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Bündnis gegen Rechts in BS

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11 Jahre 7 Monate her - 11 Jahre 7 Monate her #3088 von Rosenbaum
Wir hatten die Diskussion um die Agnes-Miegel-Str. bereits vor rd. zwei Jahren - damals übrigens angestoßen und umfassend dokumentiert von Ulenspiegel, vielen Dank dafür an Ulenspielgel im alten BIBS-Forum.
(Wir arbeiten an der Rekonstruktion)

Damals hieß es auf Nachfrage innerhalb des Rathauses, man wisse nicht mehr, wer innerhalb der Verwaltung Agnes Miegel auf den Weg gebracht habe.

Emails zur Problematisierung des "Gedenkens" an Agnes Miegel, wurden dann mit der Mahnung von einem religiösen Vertreter aus dem Bildungsbürgertum bedacht, man solle aufpassen, keine erneute Bücherverbrennung zu befördern.

Eine daraufhin aus Kreisen der BIBS vorgeschlagene Diskussionsveranstaltung der unterschiedlichen Positionen fand dann leider nicht statt, weil dieser Bildungsbürger kniff.

Jetzt wird diese überfällige Diskussion wieder aufgenommen, genau an der richtigen Stelle, nämlich, den geistigen Hintergrund rechten Gedankengutes allgemein öffentlich zu diskutieren und heimliches Gedenken - mit weitreichender gesellschaftlicher Wirkung - zu verhindern.

Diesem politischen Diskussions-Prozeß kann sich nun bei der offenen Umbenennung der Agnes Miegel Str. niemand mehr entziehen.

Insofern als sinnvolle Aktion gedacht im Vorfeld des näherrückenden Aufmarsches neofaschistischer Gruppen in Braunschweig am 4. Juni 2011.
Letzte Änderung: 11 Jahre 7 Monate her von Rosenbaum.

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11 Jahre 7 Monate her #3103 von Frau Mundvoll
Agnes Miegel - Gesammelte Werke als Argumentationshilfe
gegen das Vergessen und Geschichtsrevisionimus

Am 01.03.08 demonstrierten in Bad Nenndorf 150 Menschen gegen die Verherrlichung der Nazi-Dichterin Agnes Miegel und gegen Geschichtsrevisionismus. Anlass dafür war das Treffen der “Agnes-Miegel-Gesellschaft ”. kis.blogsport.de/

Agnes Miegel (1879-1964) war eine Anhängerin des Nationalsozialismus, was sie durch ihre Mitgliedschaft in mehreren nazistischen Organisationen und in der NSDAP ebenso verdeutlichte, wie mit ihren Lobeshymen auf Adolf Hitler. Auch in vielen anderen Werken der "Heimatdichterin" lässt sich ein positiver Bezug auf die faschistische Blut- und Boden-Ideologie und das Konstrukt der Volksgemeinschaft finden. Nach ihrer Flucht aus dem ehemaligen Ostpreußen zog Miegel nach Bad Nenndorf, wo sie noch zu Lebzeiten verehrt wurde. Insbesondere im den Kreisen von "Heimatvertriebenen" erlangte sie große Beliebtheit. Nach ihrem Tod gründete sich in der Kurstadt die "Agnes-Miegel-Gesellschaft", die mit Veranstaltungen wie den alljährlich stattfindenden "Agnes-Miegel-Tagen" das Andenken an die fragwürdige Dichterin bewahren will.

de.indymedia.org/2008/03/209351.shtml
antifa-hm-py.immerda.ch/miegel.pdf
www.vvn-bda-re.de/pdf/Agnes_Miegel.pdf
www.antifa.de/cms/component/option,com_events/task,view_detail/agid,3248/http://web.me.com/georg.weerth.dt/textarchiv_pdf/miegel-weg.pdf
www.christian-kirchharz.de/download/Stellungnahme_Agnes_Miegel.pdf

Miegel - für Biegel?
Der könnte sich hier auch mal kundig machen *grins*

Frau Mundvoll

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11 Jahre 7 Monate her - 11 Jahre 7 Monate her #3134 von bruno
Heute gibt es zu Agnes Miegel gleich zwei Leserbriefe im Lokalblättchen.

Ein Leserbrief mit dem Vorschlag, die Agnes Miegel Str. in Uwe Johnson Str. umzubenennen und eine Zuschrift, die nur allzu deutlich die Überfälligkeit der öffentlichen Diskussion über heimliche Verehrungen aufzeigt.

Was treibt eigentlich die Bibs-Fraktion des Rates an, das Straßenschild in Frage zu stellen, das den Namen unserer ostpreußischen Heimatdichterin 13 Jahre lang ehrend in Erinnerung gehalten hat? Agnes Miegel ...
Und natürlich setzte sie, wie die meisten Ostpreußen, auch ihre Hoffnung auf den "Führer" Hitler. Da sie ein Mensch von hohem Ansehen war, sprach sie es im Namen vieler aus...

Nun wollen diese, von fanatischer Ideologie getriebenen, ohne über geschichtliche Kenntnisse verfügenden Bibs-Mitglieder uns diesen Rest Heimat durch eine unverständlich herbeigesuchte Argumentation nehmen..

(Auszüge aus dem Leserbrief von Irmingard K. heutige BZ vom 11.10.2010, S.22)


Das reicht ja als gute Begründung aus, diese heimlichen Verehrungen doch noch stärker vergangenheitszubewältigen, oder?
Letzte Änderung: 11 Jahre 7 Monate her von bruno.

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11 Jahre 7 Monate her #3136 von Frau Mundvoll
Weiberkram?

Interessant, Miegel bloß als Heimatdichterin sehen zu wollen, die die ostpreußische Heimat hochhalten soll. Wie steht es eigentlich bei uns eigentlich mit der eigenen landsmännischen Integration, die gerade von anderen Kulturen so vehement aus denselben Kreisen gefordert wird?

"... Und natürlich setzte sie, wie die meisten Ostpreußen, auch ihre Hoffnung auf den "Führer" Hitler. Da sie ein Mensch von hohem Ansehen war, sprach sie es im Namen vieler aus..."
Na dann scheint ja alles in Ordnung bei Frau Irmingard. Miegel sprach also das aus, was viele angeblich dachten, ähnlich wie Sarrazin und Seehofer jetzt?

Wer hier derjenige ist, der solchen fanatischen Ideologien nachhängt, dürfte allmählich klar sein. Ist es denn so arg notwendig, dass unsere Straßen die Namen zweifelhafter Personen tragen? Gibt es keine anderen Bürger und Bürgerinnen mehr, die das noch weitaus mehr verdient hätten, als eine Heimatdichterin? Die mehr getan haben für jeden einzelnen von uns? Sind wir so arm geworden an Persönlichkeiten?

Ob es nun die selige Irmingard II. von Ummendorf oder die historisch bewanderte anonyme Irmingard K. ist, spielt hierbei kaum eine Rolle, historische Kenntnisse hat letztere allemal, denn der Name Irmingard ist rar geworden in Braunschweig und anderswo, das aber scheint der oder die Schreiberin nicht berücksichtigt zu haben, denn so offenbart er/sie überdeutliches historisches Interesse und Kenntnis. Verbiegeln wir die Miegeln hier nicht etwas zu sehr?

Frau Mundvoll

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11 Jahre 7 Monate her - 11 Jahre 7 Monate her #3137 von Luziefer-bs1
Hey,
eine sehr gute Frage Frau Mundvoll,betreffend der landsmännischen integration.
Ich fürchte da gibt es keine Integration und ist auch nicht gewollt.
Im übrigen ist mir die genannte Dame Irmingard bekannt.Meiner Meinung recht schlicht die Dame,wenn ich es mal so ausdrücken darf oder umschreiben.
Ich errinnere mich noch an das Landmannstreffen hier.
Ich fuhr vorbei und dachte erst,dass sie hier evt. heimlich NPD Anhänger treffen würden,zumindest sahen die Aufgestellten fahnen danach aus.Bin ich dann etwas näher gefahren und habe dann festgestellt das es sich um ein Landmanstreffen handelt.
Wo ich im übrigen auch die schon erwähnte Dame angetroffen habe.Rein geschichtlich gesehen zwar nachvolziehbar, aber mit Integration wenig am Hut.Dazu vielleicht mal ein Beitrag betreffend der Ostgebiete,unter anderen auch mit dem verbitterten Mann im Rollstuhl der uns den Überwachungsstaat mit über gestülpt hat,nebenbei mal 100 000 vergisst in seinem Schreibtisch und jetzt unser Finanzminister ist.

braunschweig-aktuell.foren-city.de/topic,2650,-konrad-adenauer-schaeuble-und-die-luege-um-die-d-ostgebiete.html

Wenn man mal genau zu hört findet sich unser Finanzminister nicht mit der Grenze der sogenannten BRD ab oder besser mit dem verlust der Heimat, obwohl er ja einen Amtseid geschwören hat.Genauer betrachtet ist das aber so auch in unser Grundgesetz geschrieben.Und ich möchte betönen das es im GG steht und nicht irgend etwas erfundenes oder gar von mir stammt.Habe das gefunden und es hat mich verwundert, Artikel 116 GG abs.1 der lautet:

(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.

Quelle:http://www.buzer.de/gesetz/5041/a69953.htm

Alles sehr merkwürdig das ganze, geschweige so manche Gesinnung.
Fassen wir zusammen,eine bestimmte Gesinnung gewollt oder nicht,vielleicht auch aus Unwissenheit.Ein Finanzminister der sich nicht mit dem verlust der Heimat abfindet und ein sehr fragwürdiger Artikel im Grundgesetz.
Stellt sich die Frage wer wo Integriert weden soll.
Sollen die Landsmannschaften bei uns integriert werden,oder wir bei den Landsmannschaften.
So ganz ist mir das bisher nicht bewußt?
Deshalb eine sehr gute Frage Frau Mundvoll und vielleicht hat ja einer eine Antwort darauf?

B)
Letzte Änderung: 11 Jahre 7 Monate her von Luziefer-bs1.

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11 Jahre 7 Monate her #3148 von Frau Mundvoll
Noch'n Leserbrief zum Thema Miegelstraße:
hoffer.wordpress.com/2010/10/12/verlorene-heimat-verspielt/

Den aber hat die BZ vorsorglich mal nicht abgedruckt.
Aber die nB hat einen Leserbrief veröffentlicht über Thema "Resolution gegen Rechts":

"Entschuldigung erwartet
Zur Ratssitzung vom 21. September ...

"Wie kann sich der auf mich arrogant und selbstherrlich wirkende Oberbürgermeister Dr. Hoffmann als "Initiator der Resolution gegen Rechts" kenntlich machen, wenn er doch 2005 bei einer ähnlichen Demonstration Partei für die Polizei ergriffn und damit die "Einkesselung der Gegendemonstranten" gutgeheißen hatte! Die vom OB mehrfach geäußerte - von mir als Diskriminierung empfundene - Herabwürdigung gegenüber Herrn Rosenbaum (BiBS) zum Thema Verlängerung Luftlandebahn hat doch nichts mehr mit demokratischem Verhalten zu tun! Warum hat sich Dr. Hoffmann für sein damaliges Fehlverhalten zum besagten Kessel auf der Ratssitzung nicht entschuldigt?"
(aus der neuen Braunschweiger Zeitung, 13. Okt. 2010)

:S Ja, das werden sich viele fragen, aber wohl die Antwort schon wissen und den Begriff "Luftlandebahn" finde ich hier sogar äußerst treffend. ;)

Frau Mundvoll

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