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DEMO-ÜBERWACHUNG & Handydatensammlung

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11 Jahre 2 Monate her #4805 von Helmhut
Endlich: Nun auch Polizei gegen Castor-Transporte


Hannover (dapd). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat eine Absage des im Herbst geplanten Castor-Transports in das Zwischenlager Gorleben verlangt. "Normalerweise braucht die Polizei für den Großeinsatz ein halbes Jahr Vorbereitungszeit und die haben wir nicht mehr", sagte der niedersächsische GDP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff am Mittwoch in Hannover.
nachrichten.t-online.de/zu-wenig-zeit/id_47795134/index



berlinonline.de

Da hat Innenminister Schünemann (CDU) und sein Polizeipersonal-Sparprogramm endlich doch mal was für die Bürger getan. Die Polizei hat einfach keine Zeit mehr für solche Mätzchen. Insofern kann ein rationalisierter Personalschlüssel auch Schlüssel für eine gesunde Umwelt sein.

Gruß
Helmhut

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10 Jahre 9 Monate her #6244 von Helmhut
Wer gedacht hatte, die ungerechtfertigte zweifelhafte Überwachungswut der Dresdner Polizei hätte nach Aufdeckung des Skandals und Versetzung eines Verantwortlichen ein Ende, sieht sich getäuscht.

SAMMELWUT DER DRESDNER POLIZEI
Handynutzer werden weiter erfasst
Dresdner Ermittler nutzen immer noch Handydaten von Gegnern des Naziaufmarsches im Februar. Der Datenschutzbeauftragte ist wütend...."
Artikel von Timo Reuter in der taz

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10 Jahre 8 Monate her #6796 von Helmhut


Neulich, gegen 21.15 Uhr hörte ich merkwürdige Geräusche - ein komisches Knurren. In meiner Wohnung!

Nach intensvier Überprüfung aller möglichen Knurrquellen (mein Rechner ist auch nicht mehr der Jüngste!), bemerkte ich, dass ich selbst die Quelle der merkwürdigen Geräusche war. Vielmehr mein Magen, der sich bemerkbar machte. Ich hatte Hunger!

Da ich keine Zeit zum Einkaufen hatte, der Kühlschrank vor Leere gähnte, entschloss ich mich, mir einfach 'ne Pizza vom Italiener zu bestellen und rief bei "Pizzaman" an.

Pizzaman: "Danke, dass Sie Pizzaman angerufen haben. Kann ich Ihre ..."

ich: "Hi, ich möche 'ne Pizza bestellen."

P: "Kann ich bitte erst Ihre Enneidienn haben?"

i: "Meine was?

P: "Ihre En-Ei-Di-En" - die nationale Identity-Number!"

i: Klar, Moment! ... " - während ich sie aus meiner Geldbörse fischte. Die hat man ja nicht immer im Kopf!

i: "Die NIDN ist die 5543670815-28-772389."

P: "Ich wiederhole - die 5543670815-28-772389. - - -
(Bing!) Vielen Dank, Herr Helmhut. Gestatten Sie uns den Kurz-Check ihrer Identität? - Helmhut, Bahnhofstraße 253 A, Hinterhaus, Telefonnummer 22 89 345. Ihre Firmennummer bei der Chimära-Versicherung ist 33 44 567 892, dortige Durchwahl ist -37. Sie rufen jedoch von zu Hause an. Korrekt?"

i: "Hä? - Ich meine, ja!"

P: "Ihr Wunsch, Herr Helmhut?"

i.: "Oh ja, natürlich. Ich möchte zwei von Ihren Spezial-Pizzen mit besonders viel Salami bestellen."

P: "Ich glaube nicht, dass das gut für Sie ist."

i: "Wie bitte??!!"

P: "Laut Ihrer Krankenakte haben Sie einen zu hohen Blutdruck und extrem hohe Cholesterinwerte. Ihre Krankenkasse gestattet Ihnen derlei Pizza-Auswahl nicht. Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass Sie damit Ihren Versicherungsschutz gefährden, so leid es uns tut."

i: "Verdammt! Was können Sie mir stattdessen empfehlen?"

P: "Die Soja-Joghurt-Pizza mit ganz wenig Fett vielleicht? Laut Ihrer Interessenlage könnte die was für Sie sein."

i: "Wie, versteh' ich nicht ganz?!"

P: "Laut unserer Datei haben Sie haben doch letzte Woche das Buch 'Sojarezepte - ganz leicht gemacht!' bei Horizon bestellt. Von daher wäre Soja genau das Richtige für Sie."

i: "N'kay, ich nehme dann zwei Sojas in Familiengröße. Was kostet der Spaß?"

P: "Zwei Familien-Soja kosten zusammen 25 Euro. Allerdings sind sie Single, zwei Familienpizzen sind nur für Familien vorgesehen. Auch hier würde Ihr Versicherungsschutz Gefahr laufen, zu erlöschen."

i.: "Hmmh, schei..-benkleister! Dann eben nur eine Soja, klar?!"

P: "1 Soja-Pizza Single. Sehr wohl! Das macht dann 15 Euro."

i: "Ach ja, könnt' ich dann die beiden Gratis-Cola noch haben, sehe gerade, die sind bei der "Wochen-Menü-Aktion" mit bei."

P: "Es tut uns leid, aber die Ausschlussklauseln unserer Werbung verbietet es uns, kostenlose Softdrinks an Diabetiker abzugeben."

i.: "N'kay, ich gebe Ihnen mal meine Kreditkartennummer."

P: "Es tut mir leid, wir müssen Sie um Barzahlung bitten. Leider ist der Kreditrahmen Ihrer Karte bereits überzogen."

i.: "No Prob. Ich laufe schnell runter zum Geldautomaten und hole Bargeld, bevor Ihr Pizzaman hier ist."

P: "Bedauerlicherweise stelle ich soeben fest, dass auch ihr Girokonto überzogen ist, Herr Helmhut!"

i: "Ach ja, klar (die neuen Möbel!). Egal. Dann zahle ich eben bar. Wie lange wird es dauern?"

P: "Aufgrund großer Nachfrage wird sich die Lieferung aktuell um einiges verzögern. Aber in etwa 45 Minuten können wir Ihnen Ihre bestellte Pizza liefern. Wenn Sie es jedoch eilig haben, können Sie sie selbstverständlich auch sofort selbst abholen.
Wir weisen jedoch aus versicherungstechnischen Gründen darauf hin, dass ein Pizzatransport auf einem Zweirad zu dieser Jahreszeit nicht Ihren gesamten Versicherungsschutz abdeckt."

i: (bass erstaunt!) "Woher wissen Sie, dass ich mit meinem Krad kommen möchte?"

P: "Verzeihen Sie, aber hier ist ein Vermerk, dass Sie mit den Ratenzahlungen für Ihren neuen Wagen im Rückstand waren und ihn deswegen zurückgeben mussten. Aber die Harley ist bezahlt!"

i: "@#%/$@&?#!"

P: "Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie sich in Ihrem Ton zurückhalten. Wie Sie wissen, bestehen da noch gewisse Auflagen vom Ordnungsamt. Gegen Sie lief im Juli 2009 eine Verurteilung wegen Beleidigung!"

i: (sprachlos)

P: "Haben Sie sonst noch einen Wunsch?"

i: Legt auf und geht zu seinem nächsten Pizza-Dealer!

Guten Appetit!
Helmhut

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10 Jahre 8 Monate her #6920 von Helmhut
Ab in die Bütt'
(von Ansgar Heveling)

"Denn, liebe “Netzgemeinde”: Ihr werdet den Kampf verlieren.
Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers,
es ist die Perspektive eines geschichts-bewussten Politikers.
Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen.
Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein.
Es stellt sich nur die Frage,
wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird."

[/size]

:silly: Tätä - tätä - tätääääh!


Kommentar bei Netzpolitik:

"Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebunden Buch! [...] Und offensichtlich sind Narzissmus und Nerdzismus Zwillinge. Natürlich soll niemandem verboten werden, via Twitter seine zweite Pubertät zu durchleben. Nur sollte man das nicht zum politischen Programm erheben.
Ansgar Heveling sitzt übrigens für die CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission Internet & Digitale Gesellschaft…


Screensthot Netzpolitik.org

Update: B) Da hat wohl jemand seine Webseite gehackt. Auf Twitter gab es das Gerücht, dass Nutzername “heveling” und Passwort “ansgar” war. Das muss aber nicht so gewesen sein, gut möglich, dass jemand Sicherheitslücken gefunden und dann das Admin-Passwort dahingehend verändert hat..."
netzpolitik.org/2012/die-buttenrede-des-ansgar-heveling-zur-netzpolitik/

:woohoo: UPDATE: Ja, der Hack wurde soeben öffentlich bestätigt!:

Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling ist gehackt worden
"... In dem Artikel hatte sich Heveling die umstrittenen US-Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA für einen strengen Urheberrechtsschutz befürwortet und die Gesetzesgegner als «digitale Maoisten» bezeichnet.
«Liebe "Netzgemeinde": Ihr werdet den Kampf verlieren», schrieb 39 Jahre alte Volljurist im «Handelsblatt». «Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird», hieß es weiter in dem Kommentar.
Auf Twitter machten sich daraufhin zahllose Anwender unter dem Stichwort #hevelingfacts über die Thesen des Politikers aus Korschenbroich (Nordrhein-Westfalen) lustig.

Peter Altmaier, der Parlamentarische Geschäftsführer CDU/CSU-Bundestagsfraktion, reagierte auf Twitter gelassen auf die Debatte: «Seit langem mal wieder ein entspannter Tag. Die Kinder bewerfen sich begeistert mit Förmchen und haben einen Riesenspass. Alles i.O.!»"

Am Montagnachmittag erschien dann auf der Homepage des Abgeordneten die Mitteilung «Hiermit möchte ich meinen Austritt aus der CDU öffentlich machen», nachdem sich Hacker Zugriff zu der Site verschafft hatten. Später war die Site gar nicht mehr zu erreichen. Heveling sitzt in der Enquetekommission «Internet und digitale Gesellschaft» und ist über den Wahlkreis Krefeld Internet / Neuss II in den Deutschen Bundestag eingezogen..."
Ad hoc news

B) Der Hevelink zur Ansgar Internetpräsenz ist inzwitschern wieder ursprünglich.

Ans-gar-nix-nachgedacht!


Gruß
Helmhut

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10 Jahre 8 Monate her #6935 von Helmhut
Ansgar Heveling redet vom Krieg...



Hochgeladen von Echtor2o03 am 30.01.2012
Audio: larsan.de

Bild: www.welt.de

Text: handelsblatt.com


Die komplette Rede eines Mitglieds des Deutschen Bundestages - Ansgar Heveling (CDU) und seine Kriegserklärung an Netzgemeinde und die Nation.

Peter Reuter schreibt einen Brief an Ansgar Heveling...

Lieber Ansgar Heveling,


wie geht es Ihnen heute?

Ich hoffe sehr, dass sich die Wogen geglättet haben und Sie beim Bäcker wieder Brötchen bekommen, obwohl der Sohn des Bäckers ein ausgewiesener und aktiver Internet-User und Blogger ist...

The Intelligence

Kommentar:

"Statt die unglaublichen Chancen aufzuzeigen, die das Internet bietet, beschwört er geradezu einen Kulturkampf herauf und deklariert das Internet zum Feind von Freiheit und Demokratie, wo das exakte Gegenteil der Fall ist."


Das Zitat - nicht von mir, kommt von der da! B)

Die spielen wohl wieder böser Bulle, guter Bulle bei der Union?
Das Wahlvolk soll sie ja in breiter Masse weiter wählen. Da ist für jeden was mit bei, bei der Union! ;)

Grüße an den Volksvertreter Heveling
inmitten seiner netznutzenden Souveräne

Helmhut

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10 Jahre 8 Monate her - 10 Jahre 8 Monate her #6952 von Helmhut
Lust auf "Helden müsst ihr sein"?

Neulich hatte ich Lust auf Fußball, bin ja kein beinharter Fußballfan, sehe mir nur gelegentlich die Eintracht an.

Wir schreiben das Jahr 2013, die Eintracht wird demnächst natürlich weiter aufgestiegen in die Bundesliga, klar!
Damit rückte sie nicht nur weiter auf sondern auch in den Fokus weiterer und erhöhter Interessenlagen, auch klar!



Ich also telefonierend erstmal ein Ticket bestell, wobei man mir sämtliche persönlichen Daten nebst Name meiner Begleitung aus dem Unterhemd zu locken versuchte. Was soll's, dachte ich, die paar Daten haben die ohnehin von der Braunschweiger Einwohnermeldebehörde; die können 'se gerne haben. Also rüber-rück mit Vor-, Zu-, Zweit- und Nachnamen, Geburtsdaten und -ort, Anschrift und Wohnort, Telefonnummer hatten die ja ohnehin von mir auf dem Display, weil ich zu faul war, die Funktion des Nummernversteckens einzusetzen.

Dann noch die Namen meiner Begleitung - ebenfalls das volle Datenpackage, wobei ich mir bei den Geburtsdaten und auch, ob ich diese Fremddaten denn hätte weiterplaudern dürfen, nicht mehr ganz so sicher war. Die haben sich ohnehin schon beschwert wegen der vielen Werbemails und Postwurfsendungen hinsichtlich ihrer sportlichen als auch restlichen Interessen.Egal, ich wollte ein Ticket und zum anstehenden wichtigen Spiel, verständlich!

Dann aber ein Rückruf und erste prüfende Rückfragen an meinereiner. Ob ich mein Bußgeld denn mal nicht schnell noch vorher bezahlen wolle, welches ich mir aufgrund Falschparkens in der immer vollgestopften Innenstadt vor zwei Wochen einkassiert hatte.

Okay, ich überwies dann mal schnell das Bußgeld und rief deswegen gleich die Ticket-Hotline an (nur 0,56 Cent/Festnetz).
Nach etwa 15 Minuten Eintracht-Songs und Warteschleife war ich schon mit meinem zuständigen Ticket-Sachbearbeiter verbunden, der mir dann endlich ein Ticket versprach und mir gleich noch die Sicherheitsregeln, welche es bei Ankunft und Aufenthalt im Eintracht-Stadion zu beachten galt. Es ging um vorgeschriebene, verbotene Kleidung und Accessoires als auch Getränke und Nahrungsmittel. Okay, ich wusste dann nach einer weiteren halben Stunde Hotline, dass nix is mit Selbstversorgung, wohl aber mit dicker Geldbörse, die ich mitzuführen hatte und zudem, dass meine Telefonrechnung diesen Monat etwas höher als üblich sein würde.

Danach rief mich einer meiner vorgesehenen Begleiter, ein Freund an, und teilte mir enttäuscht mit, dass er nicht mitkommen könne. Warum? Weil er weder Geld genug hatte und auch, weil er neulich bei einer Kneipenschlägerei Zeuge war, die Sache aber noch nicht geklärt sei, ob er nur Zeuge gewesen ist. Bevor diese "Gewalttat" nicht restlos geklärt sei, sei er potenzieller Gefährder und für den Aufenthalt in einem Fußballstadion disqualifiziert. Schade, dachte ich da.

Ich dann alleine zum Spiel. Am Eingang zückte ich mein RFID-gefüttertes silberbedampftes Ticket für einen teuen Stehplatz und war angesichts der dort herrschenden Sicherheitsvorkehrungen angenehm überrascht, wozu denn mein investiertes Geld alles genutzt wurde. Da fühlte ich mich als Gast dort doch zunehmend sicherer.

Ich wurde zunächst an einem Apparat vorbeigeschleust, welcher dem am Pixi-Foto-Stand-Knisper auf dem Hbf glich. Wollte sogar reflexartig nett lächeln, was mir aber der herbe Sicherheitstyp mit der Glatze derb untersagte. Ich solle mal schön ernst und gerade da reingucken, lautete der servicefreundliche Befehl.

Dann studierte der Glatzenmann umständlich lange sein Beigerät, welches diesem Scanning die Daten entlockte, was einige Zeit dauerte. Hinter mir und an den anderen Einlässen natürlich extreme Staus. Aber egal, ich wollte ja zum Freizeitvergnügen schlechthin, dem Spiel, wo man sich mal so richtig entspannen kann. Freizeit ist wichtigstes Gut, auch wenn man keine Arbeit hat. Man hat ja sonst nix!

Nach gefühlten zehn Minuten - infolge technischer Übertragungsschwierigkeiten - gab man mir endlich Signal, das Drehkreuz zu passieren. Alle guckten schon nach mir, es war wie Spießrutenlaufen, aber ... egal, ich wollte ja... Sie wissen's ja schon!

Schrilles Klingeln und ein Blaulicht-Topper oben auf dem Drehkreuzrahmen kennzeichneten meine Person als nicht unbedenklich. Ich selbst hatte sogar unvermittelt und plötzlich Bedenken gegen mich. Was war falsch an mir? Ach, die Autoschlüssel - nee, besser gesagt, ich hatte das kleine Fingernagelset mit der spitzen Feile vergessen und den Zierschraubenschlüssel, welcher mir als Flaschenöffner diente.

@x*+@!'@ö'+...

Wie bitte? - der finster dreinblickende Glatzenmann.
Äh, ach nichts, die Sachen hatte ich völlig vergessen. Tschuldigung!

Er öffnet ein Spindfach, hält mir einen Bon mit Nummer hin und zockt mir 1 Euro ab fürs Aufbewahren. Ich zahle, weil ich nicht zurück zum Auto gehen möchte durch die lange Schlange zurück und bin meine gefährlichen Gegenstände los.

Endlich! Komme gerade noch völlig verschwitzt zum Anstoß. Na wenigstens habe ich den blödsinnigen Werbetrailer verpasst, der vor den Spielen und während der Halbzeit immer die Anzeigetafel ziert. Es geht looo-oooos! Volles Haus!

Um's kurz zu machen. Das Spiel war große Klasse. In den Kurven jedoch bald Rangelei, bald bengalische Feuer (woher die kamen, weiß nur der Fußballgott, wahrscheinlich im Hintern mit geschmuggelt?). Vor mir dauernd Gestupse, weil die Sicherheitskräfte durch die engen Gänge durchmussten, um die Krawaller zu erreichen. Schon gut, dass man die jetzt gescannt hat. Da weiß man ja gleich, wer da was getan hat.

Als ich dann irgendwie einen Ellenbogen ins Gesicht bekomme, wird mir schwarz vor Augen. Als ich dann wieder aufwache, finde ich mich inner Minna wieder zum Abtransport auf die Wache, wie ich von meinen Mitreisenden erfahre. Ich bekomme in dieser Enge ohnehin nur schwer Luft durch meine tennisballgroße Omme. Die anderen tragen teilweise ebenfalls Blessuren. Wir sind schon Helden, was?

Auf der Wache dann Ausweiskontrolle, Befragung und ich darf nach einigen Stunden gesiebter Luft nochmal gehen. Der Verdacht liege extrem nahe, dass ich mitgemischt habe, was ich aber energischt bestreite. Das kann ebenfalls als Gewaltbereitschaft ausgelegt werden, wie ich nun erfahre. Ich besänftige meinen Tonfall und ordne meine Wortwahl, damit man mich auch entlässt und ich nach Hause kann. Morgen früh muss ich ja früh raus. Hunger habe ich auch und meine Klamotten sind zerrissen. Dabei war ich nur Zuschauer.

Nun droht mir eine Anzeige, weil nicht ganz klar ist, wie ich in diese "gewaltbereite Gruppierung" hineingeraten bin. Aber, da bin ich ganz zuversichtlich. Die Überwachung, der Scanner und all das, wird feststellen, wer der Schuldige ist. Da bin ich mir ganz sicher, weil zweidimensionale Bilder ja so was von zuverlässig rüberbringen, wer mich da involviert hat und die Bengalenfackeln durch die Sicherheitsschleusen gebracht hat - oder?

Gottlob! Das ist C wie Zukunft, Leute!

C wie Zukunft, Lorenz Caffier , der Vorreiter und Hüter des Rechts, auch Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, der seit Januar auch Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, ist unser Mann! Und unser Schünemann hat nachgezogen, die Eintracht ist sicher - soviel ist sicher!

Sind wir dabei? In Eintracht - oder sind wir schon Legende, wir Fans?

Olé, ojéh
Helmhut

P.S: In acht Wochen ist die Verhandlung, endlich auch einen persönlichen Strafverteidiger! Alles in allem ein teurer Spaß, egal... Sie wissen schon! Spielgucken is' auch nicht, Sie wissen, wegen "schwebendes Verfahren" und so...
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