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Bündnis gegen Rechts in BS

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11 Jahre 7 Monate her - 11 Jahre 7 Monate her #3175 von Luziefer-bs1
Hey Daniel,
gub diese Liste hatte ich noch nicht richtig durchgesehen,danke.
Zumal ich annahm das die Liste Aphabetisch sortiert ist.
Hatte eine andere und da stand sie nicht drauf.
Aber da die HP abgeschaltet wurde, ist die Liste natürlich auch weg.
Trotzdem wäre es doch wohl mehr recht als schlecht, etwas mehr Ehre als nur eine kleine Straße nahe dem ehemaligen Lager in Südstadt zu benennen.
Schließlich hat Max Jüdel zu dem mit Büssing (MAN) an bestimmten Projekten gearbeitet und nicht zu letzt war er auch der Urvater von Siemens und ein Revolutionär in Bahnbau der heutigen Bundesbahn.
Im Vergleich zur Agnes Miegel dürfte Max Jüdel weit mehr für diese Stadt und für die Menschen hier getan haben.
Es ist eigentlich eine Schande das man dieses so ausblendet,gerade auf hinscht unserer historischen Vergangenheit.
Vorallen wenn man diese Geschichte richtig aufmachen würde, wäre es eine Geschichte der Stadt die auch für Touristen interessieren sein würde, da sie bis in die heutige Zeit reicht.
Geschchte zum anfassen und nachvollziehen, statt dessen stellt man so eine alberne Christussäule von Herrn Borek vor den Dom.
Oder benennt Straßen nach subtiellen Personen die zweifelhafte verbindungen ins dritte Reich haben.
Wir hatten schon mal eine ähnliche Diskussion und Harfen Agnes,Rechen August die Braunschweiger Geschichte geschrieben haben.
Es gab mal eine Zeit da konnte man in und um die Stadt herum bei den Bäckereien Affen und Eulen aus Backware zum andenken an Eulenspiegel kaufen.
Wenn man heute jemand fragt ob er die genannten Personen kennt oder jemals was von gehört hat, bekommt man nur ein Schulterzucken und ein Fragezeichen im Gesicht.
Dabei sind es diese Leute die diese Stadt geprägt haben und nicht die Kasper die jetzt vor dem Vorhängeschloss aufmarschieren und Militarismus zelebrieren und mit Vorderladern durch die Gegend ballern.
Das Bürgerliche leben wird ausgeblendet, was friedlich war und dafür werden Krieg , Gewalt und skurriele Gestalten gehudigt.
Irgendwie macht mich das Krank und vermittelt ein falsches Bild von der Stadt und den Menschen hier.
Ich zumindest fände es besser den Touristen die hier in die Stadt kommen und kommen sollen, den Eindruck der sympathischen Großstadt mit Herz zu verkaufen und nicht die Stadt der Wissenschaft und Militärforschung und wo Gewalt zelebriert wird.
Es ist schon recht geschmacklos wenn ich Herrn Lehmann zettieren darf,eine Gedenktafel zur Bücherverbrennung vor dem Vorhängeschloss in den Boden zusetzen und dann eine Horde Militärmummeschanz drüber laufen zu lassen.
Nach meiner Meinung aber nicht nur Geschmacklos,sondern gar Respektlos, wenn man auf den Hintergrund und die Geschichte denkt und welch Elend und Leid uns das eingebracht hat.
Wie heißt es so schön im christlichen Glauben " Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen ".
Aber genau das passiert eben,Geschichtverdrehung und verfälschung.
Frau Mundlos hat es auf den Punkt gebracht, brauchen wir wieder ein neues Feindbild, müssen wir wieder mit Fingern auf Menschen zeigen die anders leben, glauben und aussehen.
Brauchen wir Privatarmeen die hinter Bürgern her spionieren, sie verfolgen, ihnen die rechte beschränkt und jeden den Mund verbietet?
Ist es eigentlich nicht die Pflicht auf Grund der NDS Verfassung, das es eigentlich anders herum sein müsste.
Ich frage mich ganz ernsthaft ob wir nichts aus der Geschichte gelernt haben.
Braunschweig ist und bleibt ein kleines Kaff,ein etwas größeres Dorf und daran wird auch ein Vorhängeschloss nichts ändern, geschweige der Größenwahn.
Aber vielleicht sollten sich einige mal fragen ob das alles so richtig ist wie es eben läuft.
Und gerade unser OB, auch wenn er das vielleicht hier nicht lesen wird.
Wäre es nicht viel schöner wenn er durch die Stadt gehen könnte und die Bürger ein freundlichen Guten Morgen Herr Bürgermeister über die Lippen bringen,als das er mit Angst in seinem A 6 sitzt und darauf hofft das nicht doch mal jemand die Hand erhebt.
Ist es nicht traurig das es Sicherheitskontrollen bei der justiz geben muss, weil Richter Angst haben.
Das Polizisten Angst haben vor dem Bürger und anders herum.
Das wir Plätze mit Kameras bestücken müssen und man sich nicht mehr frei und ungezwungen bewegen kann.
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach in welcher Welt er leben möchte.
In klamauck und Angst, oder in der Realität und im frieden.
Falsche Heldenverehrung, Geschichtsverdrehung und ausblenden der Geschichte führen in falsche Richtung.
Vor nicht so langer Zeit haben noch die Händler ihre Waren vor dem Laden stehen lassen können,von 13- 15:00 war Mittagsruhe und keiner ist auf die Idee gekommen, Sachen aus dem Ständer zu klauen.
Heute muss wieder alles verschlossen werden und ältere Menschen haben Angst alleine Nachts auf der Straße, Arbeitslossigkeit steigt und die Perspektivlosigkeit unserer Jugend dazu.
Die Verwaltungen entwickeln ein eigenleben und statt für den Bürger arbeiten sie gegen den Bürger, siehe Umweltvernichtungsamt,Ordnungsamt,ARGE usw. und geben ein sehr schönes Beispiel dafür wie man es nicht macht.
Mag sein das ich irgend etwas falsch verstanden habe, aber ich glaube hier läuft etwas verdammt schief.
Ich möchte zumindest nicht in einer Welt leben,wo sich Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen und falschen Propheten folgen.
Darum ist es sehr wichtig sich mit der Geschichte auseinander zusetzen sie darzulegen, aus ihr zu lernen.
Agnes Miegel und sonstige kranken Gestalten der Geschichtsverdrehung gehören einfach abgeschafft und notfalls verboten.
Und statt sein wissen aus der BZ oder gar der Bildzeitung zu holen, sollten einige mal in die NDS Verfassung hinein schauen,bevor sie wieder anfangen mit Fingern auf andere zu zeigen.Da heißt es nämlich.

Durch Gesetz vom 21. November 1997 wurde dem Artikel 3 mit Wirkung vom 6. Dezember 1997 folgender Absatz angefügt:
"(3) Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Quelle:http://www.verfassungen.de/de/nds/niedersachsen93.htm

Vor dreizehn Jahren haben intelligente Menschen das in die Verfassung geschrieben und immer mehr wird deutlich das dieses mit Füßen getreten wird.
Wir errinnen uns an Rosenbaumfraktion,Pranger TV usw.um nur einiges zu nennen.
Zensur im Internet,Unterbindung der Meinungs und Demonstrationfreiheit, dafür Schutz von Hetzern wie Sarrazin( Bild kämpft für die Meinungsfreiheit).
So was kann nur entstehen wenn man falschen Propheten folgt und die Geschichte verdreht.
Und darum mein klares nein zur Ehrung einer Agnes Miegel in jeglicher Form.
Und ein klares nein zu jeglicher Diktatur, sei sie von Links oder Rechts.
Wobei der Rechte Fassismus weit aus schlimmer und größeres Leid über die Menschheit gebracht hat.

In diesem Sinne ein schönes Weekend

;)
Letzte Änderung: 11 Jahre 7 Monate her von Luziefer-bs1.

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11 Jahre 7 Monate her #3186 von bruno
Eine gute Initiative der Lokalredaktion. Anwohner der Agnes-Miegel-Str.werden durch die Braunschweiger Zeitung befragt mit interessanten Ergebnissen:

Einige hatten sich schon ihre Gedanken gemacht, unter welchem Namen sie mit ihrer Adresse repräsentiert werden:

"Der Name ist belastet durch die nationalsozialistische Verquickung der Dichterin", sagt der eine.

"Die meisten Menschen wissen gar nicht, wer Agnes Miegel war", eine andere Stimme aus Stöckheim.

Sollen die Anwohner jetzt für die Umbenennung aufkommen, wenn die Adresse in Führerschein, Adressenstempel etc. geändert werden muss, fragen sich auch einige.

Wer hat sich denn nur so einen Namen einfallen lassen, im Jahre 1997 im Rathaus:

"Die Stadtväter hätten sich ja auch etwas dabei gedacht, als sie 1997 den Namensvorschlag machten"

(Alles zitiert aus der BZ vom 19.10.2010 S. 20)

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11 Jahre 7 Monate her #3188 von klartext
Ja, was haben sich die Stadtväter dabei nur gedacht? Haben sie überhaupt gedacht, oder nur durchgewunken, was ihnen da von heimlichen Gestaltern vorgelegt worden ist?

Jedenfalls scheint die Neigung bei der damaligen Ratsmehrheit von SPD und Grünen eher verhalten, sich dieser Diskussion und nachträglichen Überprüfung ihrer Entscheidung zu stellen.

Das fällt mir sowieso inzwischen auf, dass so manche wegweisende Entscheidung bereits in der Zeit vor Hoffmann, also vor 2001 durch die damalige rot-grüne Ratsmehrheit gefällt worden ist. Neben der Agnes-Miegel-STr. wären da zu nennen z.B. auch die Privatisierungen der Stadtreinigung an ALBA, und die Privatisierung von unserer Energie- und Wasserversorgung an txu/später veolia.

Auch die Vergabe des Ruhfäuchtenplatzes an Borek haben SPD und Grüne mehrheitlich zu verantworten. Kein Wunder, dass die kommunale Auseinandersetzung über all diese Fragen bei SPD und Grünen nicht stattfindet.

Das sollte unbedingt - gerade auch im Hinblick auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr - geändert werden. Alle Parteien müssen gefragt werden, wo sie stehen und wie sie gedenken, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen.

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11 Jahre 7 Monate her #3190 von Helmhut
Offensichtlich war es den heimlichen Gestaltern wichtig, eine Agnes-Miegel-Straße zu installieren.
Entweder kannte die damals verantwortliche Crew aus Rot-Grüner Ratsmehrheit die Bedeutung Miegels oder sie hatten Null Ahnung und winkten den Vorschlag einfach ungeprüft durch.

Beides wäre schlimm genug.

@ klartext

klartext schrieb:

Kein Wunder, dass die kommunale Auseinandersetzung über all diese Fragen bei SPD und Grünen nicht stattfindet.

Das sollte unbedingt - gerade auch im Hinblick auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr - geändert werden. Alle Parteien müssen gefragt werden, wo sie stehen und wie sie gedenken, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen.


Wem nützt eigentlich eine Agnes-Miegel-Straße?
Das wirkt so, als wäre Hoffmann und der CDU weitaus weniger an einer Agnes-Miegel-Straße gelegen, dabei profitieren doch gerade diese von den Anhängern Miegels, die Miegel als Vertreterin ihrer ostpreußischen, ehemals zum Großdeutschen Reich gehörenden Heimat schätzen und eine Agnes-Miegel-Straße sozusagen als Gedenkmal betrachten.

Nun aber, wenn da was im Hinblick auf die Kommunalwahlen vom mündigen Bürger was entschieden werden soll, wird es schwer für die Braunschweiger, weil offenbar alle Parteien irgendwie bei dieser fragwürdig gewordenen Straßenbenennung direkt oder indirekt mitgewirkt haben, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende treffen die Bürger, enttäuscht über den Braunschweiger Filz, die Entscheidung, gar nicht zur Wahl zu gehen, in der Ansicht, dass die doch alle irgendwie zusammenarbeiten und kein Unterschied mehr zwischen den Parteien zu machen ist.

Dies wäre wohl eher zum Schaden von SPD und Grünen. Also wäre gerade diesen Parteien zu raten, sich klärend zu äußern und mit den Bürgern zu kommunizieren, wie zu Miegel und zu einer Agnes-Miegel-Straße in ihrer Stadt stehen.


Gruß Helmhut

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11 Jahre 7 Monate her #3194 von okerbaer
Hallo,
das finde ich ja echt erfreulich, dass sich tatsächlich mal jemand für Max Jüdel und seine völlig ignorierte Bedeutung für Braunschweig interessiert. Ich bin über die Vita von Heinrich Büssing und dessen erstem genialen Unternahmerleben an der Seite von Max Jüdel auf den engagierten Unternehmer und Politiker gestoßen. Wenn es nicht mehr viele sind, die sich an das genialen Wirken des Nutzfahrzeugpioniers Heinrich Büssing erinnern, an die Bedeutung für die Sicherung des europäischen Eisenbahnwesens durch die Fa. Eisenbahnsignalbau Max Jüdel + Co erinnert sich kaum ein Braunschweiger noch. Und das, obwohl mit der Siemens-Verkehrstechnik an gleicher Stelle in direkter Folge immer noch am gleichen Thema gearbeitet wird. Max Jüdel hat übrigens mit Heinrich Büssing nicht "an einigen Projekten" gearbeitet, Heinrich büssing war rund dreißig Jahre der techn. Leiter (der CO) in der mit dem Kapital von Max Jüdel gegründeten überaus erfolgreichen Firma. Daraus ist auch nicht "Siemens entstanden", vielmehr ist die Eisenbahnsignalbauanstalt in Siemens + Halske aufgegangen, später Siemens Verkehrstechnik.
Erfreulich ist, das sich das HEH tatsächlich bewust ist, das auch diese Klinik aus einer von Max Jüdel finanzierte Stiftung für eine "Krüppelanstalt" hervorgegangen ist.
Angesichts dessen, was die Stadt Braunschweig mental und an Werten Max Jüdel und seinem überaus großen sozialen Engagement zu verdanken hat, kann die Benennung eben dieser untergeordneten Jüdelstr. in der Südstadt wirklich nur als beschämend bezeichnet werden.

Da es wirklich nicht viele Informationen über das Wirken von Max Jüdel gibt: verfügst du über weitergehendes Material? Würde mich interessieren.
Gruß
Okerbaer

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11 Jahre 7 Monate her #3196 von Frau Mundvoll
Vortrag über Max Jüdel

m.braunschweig.de/kultur_tourismus/veranstaltungen/kalender.html?mode=details&event_id=115444&date=2010-10-10&loc=123*

Auch eine Veröffentlichung von Plakaten zum Jüdischen Leben in Braunschweig ist für den Herbst 2010 geplant. Bezugspunkt ist der 100. Todestag von Max Jüdel, der das industrielle, politische, gesellschaftliche, kulturelle und soziale Leben Braunschweigs zwischen 1870 und 1910 maßgeblich mitgestaltete und prägte. Dieses Jubiläum feiert die Stadt Braunschweig im Oktober 2010 im Altstadtrathaus. Der Beitrag der Schüler dazu ist eine Plakatausstellung mit etwa zehn großformatigen Plakaten zum jüdischen Leben in Braunschweig.  
Diese Plakate sollen an mehreren Orten in Braunschweig zu sehen sein.

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