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VW bekommt keine Ruhe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Samstag, den 26. Juni 2010 um 20:53 Uhr

Wie passen das VW-Artenschutzprogramm und die Waldvernichtung für ein VW-Luftfracht-Drehkreuz zusammen?


...auf diese Frage läuft die für den VW-Konzern durchaus unangenehme Medienpräsenz der letzten Tage hinaus.


Gleich vier Artikel innerhalb von 24 Stunden in den zwei Wolfsburger Tageszeitungen "Wolfsburger Nachrichten" sowie der "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" überraschten den Konzern in seiner Heimatstadt Wolfsburg.

 

VW ist immerhin der gewichtigste Gesellschafter der Flughagengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg.

Dort sitzt in diesem faktischen Tochterunternehmen des VW-Konzerns auch noch für die Stadt Wolfsburg deren Oberbürgermeister Schnellecke, im Nebenberuf Spediteur und Zulieferer des VW-Konzerns.

Siehe dazu auch die Diskussion "Pläne für Schnellecke-Luftdrehkreuz längst in der Schublade?".


Die VW-Verantwortlichen könnten nicht nur eingreifen, um weitere Vernichtung eines Eremitenwaldes zu stoppen, sie müssten es, nähmen sie ihre Selbstverpflichtung zum Artenschutz ernst.

Das Zeitfenster der Glaubwürdigkeit für VW schließt sich.


Wenn gewartet wird, bis über die EU-Kommission das VW-Flughafenprojekt gekappt wird, wäre es zum Umsteuern für den Konzern zu spät.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Juni 2010 um 14:56 Uhr
 
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Diskutieren (27 Posts)
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 27 2010 23:51:57
Also hier eine neue Version:



#2867
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 27 2010 22:26:40
Hey Boris,
danke erst einmal.
Habe vielleicht einen zu ausgeprägt Sinn für Gerechtigkeit und habe auch meine Einstellung die ich vertrete.
Liegt vielleicht auch an meinmer belgischen Herkunft und natürlich an Lebenserfahrung die ich gemacht habe.
Mag zwar bei manchen nicht unbedingt auf Wohlwollen stoßen,aber ich sehe halt die Dinge wie sie sind.
Wenn mn was bewegen will muss man halt schieben und drücken, sonst wird das nichts.


#2865
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 27 2010 14:16:31
Luziefer-bs1 schrieb:

Das ganze nennt man Zivilcourage und davon scheint es immer weniger zu geben.
Ich hoffe das dieses damit geklärt sein sollte.


lass mal, hier wo ich im moment lebe wärst du dafür im gefängnis gelandet und sicher erst nach jahrzehnten wieder frei wenn überhaupt.
wie sagt man so schön, rückrad oder arsch in der hose haben das gibt es doch schon lange kaum noch in deutschland. das sieht man doch gerade die letzte zeit bei dem ausbau des flughafens in braunschweig. wenn ich alles richtig verstanden habe dann ist ja wohl nicht mal die finanzierung klar aber der ausbau voll in gang, sowas ist doch ganz schlimm.
warum man da nicht erfolgreich gegen ankommt ist auch klar weil alles korrupt und miteinander verworren ist. entweder sitzt man zusammen in einem aufsichtsrat oder schuldet einem auf andere art etwas und pinkelt daher dem anderen nicht ans bein könnte ja zum nachteil für einen selbst sein.
zivilcourage eben wie du es nennst stimmt, aber das war mal und das auch schon ganz selten.
dachte auch das hier auf dieser seite ein wenig mehr freiheit herrscht aber auch hier ist das beugen nach dem diktat der mächtigen dann doch wichtiger als mit ehrlichen videos oder berichten anzuecken.
leider habe ich den link auch nicht mehr und weiss auch nicht von wo das kam aber wenn man hier den link wieder nennt gibt es wohl wieder die bekannten probleme. schade aber lass dich nicht runterkriegen und bleibe bei deiner einstellung auch wenn man dir hier keine unterstützung geben will

boris
#2858
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 27 2010 11:29:49
Hey,
vielleicht kann ich ja mal zur Aufklärung beitragen.
Zum ersten stehe ich zu dem Video und zwar genau so wie es gemacht ist,ohne wenn und aber.
Es nervt langsam das einem immer eine braune Maße icn den Mund geschoben werden soll und dort umgedreht wird.
Ich mag braun nicht,sei es Politisch,Idiologisch oder ist sonst welcher Form.
Zum besagten Trailer:
Dieser ist nicht von Edgar Wallach, sondern von einen Namhaften deutschen Unterhaltungskünstler,der von mir aus Urheberechtlichen Gründen bearbeitet wurde.
Das heißt von der Geschwindigkeit verändert wurde und daher als Eigenwerk gilt.
Weiterhin wenn man den Trailer genau betrachtet, wird man ganz klar erkennen das damit gemeint ist, das hier über Leichen gegangen werden soll, sei es über den Eremiten, aber auch das eine ganze Region in eine Hinterhoflage gebracht wird und somit genauso Tot ist.
Davon ab ist bisher bei allen Protesten die vorort waren niemals Gewalt in jeglicher Form von den Demonstraten oder den Bürgern ausgegangen, eher war es doch wohl umgekehrt.
Eine Gewaltverherlichung ist das nicht,eher eine festgestellt Tatsache.
Davon mal ab sind alle Aktionen die von mir aus oder wo ran ich beteiligt war, immer friedlich ohne Gewalt von statten gegangen.
Sei es die Demo Freiheit statt Angst in Braunschweig mit 400 Personen oder aber in Berlin wo der Piratentruck bei der Demo gefahren ist und das Uferstraße Weihnachtsfest, wo doch angeblich mit Messerattacken und herumliegenden Leichen gerechnet wurde.
Gewalt kenne ich eigentlich nur von Seiten bestimmter Personen die mit allen Mitteln Tatsachen verdrehen oder aber eine wahrheitsgemäße Berichterstattung verhindern wollen.
Auf Grund meiner Erfahrungen die ich gemacht habe und immer noch mache, wäre es sogar gerechtfertigt Gewalt als Notwehr ein zusetzen, aber wer Gewalt säat wird Sturm ernten.Im Gegensatz zu einigen wenigen habe ich einen Kopf zum denken und nicht zum Haareschneiden und meine Hände sind nicht dafür geschaffen um mit Fäusten auf schwächere Einzuschlagen.
Lieber nehme ich die Füße und trete nach oben, die haben das eventuell mehr verdient.
Wer also damit Schwierigkeiten hat,kann das gerne mit mir persönlich durch diskutieren.
Nach wie vor stehe ich genau zu dem was ich mache und tuhe und im Gegensatz zu den meisten übernehme ich auch die volle Verantwortung dafür.
Das ganze nennt man Zivilcourage und davon scheint es immer weniger zu geben.
Ich hoffe das dieses damit geklärt sein sollte.

Allen einen schönen Freitag

#2856
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 26 2010 08:24:00
Hallo Boris,

erst einmal herzlich willkommen unter den Schreibern im Forum.

Gegen das Video hat es Bedenken gegeben wegen der Eingangssequenz mit dem Edgar-Wallace Trailer (Pistole an die Schläfe mit akustischer Untermalung von Schüssen).

Um Mißverständnissen aus dem Wege zu gehen, wer Gewalt gegen wen oder gegen was ausübt, wurde das video in Absprache mit dem Autor aus dem Forum genommen.
Über Privat-mail z.B. dieses Forums kannst Du aber jederzeit mit dem Autor des Beitrages kommunizieren, falls Du nähere Infos dazu haben möchtest.
#2851
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 26 2010 06:04:06
ich lese hier schon lange mit. und nun bin ich der meinung das hier doch vor ein paar tagen ein video war?
auch passen die antworten irgendwie nicht zueinander, als ob da was fehlt.
auf der dorfseite von waggum meine ich war auch ein hinweis, alles weg. gibt es einen grund warum man das video hier wieder weggenommen hat?
endlich mal ein videobericht der zeigt wer hinter diesem ganzen affenkram am flughafen steht und das war es auch schon wieder? hat euch vw druck gemacht oder was ist los? sonst seit ihr doch auch nicht so zurückhaltend.

boris
#2848
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 23 2010 11:06:15
Hey,
danke,danke,hat mich einige Stunden Arbeit gekostet.
Aber versprochen ist versprochen.
Mit nachhaltigen Werbefilmen habe ich es nicht so,lieber wären mir Zukunftsweisende.
Nachhaltig hat für mich so einen bitteren Beigeschmack.
Hier wird ja auch nachhaltige Politik betrieben und wie die aussieht kann man ja den Bilder oder besser noch vor Ort in Waggum sehen.
Vielleicht noch etwas zu erklärung zum Video,natürlich hat man sofort versucht das Video außer gefecht zu setzen.
Hat auch noch etwas arbeit gemacht.
Nicht nur das man alles Fertigen muss, von der Musik bis hin zu den Bildern,alles zusammenfügen und einstellen, sondern auch noch gleich dafür sorgen,das es nicht sofort entfernt wird.
Aber mal sehen, die Herren hier sind ja recht erfallsreich, wenn es darum geht nur ein bestimmtes Meinungsbild zu zulassen.
Davon aber mal abgesehen,wäre das ganze natürlich nicht ohne die BI's in Waggum und Umgebung, möglich gewesen.
Also habe ich mich zu bedanken, was ich hiermit auch mache.
Aber davon mal ab,gebt mal VW Umweltkonzept 2010 bei Google ein.
Da bezahlt VW ein haufen Geld für Ihre Werbefirmen und ich putze die mal so eben kurzer hand von der Platte.
Das war mir schon alleine der Spaß wert!
Liebe Grüße in den Norden der Stadt!

mfg
Luzi
#2833
Aw: VW bekommt keine Ruhe
Aug 21 2010 19:59:46
Hey,
auf der Suche nach was brauchbaren für meinen neuen Film,habe ich ein ganz Klasse Bild gefunden,schaue Link:

smggermany.typepad.com/photos/uncategorized/bund.jpg

Eine Katastrophe für alle.Der neue EOS
VW Das Auto - Löl.


#2820
Aw: VW zieht Reißleine, BS zahlt
Aug 19 2010 21:50:15
Über die Beweggründe von VW kann derzeit nur spekuliert werden...
der zeitliche Rahmen des Ausstiegs ist mehr als merkwürdig... kurzfristig und für die Partner scheinbar unerwartet.
Durchaus ein herrschaftliches Verhalten ohne Rücksprache Tatsachen zu schaffen... oder sehen wir hier gerade ein Verhalten welches uns ein graues Nagetier vorlebt, wenn es um sinkende Schiffe geht ?

Der Imageverlust als glaubwürdiges, umweltbewußtes Unternehmen das auf Biodiversität und Nachhaltigkeit setzt dürfte durch die Wald- und Naturvernichtungsszenarien vor dem eigenen Werkstor enorm sein.

Youtube ist voll von Videos aus dem Querumer Wald... googlet man Braunschweig, VW und Naturvernichtung ist das wie ein Hautausschlag... die Eremiten lassen wir mal aussen vor.

Oder sollte doch das Geld der ausschlaggebende Punkt sein... der Ausstiegstermin ist sehr nah am Fristsetzungstermin der EU... warum eigentlich ?
#2809
Aw: VW zieht Reißleine, BS zahlt
Aug 19 2010 09:18:10
Rosenbaum schrieb:
Im Eilverfahren mit Sondersitzung der zuständigen Ausschüsse muß die Stadt Braunschweig die von VW gekündigte Flughafenbeteiligung auffangen.
Am 24.8.2010 soll das geschenen, dann sollen die Geschäftsanteile von VW auf die Flughafengesellschaft übergehen.

Zum wesentlichen Ergebnis der anstehenden Änderungen wird in der Verwaltungsvorlage ausgeführt:

Dies bedeutet, daß die Stadt Braunschweig rechnerisch Mehrheitsgesellschafterin ist (rd. 66%) und dadurch größeren Einfluß hat.

(Begründung zu Drucksache 13704/10)


Faktisch gibt es dann nur noch zwei zahlende Gesellschafter: die Städte Braunschweig und Wolfsburg; die kleineren symbolischen Anteile der Landkreise Gifhorn und Helmstedt wurden schon bisher den Verlustausgleich betreffend von der Stadt Braunschweig mitbedient.

Damit ergibt sich folgendes neues Bild der jährlichen Belastungen:

Stadt Braunschweig zahlt: 66,173% eigen Anteile, zuzüglich für Lkr.He 3,112% und Lkr. GF 3,112%, zusammen also = 72,4%
Stadt Wolfsburg zahlt: 27,6%

Bei einem momentanen jährlichen Verlust von rd. 2,5 Mio.€ sind das dann für die Stadt BS in Euro: rd. 1,8 Mio. € pro Jahr.

Das sind - wohl gemerkt - nur die operativen Verluste des laufenden Betriebes pro Jahr.
Nicht gerechnet sind die immer noch offenen Ausbaukosten für die Flughafenerweiterung. Die zahlt die Stadt Braunschweig bislang allein über die Strukturförderungsgesellschaft.


Mir ist noch nicht ganz klar, was VW zu diesem Schritt bewogen hat. Sehr positiv ist zu vermerken, dass gerade jetzt die Protestmärsche wieder gut sichtbar auf der Grasseler Strasse stattfinden.
Auf waggum-online ist dazu aktuell eine Fotodokumentation über den 224. Protesttag eingestellt worden



(Quelle: www.waggum-online.de)
#2807
Aw: VW zieht Reißleine, BS zahlt
Aug 18 2010 09:27:06
Im Eilverfahren mit Sondersitzung der zuständigen Ausschüsse muß die Stadt Braunschweig die von VW gekündigte Flughafenbeteiligung auffangen.
Am 24.8.2010 soll das geschenen, dann sollen die Geschäftsanteile von VW auf die Flughafengesellschaft übergehen.

Zum wesentlichen Ergebnis der anstehenden Änderungen wird in der Verwaltungsvorlage ausgeführt:

Dies bedeutet, daß die Stadt Braunschweig rechnerisch Mehrheitsgesellschafterin ist (rd. 66%) und dadurch größeren Einfluß hat.

(Begründung zu Drucksache 13704/10)


Faktisch gibt es dann nur noch zwei zahlende Gesellschafter: die Städte Braunschweig und Wolfsburg; die kleineren symbolischen Anteile der Landkreise Gifhorn und Helmstedt wurden schon bisher den Verlustausgleich betreffend von der Stadt Braunschweig mitbedient.

Damit ergibt sich folgendes neues Bild der jährlichen Belastungen:

Stadt Braunschweig zahlt: 66,173% eigen Anteile, zuzüglich für Lkr.He 3,112% und Lkr. GF 3,112%, zusammen also = 72,4%
Stadt Wolfsburg zahlt: 27,6%

Bei einem momentanen jährlichen Verlust von rd. 2,5 Mio.€ sind das dann für die Stadt BS in Euro: rd. 1,8 Mio. € pro Jahr.

Das sind - wohl gemerkt - nur die operativen Verluste des laufenden Betriebes pro Jahr.
Nicht gerechnet sind die immer noch offenen Ausbaukosten für die Flughafenerweiterung. Die zahlt die Stadt Braunschweig bislang allein über die Strukturförderungsgesellschaft.
#2803
Aw: VW zieht Reißleine
Aug 14 2010 11:38:35
... Fortsetzung...

Sehr unangenehm waren für VW auch die Nachfragen zum Finanzierungskonzept des Flughafenausbaus. Die öffentlich geführte Diskussion über die eigentlich fest eingeplante EU-Förderung führte dazu, dass man in Brüssel hellhörig wurde, zumal dort das VW-Gesetz als wettbewerbsverzerrend hinterfragt wird.

Für die in weite Ferne rückenden EU-Gelder sollten nun Bund und Land mit sog. GA-Mitteln (Strukturfördermittel aus dem Topf sog. Gemeinschaftsaufgaben) einspringen.

Aber auch diese Fördermittel sind längst nicht in trockenen Tüchern, weshalb ein "Finanzierungs- und Drchführungsvertrag" - vom Rat der Stadt zu beschließen - immer noch aussteht. Normalerweise hätte deshalb mit der Bauerei noch gar nicht begonnen werden dürfen.

War das der Grund, weshalb die Bauherren-Funktion nicht von der Flughafengesellschaft wahrgenommen werden konnte (kein Gesellschafter wie Landkreise Gifhorn Helmstedt oder auch VW hätte das mitmachen können, ohne eine Risiko-Genehmigung ihrer Aufsichtsgremien) und stattdessen die Stadt Braunschweig mit ihrer Strukturförderungsgesellschaft mbH (100% im städtischen Besitz) eingesprungen ist ?

Dann kam für VW auch noch sehr ungelegen, jetzt zum 2. Mal gegenüber der EU auffällig zu werden im Zusammenhang mit der Umwelt(Eremiten)Prüfung durch die Europäische Kommission. Und wieder wird das direkt mit dem "VW-Flughafen" in Verbindung gebracht.

Beides, die ungesicherte Finanzierung und die EU-Eremitenfrage, fallen nun auf die Braunschweiger Gutsherrenpolitik zurück.
Wie wirkt denn sowas auf die Landes- und Bundesstellen, wenn in Braunschweig so dilettantisch agiert wird, daß der gewichtige Partner VW (dem das Land gerade noch vor einem Jahr vertrauensvoll seine Anteile am Flughafen übertragen hatte) davonläuft und die EU die Nase rümpft?

Könnte durchaus sein, daß hier ein weiterer Scherbenhaufen in der Braunschweiger Rathauspolitik droht, die Politik nach Gutsherrenart ist nicht länger machbar.
#2787
VW zieht Reißleine
Aug 13 2010 18:08:10
Hier noch einige Infos, die die Überstürztheit des VW-Agierens zeigt.
Noch im Mai 2009 übernahm VW nicht nur den 17,5% Anteil vom Land Niedersachsen, sondern vereinbarte außerdem mit Braunschweig eine sog. Kauf-Option zum Erwerb von rd. 7% Anteil durch Braunschweig, die auf fünf Jahre (also eigentlich noch bis 2014!) gilt:

In der Verwaltungsvorlage vom Mai 2009 heißt es:

Überschrift, Beschlussvorschlag

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH - Abtretung von Geschäftsanteilen

„1. Der Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH wird angewiesen, der Abtretung des Geschäftsanteils des Landes Niedersachsen an der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH an die Volkswagen AG zuzustimmen.
2. Die Verwaltung wird ermächtigt, die als Anlage beigefügte Vereinbarung („Call-Option“) zum Erwerb von Gesellschaftsanteilen an der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH in Höhe von 7,362 % (entspricht Stammkapitalanteil von 44.800,00 €) mit der Volkswagen-AG abzuschließen.“
(Vorlage für den Finanzausschuss, Drucksache 12510/09)


Begründet wurde dieser Schritt mit einer Art 50:50 Parität zwischen Braunschweig einerseits und VW/WOB andererseits.

Nimmt man noch hinzu, daß auch im Mai 09 die drei Partner die gemeinsamte Projekt-Region aus der Taufe gehoben haben, wird die strukturelle Absicht sichtbar, die hinter dem Flughafenprojekt steckte.

Nun bleibt ein Scherbenhaufen auch für diese ambitionierten Ziele VW´s zur wirtschaftlichen und politischen Kontrolle der ganzen Region.

...Fortsetzung folgt...
#2784
Aw: VW zieht sich aus Flughafen zurück
Aug 13 2010 14:23:06
Sonnenputz schrieb:
Wenn die VW-Verantwortlichen die Öffentlichkeit etwas mehr aufklären würden (z. B. wollte Volkswagen zum "Flughafenausstieg" keine Äußerung abgeben...), gäbe es nicht ständig neue Spekulationen um den Flughafenausbau.



Grüße

Sonnenputz


Warum sollte VW da eine Erklärung zu abgeben?

Besser die ziehen jetzt wortlos die Reissleine, da ja der Raub oder besser die Schändung der Natur noch weitergehen wird

Außerdem werden demnächst dann die Schnellecke - Flughafengesellschaft - Verbindungen nicht ganz so anrüchig, als wenn VW noch mit an Bord ist
#2781
Aw: VW zieht sich aus Flughafen zurück
Aug 13 2010 13:58:22
@Rosenbaum

Zitat Rosenbaum:
"Klar scheint also nur eines: VW schmeißt offensichtlich - ohne dem "Partner" im Braunschweiger Rathaus genügend Zeit für eine plausible Erklärung zu lassen - die Klamotten hin und Hoffmanns Getreuen vor die Füße."

Also, ich werde das Gefühl nicht los, dass VW nicht einfach "hinschmeißt", sondern dass hinter dieser Aktion eine gewisse Taktik steckt.

Erst hatte das Land Nds. seine Beteiligung abgegeben, jetzt VW. Ich meine, da plant man ganz andere Dinge....!

Wir werden ja sehen, wie sich das Ganze entwickeln wird.

Wenn die VW-Verantwortlichen die Öffentlichkeit etwas mehr aufklären würden (z. B. wollte Volkswagen zum "Flughafenausstieg" keine Äußerung abgeben...), gäbe es nicht ständig neue Spekulationen um den Flughafenausbau.



Grüße

Sonnenputz
#2780
Aw: VW zieht sich aus Flughafen zurück
Aug 13 2010 12:35:00
Noch eine andere Verlautbarung aus dem Rathaus:

13. August 2010
Stellungnahme OB Dr. Hoffmann zur Entscheidung der Volkswagen AG

Braunschweig.
Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann zur Entscheidung der Volkswagen AG, ihre Gesellschaftsanteile am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg an die Flughafengesellschaft zu übertragen:

„Die Stadt Braunschweig dankt Volkswagen für die jahrelange Beteiligung und Unterstützung des wichtigen Projektes „Ausbau des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg“. Mit dem erfolgreich begonnenen und fortgeschrittenen Ausbau des Flughafens wurde das Ziel des Volkswagen Engagements mit der Gesellschaftsbeteiligung erreicht. Volkswagen wird ein wichtiger Nutzer des Flughafens bleiben und damit den Flughafen auch weiterhin unterstützen.“

www.presse-service.de/data.cfm/static/770138.html


Erst hieß es noch VW verkaufe die Flughafenbeteiligung an die Flughafengesellschaft selbst, was ja gar nicht so einfach geht, weil dafür erst einmal die Ratsgremien gefagt werden müssten.

Jetzt ist von "übertragen" der Geschäftsanteile die Rede, aber auch dafür ist erst einmal Zustimmung der Wolfsburger und vor allem der Braunschweiger Ratsgrmien einzuholen. Es darf getrost bezweifelt werden, dass diese Fluchtbewegung von VW ohne generelle Verantwortung für die angerichteten Schäden so über die Bühne geht.

Der nächste Punkt ist die finanzielle Dimension: erst hieß es aus dem Rathaus, finanziell hätte der Rückzug von VW keine finanziellen Auswirkungen für Braunschweig.
Davon ist nun in obiger Presseerklärung überhaupt nichts mehr zu finden.

Klar scheint also nur eines: VW schmeißt offensichtlich - ohne dem "Partner" im Braunschweiger Rathaus genügend Zeit für eine plausible Erklärung zu lassen - die Klamotten hin und Hoffmanns Getreuen vor die Füße.

Mal sehen, was das auch für die Regionsdebatte bedeutet.
#2778
VW zieht sich aus Flughafen zurück
Aug 12 2010 21:38:06
Es ist wohl eher ein Rückzug aus der Flughafengesellschaft, als ein Verkauf der Anteile

Denkbar ist allerdings, dass VW-intern die Frage gestellt wurde, ob ein Autokonzern überhaupt Anteilseigner an einem Flughafen sein sollte und die Antwort darauf nein hieß.
Denkbar ist auch, dass die Kritik der Ausbaugegner Volkswagen gestört hat, weiterer möglicher Imageschaden im Zusammenhang mit der Startbahnverlängerung und damit verbundenen erforderlichen Eingriffen in die Natur verhindert werden soll.
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/12763851


Auf jeden Fall eine Notbremsung des Autokonzerns ohne viel Rücksichtnahme auf den doch so willfährigen einstigen "Partner" im Braunschweiger Rathaus, der das jetzt alles auch noch schönreden muß.

Die Umweltsauereien sind bei Hoffmann wohl besser aufgehoben, so das Kalkül, die eigene Umwelt-Weste soll sauber bleiben.

Man soll sich aber in Wolfsburg nicht täuschen, die Verantwortung bleibt für den bereits entstandenen Schaden.

Erst mit dem endgültigen Stopp des Flughafenausbaus ist die Läuterung zur "Good Company" glaubwürdig.
#2767
Aw: VW verkauft Flughafenanteile
Aug 12 2010 17:44:16
Na ja, Kunststück, Zauner wusste natürlich wieder mehr und früher:

Die Volkswagen AG will sich nach Informationen unserer Zeitung von ihren Anteilen an der Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg trennen. Derzeit hält VW 35,6 Prozent. Die Anteile sollen am 2. September auf die Flughafengesellschaft selbst übertragen werden. Größter Anteilseigner bleibt die Stadt Braunschweig mit 42,6 Prozent. Zu den Gründen des Ausstiegs wollte sich VW nicht äußern.
Der Aussstieg wurde allerdings sowohl von VW wie auch von der Stadt Braunschweig bestätigt.
Über den Flughafen wird wegen der im Bau befindlichen Verlängerung der Start- und Landebahn seit längerer Zeit kontrovers debattiert.
Der Kaufpreis für die Anteile wird vermutlich einen Euro betragen. VW soll sich nach unseren Informationen weiter an den Betriebskosten beteiligen


Zu den Gründen will man sich also nicht äußern, aber der Hinweis, wegen der Landebahnverlängerung würde ja seit längerem kontrovers diskutiert.

Klar, das waren bis heute immerhin 217 Demos und Waldspaziergänge

Insofern kontrovers zu VW schon, aber wo haben die mit den Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern diskutiert?
#2766
Aw: VW verkauft Flughafenanteile
Aug 12 2010 16:34:34
Baumschlag schrieb:
Welche Nebelkerze der VW- Schnellecke Fraktion wird denn da geworfen?

www.newsclick.de/index.jsp/menuid/10195179/


Es gibt einen Meldung dazu an den Verwaltungsausschuss. Diese Mitteilung aus dem Rathaus ist allerdings eigentlich nichtöffentlich.

Aber haben die Redakteure Zauner und Meyer immer schon fast täglich Zugang gehabt.
#2765
VW verkauft Flughafenanteile
Aug 12 2010 16:25:24
Welche Nebelkerze der VW- Schnellecke Fraktion wird denn da geworfen?

www.newsclick.de/index.jsp/menuid/10195179/
#2763
PR: Würzburger Anwälte fordern Ausbaustopp
Jul 06 2010 13:04:23
Die Redaktionen verschiedener Medien erreichte heute mittag eine Presseerklärung der Würzburger Anwalts-Kanzlei. Darüber berichtet jetzt Okerwelle:

06.07.10 14:26
Würzburger Rechtsanwälte fordern Ausbaustopp für Flughafen Braunschweig

Der anhaltende Streit um die Erweiterung des Flughafens Braunschweig – Wolfsburg beschäftigt jetzt auch Fachjuristen für Europarecht in Würzburg. Im Namen eines Braunschweiger Mandanten habe sein Büro bei der zuständigen Landesbehörde Antrag auf Widerruf der Ausbaugenehmigung gestellt, teilte ein Sprecher der Kanzlei mit. Grundlage des Antrags sei eine Verletzung des europäischen Naturschutzrechts, da durch die Arbeiten eine extrem seltene und streng geschützte Baumkäferart bedroht sei. Nachdem sich die anfängliche Annahme als falsch erwiesen habe, dass der so genannte Eremit in dem betreffenden Waldgebiet nicht vorkomme, hätten zwingend Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, so der Sprecher des Anwaltsbüros. Statt dessen habe die Stadt Braunschweig die Käfer rechtswidrig aus ihrem angestammten Lebensraum entfernt.
Link zu Radio Okerwelle
#2560
Aw: BZ kündigt 200. Protestmarsch an
Jul 02 2010 17:26:43
Jaja, mal nicht so eilig, genau wie Du eben berichtigt hast, es ist Seite 2 von diesem Bericht.

Daniel
#2539
BZ kündigt 200. Protestmarsch an
Jul 02 2010 17:12:07
Das ist ja mal genial, jetzt kündigt die Braunschweiger Zeitung sogar schon den 200. Protest an:

www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/include/2f67616c65726965732f73696e676c65496d6167652e6a7370/imageId/12082689/artid/12083067

Da färbt wohl langsam die ausgewogenere Berichterstattung der Gifhorner und Wolfsburger Lokalredaktionen ab


Ach nee, sehe gerade, war wohl ein alter Bericht.

Aber auf www.waggum-online.de/
stehen schon Bilder der 177. Protestkundgebung mit
"VW vertilgt Wald" - Transparent an der Grasseler Strasse.
#2538
Aw: Kein Lebensraum für den Käfer ?
Jun 27 2010 20:48:04

Dort wird am Ende der Gesch.führer Gelfert zitiert:

"... Boris Gelfert, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein Baustopp wegen des Eremitenfundes "keine Wirkung zeitigen würde, da auf der Fläche keinerlei Bäume mehr stehen, die dem Eremiten als Lebensraum dienen könnten".
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12496151


Solche pathologischen Erscheinungsformen der eigenen Fehlertoleranz sind leider nur schwer zu bekämpfen... wollen wir hoffen, daß die EU ein paar Rezepte hat den Realitätsverlust zu beseitigen... Da stehen noch tausende von Bäumen die unmittelbar an die Mondlandschaft angrenzen, die wir der Flughafengesellschaft und ihren Anteilseignern zu verdanken haben.

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#2503
Aw: Kein Lebensraum für den Käfer ?
Jun 27 2010 14:43:36
Fragt sich für welchen.



Während die Wolfsburger Nachrichten am 25.Juni 2010 mahnten:

Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnise abelegt und gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören.
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12489086


... will der Angestellte des VW-Tochterunternehmens Boris Gelfert mit dem Argument - die Bäume, die als Lebensraum für den Käfer dienen könnten, seien nunmal (leider) nicht mehr da - weitermachen wie bisher.

Als Taktik der Flughafengesellschaft deutet sich sich gegenüber den Europäischen Behörden an, der Wald sei nun leider weg, daher Maßnahmen für ein Schutzgebiet eh zu spät.
Die übrigen angrenzenden Waldflächen werden verschwiegen, damit die EU darauf nicht aufmerksam wird.
Diese Taktik scheint bereits in der Pressemeldung der Flughafengesellschaft ersichtlich, auf die in den Wolfsburger Nachrichten vom Samstag verwiesen wird.
Dort wird am Ende der Gesch.führer Gelfert zitiert:

"... Boris Gelfert, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein Baustopp wegen des Eremitenfundes "keine Wirkung zeitigen würde, da auf der Fläche keinerlei Bäume mehr stehen, die dem Eremiten als Lebensraum dienen könnten".
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/12496151

...nach dem Motto, leider haben wir uns geirrt, Schwamm drüber und nun mal weiter.


Die BI verfügt nun bereits über zwei Schaukästen, hier der Schaukasten am Feuerbrunnen in Waggum.
#2502
Es gibt zu viele Kommentare, um sie hier aufzulisten. Bitte schau ins Forum, um die ganze Diskussion zu sehen.