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Bündnis gegen Rechts in BS

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11 Jahre 3 Monate her #4184 von klartext
Ob das alles was mit dem Namen Huck zu tun hat, kann ich nicht sagen, aber zu Agnes-Miegel war gestern ein ganz guter Hintergrundartikel im Kulturteil der Braunschweiger Zeitung:

Das Schicksal ist eine Wanderdüne
Was treibt eine Heimatdichterin in Hitlers Arme? – Ein Blick auf Agnes Miegels Verse aus gegebenem Anlass
Von Martin Jasper

Großansicht In Braunschweig wird gestritten um die Agnes-Miegel-Straße. Soll sie umbenannt werden oder nicht? Miegel? Wer erinnert sich noch an Agnes Miegel, die ostpreußische Heimatdichterin? Doch ja, eine Ballade gab es in unserem Schullesebuch. "Die Frauen von Nidden". Mich hat geschaudert, als Schuljunge,
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/9759657/artid/13689314


Heute dazu auh noch ein Leserbrief von einem Wolfsburger, der auf den Agnes-Miegel-Ring in Wolfsburg aufmerksam macht und dass man sich dort vor einigen Jahren direkt für Agnes Miegel stark gemacht hat.

Was wird denn nun in Braunschweig aus der Agnes-Miegel-Str.
Sollte nicht der zuständige Bezirksrat in Stöckheim die Umgenennung vorschlagen ?

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11 Jahre 3 Monate her #4187 von Frau Mundvoll
klartext schrieb:

Was wird denn nun in Braunschweig aus der Agnes-Miegel-Str.
Sollte nicht der zuständige Bezirksrat in Stöckheim die Umgenennung vorschlagen ?


WARUM ausgerechnet Miegel-Verehrung in Braunschweig?

Miegels Biografie ist in den meisten Quellen klar mit der Hitlerverehrung verquickt, zahlreiche Belege ihrer Uneinsichtigkeit vorhanden. Sollte ihre Person also überhaupt so eine überaus hohe Gemeinwohl-Ehrung erfahren?

FEHLGELEITET?

Auch wenn einige wohlwollende Biografik sich bemüht, die nationalsozialistisch geprägten Werke Agnes Miegels als fehlgeleiteten Nebenweg abzuspalten, fragt man wozu eine Straße in Braunschweig dann überhaupt ihren Namen tragen sollte. Ein Makel bleibt.


Bild: Süddeutsche

Wenn sich dazu in Wolfsburg und in unserer Stadt irgendwelche und recht wenige Leute extra dafür stark machen, fragt man sich, weshalb, wozu?
Weshalb machen die sich so stark für eine wie Miegel?

Oft weisen gerade Miegel-Befürworter auf deren angebliche Fehlgeleitetheit verbissen hin, warum?
Soll Miegel hier als fehlgeleiteter Mensch für das ganze "fehlgeleitete" Volk der Deutschen im Hitlerregime stehen und einzig indirekt Hitler als der alleinige Verführer herausgekehrt werden? Soll Miegel also die Unschuld der Deutschen per se symbolisieren? Oder soll sie indirekt positives aus der Nazizeit mit hinüber retten?

MIEGELSTRASSEN dringend notwendig?

Beides wäre keine saubere Vergangenheitsbewältigung noch -arbeit.
Warum hier Bezirksrat und Rat zögern, erschließt sich eben nicht ganz. Auch die Befragung und angebliche Zustimmung zur Namensgebung der Miegelstraße von 20 Anwohnern rechtfertigt keineswegs, dass die Mehrheit mit Sicherheit nicht für die dringliche Notwendigkeit einer Miegelstraße in Braunschweig stimmen würde.
Hier nur die Anwohner zu befragen, zeigt, dass man offenbar eher wenig Interesse hat, diese Straße umzubenennen. Ein Makel bleibt!

Frau Mundvoll

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11 Jahre 3 Monate her #4189 von Helmhut
Muss man unbedingt auf Miegel-Gedenken bestehen?
Gibt es hier keine unbedenklicheren Personen, die mehr für Stadt und die Braunschweiger Bevölkerung getan haben?

Da ja gerade in Braunschweig die Identitätsstiftende Bedeutung des Fußballes in die Medien und in den Fokus der Bevölkerung gerückt ist, möchte ich auf einen Vorschlag zur Straßenbenennung vom August 2010 zurück greifen.

www.leopedia.de/2010/08/19/platz-fur-konrad-koch/

Eine Konrad-Koch -Straße müsste doch mindestens drin oder uns Braunschweigern was wert sein, denn der hat nicht nur für unser Braunschweig sondern auch für den deutschen Fußball was getan.


Gruß
Helmhut

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11 Jahre 3 Monate her - 11 Jahre 3 Monate her #4212 von bruno
wie es nun weiter geht mit der Agnes-Miegel-Str. hat die BIBS-Fraktion bekanntgegeben.
Es soll ein Grundsatzbeschluss in der Mai-Ratssitzung her:

Nachdem sich der Stadtbezirksrat Stöckheim-Leiferde am 03.02.2011 mit der Umbenennung Agnes-Miegel-Strasse befasst hat, ohne eine Empfehlung auszusprechen und von der Kulturdezernentin Frau Dr. Anja Hesse im Kulturausschuss am 11.02.2011 mitgeteilt wurde, die Verwaltung werde von sich aus keine weiteren Schritte unternehmen, muss der Rat am 31.05.2011 nun einen Grundsatzbeschluss zur Umbenennnung der Agnes-Miegel-Strasse fassen. Das hat die BIBS-Fraktion beantragt, nachdem alle Fakten und Aspekte zur Person "Agnes Miegel" in Gremien und Presse ausreichend gewürdigt wurden.

Antrag der BIBS-Fraktion
Pressemitteilung der BIBS-Fraktion vom 11.02.2011

www.bibs-fraktion.de/index.php?id=258

Letzte Änderung: 11 Jahre 3 Monate her von bruno.

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11 Jahre 3 Monate her - 11 Jahre 3 Monate her #4222 von bruno
Jetzt gibt es eine interessante Reaktion auf den BIBS-Antrag zur Umbenennung der Agnes-Miegel-Str. in der nächsten Ratssitzung im Mai 2011: der Oberbürgermeister geht in die Offensive, er will Herrn Biegel als Gutachter einschalten.

Biegel um gutachterliche Dokumentation zur Agnes-Miegel-Straße gebeten

Angesichts der anhaltenden Diskussion um die Agnes-Miegel-Straße in Stöckheim und in Vorbereitung der nächsten Ratssitzung im Mai, in der das Thema erneut beraten und wahrscheinlich auch entschieden werden soll, hat die Stadtverwaltung Professor Gerd Biegel um eine gutachterliche Dokumentation gebeten. ...
...und eine Bewertungskommission durch den Oberbürgermeister berufen zu lassen.
www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/13762292


Der Ex-NPD´ler Hoffmann als Sachwalter und Kümmerer gegen faschistisches Gedankengut?

Wenn sich da mal nicht der Bock selbst zum Gärtner macht. Hatte doch derselbe Hoffmann noch im August 2009 den Kurt Seeleke Platz im Magniviertel aus der Taufe gehoben und höchstpersönlich das Straßenschild enthüllt: schon vergessen?
Im bs-board gab es damals eine Diskussion dazu:
board.bs-netz.com/viewtopic.php?t=1546&highlight=kurt+seeleke
Letzte Änderung: 11 Jahre 3 Monate her von bruno.

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11 Jahre 2 Monate her #4236 von klartext
wow!
Was ist denn nun los? Als Aufmacher unter newsclick ein Schülerpreis für eine IGS-Weststadt Schulklasse zum Thema Agnes-Miegel und Straßenumbenennung und sogar die Bibs als Initiator der Diskussion wird genannt:

Gesamtschul-Klasse aus der Weststadt forschte zum Thema Agnes Miegel
...

Schon zum zweiten Mal in Folge hat eine Klasse aus der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule einen Preis beim in Deutschland und Österreich ausgeschriebenen Schülerwettbewerb zur politischen Bildung erhalten. Als Thema wählte sie die Agnes-Miegel-Straße.
...
Die Gesamtschüler aus der Weststadt indes wählten zusammen mit ihrer Gesellschaftslehre-Lehrerin Ulla-Bläsig-Frenzel ein kommunalpolitisch heiß diskutiertes Thema, das zum Wettbewerbs-Thema "Straßennamen – nachgeforscht"passte.

Aufmerksam geworden waren die 31 Schüler der neunten Klasse auf das Thema Agnes-Miegel-Straße durch die Berichterstattung in unserer Zeitung. Die immer noch aktuelle Diskussion dreht sich darum, ob die Straße in Stöckheim wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit der Heimatdichterin, Journalistin und Schriftstellerin umbenannt werden sollte oder nicht.

... "Die akribische Arbeit über die Schulzeit hinaus und der Zeitdruck, mit der wir schließlich die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst haben, hat unsere Klasse zusammengeschweißt", sagte die 14-jährige Florentien Gödecke.

"Wir haben zum Beispiel einen Fragebogen entwickelt, sind in Gruppen in die Stadt gezogen und haben dort Passanten zum Thema befragt", erklärte die gleichaltrige Elia Neumann. Dass man beim Zuhören oft Geduld braucht, dann aber auch vielseitige Antworten bekommt, erkannte Nicole Ernst (14).

Auch den Ratsherrn der Bibs-Fraktion, Peter Rosenbaum, der den Antrag zur Umbenennung im Rat eingebracht hatte, luden sich die Schüler zu einem Interview ein. In der Broschüre, die sie als Wettbewerbsbeitrag an die Bundeszentrale für politische Bildung schickten, flossen auch persönliche Meinungen der Mädchen und Jungen ein.


Während die Klasse im Schuljahr zuvor von der Wettbewerbsjury noch mit einem Buchpreis für ihren Beitrag über die Situation von Kindern in China überrascht worden war, sprang diesmal sogar ein dritter Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 1000 Euro, heraus. Das Geld wird in eine Klassenfahrt in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen und in eine für Herbst geplante Klassenfahrt nach Italien investiert.


www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/13801761

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