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EU will Flughafen-Subventionen streichen

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8 Jahre 4 Monate her #9225 von bruno
Alle möglichen Medien berichten gerade über einen Vorstoß der EU, die ausufernde öffentliche Subventionierung hunderter kleiner Flughäfen stoppen zu wollen.

Dazu auch ein Statement der Lufthansa

[Lufthansa: Subventionen von Regionalflughäfen beenden

03.07.2013, 14:17

BERLIN (dpa-AFX) - Die Lufthansa hat den Vorstoß der EU-Kommission zum Abbau öffentlicher Beihilfen für Regionalflughäfen begrüßt.
'Es ist überfällig, dass die EU einer wilden Subventionspraxis, die wir heute haben bei teilweise sehr kleinen Flughäfen, Grenzen setzt', sagte Konzernchef Christoph Franz am Mittwoch in Berlin.

Diese massive Wettbewerbsverzerrung müsse weg, 'und zwar nicht im Laufe von zehn Jahren, sondern sofort.' Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sprach von einem 'positiven Impuls', dass auch Bund und Länder überlegen, 'wie viel luftverkehrspolitischen Luxus' man sich leisten wolle. Der Bund werde Defizite nicht übernehmen./sam/DP/kja

/quote]

Der Flughafen BS/ WOB bekommt doch als GmbH auch jede Menge jährlicher Betriebszuschüsse hauptsächlich aus der Braunschweiger Stadtkasse.
Brechen da evtl. schwere Zeiten für diesen Verkehrsflughafen an oder muß jetzt ganz offen den ganzen Flughafen auf eigene Rechnung übernehmen?

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7 Jahre 9 Monate her #9789 von bruno
Das passte wohl nicht in den Braunschweiger Teil der Zeitung (war zu voll wegen Ferdinand von VW B) ), deswegen im Wolfsburger Teil:

Die neue Start- und Landebahn ist seit Oktober 2012 in Betrieb. Die 2300 Meter lange und 45 Meter breite Bahn genügt den Anforderungen des Forschungs- und Geschäftsflughafens voll und ganz.
Nicht so jedoch die Abflughalle.
Der Bereich vor der Sicherheitsschleuse ist nach Angaben Gelferts nur sechs Meter tief. Für die jeweils rund 250 Fluggäste, die morgens und abends diese Halle passieren, ist das aus Sicht der Verantwortlichen zu wenig.

Der Ausbauplan, den Boris Gelfert nur sehr kurz anriss, sieht vor, die Sicherheits- und Zollkontrollen aus dem Gebäude zu verlegen. Ein Lageplan, den der Geschäftsführer in der Ausschusssitzung präsentierte, zeigte einen Anbau. Sind Zoll und Polizei raus aus dem alten Gebäude, wäre mehr Platz für die Eingangshalle.

Bislang macht der Flughafen einen nicht unerheblichen Teil seines Umsatzes mit Firmenflügen von Volkswagen. Sandra Straube (PUG) wollte daher wissen, ob sich eventuelle, wirtschaftlich bedingte Schwankungen im Passagieraufkommen durch Urlaubs- und Linienflüge auffangen ließen. Gelfert hält das für unrealistisch. Der rund 60 Kilometer entfernte Flughafen Hannover sei viel besser für den Tourismus geeignet, sagte er – schon allein deshalb, weil es in Waggum nicht genügend Parkplätze für Urlaubsreisende gäbe.

Der Sozialdemokrat Sabah Enversen, Ausschussvorsitzender und Mitglied des Flughafen-Aufsichtsrates, stimmte die anderen Kommunalpolitiker schon einmal darauf ein, dass Kosten auf Wolfsburg zukommen werden. „Wir werden uns in Kürze mit dem Ausbau des Flughafens und mit unserem Anteil beschäftigen müssen“, kündigte er an. Seine Position machte er gleich klar: Der Flughafen liege im Interesse Wolfsburgs, der VW-Konzern könne ohne ihn nicht auskommen.
www.wolfsburger-nachrichten.de/lokales/Wolfsburg/flughafen-soll-groessere-halle-erhalten-id1317517.html

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7 Jahre 6 Monate her #9892 von Rosenbaum
Im Finanzausschuss vor einer Woche (15.5.2014) sollte zwar der Geschäftsbericht mit steigendem Defizit (über drei Mio.€) abgenickt werden, allerdings blieben Nachfragen zu tendenziösen Passagen mit dem Hinweis, das berühre ein "Geschäftsgeheimnis" der Flughafen GmbH ausgebremst.

Dazu hatte ich in einer Rundmail berichtet:

im Finanzausschuss stand der Abschlußbericht der Flughafen-Gesellschaft zur Diskussion und Abstimmung.

Im zur Beschlußfassung vorgelegten Abschlußbericht wurde als Rahmen der Chancen und Risiken mit folgendem Absatz vorweg die hohe Bedeutung des Flughafens für die Stadt hervorgehoben.
Dort heißt es:
Der Forschungsflughafen sei mit seinen Entwicklungspotentialen für die Region unverzichtbar, die wirtschaftlichen Effekte seien beachtlich, die neuerliche gutachterlich (gemäß Hübl 2013) geschätzte Brottowertschöpfung betrage mittlerweile knapp 300 Mio.€.

Ich fragte den Geschäftsführer Gelfert zunächst, ob er dies besagte Hübl-Gutachten 2013 kenne, was er bejahte. Ich wies darauf hin, es nicht zu kennen und würde um einige Erläuterungen zu Inhalt und Methode der Ermittlungen bitten. Diese Nachfragen gaben keinen ausreichenden Aufschluss; deswegen bat ich, den Fraktionen das Gutachten zur Verfügung zu stellen.
Das wurde dann aber mit dem Hinweis, das Gutachten Hübl 2013 sei Geschäftsgeheimnis verweigert - die Fraktionen würden das nicht zur Einsicht bekommen, nur der Aufsichtsrat sei zur Einsicht befugt.

So wird es auch im Protokoll der Sitzung vermerkt.

Bewertung meinerseits: Wenn hier Gutachten dem Entscheidungsgremien nur zur rosigen Landschaftspflege mal hochgehalten werden, aber die darin gemachten Aussagen nicht angesehen und geprüft werden sollen, erübrigt sich die Abstimmung.
Zweitens besteht die Gefahr, dass Entscheidungsgremien nur unkritisch mit rosigen Darstellungen abgespeist werden.


Meine erneute Nachfrage im Verwaltungsausschuss am 20.5., wie die Verwaltung sicherstellen wolle, dass die Ratsmitglieder vor ihrer Entscheidung alle entscheidungsrelevanten Gutachten und Fakten zu Gesicht bekommen, blieb auch dort noch unbeantwortet. Daraufhin kündigte ich an, das Thema am 27.5. im Rat öffentlich debattieren zu wollen.

Kehrtwende der Verwaltung

Am Freitag, den 23.5. ruderte die Verwaltung zurück: Die Ausrede auf "Geschäftsgeheimnis" Flughafengutachten wurde sang- und klanglos aufgegeben. Das sog. "Hübl Gutachten 2013" wurde den Fraktionen übersandt.

Tendenziöse Aussagen im Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft sollten nicht auf ihre wissenschaftliche Fundiertheit bzgl. der Landebahnerweiterung hinterfragt werden dürfen, z.B. diese,
"dass der Forschungsflughafen für die Region unverzichtbar" sei und "...gutachterlich (Hübl.2013) eine Bruttowertschöpfung auf mittlerweile knapp 300 Mio.€ pro Jahr geschätzt" würden. (Geschäftsbericht 2013 der Flughafengesellschaft)

a) Die zunehmenden Finanzierungsprobleme für die Stadt mit steigenden Defiziten bei den Betriebskosten, dazu noch die generell kritische Haltung der EU zur Förderung der Regionalflughäfen durch Kommunen sowie aktuelle Nachprüfungen beim Ausbauprojekt auf "Veranlassung von Flughafengegnern" und nicht zuletzt Nacharbeiten aufgrund fehlerhafter Planungen an den immer noch nicht funktionierenden Rückhaltebecken (rd. 750 Tsd. € ) sollten wohl für die Ratsgremien geschönt werden.

b) Dazu dann noch der wachsende Unmut über ungelöste Verkehrsprobleme infolge des (seit 2009!) verschleppten Planergänzungsverfahren - erst irgendwann im Sommer seien seitens der Flughafengesellschaft neue Lärmmess- und Verkehrszählungs-Gutachten geplant - danach dann erst soll das Änderungsverfahren eingeleitet werden.

c) Und nicht zuletzt windet man sich seit Januar bei der Beantwortung unserer Frage nach ordnungsgemäßer Abrechung mehrerer ADAC-Flüge, ob der Aufsichtsrats-Vorsitzende Manlik seinerzeit seine Position zu stark mit seinem ADAC-Vorsitz verquickt hatte. (siehe letzte Ausgabe unserer Zeitung UNSER-BRAUNSCHWEIG auf Seite 8)
Das Thema steht ja nun auch am 27.5. auf der Tagesordnung des Rates.
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5 Jahre 11 Monate her - 5 Jahre 11 Monate her #10796 von Redaktion
VW speckt bei seiner Flughafen-Flotte ab und verkauft ausgerechnet den Airbus, für den vor fünf Jahren die Startbahn teuer und politisch strapaziös ausgebaut und dafür rd. 44.000 Bäume geopfert wurden.

Nach Winterkorn braucht man den Airbus wohl nicht mehr.

Volkswagen verkleinert angesichts des Konzernumbaus auch seine eigene Flugzeugflotte.


Ganz ohne eigene Flugzeuge gehe es nicht, sagte Konzernchef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg.

Ein eigener Airbus sei dafür aber nicht nötig.

Die Maschine werde verkauft,
sagte Müller.

VW betreibt eine eigene kleine Fluglinie, die über mehrere Maschinen verfügt, darunter ein Airbus A319. Das Unternehmen operiert unter anderem vom Flughafen Braunschweig-Wolfsburg aus und ist unter dem Namen Lion Air Services in George Town auf den Cayman Islands registriert.

www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/maerkte-vw-verkleinert-flugzeugflotte-airbus-wird-verkauft_id_5145066.html

Letzte Änderung: 5 Jahre 11 Monate her von Redaktion.

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5 Jahre 11 Monate her - 5 Jahre 11 Monate her #10798 von Nachtschatten
Mit Hilfe von Ex-OB Hoffmann + BSger CDU wurde damals ein eingetragenes europäisches Kernschutzbiotop platt gemacht!

Und dort standen u.a. mehrerere 200(!) Jahre alte Bäume!

Es war einer meiner Lieblingsplätze in ganz Deutschland, ein wirklicher deutscher "Urwald".
Er war für alle, die dort immer wieder gerne Spazieren gingen, ein wirklicher Naherholungsort und für mich ein wahrer Kraftplatz!

Wenn ich damals durch tiefen Schnee protestieren gegangen bin, hatte ich das Gefühl, das ist das mindeste, wie ich für diesem wunderbaren Ort kämpfen konnte!

Wenn ich jetzt, diese ganzen "Neuigkeiten" lese, könnte ich kotzen!


Danke, an BIBS, Robin Wood und Nabu das Ihr mit "uns" Anwohnern gekämpft habt und nicht locker lasst, was die Aufklärung, um dieses verdammte Thema angeht!
Ermöglicht durch die Braunschweiger CDU, EX OB Hoffmann und VW!



Letzte Änderung: 5 Jahre 11 Monate her von Nachtschatten.

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5 Jahre 11 Monate her #10799 von Daniel
Das geht im Norden Braunschweigs vielen so wie Dir Nachtschatten. Sehr viele haben schöne Erinnerungen an diesen Wald, das Aussehen zu jeder Jahreszeit.
Selbst war ich dort mehr als zwanzig Jahre unterwegs zum Joggen.

Warum wurde dies alles platt gemacht, nur weil ein paar Dickschädel ihren Kopf durchsetzen wollten und auch unser damaliger BBM Götz-Rüdiger Kliesch (CDU) entgegen seiner ersten Ansage für den Ausbau gestimmt hat, aber nur, wenn der Tunnel kommt. Wie fast immer, alles leere Worte.
Eigentlich sollte man jetzt im Nachhinein wieder los vor die Türen der Herren Kliesch, Sehrt und Co. ziehen und seinen Unmut kund zu tun.

Es gibt aber noch optische Eindrücke vom Winterwald damals, kurz bevor und als die Harvester angerückt sind, haben viele Bürger sich lange gegen diesen Irrsinn gewehrt.

Noch sind Eindrücke von unserem Widerstand und dem alten Wald zu sehen

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