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Das Wort zum Sonntag

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10 Jahre 10 Monate her - 10 Jahre 10 Monate her #6122 von Helmhut
Viele Worte zum Sonntag diesmal...

Von Gliedkirchen, Pädophilen und Armut
Kirchenrethorik vom Feinsten...

Ninos robados
Spanien: Katholisches Netzwerk unter Franco handelte mit Kindern...
www.heise.de/tp/blogs/8/150794

Der EU-Rat hat seine Vorgabe für die Jugendschutzrichtlinie gegen Pädophilie, Kindesmissbrauch und Kinderpornografie herausgegeben. Natürlich wurde da nicht auf Pädagogen, Netzspezialisten und Techniker oder so gehört, man lässt hier die wahren Jugendschützer ran, die Kirche!

Und so sieht das fromme Ergebnis so aus:

- Definition "Kinder" sind alle unter 18!
Gilt auch, wenn z.B. eine 17jährige ihrem 17jährigen Freud ein Nacktfoto schickt. Auch das soll dann pornografisch sein!

- Grooming soll strafbar werden. Grooming ist das "Heranziehen" von Kindern als mögliche zukünftige Ziele in Onlineforen.
:S Neuer Gummiparagraph? Wenn man mal jemanden in den Knast setzen will.

Kleine Hoffnung bleibt jedoch: Netzsperren sind "nur" optional.

:laugh: Passend dazu eröffnet man intern kirchliche Gliedkirchen...

"Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat auf ihrer Herbsttagung in Rastede (Kreis Ammerland) zur Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen in Niedersachsen Stellung bezogen. Die Gliedkirchen sollten in ihrer besonderen konfessionellen und regionalen Prägung eigenständig bleiben, hieß es am Freitag zum Abschluss der zweitägigen Synode.

(In einer dpa-Meldung vom 18.11.2011)

Auch hier ist die Wortwahl der Friedenspredigten eher ungeschickt: "[url=www.braunschweig-spiegel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2378:-domprediger-hempel-qfrieden-ist-alternativlosq&catid=64:politik-kategorie-politik-allgemein&Itemid=150
]Frieden sei alternativlos[/url]". Meinte man das ehrlich, würde man doch nicht gerade auf Merkels stark kritisiertes und ziemlich ungläubig gewordenes Dauer-Veto-Wort setzen.
Uwe Meier dazu: "--- unsägliche Rede von Herrn Dr. Hoffmann von vor drei Jahren. Die Antwort kommt etwas spät nach drei Jahren, aber es ist nicht zu spät. Denn für das Eintreten für den Frieden ist es nie zu spät!"

Düsseldorfer Kulturdezernent zur Rehabilitierung der "Hexen" bekehrt
Diplom-Theologe will dagegen klagen ...
www.heise.de/tp/blogs/6/150791

Synode der evangelischen Kirche: Streikrecht ist kein Grundrecht
In kirchlichen Einrichtungen darf weiterhin nicht gestreikt werden. Das hat die EKD bei ihrer Synode beschlossen. Verdi-Chef Frank Bsirske nennt den Beschluss "skandalös". Artikel von Christian Rath in der TAZ vom 09.11.2011


Wer sonst, wenn nicht Demokratie und Rechtsstaat?

Die Braunschweiger Evangelische Akademie Abt Jerusalem fragt sich indessen, ob der Demokratische Rechtsstaat den Anforderungen an die Integration des Gemeinwesens gewachsen ist? Ja welche Staatsform denn sonst, wenn nicht Demokratie und Rechtsstaat. Dabei ist auch längst klar, dass da entschieden mehr Bildung unters Volk muss, um Vorurteile gegen andere Religionen, alles Fremde, Schwule, Migranten abgebaut werden können. Und da schneidet gerade Kirche als Institution in puncto Wissensvermittlung - wie man bereits an der Diskussionsfragestellung der Akadamie ersehen kann - leider leider sehr mäßig ab.

Aber vielleicht hat man ja gerade in kirchlichen Kreisen da erhöhten Diskussions- und Informationsbedarf. Lass' Geist vom Himmel regnen.

Arme Kirchenmäuse

Die Braunschweiger Landeskirche ist arm dran mit Mäusen. Leider muss auch sie die Kuttelkordel nun auch - wie alle anderen auch - etwas enger schnallen, wie dpa berichtet. Sie muss sparen. Der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sieht nur einen kleinen Etat von 78,5 Millionen Euro vom Staat vor. Bis 2020 müsse die Kirche mit jährlichen Mindereinnahmen von 1,5 bis 3 Millionen Euro rechnen. Seit 1995 seien die Kirchensteuereinnahmen um 27 Prozent gesunken, so stark wie in keiner anderen evangelischen Landeskirche." (dpa 18.11.2011)

Mehr Erdung!
Das Zeit-Magazin hat 99 Fragen an den Berliner Fraktionsvorsitzenden der Piratenpartei, Andreas Baum, gestellt. Und der hat geantwortet.
ZEITmagazin: Ihre Schnellkritik am Papst?
;) Baum: "Der braucht, glaube ich, mehr Erdung".

Ja, offensichtlich - aber nicht nur der Führer der Kirche, sondern auch die zahlreichen Schäflein seiner Herde... Mehr auf der Erde bleiben und dort das Menschliche möglich machen und nicht das Menschenmögliche an Irrsinn.[/size]

Amen!

Helmhut
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10 Jahre 10 Monate her #6163 von Helmhut
Heut' schon etwas früher...

Das Wunder von Hoya, pünktlich zur Vorweihnachtszeit eröffnet der NDR sein Weihnachts-Wunder-Regierungsprogramm für alle großen Kinder und die (Leicht)gläubigengemeinde...

Abgeschobene Familie Nguyen aus Vietnam glaubt an den WeihnachtsSchünemann


Screenshot NDR am 22.11.2011

"Gute Nachrichten für Hoya: Die nach Vietnam abgeschobene Familie Nguyen kann offenbar in den nächsten Wochen in ihre Heimatstadt zurückkehren. Die Pässe sollen in Arbeit sein.mehr
• Das "Wunder" von Hoya
• Familie Nguyen glaubt an Hilfe von Schünemann"
www.ndr.de/regional/niedersachsen/index.html

;) Na, dann ist ja alles wieder gut, oder?[/size]

Gruß
Helmhut

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10 Jahre 9 Monate her - 10 Jahre 9 Monate her #6247 von Helmhut
"Bischof pocht auf Religionsunterricht
Hannovers Landesbischof Ralf Meister hat eindringlich vor einer Abschaffung des Religionsunterrichts in Niedersachsen als Pflichtfach gewarnt.

Der Bischof kritisierte am Donnerstag in Hannover den Landesparteitags-Beschluss der Grünen zur Einführung eines weltanschaulichen Pflichtfaches und die Herabstufung des konfessionellen Religionsunterrichts zu einem freiwilligen Unterricht.

Im Religionsunterricht gehe es nicht um Bibelwissen und Missionierung, sondern um eine ethische Charakterbildung junger Menschen. Der Unterricht vermittle Kenntnisse auch über andere Kulturen und stärke die Schüler gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. (dpa-Meldung 01.12.2011)

Und mildtätiges Pochen soll hier zum Erfolg führen.

Die meisten von uns sind durch diese Pflichtreligionslehre gegangen, ob wir wollten oder nicht. Dagegen konnte auch die vielgerühmte Zeit der deutschen Aufklärung unter Goethe und Schiller nichts, aber auch gar nichts ausrichten! Deshalb wissen wir ALLE, dass Religionsunterricht niemals Bibel- oder Kateschissmuspauken war, nicht wahr?!

Und auch dieses ist doch völlig offenbar: Gerade die Religion hat weltweit noch nie für Krisen und Kriege der Völker gegeneinander gesorgt - weder vordergründig noch hintergründig. Das belegt die Historie. Und gerade das Christentum mit seinem Weltleitbild und seinem Anspruch auf Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit hat den vielen Heiden doch letztendlich die wahre einzige Erleuchtung und damit Licht in Welt gebracht.

Die Kirche - in Lohn, Brot und Arbeit

Der Herr gibt's den Seinen, auch das ist zweifelsfrei klar. Wird immer klarer. Das zeigt auch ein Beispiel in Oldenburg.
Das Evangelische Krankenhaus in Oldenburg steigt aus dem kirchlichen Arbeitsrecht aus - und bringt die Diakonie ins Wanken. Der Arbeitskampf läuft auf vollen Touren.
WAZ

Das "kirchliche Arbeitsrecht" als auch die Beibehaltung eines Pflichtfaches in Religion bilden fast schon so etwas wie die Grundpfeiler einer modernen Kirche heute - und exakt bei diesen Grundpfeilererhalt ist merkwürdigerweise eine Öko(no)mene zwischen den Evangelen und Katholen problemlos möglich.

Amen!
Helmhut
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10 Jahre 9 Monate her #6325 von Helmhut
Fundamentalistische Moderne - sage noch einer, die Kirche gehe nicht mit der Zeit

Die Institution Kirche zeigt sich zwar oft recht konservativ in vielen Dingen (Stichwort: Beibehalt Religionspflichtfach in Schulen, Ablehnung Homosexualität, Homoehe, Verhütung und der Ökumene etc.) aber hinsichtlich der neuen Möglichkeiten der Zensur erstaunlich modern.

Für das Lieblingskind unseres neuen deutschen Papstes, den Geheimbund "Opus Dei" hat die Kirche nun eine - rein vorsorgliche - Zensur erwirken können . Dieser Geheimbund selbst hat durchgesetzt, dass Dokumente des Gründers nicht im Internet veröffentlicht
werden dürfen. Weswegen sonst nennt man sich Geheimbund? Es gibt eben Dinge zwischen Gott und der Welt, die müssen Gläubige eben nicht unbedingt wissen, dafür heißt es ja "glauben".

Religion statt Weltanschauung?

Die Kirche hält einzig ihre religiöse Lehre für die richtige, das hat sie schon mehrfach bewiesen, betrachtet man die Geschichte. So wurden nicht nur europäische Kinder missioniert, sondern auch native Völker in Nord- und Südamerika, nicht zu vergessen, die gesamte "Dritte" Welt. Nur Asien tat sich schwer mit den christlichen Lehren. Dort hat man die Missionare des Landes verwiesen und mit Nachdruck und Schwert teilweise geprüft, ob der alleinige Christen-Gott den Prediger eine Wiederauferstehung zuteil werden ließ. Tat er nicht, deshalb konnte man die gebildeten Asiaten eher weniger überzeugen.

Am Bestreben nach Machterhalt durch Kirchenrecht und Unfehlbarkeit unseres christlichen Wert- und Leitbildes hat sich aktuell aber nicht viel verändert. Darauf können alle Christen weiter vertrauen. Die Kirche heute tritt wieder mehr in den öffentlich-rechtlichen Medien auf, gewinnt politisch (siehe Käßmann, Papst und Huber) mehr an Einfluss, ähnlich wie zuvor im Bayern-Fernsehen. Und wer wäre da nicht der rechte Vertreter aus der Politik, die sich für diesen nützlichen Machterhalt einsetzt, als die Christlichen Unionsparteien?

CDU: Fundamentalistenpartei vor dem Herrn

Selbst Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat sich klar gegen eine von den Grünen angedachte "Herabstufung des konfessionellen Religionsunterrichts" ausgesprochen. Unter Herabstufung versteht man hier offenbar ganz strikt, dass die Vermittlung von Weltanschauung nichts im Religions- oder sonstigen Unterricht verloren zu haben scheint.

«Wir sind da fundamental anderer Auffassung», sagte McAllister im Landtag in Hannover. «Wir stehen an der Seite der christlichen Kirchen in dieser Frage.» (dpa-Meldung vom 07.12.2011). Dabei kennt unsereiner "Fundamentalisten" nur in anderen Zusammenhängen, echt verwirrend!

Grün bleibt die Hoffnung

Die witzigen niedersächsischen Grünen hatten tatsächlich geglaubt, auf ihrem Parteitag die Schaffung eines verpflichtenden religionskundlichen Fachs «Religionen und Weltanschauungen» fordern zu müssen, das durch einen nur noch freiwilligen konfessionsgebundenen Religionsunterricht ergänzt werden soll. Religionsunterricht ist in Niedersachsen noch immer Pflichtfach. Dabei dachten die Greenhorns wohl wirklich, sie kämen mit grünen PolitikerInnen an der Spitze der Evangelischen Kirche zu Potte. Die Ergebnisse des "grünen" Einflusses auf die Institution Kirche halten sich hingegen eher in Grenzen, wie Frau Katrin Göring-Eckhardt erst kürzlich auf einer Streikversammlung den nach Kirchenrecht entlohnten Arbeitnehmern erfahren musste. Die hält sehr brav den Kopf hin, ehrlich, das macht sie echt gut!

Hexenjagd auf kirchenfeindliche Grüne?

Das rief nicht nur die Kirchengrößen, Herrn McAllister sondern auch Busemann auf den Plan, der warnt nun sogar vor kirchenfeindlichen Tendenzen bei den Grünen. Wohlweislich sieht man sich veranlasst, eine politische Hexenjagd zu starten gegen einen politischen Gegner. Darin hat man ja Übung, ein probates Mittel also.

In Düsseldorf steht zum Beispiel die CDU immer noch zur Hexenverbrennung . Dort möchte man verbrannte Frauen nicht rehabilitieren. Es gibt eben Dinge, da muss die Christenpartei eben doch Farbe bekennen.

Da können die Grünen noch so sehr mit pädagogischer Soziallehre daher kommen und behaupten, ein gemeinsames Unterrichtsfach ''Religionen und Weltanschauungen'' böte große Chancen für alle Kinder , die Kirche weiß seit Jahrhunderten, wie es besser geht, auch wenn in heutigen Zeiten viele Kinder der katholischen oder protestantischen Lehre gar nicht mehr zugeführt werden können, da sie konfessionslos und ungetauft sind.

Ach ja, die Kirche - hier als Arbeitgeber "Diakonie" - muss nicht nur in den Schulen um ihre Vormachtstellung fürchten. Auch auf dem Arbeitsmarkt hat sie es derzeit schwer.

Der Streit um die Arbeitsbedingungen in der Diakonie schlägt immer höhere Wellen: Das diakonische Werk der hannoverschen Landeskirche hat den Altenheim-Betreiber Wichernstift wegen des Vorwurfs der Lohndrückerei aus der Diakonie ausgeschlossen, teilte die Diakonie am Montag mit. Der Betreiber eines Heims in Ganderkesee bei Bremen soll die Namen der Mitarbeiter, die nicht zu einer Lohnkürzung bereit waren, am schwarzen Brett ausgehängt haben. Damit habe er dem Ansehen von Kirche und Diakonie geschadet.

Die Gewerkschaft Verdi kämpft für eine Ablösung des kirchlichen Arbeitsrechts durch "normale" Tarifverhandlungen. Wegen des Gebarens unter anderem des Wichernstifts hatten Mitarbeitervertreter der Diakonie Scheinheiligkeit und Heuchelei vorgeworfen. (dpa-Meldung vom 05.12.2011)

Credo

Wo sind denn nun noch mehr Freiwillige, Ehrenamtliche, engagierte Bürger und Bürgerinnen, die der großen Institution hilfreich, unkritisch, kirchenfreundlich und kostengünstig zur Seite stehen?

Populi vobiscum?
Helmhut

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10 Jahre 9 Monate her - 10 Jahre 9 Monate her #6440 von Helmhut
Passions- und Kirchenwege am Rennelberg

Mit Sinnsprüchen und bildhaften Darstellungen hat man ja am Rennelberg schon ausreichend Erfahrungen. Gleich einem Passionsweg Christi zieren sehr eindrucksvolle Fotomotive - im wahrsten Sinne des Wortes - Gänge und Wege zu den Zellen, wo die Sünder ihre Buße tun.

Und weil's so schön weihnachtlich ist, werden auch die Inhaftierten mal nett mit sinnigen Sprüchlein und wohlmeindenden Ratschlägen aus der Braunschweiger Zeitung bedacht. Das zeugt von echter Mitmenschlichkeit. Und auch die Kirche lässt sich nicht lumpen:

" Auch für die Häftlinge am Rennelberg ist die Weihnachtszeit also etwas ganz Besonderes ".

Nicht nur die staatliche Gewahranstaltsleitung tut was für (Gewissens)Bildung und (Straf)Kultur, auch die katholische Kirche fühlt sich offenbar berufen und sorgt fürs Seelenheil. Auch sie nagelt ihre Thesen an Gefängnistüren und Mauern.

"Glücklich,
die vor ihrem Handeln nachdenken und vor dem Nachdenken beten.
Sie werden viele Dummheiten vermeiden."


Dieser "kleine" nachdrückliche Wink mit dem Zaunbrett und sinnige Spruch aus der Liste der Segenspreisungen der kath. Kirche hängt direkt neben der Kirchentür, am Ende eines schmalen Ganges. Wieder einmal beweist ein weihnachtliches Zusammenspiel von Braunschweiger Polizei und katholischer Kirche, wo es lang gehen soll. Vor dem Nachdenken lieber beten hat eine gewisse Priorität und Priorität kommt ja doch schon von Prior, was jeder Lateiner unschwer als Vorbeter ausmachen kann.

Pauschal sind mit jenen Dummen die Inhaftierten gemeint, das dürfte unschwer zu erkennen sein. Aber dieser "Denkausbruch" von Leitmotiv wird auch geistig Verwirrten und Schizophrenen zuteil und soll auch diese in die alleinige Glückseligkeit führen.
Also Beten is first, dann erst Nachdenken. Umgekehrte Reihenfolge könnte unter Umständen dazu führen, dass man aufs Beten verzichten kann, weil man die allgemeine Dummheit, die man begehen könnte, gleich erkennt. Ob also dann das Beten noch vonnöten ist?

Und wenn ihr nicht werdet wie Kinder (Matth. 18), dann machen wir euch dazu...

Amen!


Ach ja. Wort des Jahres 2011 war ja Stresstest, wie wir nun wissen. Nicht nur die Bankster sind gruppenweise, nein, auch die katholische Kirche ist im Stresstest erneut durchgefallen , bei der evangelischen Kirche sind die Austritte sogar noch höher. Da macht die Kirche am Rennelberg einiges richtig. Die Insassen dort können ja nicht weglaufen!
Letzte Änderung: 10 Jahre 9 Monate her von Helmhut.

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10 Jahre 9 Monate her #6445 von Helmhut
NACHSCHLAG

Auf alte Werte besinnen

Gerade zur Weihnachtszeit hat die Kirche wieder das Wort. Da wird man als Gläubiger darauf hingewiesen, dass man sich nun doch wieder auf die alten Werte wie Nächstenliebe, Familie und Freundschaften besinnen möchte.

Alte Werte, alte Leidtbilder und genau so alte Familienbilder als auch Erziehungsmethoden brechen sich Bahn bei Christparteien und die sie flankierenden Kirchenväter. Gerade in evangelikalen Erziehungsratgebern wird Disziplin, Respekt und Zucht gefordert, wobei letztere oft auch ziemlich spürbar sein soll, wie es die Prediger sagen.

Auch der evangelikale Prediger Plock hatte so argumentiert: "Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben: P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer Rute." In einem Bericht von NDR.de und Hallo Niedersachsen wurde aus christlichen Erziehungsratgebern zitiert, in denen die körperliche Züchtigung trotz Verbots in Deutschland als Erziehungsmethode gepriesen wurde.

Nun melden sich Gesetzeshüter und Kritiker.
Wer Kinder schlägt, begeht nicht nur Körperverletzung, sondern verstößt auch gegen ein bundesdeutsches Gesetz. Gegen die Respektspersonen und Züchtiger gibt es nun eine Anzeige. Der NDR versteht sich jedoch nach wie vor als staatliches Bildungsfernsehen.

Lasset die Kindlein zu mir kommen...

Ach ja, die Evangelikalen, die sind ja schon schlimm und so extrem. Ganz anders, die katholischen Hirten, die ihre Schäfchen um sich sammeln. Wegen des sexuellen Missbrauchs dreier Jungen in 280 Fällen muss sich ein katholischer Pfarrer vom 12. Januar an vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Der 46 Jahre alte Geistliche aus Salzgitter soll den Kommunionunterricht dazu genutzt haben, Kontakt zu den Jungen aufzubauen und das Vertrauen ihrer Familien zu gewinnen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Bei Übernachtungen bei sich zu Hause und bei Urlaubsreisen soll er sich teils über Jahre an den Jungen vergangen haben. Der Pfarrer hat die Mehrzahl der Taten gestanden. In der Untersuchungshaft war er von einem vermummten Unbekannten geschlagen worden. (dpa-Meldung vom 16.12.2011)


Kann es unter einem gestohlenen Baum überhaupt ein gesegnetes Weihnachtsfest geben?

Diese moralin-gesättigte Frage stellte sich auch die Redaktion der newsclick und andere regionale Gazetten zum Thema "Weihnachtsbaum" während der bevorstehenden Feiertage.

Vier von der Polizei ertappte Braunschweiger konnten doch wohl nicht gesegnet sein am Weihnachtsfest. Gott wird sie sicher nicht gänzlich verdammen, aber segnen wird er sie sicher nicht. Auch von den Kirchenvätern haben diese wohl nichts zu erwarten. Die Beamten stoppten am Freitagmorgen auch zwei 22-Jährige mit einem mit Lichtern, Kugeln und Schleifen dekorierten Baum, so die Meldungen. Wie die Polizei mitteilte, räumten die Männer den Diebstahl des Baumes samt Steckdose auf dem Weihnachtsmarkt ein. Kurz darauf stieß die nächtliche Streife erneut auf zwei Männer mit einem Baum. Die 23 und 28 Jahre alten Fußgänger machten zur Herkunft widersprüchliche Angaben - möglicherweise stammte der Weihnachtsbaum von einer Eisbahn. (dpa 16.12.2011)

Ja, ja, die heutige Jugend!
Und wie man nun sehen kann, wurden auch anderswo diverse Weihnachts- und Nichtweihnachtsbäume von bösen Buben davongeschleppt. Unerhört!


[size=]Foto: waggum.info[/size]

Besinnliche Resttage dann noch!
Helmhut

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