicht:

"Jeder muss für sein Tun geradestehen" - so die vielsagende Überschrift, die jedem anständigen verantwortungsbewussten Menschen sofort aus der Seele sprechen muss. Ich erspare euch hier die Details.

Natürlich! - wird man nickend zustimmen. So sollte es sein! Aber haben wir nicht gerade deswegen die Probleme mit Atommüll, Sicherheitsmängel, erhöhten Strahlenwerten, Krebsrisiko, Endlagerfrage hier in unserer Region? Eben, weil Verursacher und Politik nicht für ihr Tun gerade gestanden haben oder werden?

Aber Königs Appell geht ja nicht an Verursacher, Ex-Helmholtz-Betreiber oder jahrelange Atompolitik, sondern... wen wundert's - an uns. So, als müssten wir jetzt geradestehen für das, was über unsere Köpfe hinweg jahrelang entschieden, verschwiegen und Tatsachen geschaffen hat.

Interessant aber im Zusammenhang mit der Legendenbildung und der zuvor vorgesehenen Bearbeitung in einer Konditionierungskammer IN der ASSE scheint jedoch diese kleine
fast nebensächlich wirkende Bemerkung Königs:

Auf die Frage "Was bedeutet das konkret für die Arbeiten im Schacht?" antwortet König:
"Wir müssen zeitaufwendige Verfahren entschlacken, Vorschriften flexibler auslegen sowie die Maßnahmen zur Verhinderung eines unkontrollierten Wasserzutritts und die Arbeiten für den Notfall konsequent umsetzen.

Parallel müssen wir alle zielführenden Schritte zur Rückholung der Abfälle bearbeiten. Als Beispiele seien die Anlage zur Konditionierung und Zwischenlagerung genannt und insbesondere der Bau eines weiteren Schachtes..."

Hier erwähnt er also eine "Anlage zur Konditionierung". Meint er jene, die offenbar schon zuvor lange in der ASSE geplant ist?

Gruß
Helmhut

P.S: Recht gute Pressearbeit von den Aktivisten, die die Lichterkette 2012 organsieren, ein Aufruf mit allen Fakten, Daten und Adressen war ebenfalls im "Wolfenbütteler Schaufenster" (5.2.2012, Seite 22) veröffentlicht - leider ohne Bild des Plakates, nur ein kleines gelbes AufpASSEn-A war auf einem Foto zu sehen.
#7002
Legendenbildung zur ASSE-Lauge: König wusste Bescheid
Feb 07 2012 10:29:28
Welches Spielchen treibt Herr König vom BfS?

Im vorstehend als Faksimile dargestellten Brief vom 22. März2011 steht:

Da Versuch im Betrieb von Eckert&Ziegler Nuclitec (EZN) in Braunschweig mit ASSE-Lauge als problematisch angesehen werden, wurden hier Alternativen gesucht.
Herr Bluth hat dazu am Freitag, 18.3.11, anläßlich des Besuches des Ministerpräsidenten auf der ASSE mit Herrn König über die Entsorgung gesprochen.
Danach gäbe es gegen untertägige Versuche zur Entfernung von Cs-137 aus der Lauge und spätere Bearbeitung der gesamten Lauge aus dem Sumpf keine Einwände.
(email vom Ministerium an das BfS vom 22.02.2011)


Und jetzt tut derselbe Herr König so, als hinge alles an fehlender Solidarität, die Lauge in BS-Thune bearbeiten zu lassen ?
#7001
Aw: BZ befördert Legendenbildung zur angeblichen Kompetenz von Eckert & Ziegler
Feb 06 2012 11:26:13
Sollte Herr Maus denn übersehen haben, dass das "erprobte technische Verfahren" eben nicht in Thune vorhanden ist ?

Dafür hatte man doch die Sub-Firma Alliance-Gamma mit Personal und Apparatur
ausMoskau geholt. Schon vergessen ?

Dann hier auch noch dieser Vermerk vom 20.7.2011


Subfirma führte die probeweise Filtrierung der ASSE-Lauge durch

Weshalb nun dieses Versteckspiel und warum die Legendenbilung durch die BZ über die angebliche Kompetenz von Eckert&Ziegler ?

Wie ist das Umweltministerium überhaupt auf Eckert &Ziegler gekommen

1. Das Nieders. Umweltministerium hatte vor 1 1/2 Jahren die Entsorgung der ASSE-Lauge ausgeschrieben.
In der Ausschreibung war gefordert, die Entsorgung sollte vor Ort in der ASSE unter Tage vorgenommen werden,
Darauf bewarb sich Eckert&Ziegler. Die Entsorgung wurde beschrieben als durchführbar mit einer Apparatur mit Platzbedarf von 3 x 3 Metern, also durchaus machbar auch bei den begrenzten Platzverhältnissen unter Tage.

2. Nachdem Eckert& Ziegler den Zuschlag vom Ministerium bekommen hatte, wollte die Fa. plötzlich die Behandlung der Lauge nicht mehr unter Tage durchführen, sondern lieber in Thune, Außerdem wolle man die Wirksamkeit der Entsorgungstechnik erst einmal an 100 Litern Lauge testen.

3. Der Entsorgungstest wurde dann tatsächlich in Thune am 18.Juli 2011 durchgeführt, nur nicht von Eckert & Ziegler oder einer der dort ansässigen Firmen (Buchler, GE Healthcare), sondern von der Moskauer Firma Alliance Gamma.
Diese Firma hat die Kompetenz für das zur Anwendung gekommene Ionentauscher-Verfahren zur Ausfällung des radioaktiven Cäsiums, nicht Eckert&Ziegler.

Soweit die Fakten, die h i e r nachgelesen werden können.

Soweit die in den Akten des GAA nachlesbaren Fakten.

Folgende Fragen sind nun offen:

1. Frage: Warum betraut das Nds.Umweltministerium bzw. das BfS nicht die russische Firma Alliance Gamma, die über das Know-how verfügt und auch die entsprechende Apparatur zur Verdichtung der Lauge unter Tage besitzt?

2. Frage: Seit wann wußte man bei den Behörden von dem Umstand, dass die Fa. Eckert&Ziegler gar nicht selbst kompetent war?

3. Frage: Warum tut man offiziell z.B. beim BfS (Herr König) immer noch so, als könne das Laugenproblem der ASSE durch Transport und Behandlung in Thune gelöst werden, obwohl die Verantwortlichen des BfS immer beim Schriftverkehr und bei den emails auf "cc" waren?


Warum diese Fragen wichtig sind?
Die Behandlung der ASSE-Lauge zum einen und unter Tage zum anderen war immerhin die Geschäftsgrundlage der Ausschreibung.

Eckert&Ziegler konnte oder wollte aber nicht und schon gar nicht unter Tage; dafür hätte es dann wg. Alliance Gamma einer Extra-Zugangsgenehmigung in der ASSE bedurft... (sollte doch niemand erfahren, wer kompetenz hat und wer nicht).

Das Ministerium merkte das recht spät, korrigierte dann selbst die eigenen Fehler der Beauftragung und beendete am 27.10.2011 das Eckert´sche Versteckspiel von "Kompetenz" und Firma-wechsle-dich mit der Presseerklärung :

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz schließt eine Beauftragung der Firma Eckert & Ziegler zur Behandlung weiterer Asse-Laugen am Standort Braunschweig aus. Das Braunschweiger Unternehmen war von der niedersächsischen Landessammelstelle für radioaktive Abfälle beauftragt worden, einen Versuch mit 100 Litern kontaminierter Asse-Lauge durchzuführen, um eine Entsorgungsmöglichkeit aufzuzeigen.
www.umwelt.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=2147&article_id=100054&_psmand=10


... eine Presseerklärung... , die so für sich genommen ohne das Hintergrundwissen nicht logisch klingen kann.

Deswegen zur Aufhellung, wer hier wie falsch spielt, die obigen Fragen.
#6984