| Einwohnerversammlung mit großem Polizeiaufgebot |
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| Geschrieben von: Ralf Beyer |
| Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 23:53 Uhr |
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Von einer Schließung der Grasseler Strasse betroffen: Nordbezirke und der Landkreis Gifhorn Am 16. Juni 2010 war es soweit: OB Dr. Hoffmann wollte die Bürgerinnen und Bürger im Norden Braunschweigs über die möglichen verkehrlichen Alternativen und ihre Auswirkungen nach der beabsichtigten Schließung der Grasseler Straße informieren. Die steht einer Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens im Wege. Auf ihrem Gang zur Versammlung in der Aula der Grundschule Waggum trafen die Bürgerinnen und Bürger allerdings zunächst auf ein großes Polizeiaufgebot, das sich weiträumig um das Versammlungslokal positioniert hatte.
Als alle saßen, erschien Hoffmann dann erwartungsgemäß durch einen Hintereingang, der ihm den Gang durch die Mitte seiner eingeladenen Gäste ersparte. Auf dem Podium saßen seitens der Stadt die Herren Leuer (Tiefbau, Verkehr), Lehmann und OB Dr. Hoffmann, für den Ortsrat Kliesch und seitens der Gutachter Michael (WVI) und Elias (Kuhn und Partner). In der zweiten Reihe tummelten sich dann die Herren Gelfert (Flughafengesellschaft), Stegemann (Stadt) und einige andere.
Die Versammlung lief seitens der Veranstalter wie üblich ab: Vorträge der Gutachter und des Tiefbauamts. Welche Verkehrsvariante denn nun genommen werde, blieb aber wie erwartet offen. Hoffmann: der Rat hält weiter an der sogenannten Ostumfahrung fest, entschieden wird jedoch durch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Gerade so, als ob es hier keine Verbindung gäbe. Die Grasseler Straße werde im übrigen im November 2010 gesperrt.
Ganz anders das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diejenigen, die Fragen stellen durften (u.a. war der unmittelbar betroffene Landkreis Gifhorn ausdrücklich ausgenommen worden), öffneten ein weites Spektrum ihrer Betroffenheit und Enttäuschung sowohl über die geplante Schließung der Grasseler Strasse als auch zur Rolle des Stadtbezirksrats mit Ortsbürgermeister Kliesch (CDU), durch den sich viele Menschen nicht vertreten sahen. In nicht einer der ca. 20 Wortmeldungen war hinsichtlich der Verkehrswegeplanung nach Schließung der Grasseler Straße Zustimmung erkennen. Schließlich die Frage eines der ältesten Versammlungsteilnehmer an Hoffmann: Der Bundespräsident konnte zurücktreten, warum nicht auch Sie?
Pfarrer Dedekind aus Waggum brachte das generelle Unbehagen vieler Anwesender auf den Punkt: Der soziale Friede sei durch das Vorgehen der Verwaltung gegenüber den vom Flughafenausbau und von der Schließung der Grasseler Strasse betroffenen Bürgern gestört. Selbst einer Einladung zu einem vermittelnden Gespräch unter Leitung von Landesbischof Prof. Weber sei Hoffmann nicht gefolgt. (Anmerkung: wenig später hatte der betroffene Landkreis Gifhorn die gleiche Erfahrung machen müssen.)
Als Hoffmann zu seinem Schlusswort anhob, begann der Auszug der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Vorbei an Transparenten gegen die Schließung der Grasseler Straße und verabschiedet mit einer Einladung zur nächsten Versammlung der Bürgerinitiative gegen die Startbahnverlängerung und gegen die Schließung der Grasseler Strasse am Dienstag, den 29. Juni 2010, 19 Uhr, im ev. Gemeindezentrum, Kirchblick 3, 38110 Braunschweig-Waggum.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. März 2011 um 15:48 Uhr |
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Im Forum diskutieren. (7 posts)
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Aw: ...Sehrt, Kliesch &Co. in die andere Richtung
Jun 21 2010 13:05:59 Vorn ist auch neben dem (Noch)Bezirksbürgermeister Kliesch der SPD-Obmann Stülten zu sehen, einträchtig schreitend mit den übrigen SPD und CDU-Vertretern Kliesch und Sehrt.
Ich hatte gedacht, die SPD-Leute im Norden wollten eigentlich mehr den Schulterschluss in der Bürgerinitiative suchen |
#2429 |
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Aw: Einwohnerversammlung mit großem Polizeiaufgebot
Jun 20 2010 21:37:40 Ich muß zugeben, ich hatte große Bedenken, dass so eine Aktion in dem CDU geprägten Waggum auf fruchtbaren Boden fällt.... und ich muß sagen, ich bin hocherfreut, dass soviele Leute gewunken und geklatscht haben als wir vorbeigezogen sind.
Natürlich gab es auch kritische Blicke und abfällige Handzeichen... aber das war etwas völlig Neues für Waggum... da fährt zwischen den Spielmannszügen und Ortsvereinen ein Revolutionswagen daher, begleitet von Waldschräten und gelben Westenträgern in bester Laune... das kennt die Dorfgeschichte seit über tausend Jahren nicht. Es wäre sehr zu wüschen, dass die Initiative der Bürger die auf dem heutigen Umzug in Waggum ein weiteres Zeichen ihres Protests gesetzt haben, allen anderen Mut machen, ihre Meinung zum den Ausbau des Flughafens lautstark zu äußern. |
#2426 |
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...Sehrt, Kliesch &Co. in die andere Richtung
Jun 20 2010 15:58:56 Begegnungen der anderen Art ... hier auf dem Waggumer Volksfest:
(zur Betrachtung der näheren Gesichtsmimik einfach durch Draufklicken das Bild vergrößern) Hier der Festwagen der BI Waggum: (Quelle: www.waggum.de) Für´s Spaßbad wurden bereits ca. 7 Mio.€ in den Sand gesetzt, für einen Tunnel haben die Parteien CDU/FDP, SPD und - wie man sich ganz aktuell äußert - auch die Grünen kein Geld übrig. Hier noch ein Bild: |
#2423 |
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Aw: Einwohnerversammlung ...Grüne im Abseits
Jun 20 2010 09:48:12 Die Grünen lehnen Tunnellösung ab
www.waggum.de/pdf/antwort_gruene_tunnel_6-2010.pdf Die Argumentation mit den zu hohen Kosten ist völlig daneben. Gerade wurden die für`s Spaßbad in den Sand gesetzten rd. 7 Mio. Planungskosten bekannt, da gibt es keine Bedenken seitens der Grünen, sondern nur betretenes Schweigen ... vielleicht, weil die Grünen auch beim Spaßbad die Bürgerbewegung für den Erhalt der Stadtteilbäder nicht unterstützt haben? |
#2421 |
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Aw: Einwohnerversammlung mit großem Polizeiaufgebot
Jun 18 2010 17:02:28 Mal abgesehen von der ungewöhnlich hohen Schutzbedürftigkeit des Oberbürgermeisters hat er das Gebäude offenbar über eine Feuertreppe, die in die oberen Klassenräume führt, betreten - rückwärts über einen Fluchtweg um sich den Weg durch die Menge zu ersparen - sehr heldenhaft.
Der Veranstaltungsort war ebenfalls misslich gewählt... warum pfercht man 350 Leute in eine viel zu kleine Aula, wo 30 m weiter eine leere Turnhalle steht... Hatte man eine noch höheren Teilnehmerzahl befürchtet... evt. noch ein paar Bechtsbüttler, Meiner und Hondelager Bürger die zu dem Thema sicherlich etwas beizusteuern hätten ? Das würde auch die Vorankündigung in der Zeitung erklären.... Die Fragen und Aussagen der Bürger haben mir sehr gut gefallen ! Der Tenor bleibt, dass das Bauvorhaben und seine Auswirkungen für die Bürger im Norden nur Nachteile bringt...Verkehrsführung, Lärm, Verlust des Naherholungsgebiets... einen Vorteil für die Anwohner vermag ich nicht zu erkennen. |
#2411 |
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Aw: Einwohnerversammlung mit großem Polizeiaufgebot
Jun 17 2010 13:11:51 Ich melde mich zurück und wiederhole mich.
Gegen die Infamität des Lebens (seit wann ist OB Hoffmann eigentlich unser Leben?! sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe. Laut Hermann Hesse jedenfalls. Zu dem Ausschluß bei wichtigen Veranstaltungen: Denk Dir doch einfach, Du vertrittst einen Angehörigen, der im Norden von Braunschweig wohnt. Eine weitere Möglichkeit wäre, jeden Waggumer / Bienroder zum Paten für den Rest von Braunschweig und ganz Gifhorn zu machen und auf diese Weise den Zutritt zu ertricksen. Bei einem OB wie diesem ist eine Vorgehensweise ala Till Eulenspiegel oder der Schildbürger erlaubt. |
#2405 |
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Aw: Einwohnerversammlung mit großem Polizeiaufgebot
Jun 17 2010 09:31:17 Hier dazu ein kleiner Einblick für die Draussen-Gebliebenen nicht nur aus dem Süden Gifhorns:
(Quelle: www.waggum-online.de ) Weitere Eindrücke dazu werden hier auch unter folgenden Threads diskutiert: Meines Bürgermeisterin platzt der Kragen |
#2403 |





















